SPÖ und Grüne wollen Wien sozialer machen

Rosa Winkler-Hermaden, 20. November 2010, 08:09

Anhebung der bedarfsorientierten Mindestsicherung für Kinder auf 200 Euro - Vereine bezeichnen Ziele noch als "ausbaufähig"

"Eine starke Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sehr sie sich der Bedürfnisse von Menschen in schwierigen Lebenslagen annimmt", heißt es im Kapitel Sozialpolitik im rot-grünen Koalitionsabkommen. SPÖ und Grüne streben demnach im Bereich Sozialpolitik einige konkrete Veränderungen bzw. Verbesserungen an. Besonders die Unterstützung von Kindern scheint den beiden Parteien in der kommenden Legislaturperiode ein Anliegen zu sein. derStandard.at hat bei Interessensvertretern nachgefragt, ob sie mit den Plänen von Rot-Grün zufrieden sind.

MAßNAHMEN GEGEN KINDERARMUT. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung soll für Kinder, deren Eltern anspruchsberechtigt sind, auf monatlich 200 Euro angehoben werden. Die Begründung der künftigen Wiener Stadtregierung dafür ist, dass durch die neoliberale Wirtschaftspolitik und Wirtschaftskrise die europaweit gestiegene Armut vor allem AlleinerzieherInnen und Mehrkind-Familien treffe. Außerdem wollen SPÖ und Grüne ein Modell für eine Kinderaktiv-Card entwickeln, die den Zugang zu Sport, Kultur und außerschulischer Bildung erleichtern soll. "Jedes Kind, das Klavier spielen lernen möchte, soll das können", sagte David Ellensohn, künftiger Klubobmann der Wiener Grünen bei der Landesversammlung der Grünen am Sonntag. Die Kinderaktiv-Card soll mit Start des Schuljahres 2011/12 schrittweise eingeführt werden.

Elisabeth Wöran von der Plattform für Alleinerziehende sagt zu den Plänen: "Es ist ein Signal in die richtige Richtung." Ihr Verein fordert jedoch eine Grundsicherung für alle Kinder und nicht nur für jene, deren Eltern die bedarfsorientierte Mindestsicherung beziehen. "Es gibt sehr viele Familien, die - warum auch immer - keinen Anspruch haben", so Wöran. Diese Kinder sollten ihrer Meinung nach auch unterstützt werden. 

Die Kinderaktivcard begrüßt Wöran "grundsätzlich", da es wichtig ist, dass alle Kinder dieselben Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe haben. Sie warnt aber gleichzeitig davor, dass die Kinder durch eine spezielle Karte "stigmatisiert" werden könnten. Hier müssten die Parteien aufpassen, wie die Karte in der Realität eingesetzt werde. "An und für sich ist es aber eine gute Sache", so Wöran.

UNTERSTÜTZUNG VON WOHNUNGSLOSEN. Für Aufregung hat im Vorfeld der Wien-Wahl die Ankündigung gesorgt, dass Obdachlose künftig vier Euro Nächtigungsgebühr zahlen müssen, wenn sie länger als zwei Monate in einer Einrichtung der Stadt Wien übernachten wollen. Im Koalitionsabkommen steht, dass die Nächtigungsgebühr nun hinsichtlich ihres Steuerungspotenzials in Sachen "Empowerment, sozialer Integration und Umsetzung durch SozialarbeiterInnen" nach einer ersten Beobachtungsphase evaluiert wird. Kritik kommt von Pfarrer Josef Pucher, der kürzlich in Wien die erste Notschlafstelle für obdachlose EU-Bürger eröffnet hat. Er vermisst im Regierungsabkommen einen Passus, dass auch wohnungslose EU-Bürger Unterstützung erhalten sollen. Seine Notschlafstelle "Vinzi Port" ist seit knapp einer Woche offen und die 85 Schlafplätze würden bereits zur Gänze genutzt. "Hier muss noch wesentlich mehr passieren", so Pucher, der einzelne Maßnahmen noch für ausbaufähig hält. Positiv bewertet Pfarrer Pucher, dass die rot-grüne Regierung ExpertInnen aus dem Ausland einladen will, die das System der Wiener Wohnungslosenhilfe begutachten sollen. 

BEHINDERTENPOLITIK. Heftige Kritik an der künftigen Behindertenpolitik hat es schon vor der Unterzeichnung des Koalitionsabkommens gegeben. Die ehemalige Behindertensprecherin der Grünen im Nationalrat, Theresia Haidlmayr, zeigte sich "schockiert" darüber, was sie im Regierungsübereinkommen zu Menschen mit Behinderung gelesen habe. Sie kritisierte unter anderem, dass es kein eigenes Kapitel zum Thema gibt. Sie warf den Grünen "Vertrauensbruch" vor und kritisierte, dass einige Forderungen "auf dem Altar der Regierungsbeteiligung geopfert" worden seien. Als Beispiele nannte Haidlmayr, die bis 2008 im Parlament saß, etwa auch das Wahlversprechen einer Öffi-Jahreskarte um 100 Euro, die nicht umgesetzt werden wird.

Martin Ladstätter vom Verein BIZEPS sagt zu derStandard.at: "Wir lesen das Bemühen beider Parteien heraus, etwas Neues zu wagen." Er begrüßt die Ankündigung, dass Wien die Behindertenrechtskonvention und die Kinderrechtskonvention der UNO umsetzen will.

Barrierefreiheit werde mehrfach bei einzelnen Punkten erwähnt. "Doch das schaut nicht konzeptionell aus, sondern ist eher Flickwerk", so Ladstätter. "Nicht, dass wir die mehrfache Erwähnung nicht befürworten würde, aber die Linie ist nicht erkennbar. Sehen wir, was sich verbessern wird." Redaktionell sei im Koalitionsabkommen laut BIZEPS "manches missglückt": So würden behinderte Menschen auch als Menschen "mit Handicaps", "mit speziellen Bedürfnissen" oder auch "besonderen Bedürfnissen" betitelt. "Diese sprachlichen Fehlleistungen sind leicht zu korrigieren und zwar, wenn in Zukunft Betroffene in der Umsetzung eingebunden sind."

UNTERSTÜTZUNG VON SUCHTKRANKEN. Im Regierungsabkommen schreiben SPÖ und Grüne, dass der Wiener Weg in der Sucht- und Drogenpolitik ein "über Jahre gewachsener und ständig in Verbesserung befindlicher" Teil der Gesundheits- und Sozialpolitik der Stadt sei. Allerdings bleiben die Parteien im Koalitionsabkommen sehr unpräzise, was die Zukunft der Suchtkranken betrifft. Zu lesen ist, dass die Prävention ausgebaut werden soll. Der neue Ganslwirt soll fertiggestellt werden, danach die Übersiedlung des "TaBeNo" vom Wiedner Gürtel in den Ganslwirt erfolgen. 

Melanie Mollnar vom Verein "Get away" hat im Gespräch mit derStandard.at sehr klare Forderungen an die neue Regierung. Sie wünscht sich, dass der Spritzentausch am Karlsplatz wieder möglich ist, und, dass die Süchtigen nicht mehr vom Karlsplatz vertrieben werden. Zudem fordert der Verein mehr Therapie-Plätze und vor allem, dass die Plätze schneller verfügbar sind.

Eine weitere Forderung betrifft die Einrichtung von Konsumräumen für Suchtkranke. Auch die Grünen sind im Wahlkampf dafür eingetreten. Im Regierungsprogramm ist jetzt allerdings nichts mehr darüber zu lesen. Im derStandard.at-Chat sagte Maria Vassilakou: "Persönlich würde ich Konsumräume befürworten, denn das ist in der Tat der einzige Weg um sicher zu stellen dass drogenkranke Menschen sich nicht infizieren, nicht sterben und auch schneller den Weg in ein Entwöhnungs- und Wiedereingliederungsprogramm finden würden. Hier braucht es noch Überzeugungsarbeit. Nicht nur in der Politik auch in der Gesellschaft." (rwh, derStandard.at, 19.11.2010)

Kommentar posten
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rawfaber
00
Konsumräume

Eine gute Seite mit viel Info:
www.konsumraum.de

Aktive Arbeitslose
00
26.11.2010, 18:10
Mindestsicherung

Und zur Mogelpackung Mindestsicherung mit der Verschränkung mit der repressiven AMS-Politik ist leider nix zu hören, nicht einmal eine Evaluation wird angedacht, obwohl im Moment das totale Chaos herrscht und es schon die ersten paar hundert - vermutlich großteils rechtswidrigen -Bezugsperren hagelt.

Alle Obdachlosen Mindestsicherungsbezieher werden zum Beispiel zu team 4 zugewiesen und dürfen dort völlig rechtswidrige Vermittlungsvereinbarungen unterschreiben:

http://www.aktive-arbeitslose.at/mindestsi... arung.html

ottomann
 
00
24.11.2010, 14:44
Börsen_Attacke (2)

Meine Frage ist folgende:
Ist unser berühmtes "soziales Netz" so grobmaschig, sind die Förderungen so zurückgeschraubt oder
bin ich mit meiner Eisenbahnerpension zu den Großverdienern zu rechnen?

ottomann
 
00
24.11.2010, 14:42
Börsen_Attacke (1)

Zur älteren Generation gehörend weiß ich natürlich, dass im Advent, der Vorweihnachtszeit ein gewaltiger Angriff auf unsere Geldbörsen stattfindet. Wofür da alles gespendet werden soll, ist sagenaft: von Licht ins Dunkel,Barmherzige Brüder, Schwestern Mariens, Rote Nasen, Lebenshilfe,usw bis zu den armen Hunden in Nitra... Nicht zu vergessen, dass wir auch für die armen, notleidenden Griechen und vielleicht sogar die Iren, die Portugiesen ... (sind das alle oder kommen noch welche?) unseren Obulus leisten (müssen! ohne zu streiken!) Natürlich sollen unsere Angehörrigen, Kinder und Kindeskinder auch unsere Anerkennung spüren (und das wollen wir, ehrlich!) Was ich mich jetzt frage ist Folgendes: Ist unser berühmtes "soziales Netz" so

Mario Rutar
00
22.11.2010, 15:37
Kleine politische Farbenlehre...

Die Grünveranlagten sind bekanntlicherweise nur besonders blauäugige Rote...

take it easy
12
21.11.2010, 15:05
ich mache mal eine einfache Textaufgabe für alle Rot-Grün Wähler:

Nicht noch mehr Sozialausgaben -> weniger Schulden (weniger Zinslasten) -> weniger Steuern (zumindest keine neuen Steuern oder Erhöhungen) -> mehr Geld für die Arbeit ((gerechtere Verteilund, denn heute bekommt ein Arbeitsloser eh fast gleich viel (oder inwzischen schon mehr?) wie eine Frisörin/Pflegepersonal/wissenschaftl. Mitarbeiter an UNIs/...)) -> höhere Arbeitsmotivation -> weniger Arbeitslose, da u.a. weniger Leute, die mit geringen deutsch-Kenntnissen und ohne Abschluss in Parks herum lungern (weil die Lehrer von Gratis-Schulen ein bisschen Anwesenheit und Motivation fordern) -> weniger Zeit für Anpöbeleien und schei** erzählen -> mehr Steuereinnahmen & weniger Sozialausgaben nötig ->mehr Hoffnung für neue Generation höherer Bildung

jeff5
11
21.11.2010, 16:18
take it easy, sie brauchen keine angst haben, das kracht doch schon alles.

man sieht doch in england, wie dort jetzt gespart wird.
die ganze vollkasko-mentalität wird sich legen.
hat den vorteil, dass die ganzen sozialtouristen irgendwann auch andere großstädet anpeilen....

die freizeitorientierten wiener werden uns bleiben.

Herr_im_Himmel
12
21.11.2010, 19:33
Um diese Entwicklung zu beschleunigen empfehle ich jedem

der es sich leisten kann, sich mal eine Auszeit zu gönnen: http://derstandard.at/plink/128... 0/18911232

Je weniger Steuergeld für die Finanzierung auch noch der dümmsten und unverschämtesten Begehrlichkeiten reinkommt, desto schneller kollabiert dieses außer Rand und Band geratene "Sozial"-system.

Inländer Feind
18
21.11.2010, 14:16
...bis die Grünen sich dem SP-Molloch so weit angenähert haben wie in Salzburg schon vor Jahren geschehen

in Bälde gut bezahlte Aufsichtratsposten und Andere Jobs bekommen, wofür sie dann auch brav die Klappe halten, auch wenn das Unrecht und die Korruption noch so offensichtlich ist.
Diese Lodengrünen sind mit ein Grund warum ich Ö verlassen habe...

Ich wünsche Österreich eine gesunde und couragierte linke Partei (aber keine Blabla Kommunisten sondern echte Sozialisten mit Sinn zur Realität!)

Buckladahund
220
21.11.2010, 14:05
Wien sozialer?

Kann ich mir meine Drogen schon per E-card besorgen?

Wahlhelfer
94
21.11.2010, 13:31
Die Volksbetrüger

Um Wien sozialer machen zu können muß schnellstens die Erbschaftssteuer eingeführt, die Spekulationsabgabe beschlossen und die Agrarsubventionen abgeschafft werden sowie die von FPÖ und ÖVP seit Jahrzehnten verhinderte Verwaltungs-, Gesundheits- und Kassenreform umgesetzt werden.
Doch ÖVP und FPÖ werden den weiteren Ausbau des Sozialstaates zu verhindern wissen, da sie ja von den Kapitalisten prächtig leben und deshalb deren Interessen auf Kosten der Bevölkerung mit all ihren schmierigen Mitteln schützen.

Foromat
00
22.11.2010, 00:45

wo kann die fp dzt was verhindern ?

die haben gwrade mal einen lh und die sind irgendwie abgespalten.

FrostY Iceberg
45
21.11.2010, 14:06

und nicht zu vergessen die Lohnsteuer endlich auf 100% erhöhen. Damit wir alle entmündigt werden.

jeff5
31
21.11.2010, 16:20
110 % lohnsteuer, wir arbeitenden haben bald keine zeit zum geldausgeben. also noch mehr den freizeitoptimierern.

Cornwell
34
21.11.2010, 14:05
Die Kapitalisten

ja wer ist denn das?

Die Unternehmer, die Kopf und Kragen risikieren und dabei Arbeitsplätze schaffen, die Arbeitnehmer, die in kapitalistischen Unternehmen tätig sind, die Konsumenten, die ganz böse kapitalistisch produzierte Güter konsumieren?

Alle Sozialempfänger, die ihre Leistungen von ganz bösen kapitalistischen Unternehmen bekommen, die diese Leistungen erst erwirtschaftet haben?

Und ja bittschön, bauen wir den Sozialstaat weiter aus - das OECD-Rekordabgabenniveau in Österreich ist einfach noch nicht genug. Wer über 2000 Euro verdient und somit Superreich ist, der braucht einfach nicht mehr.

El Congelador
10
21.11.2010, 17:02
Der Unternehmer, ja wer ist denn das?

Der brave, redliche Unternehmer, den sie sich vorstellen ist nicht das Paradigma unseres ökonomischen Systems.
Als Abnehmer brauchen die sakrosankten Konzerne den Pöbel sehr wohl und das immer mehr, sonst gäbe es kein Wachstum. Gibt es längere Zeit kein Wachstum, gehen wir alle baden, weil unser Geldsystem darauf zählt. Deswegen die Panik vor der Rezession nach dem Crash 2008/09.

badblackguy.blogspot.com
 
00
21.11.2010, 19:55

Wir brauchen nicht grenzenlosen Wachstum und der
Wachstum ergibt sich durch steigende Bevölkerungszahlen
oder dass eine neue Technologie leistbar wird für die
Massen.

Ich weiß nicht wer diese Mär von wir brauchen
unbedingt Wirtschaftswachstum in die Welt gesetzt hat,
ich kann nur sagen sie ist falsch. Ein Unternehmen
braucht Gewinne wenn es überleben will, aber dass der
Gewinn jedes Jahr höher werden muss ist einfach nur
Unsinn.

Der Unternehmer der einmal einen 1000 mehr und
dann wieder in einem Jahr einen 1000 weniger macht
der wird deswegen nicht weinen und Krise schreien.

El Congelador
00
22.11.2010, 02:47

Ich sage nicht, dass das Wirtschaftswachstum eine Naturnotwendigkeit ist, sondern dass unser derzeitiges Geldsystem davon abhängt.
Soll es Gewinne für Kreditvergabe geben, braucht es Wachstum, das der Kreditnehmer schafft (das Wachstum spiegelt sich in den Zinsen, die der Kreditvergeber lukriert).
Jetzt raten Sie mal, ob die Banken auf ihren Gewinn bei der Kreditvergabe verzichten möchten. Die Antwort sehen Sie derzeit zB. in Irland.

Cornwell
23
21.11.2010, 13:13
Ich pack es gerade nicht

Ganz Europa steht in Mitten einer Schuldenkrise, einer Situation in der die eigene Wäherung massiv bedroht ist - Griechenland ist noch nicht vorbei, Irland taumelt gerade.

Eine Situation, in der wir alle Kräfte bündeln müssen (so wie es die Briten tun) um uns aus diesem Schlamassel herauszubewegen.

Und Rot-Grün hat dazu nichts Anderes zu sagen als dass Wien "sozialer" werden muss?

Ist es denn jetzt unsozial? Ist nicht gerade die große Herausforerung an unser Budget, an unseren Sozialstaat, diesen für das 21. Jahrhundert fit zu machen und uns endlich davon zu verabschieden, ganz einfach die Sicherungssysteme, die für die 50er/60er Jahre des 20. Jhdts gedacht sind ständig plump ohne Treffsicherheit auszuweiten?

El Congelador
00
21.11.2010, 16:35
Unabhängig von der Sinnhaftigkeit einzelner...

...Sozialausgaben, die man natürlich immer diskutieren kann: Diese Krise ist nicht primär eine der Staatsüberschuldung (mit Ausnahme von Extremfällen wie Griechenland). Die aktuelle Schuldenkrise der Staaten ist ein Symptom der Kreditblasen der Finanzmärkte. Die Briten laufen wie die Hamster im Rad, um gewährte und potentielle Garantien für den Bankensektor zu ermöglichen und somit dessen Überleben zu sichern. Die übermäßige Ausweitung der Geldmenge in den USA und Europa trifft alle bis auf die Reichsten.
Die interessante Frage dabei ist: Warum kümmert das den sogenannten Mittelstand nicht? Warum ist seine politische Welt vollkommen mit Marginalien ausgefüllt ob ein Sozialhilfeempfänger 50€ mehr bekommt oder ein Obachloser eine Schlafstelle

Loxoceles
11
21.11.2010, 13:26

Die Wiener Stadtregierung ist nicht für das europäische Finanzwesen zuständig.
Ganz so dramatisch, wie Sie es schildern, ist es wirklich nicht.

Cornwell
34
21.11.2010, 14:01
Nein, ist es nicht

Griechenland und Irland waren alles nur Scherze. Ist gar nicht so schlimm.

Demographischen Wandel gibt es nicht und unser Pensionssystem hat auch keine Probleme damit.

Es ist gar nicht schlimm. Das Budget wird sich schon irgendwie konsolidieren.

Die Briten und die Deutschen sind wahrscheinlich einfach nur paranoid mit ihrem Sparkurs, können wir alle ganz relaxed bleiben.

Die Wiener Stadtregierung ist nicht dafür verantwortlich. Ja, das stimmt, aber jede Entität, jeder Bürger auf allen Ebenen muss jetzt zusammenhelfen, damit wir die Kurve noch kratzen.

"Austerity" lautet die Devise, nicht plump mehr "sozial".

das ist fix
11
21.11.2010, 12:50

"sozial" bedeutet wohl, dass mehr Geld ausgegeben werden soll, d.h. es wird nicht mehr Gebühren/Steuer-Erhöhungen geben.

kyselak3
 
12
21.11.2010, 12:37
"Eine starke Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, wie sehr sie sich der Bedürfnisse von Menschen in schwierigen Lebenslagen annimmt"

danach zeichnet sich eine gesellschaft immer aus - egal, wie sie sich der menschen ... annimmt.

sinnfreier geht's nimmer.
war aber auch nicht anders zu erwarten.

Spielverderber1
01
21.11.2010, 12:32
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum..

dass die "Leistungsträger" den Staat nicht so sehr brauchen. Damit machen sich "Mittelständler" zu den Verbündeten der 10% Österreicher, denen 90 % des Vermögens gehört, was diese natürlich taktisch gerne ausnutzen.
Wird ein solcher "Leistungsträger" einmal krank und steht für ein Jahr nicht zur Verfügung, hat sich jedoch ein nettes Haus finanziert sieht man sehr schnell wofür ein Staat und Steuern gut sein kann.

Übrigens: ich ordne mich eher "theistisch-sozial" ein und bin nicht Kommunist, nicht mal Sozialdemokrat.

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