Flakturm: Eine verblasste Drohgebärde

22. November 2010, 12:27
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foto: jus/derstandard.at

Die Beschriftung "Wehrmacht" am Flakturm im Arenbergpark im dritten Wiener Gemeindebezirk ist stark verblasst und nur noch im Winter leserlich, wenn der Wilde Wein seine Blätter lässt. (Siehe auch Reportage "Frische Brise für ein dunkles Labyrinth")

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Reisserische Schlagzeilen sind offenbar schon vile wichtiger als Qualitätsjournalismus:

Der Flakturm war nie eine "Drohgebärde" - er diente einzig der Verteigigung der Stadt. Analog zu Stadtmauern des Mittelalters hat er schlichtweg seine Funktion verloren. Heute würde mit Flugabwehrraketen agiert werden, die keine so feste Installationsbasis brauchen wie damals die Flackkanonen.

faktum flakturm

alles zur initiative einen kunst und kulturort daraus zu machen finden sie unter http://flakturm.net

Verwendung:

Der ideale Ort für ein dringend nötiges Gedächtnismuseum!

@ flagturm augarten

da wird schon wieder fleißig im hintergrund gemauschelt und getan. wenn wir bürgerInnen nicht aufpassen, haben wir die nächste baustelle im augarten. und danach ein datencenter, jede menge autos etc...im denkmalgeschützen augarten...

einen interessanten bericht über einen der beiden augarten-flaktürme hab ich hier gelesen: http://berliner-unterwelten.de/der-flakt... 553.0.html

Ich hoffe, durch die "Graffitis nach 1945" wurden keine historischen Dokumente zerstört.
Und ich schließe mich Frau Bauer an, dass sowas präsentiert und aufgearbeitet werden muss, nicht als Kritzeleien, die halt die Leute damals hingemacht haben. Das gehört dokumentiert und geschützt.

jawoll !

So überwältigend ist das da drinnen aber auch nicht. Erstaunt kann man über die Steilheit der Stiegen sein, beeindruckend ist die Sicht von der obersten Ebene.

Es geht nicht um überwältigend, sondern um Dokumentation.

hab´ ich was versäumt,

oder ist es jetzt zwangshaft üblich die Texte ohne Bezug zu den Fotos einzustellen?
Das macht mich irgendwie unrund....

eine drohgebärde durch einen flieger-abwehr-turm...

ein igel droht ungefähr mit ähnlichen waffen...

sie sind nur für den angreifer gefährlich...

drohgebärden sind: uboote, raketen, panzer, bomber und soldaten aber doch keine verteidigungsanlagen...

Besichtigung - Infos erbeten

Bitte um Info ob die MAK Ausstellung im CAT zu besichtigen ist? Gibt es Öffnungszeiten? Google konnte mir (noch) nicht weiterhelfen :(

Vielen Dank!

das "kuckuck"-grafitti ist wohl eine "hommage" an die luftschutzwarnungen im radio. hab neulich eine seite mit aufnahmen solcher gefunden und die gehören zum mit abstand unheimlichsten, was ich seit numbers stations aus dem äther gehört habe.

könntest du den link zu der seite posten? mich würde es interessieren...

Vielen Dank im Voraus!

keine leute reinlassen

die versauen nur alles. eine webseite wie diese ist interessant genug.

Was war da gestern bei der geplanten Führung los?

Schlösser getauscht. Aber wann? Vom wem? In welchem Auftrag?

Spuken die von damals heute immer noch herum?

Herzelichst
Ihr Lappe

Wie kommt man an eine solche Führung? LG und Danke

Zufall!

Zwar kenne ich die Bücher von Ute Bauer, letztlich aber war es ein Beitrag im Ö1-Kulturjournal, wodurch ich von der Veranstaltung erfahren habe.

Herzelichst
Ihr Lappe

Also irgendwie gefallen mir die Türme.
Die haben was.

das ist schoen fuer sie;-)...

...man bringt die naemlich nicht weg!

Doch, die bringt man weg, "man" will es nur nicht.

also, ich bin kein bau-spezialist,...

...aber den turm im augarten hat man zu sprengen versucht, und der hat net amal ein ohrwaschl g'ruehrt.

wissen sie da mehr?

Aus dem Bau von Tunnels bei großem Gesteinsdruck

oder Untertagebau weiß man inzwischen, wie das geht. Man bohrt eine Gruppe von parallelen Kanälen, bis man etwa eine, ein paar Quadratmeter große, Kreisfläche mit regelmäßigen Löchern hat. Das Loch in der Mitte wird nicht mit Sprengstoff verfüllt, es dient nur als Ausweichplatz für das Gestein / den Beton bei den folgenden Sprengungen, die spiralig und leicht zeitverzögert vom Zentrum nach außen verursacht werden. Wo also die einzelne Ladung verpufft, kann man so riesige Löcher machen.

Es gibt in der Sprengtechnik (Stollenvortrieb) verschiedene Möglichkeiten des Einschlages. Die Methode wird in Abhängigkeit von der Geologie gewählt. Wie schon weiter unten beschrieben, ist da auch das Presplitting von Bedeutung.

Demolierungssprengungen sind ein gänlich anderes Thema, aber durchaus zu machen.

Nur man will es nicht. Konkret käme ohnedies nur eine Mischform in Frage, um Zerstörungen durch die Druckwelle bzw. Trümmerflug zu vermeiden.

Ein Abtragen unter Zuhilfenahme von Wasserstrahlschneiden und anderer Verfahrenstechniken etc. wäre adäquat zielführend.

Wie schon hier bereits erwähnt wurde

Gab es bereits Ansätze einen Turm zu sprengen, aber da soviel Stahlbeton verwendet wurde (afaik) hält die Bude bis zum St. Nimmerleinstag.

Vermutlich würde es gehen, aber der Aufwand lohnt sich nicht.

Ausserdem würde ich (als Laie) meinen, dass doch ein haushoher Unterschied zwischen einem Berg und eines derartigen Bauwerks besteht, nicht nur wegen der mangelnden Stahl-Komponente.

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