RAU-TV mit Van der Bellen

"Schwarz-Grün im Bund nicht ausgeschlossen"

17. November 2010, 14:01

Alexander Van der Bellen im Video-Interview über seine Probleme mit Innenministerin Fekter, Wissenschaftsministerin Karl und Finanzminister Pröll, die jedoch bei einer Anpassungsbereitschaft von Seiten der ÖVP überwunden werden könnten

"Die wissen nicht, was sie tun!" Alexander Van der Bellen richtet in seiner neuen Funktion als Sonderbeauftragter der Stadt Wien für Universitäts- und Wissenschaftsangelegenheiten deutliche Worte an Wissenschaftsministerin Beatrix Karl und Finanzminister Josef Pröll. Durch die budgetären Einsparungen im Bereich der Wissenschaft drohe Österreich "ein Kahlschlag erster Klasse" und die "intellektuelle Isolierung" und "Verzwergung" des Landes würde damit in einem "atemberaubenden Tempo" fortgesetzt.

Trotz seiner Kritik an der ÖVP, schließt der Grüne Nationalratsabgeordnete im Video-Interview mit Hans Rauscher auch Schwarz-Grün auf Bundesebene nicht aus, auch wenn man mit einer Innenministerin Fekter größte Hemmungen habe, diese Frage mit Ja zu beantworten. Voraussetzung sei eine gewisse Anpassungsbereitschaft von Seiten der ÖVP, die der ehemalige Innenminister Ernst Strasser durchklingen hat lassen, als er einmal ganz offen gemeint hatte, dass er eine andere Politik gemacht hätte, wenn er statt für Schwarz-Blau für Schwarz-Grün gearbeitet hätte.

Van der Bellen erklärt im Gespräch auch, warum für ihn die Aussagen des türkischen Botschafters "erfrischend" und die Reaktionen der Regierung "unsäglich" waren, weshalb er strikt gegen Assimilation ist, was für ihn der Wiener Vertrag, den die rot-grüne Stadtregierung für Neuzuwanderer abschließen will, beinhalten sollte, und warum er trotz seiner vielen Vorzugsstimmen nun doch nicht in den Wiener Gemeinderat einzieht. (rasch, derStandard.at, 17.11.2010)

Kommentar posten
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Pessimist-Realist
 
11
28.12.2010, 15:46
Welchen titel hat der nochmal? Und: Ist der echt?

Soweit ich weiß, liegen SPÖ/ÖVP/FPÖ bei ca. 25% (+/-), die Grünen bei 10-12%.
ÖVP+Grüne ==> 25+12=37%
Geht sich also nicht ganz aus - außer die Grünen verdoppeln (wobei die schön froh sein können, wenn sie nach den "Leistungen" in Wien nicht in den einstelligen Bereich absinken).

Ghostrider63
11
27.12.2010, 15:19
Wie bitte? Ich hab mich hoffentlich verlesen!!!

Herr VdB lassen Sie denn Unfug, sowas kann doch nicht ihr Ernst sein!!!!!

Muss ich mir wirklich nochmal eine neue Partei suchen ;-)

Vintageologist
 
00
Wenn du bislang grün gewählt hast...

...solltest du vielleicht in erster Linie mal ein umfassendes Geschichtsbuch öffnen und beim Kapitel "Kommunismus" nachsehen... danach wirst du so oder so nicht mehr grün wählen wollen, sobald dir die Parallelen ins Auge springen.

snufkin
02
25.11.2010, 18:28
"Schwarz-Grün im Bund nicht ausgeschlossen"

Wehe!

Pol e Mike
11
22.11.2010, 12:47
Ähem...wo lebt der Opi?

27% + 10% = ?

Ist wohl zuviel Mathematik für einen emeritierten ProF?

Blau-Schwarz wird sich ausgehen....denn RotSchwarz hat die Chancen nicht genutzt!

Randalf X.
01
23.11.2010, 17:59
2003 wäre es sich ausgegangen

das ist erst 7 Jahre her und somit realistisch, daß es sich so wieder herstellen lassen wird. Die nächste Regierung (spätestens die übernächste) wird Schwarz-Blau. Da werden die Schwarzen wieder ihre nach rechts abgegeben Stimmen (weil sie mit den Korrupten Roten zusammen gingen) wieder bekommen und anschließend mit einer fast Absoluten können sie sich den Partner aussuchen. Wenn sie jetzt nicht den Fehler vom Schüssel 2003 machen und zu hart verhandeln, dann wirds auch was werden, weil die Grünen sind ganz geil aufs regieren. Sie rechnen sich weitere Stimmen aus wenn sie mal gezeigt haben, daß sie auch nur mit Wasser kochen.

Eva Ulrich
00
27.1.2011, 07:56

Als Schwarzer die Roten korrupt zu nennen, finde ich auch witzig.

ceterum censeo faymanem esse d...
00
31.1.2011, 13:02
Ein arrogantes Argument , wenn es von jemanden kommt, die...

... verlernt hat, vor der eigenen Tür zu kehren und deren einzige Rechtfertigungs-Strategie daraus besteht, den politischen Gegner mit Dreck zu bewerfen, wenn bei der SPÖ wieder mal eine Schweinerei aufgedeckt worden ist.

Ich habe sie bisher immer respektiert, Eva, aber schön langsam geht mir Ihre widerwärtige Parteischurli-Japserei auf die Nerven!

perau1
 
00
26.11.2010, 21:03

wenn es wieder schwarz-blau i.bund gäbe,
würde sich d.fpö wieder einmal selbst beschädigen u.wäre - wie schon 2006 - verdienterweise nur mehr eine kleinpartei u.d.övp könnte ernstl.nachdenken ob d.art politik, wie sie sie seit jahren macht u.ihr bestreben, d.fpö rechts zu überholen schuld an ihren verlusten ist u. so wieder zu einer staatstragenden partei werden.
d.fpö hat auch heute kaum persönlichk., d. tageslichttauglich sind u.würde wieder an d.realität scheitern. sie würde wieder erkennen müssen, d.parteigänger auf wichtigen posten unterbringen sowie großmäulig wähler ver..schen nichts mit verantwortungsvollen regieren gemein hat u.am ende d.abrechn.d.wähler steht.
d.schaden,d.o.a.koal.hinterließ ist z.teil nie wieder gutzumachen

more more
01
26.11.2010, 09:46

Zu hart verhandeln?
Meinst Du damit das Schüssel natürlich nicht hinnehmen konnte, dass Ö seine luftpolizeilichen Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, weil man auf Flieger verzichtet?
Populistische Gaukelei hat in der Politik nichts verloren.

.........1
24
20.11.2010, 22:03
schade um die vorzugsstimmen für diesen herrn professor

Sd hr gntlch ll vllkmmn vrtrttlt ?
00
20.11.2010, 18:45

witzig, wirklich witzig, nein im ernst, wobei wenn man die lange regierungsabstinenz der grünen in betracht zieht, sind sie eigentlich dennoch ganz schön wählerisch, nur kann man sich über die wählerische wahlentscheidung dann doch nur wundern ;-?

Alexander Patjomkin
21
20.11.2010, 00:35
Gegen AvdB ist sogar der türkische Botschafter

eine "erfrischende" Erscheinung.

sonne-licht
 
12
18.11.2010, 20:55
die neue integration der grünen

pass dich an, dann wirst akzeptiert!

A flat
11
18.11.2010, 21:20

Ich glaube sie verwechseln da was. Die Grünen und Fähnchen im Wind ? Deren Rolle war eher das Märtyrertum blickt man zurück in die Geschichte der Partei. Inwiefern waren Sie denn nun involviert ? Wer musste denn gegen den Strom schwimmen ?

Rob86
012
18.11.2010, 17:39

Verglichen mit den Hetztiraden oder des Kuschelkurses manch anderer Politiker im Land ist VdB erfrischend ruhig und sachlich in Ton und Stil. Diese Kombination, von nüchterner Analysegabe, und menschlicher Ausstrahlung ist mE die beste Voraussetzung, um Politik und Gesellschaft, zielführend zu gestalten. Er spuckt keine großen Töne, wirkt aber auch nicht desillusioniert. Man hat das Gefühl, hier spricht ein Mensch hinter dem nicht gefühlte hundert Spindoktoren stehen, die einem mit leeren Worthülsen und jo-na-eh Phrasen ausstatten. Ich bleibe dabei, dass VdB für die politische Landschaft in Österreich der einzige Lichtblick in dem grauen Sumpf aus Populisten und profillosen Fähnchen-in-den-Wind-Halter darstellt.

Protheus
 
00
18.11.2010, 23:37
Der VdB war für mich immer einer der

vernünftigeren Politiker und ich bin immer wieder froh, dass er immer noch Politik betreibt. Wenn man sich mal kurz in seine Lage versetzt, könnte man zum Schluss kommen, er müsste es langsam aber sicher satt haben. Schließlich vermitteln einem seine Kolleginnen und Kollegen teilweise nicht den Eindruck, dass sie ihren Aufgaben gewachsen sind.

Bluestone
00
26.12.2010, 19:04

Seine Kollegen+Innen stellen sich wenigstens der Verantwortung. Nicht so, wie Professor Hasenfuß, der den Bommel einzieht, wenns ernst wird.
Die Xantippen haben ihn scheinbar Mürbe gemacht.

Rob86
02
19.11.2010, 00:45

Ich habe diesbezüglich nicht nur um VdB, sondern um jeden vernünftigen Akteur im politischen Spielfeld, Angst. Es ist vielleicht nicht der beste Vergleich, aber mE handelt es sich bei Obama auch um einen rationalen Politiker mit menschlichem Antlitz. Jedoch kann man ihm vorwerfen, Illusionen zu verkaufen und auf seine Weise Populismus zu betreiben. Nichts destotrotz hört man seinen Reden eine humanistische Vernunft heraus. Ich fürchte den Tag, an dem beide am nutzenmaximierende Zweckrationalismus, der den üblichen politischen Ton angibt, zerbrechen, oder aber schlimmer, dass dieser sich ihnen als verführender Sirenengesang bemächtigt. Schließlich sprechen die Wahlergebnisse eines Straches oder einer Tea Party für sich. Standhaft bleiben!

Protheus
 
02
19.11.2010, 00:56
Ich mag Ihre Gedanken. Obama ist...

für mich ebenfalls einer von denjenigen, die zur besseren Hälfte der Politiker gehören. Natürlich ist seine Politik nicht unangreifbar, aber die Frage stellt sich, inwieweit sie das jemals sein könnte.
Obama ist in meinen Augen ein moderner Held. Naiv wäre man, würde man annehmen, er hätte nicht gewusst, was auf ihn zukommt. Und dennoch stellt er sich ins Rampenlicht und vertritt seine Prinzipien so gut es ihm möglich ist. Der Präsident von Amerika zu sein um in erster Linie die Misspolitik früherer Machthaber ausbaden zu müssen und gleichzeitig mit einer geldpolitischen Krise konfrontiert zu sein, ist sicherlich kein Fest.

Ich hoffe wie Sie, dass es immer solche Menschen geben wird und dass diejenigen nicht an der Welt zerbrechen.

Rob86
00
19.11.2010, 02:07
Teil 1

Vergleichen wir doch einmal die Ausgangssituation von "Idealisten"mit jenen von "Realisten".Ein Realist, also jemand der die Welt nach einer kühlen Kosten/Nutzen- Rechnung betrachtet hat scheinbar von vornherein gewonnen, da die Maßstäbe, die er an die Umwelt anwendet so niedrig sind, dass sie nicht auf ihn zurückfallen können. Ein Idealist wird aber fälschlicherweise als jemand definiert, der sich in jeder Lebenslage für den moralisch einwandfreien Weg entscheidet. Diese Darstellung vergisst aber, dass wir in einer Welt von äußeren Zwängen und komplexen Abhängigkeiten leben, in der man als Machthaber leider oft gezwungen ist, zwischen mehreren Übeln zu wählen. Ein Idealismus, nach obiger Definition, ist also von vornherein zum Scheitern...

Rob86
01
19.11.2010, 02:20
Teil 2

...verurteilt, da jede Entscheidung, die er im Laufe seiner Karriere treffen MUSS, ein Kompromiss mit den vorhin genannten Einflüssen, sein wird. Ein hartes Durchgreifen würde man ihm ebenso vorwerfen, wie ein "verwässerter" Mittelweg.
Daher ist ein Idealist für mich jemand, der nach Idealen STREBT, sich nicht von seinem moralischen Grundsätzen trennt, in dem Wissen, dass auch er öfters Verrat daran begehen wird. Der Grat zwischen einem sittlichen Realisten(=Idealist nach meiner Definition) und einem Träumer(Idealist nach klassischer Definition) ist natürlich eng, und es dürfte für jeden Menschen schwierig sein, für sich persönlich die Grenze zu ziehen.
Nichtsdestotrotz bedeutet ein Aufgeben seiner Ideale eine Resignation,...

Rob86
01
19.11.2010, 02:38
Teil 3

...oder besser gesagt, ein Stillstand der gesellschaftlichen Debatte,aber auch des selbstreflexiven Diskurses, die für jeden von uns aus sozialhygienischen Gründen essentiell sein sollten. Ein Streben nach einer besseren Welt ist nicht naiv, sondern nur der ehrenwerte Versuch in den Dingen mehr zu sehen, als die Summe seiner Einzelteile. Allein diese Sicht kann eine Kraft auslösen. Eine Kraft, weniger tosend und gigantisch, sondern vielmehr stetig und subtil. Eine Kraft, die keine Revolutionen, sondern Evolutionen auslöst.

Ich hoffe mein Exkurs ist nicht zu sehr ausgeglitten. Nur haben mich Menschen wie Obama diesbezüglich schon öfter zum Nachdenken angeregt. Sie sehen, der Impuls setzt sich fort ;)

A flat
00
18.11.2010, 23:46

Bekanntlich wächst man ja mit seinen Aufgaben und was die Vernunft besagten Politikers betrifft, gebe ich Ihnen natürlich Recht, vorausgesetzt wir sprechen vom selben <i>

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