Schnupfen, Husten, Bronchitis

Erkältungen natürlich behandeln

17. November 2010, 14:14
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    foto: standard/matthias cremer

    Im Krankheitsfall könne auf Hausmittel zurückgegriffen werden.

Antibiotika haben bei Virusinfekten keine Wirkung - Pflanzliche Arzneimittel sind für die Behandlung von Atemwegserkrankungen besonders geeignet

Wien - Infektionen der oberen Atemwege haben jetzt Hochsaison. Experten raten, solche in erster Linie durch Viren ausgelöste Erkrankungen mit natürlichen Mitteln zu behandeln. Auf Antibiotika sprechen Patienten, die an Schnupfen und Husten bis hin zu Bronchitis laborieren, nämlich gar nicht an. Durch falsche Anwendung werden aber Resistenzen gegen die oft lebensrettenden Antibiotika weltweit mehr - auch in Österreich ist das in einigen Bereichen der Fall - und machen sie zunehmend unwirksam. Darauf wiesen Experten im Vorfeld des Europäischen Antibiotikatages (18. November) hin.

Antibiotika bei Viruserkrankungen sinnlos

"Eine akute Bronchitis mit Antibiotika zu behandeln ist ein Kunstfehler und sollte bestraft werden", sagte Christoph Wenisch, Vorstand an der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Wiener SMZ Süd, bei einer Pressekonferenz in Wien. "Die meisten Atemwegsinfektionen - bis zu 90 Prozent - sind von Viren (meist Rhinoviren, Anm.) verursacht", betonte Christian Plaue, Leiter des Referats für Komplementärmedizin der Wiener Ärztekammer. "Antibiotika haben dagegen keinen Effekt." Auch bei akuter Bronchitis habe ihr Einsatz keine wesentliche Verbesserung gebracht: Die Patienten waren durchschnittlich nur einen halben Tag von insgesamt drei Wochen weniger lang krank.

Sinnlos verordnete Antibiotika tragen zur Entwicklung von Antibiotikaresistenzen bei, was zur Folge hat, dass immer mehr bakterielle Erkrankungen mit herkömmlichen Antibiotika nicht mehr so sicher und effizient behandelbar sind wie früher. Experten plädieren daher für eine verantwortungsvolle Anwendung von Antibiotika. "Dazu gehört der gezielte Einsatz in ausreichend hoher Dosierung über einen der Infektionskrankheit entsprechenden Therapiezeitraum. Jede überflüssige und ungezielte Therapie begünstigt eine Resistenzselektion", warnt Wenisch.

Langfristige Folgen

Der Schaden in Rachen und Darm bleibe auch bei kurzzeitiger antibiotischer Therapie bis zu vier Jahre bestehen, so der Mediziner. Und das mache den Patienten wieder anfälliger für neue Infektionen. Zur Sanierung einer geschädigten Darmflora stehen Arzneimittel zur Verfügung, die physiologisch im Darm vorkommende Lactobazillen, Enterokokken oder Coli-Bakterien enthalten.

Bei Kindern führe die häufige Antibiotikagabe "zu einem erhöhten Asthma- und Allergierisiko. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, an Neurodermitis zu erkranken", sagte die auf Heilpflanzenkunde spezialisierte Ärztin Petra Zizenbacher.

Ursachen für die Zunahme von Atemwegserkrankungen seien die belastete Luft in den Städten, überhitzte Innenräume, wenig Bewegung an der frischen Luft, einseitige Ernährung und fehlende Abhärtung, erklärte Zizenbacher. Die Gegenstrategien: gesünder essen und ausreichend trinken, das Immunsystem durch Abhärtung stärken und viel Bewegung im Freien. "Erwachsene und Kinder gehören hinaus - bei jedem Wetter."

Hausmittel helfen

Im Krankheitsfall könne auf Hausmittel zurückgegriffen werden: Bei Husten helfen Thymian, Spitzwegerich oder Efeu, gegen Halsschmerzen Gurgeln mit Salzwasser. Durch Inhalieren mit Kamillen- oder Salbeisud lasse sich die Nase freibekommen, sagte Zizenbacher. Sie rät vor allem zu "Bettruhe und Entschleunigung des Lebens".

"Pflanzliche Arzneimittel sind für die Behandlung von Atemwegserkrankungen besonders geeignet", meinte Wolfang Kubelka, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie. "Die Inhaltsstoffe wirken nicht wie eine Einzelsubstanz wie z.B. Aspirin, sondern in ihrer Mischung wie ein Arzneistoff-Cocktail." Neu in den Apotheken ist ein Extrakt aus den Wurzeln der Kapland-Pelargonie (Markenname Kaloba), die Wirksamkeit sei in Studien mit 10.000 Erwachsenen und 4.000 Kindern belegt worden.

Wenn Österreicher "verkühlt" oder erkältet sind, behandeln sie sich in erster Linie selbst - mit Hausmitteln wie Kräutertees und Wadenwickeln. 38,2 Prozent fragen ihren Apotheker um Rat und kaufen ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament, 35,1 Prozent gehen zum Hausarzt. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 67
1 2
medsci
00
18.11.2010, 14:40
super Nasenspray

Also ich nehm immer Coldamaris prophylactic. Das ist das blaue. Ist ziemlich gut – hilft mir persönlich immer. Für die Kinder kauf ich das Gleiche. Mir hat‘s eine Freundin empfohlen. Ist ganz natürlich, ein Meerwassernasenspray mit Rotalgenextrakt.

fertigprodukt
102
18.11.2010, 10:31

leider fehlt im artikel ein hinweis: bei erkältungskrankheiten unbedingt auf JEDE art von milchprodukten verzichten.

diese überlieferte tradition bringt viel, auch wenn die meisten ärzte sie heute nicht mehr kennen (wollen).

Andreeeas
00
1.12.2010, 23:13

Und ein anderes, bewährtes Hausmittel sagt: Heiße Milch mit Honig. Hat bei mir auch gewirkt - was lernen wir daraus?

Nebenbei: Gehen Sie Leuten mit Argumenten immer aus dem Weg?

KimPossible
01
1.12.2010, 16:32

die meisten dieser "hausmittel" bzw. tips stammen aus der not heraus, nichts ordentliches zur verfügung zu haben, das war früher eben oft der fall. das alle hausmittel nicht automatisch richtig und wirkungsvoll sind nur weil man sie über viele jahrzehnte angewendet hat liegt ja wohl auf der hand.

fertigprodukt
20
5.12.2010, 20:13

glaubst du, sie hätten sich über generationen gehalten, wenn sie nicht wirkungsvoll gewesen wären?

Veronika, der Spargel wächst!
35
18.11.2010, 12:15
Und wenn man bei Vollmond...

...unter der Traufe eine tote Katze vergräbt, gehen die Warzen weg. (Die des Bestatters, nicht der Katze.)

fertigprodukt
40
19.11.2010, 12:28

hast du das selbst ausprobiert?

ich kenne das mit der milch schon seit ich ein kleines kind bin und auch ich hab der oma mal nicht gefolgt. nur einmal. dann hab ich wieder brav auf die milchprodukte verzichtet, weil so eine total verstopfte nase macht keinen spaß.

TT1
00
Klassischer Placebo-Effekt verstärkt durch die Angst vor Omi....;-)

eeyore1
00
11.2.2011, 19:25

auch meine ärztin rät von milchprodukten bei einer erkältung ab, da die milch die atemwege noch mehr verschleimt

Andreeeas
04
1.12.2010, 23:14

Fällt Ihnen eigentlich gar nicht auf, dass Sie im Forum schon so beliebt sind, wie ein FS3 in anderen Foren?

i am austrian
13
18.11.2010, 11:55

schmarrn

Die These das Milchprodukt bei Erkältungen tabu sind wurde schon etliche male widerlegt. Die minimal erhöhte schleimproduktion wirkt sich in keinster weise auf den heilungsprozess aus.

man sollte nur keine Milch-oder sonstige produkte mit zu hohem Kalziumwert konsumieren 3-4 Stunden vor oder nach Einnahme eines Antibiotikum.

fertigprodukt
40
19.11.2010, 12:27

probiers selbst aus und du wirst überzeugt sein.

i am austrian
00
18.11.2010, 10:20

a gscheiter vollrausch hergestellt aus feinstem Scotch Whiskey und Old English Harbor Rum hilft mir besser bei Halsweh und co als jedes Medikament

TT1
00
Erinnert an das Rezept

von Charlie Harper (2 & a half men): 1 Flasche Scotch, ein verschreibungspflichtiger Hustensaft und ab auf die Terrasse, frische Luft schnappen ;-)
PS: es hat diese Form der Selbsttherapie nicht wirklich geholfen.

samba cat
00
18.11.2010, 17:44

heisser whisky mit zitronensaft und gewuerznelken.
fahrt ein :-)

Veronika, der Spargel wächst!
16
18.11.2010, 09:18
Vorsicht vor informationsmanipulierten Zuckerkugerl!

Homöopathische Medikamente haben bekanntlich keine stofflichen Inhaltsstoffe, sondern beinhalten nur den Träger der Information von Wirkstoffen, die umso wirkungsvoller ist, je stärker das ganze verdünnt ist.
Damit ist die natürliche Information der Träger Zuckerkugerl, Wasser oder Alkohol künstlich manipuliert! (vergleichbar mit genmanipulierten Lebensmittel!)

Seitdem meine Familie keinerlei informationsmanipulierte Medikamente nimmt, ist jede Erkältung nach wenigen Tagen vorbei. Früher hat das mindestens eine knappe Woche gedauert.

Schmäh ohne:
Im Bett bleiben und ausreichend schlafen ist das einzige was hilft. Und meistens das einzige was nicht möglich ist.

Caroline P.
 
12
18.11.2010, 20:25
Endlich traut sich jemand die Wahrheit zu sagen!

Aber die Milchzucker-Mafia und das globale Globuli-Gangstertum wird Ihnen bald ein gefährlich verschleimendes Milchpackerl vor die Haustür legen! Nur so als Warnung, nach dem Motto: Wir wissen, wo dein Kühlschrank wohnt...:-)

buena1vista1
00
18.11.2010, 09:04
Hilft garantiert :-)

mit Knoblauch kriegt man das locker weg. Einfach am abend ein Brot mit einer zerhackten Knoblauch Zehe essen ... und es passt :-) Der Geruch ist am nächsten morgen auch weg ... also halb so schlimm und äußerst wirkungsvoll im Gegensatz zu den Mittelchen aus der Apotheke die genau NULL helfen. Und obendrein viel kosten.

ÖVP, die abzocker der nation
012
18.11.2010, 04:40
bei virusinfekten

hilft nur schlafen und ruhe geben. antibiotika sind genauso wertlos wie diverse "naturheilmittel", für deren "wirkung" es keinerlei belege gibt. wobei ich nicht gegen einen guten kräutertee plädieren will, sondern gegen vollkommen überteuerte "pflanzliche" präparate aus den apotheken, die sich damit ein ordentliches zubrot verdienen. ein nepp der pharmaindustrie, nichts weiter.

fertigprodukt
60
18.11.2010, 10:23

teuer aber wirksam sind die richtigen kräuter und es braucht einen fachmann, um herauszufinden, welche kräuter du genau brauchst. dank TCM gibts in unserem haushalt keine sog. virusinfekte (was das genau sein soll, hat mir noch keiner erklären können) mehr.

Andreeeas
02
1.12.2010, 23:15

Vielleicht haben Sie die Erklärung nicht verstanden oder nicht verstehen wollen?

Anyuser
 
03
18.11.2010, 11:38

"was das genau sein soll, hat mir noch keiner erklären können"

Eine Erfindung der Pharmaindustrie natürlich. Viren sind durchwegs unsere Freunde und werden bei Bedarf in Bakterien oder Pilze umgewandelt.

Richtig?

Tethys
03
18.11.2010, 08:34

Goldene Joich (Hühnersuppe) tut bei Erkältungen sehr gut - mir zumindest. Wird als Hausmittelchen bei Viruserkrankungen seit Jahrhunderten eingesetzt. Im Gegensatz zu Antibiotika kann man wenigstens sagen: Nützt sie nix, so schad't sie nix :-)

fertigprodukt
31
18.11.2010, 10:23

die richtigen kräuter helfen und schaden nicht. nur kennen sich hierzulande leider wenig ärzte mit kräutern aus.

Tethys
02
19.11.2010, 09:59

Bei Kräutern kommt es stark auf die Dosierung an. "Ungefährlich" sind Sie also generell gesprochen nicht.

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