Hacker entdeckt geheimen Debugger in AMD-CPUs

Patrick Drexler, 17. November 2010, 10:30
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    foto: apa/dpa

Experten erwarten neue Werkzeuge und Hardware-Hacks

Ein Hacker mit Pseudonym "Czernobyl" entdeckte vergangene Woche geheime Funktionen in AMDs Athlon-Prozessoren, das berichtet die britische Zeitung The Register.

Hardware-Hack

Der Hacker knackte das Passwort "9C5A203A", dieses muss im EDI Registers der CPU eingetragen werden. Ist dies erfolgt so lässt sich der - bislang verborgene - Debugger freischalten, welcher sonst den Entwicklern vorbehalten bleibt. Programmierern wird es dadurch möglich nähere Einblicke in Programme und Chip zu gewinnen. Möglich soll dies ab den ersten Athlon XP-Modellen sein.

Die Zeitung berichtet von "mächtigen neuen Werkzeugen um Hardware zu hacken, zu debuggen und nachzubauen." (pd)

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Ist das im Bild nicht der allererste Socket-Athlon (aus 2000 oder so)?

... den man durch Verbinden der kleinen Brücken (rechts im Bild) mittels weichem Bleistift übertakten konnte?

Könnt sein, ich hab den mal 2001 in einem Rechner gehabt.

Ich war schon immer gegen

die Hacklerregelung - jetzt erst tritt das Ausmaß der Zerstörung durch die Hackler an die Öffentlichkeit.

Ich hatte auch mal eine zusätzliche Pipeline auf

einem P4 "entdeckt". (Mit Hilfe eines handelsüblichen 3mm-Stahlbohrers).
Dummerweise hatte das negative Auswirkungen auf Gleitkommaberechnungen. Die waren fortan recht ungenau.... :-)

Mächtig....

....viele Experten hier! Bin schwer beeindruckt ;-D

Foto

Ist der Degugger das grüne Ding in der Mitte?

fast,

unter dem grünen Lack haben's ihn versteckt.

faszinierend.

Ich hab jetzt malk

"9C5A203A" mit Magnetstaub auf meinen CPU gemacht und der ist jetzt total gedebugt.

oha der informationsgehalt des artikels ist ja wahnsinnig hoch, "eine cpu hat einen debugger" die info lässt mich heute sicher nicht schlafen...

Klartext:

Üblicherweise sind die Register und Schnittstellen die zum Debuggen auf Lowlevel Ebene dienen (Hardware Breakpoints, Single Stepping....) geheim bzw. nicht dokumentiert.
Professionelle Hardware Debugger die über JTAG auf den Prozessor und seine Interna zugreifen sind entsprechend teuer - können aber diese Features freischalten.
Der Hauptgrund dafür ist dass man diese Entwicklungstools gern für teures Geld verkauft - für Prozessoren mit bekanntem Interface kann man z.b. den OpenSource Debugger OpenOCD verwenden.
Ein weiterer Grund kann natürlich auch die Systemsicherheit sein - Sollte aber nur im Supervisor Mode funktionieren.

Fazit - Debuggen auf Hardwarebene wird "Gratis" und hoffentlich gibts kein Sicherheitsproblem.

Wer nicht das Geld für einen guten JTAG-basierenden Debugger hat

der nimmt eben OpenOCD und gibt ca. den gleichen Betrag in Form von Arbeitszeit aus.

Angefangen vom Zusammenbasteln der IO-Stecker, klate Lötstellen inklusive, ntowendige SW-Adaptionen bis hin zur wackligen OpenOCD Software die sich durch fast tägliche Updates auszeichnet. MS-Windows ist im Vergleich zu openOCD ein Quell absoluter Stabilität.

Fazit: Gratis ist da nichts. Die Frage ist nur ob Sie eher Geld oder eher Zeit haben.

Plug N Play

... ist openOCD sicher nicht.
aber mit etwas Übung..... kann man dann auch schon mal exotischere Dinge debuggen - für die keine Tools erhältlich sind. Die HW Adapter kann man sich auch schon fertig kaufen ...
Dann kann man sich nette Skripts basteln... und via Eclipse remote debuggen.
Dann läuft das auch plötzlich stabil.
Mit "initialem Aufwand" ist allerdings zu rechnen.

Sturm im Wasserglas

Wenn dieser Wert zum debuggen mit jtag gedacht ist, ist er ausserhalb von AMD bekannt und kann mit den Debuggern an der jtag Schnittstelle gehackt werden. Damit nicht geheim und kein Sicherheitsrisiko, sondern bestenfalls undokumentiert.

eben

nur ist das Hacken dieses Codes durch Tracen der JTAG Bitstreams an der Schnittstelle eine äußerst mühsame Angelegenheit die sich kaum wer antut.

Ein Sicherheitsrisiko ists wenn das Setzen dieser Register ausserhalb des Supervisor modes möglich ist.

Kernel-Mode?

Ich hoffe mal, dass sich der nur im Kernel-Mode aktivieren laesst. Es waere gelinde gesagt unlustig, wenn jeder unprivilegierte x-beliebige User-Prozess einen Hardware-Debugger aktivieren kann.

Sie haben Sorgen!

Den Prozessor hat doch AMD hergestellt und nicht MS oder Intel ;-)

Wenn es in der IT ein Wort gibt, ....

dass mich schon immer fasziniert hat,
dann war das "mächtig".

vor urdenklichen Zeiten

gab's die Olson-Bande: "mächtig gewaltig" ;-)

mächtiger badabum!

Wahnsinn.

da macht eine Firma Qualitätskontrolle in der Fertigung, dokumentiert so wie alle anderen nicht, wie sie das macht, und das Resultat ist eine Headline im Standard

pfuh. Ich höre den Reissack plumpsen.

Eine CPU hat einen Debugger, welch Neuigkeit.

große Unterschiede

Es gibt Menschen die keine Ahnung haben was ein CPU oder ein GPU ist, aber dennoch ganz wunderbare Dinge mit Ihren "PC" bewerkstelligen. Man muss ja auch nicht wissen wie ein Kugelschreiber funktioniert um damit schreiben zu können. Ich weis noch was für eine Besonderheit ein Kugelschreiber wahr zu meiner Kindheit. Ein Atlon XP ist im vergleich mit jetzigen CPUs, so wie in etwa ein Bügeleisen in das man noch eine Glut hineinbegeben hat. Bügeln können beide, das handliche Dampfbügeleisen und das Kohle betriebene Eisen zu bügeln.

na und, es soll sogar welche geben, die keine Ahnung haben wie das Wort DIE CPU und/oder DIE GPU richtig geschrieben wird.

Es soll in Foren sogar Rechtschreib- und Grammatiktrolle geben

Ich konnte mir bis jetzt nicht vorstellen, daß sich jemand zu so etwas herablässt.

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