Putschversuch in Madagaskar

Lage "voll unter Kontrolle"

18. November 2010, 08:23
  • Artikelbild
    foto: reuters/reuters tv

    Putschistenführer Charles Andrianasoavina im gibt ein Fernseh-interview

Offenbar keine weiteren Zwischenfälle oder Kämpfe

Antananarivo - Nach dem Putschversuch in Madagaskar scheint sich die Lage in der Nacht zum Donnerstag beruhigt zu haben. Über Zwischenfälle oder Kämpfe wurde zunächst nichts bekannt. Die Regierung von Präsident Andry Rajoelina hatte die rebellischen Offiziere schon am Mittwochabend zur Aufgabe aufgefordert. Am Abend wurde in der Hauptstadt Antananarivo von Schusswechseln berichtet.

Eine Gruppe von Offizieren hatte am Mittwoch, dem Tag des Referendums über eine neue Verfassung, auf einem Militärstützpunkt nahe dem internationalen Flughafen Ivato die Entmachtung der Übergangsregierung von Rajoelina verkündet. Oberst Charles Andrianasoavina kündigte an, am heutigen Donnerstag werde der Flughafen geschlossen und der Präsidentenpalast gestürmt.

Rajoelina, der im März 2009 selbst durch einen Putsch an die Macht gelangt war, hatte den Putschversuch für gescheitert erklärt. Die Situation sei "voll unter Kontrolle", sagte Ministerpräsident Camille Vital dem französischen Sender France 24.

Die Ergebnisse der Abstimmung über die Verfassung sollen erst in den kommenden Tagen bekannt werden. Ersten Schätzungen zufolge lag die Wahlbeteiligung bei 40 Prozent, obwohl die Opposition zu einem Boykott aufgerufen hatte. Erste Auszählungen signalisierten eine deutliche Mehrheit für die neue Verfassung. Wichtigste Änderung ist die Herabsetzung des Mindestalters der Präsidentschaftskandidaten von 40 auf 35 Jahre. Die Opposition glaubt, dass sich Rajoelina (36) mit dem Referendum lediglich die Macht im Land sichern will. Dieser hat bestritten, bei Präsidentschaftswahlen antreten zu wollen. (APA)

Steve McQueen
00
17.11.2010, 23:38

Die lieben dort lange Namen, oder..?

Dreesch, ka ne se dasee kawum!
00
18.11.2010, 02:03
mit vielen "A"s drin

offenbar

gomaxgo
 
82
17.11.2010, 12:44
das problem dort sind die franzosen

die glauben immer noch sie sind die kolonialherren dort.

tramezzino
11
18.11.2010, 11:11

jo sicher.

deshalb wird madagaskar jetzt um einen franc an disney verkauft.

uni versalis
10
17.11.2010, 23:12
aber ja.

bei ihnen jagt eine blödheit die andere und zwar nicht erst seit heute. das merkt man auch dann, wenn sie versuchen mit neuem nick hier ein neues leben zu beginnen. bitte klären sie uns eingehend über den zusammenhang zwischen den franzosen und den unruhen in madagascar auf. was machen die denn genau, welche geheimen informationen haben sie?

interessanterweise krachts auch immer wieder in sierra leone, in liberia, im sudan, in nigeria - sind das problem da die briten?

lesen bildet und der kopf ist auch zum denken da.

Malkaye
00
18.11.2010, 20:38
dann lesen sie doch mal!

über die rolle frankreichs in afrika wissen sie wohl nichts.

in sierra leone krachte es nur so lange, wie es diamanten gab. im sudan haben westliche länder die ölquellen an china verloren und in nigeria geht's auch ums öl.

aber was ist mit ländern, die nicht so mächte konzernlobbies anziehen? Togo, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Kamerun, Gabun (o.k, auch erdöl, aber franzosen), Tschad etc...
ja, jetzt fangens mal an zu lesen!

ikepod
11
17.11.2010, 21:35

dort ist es wie in österreich
die oberen saugen die unteren aus
das hat nichts mit den franzosen zu tun.

Herzerzog Johann
12
17.11.2010, 19:52

Ach geh, der "Westen" wars einfach. Wer sonst auch sollte an allem schuld sein? Und das Weltbild stimmt schon wieder ...

Standard Leser4
 
01
18.11.2010, 04:38

Da wir ja keinen "Kalten Krieg" mehr fuehren, gibt es auch keinen Westen und Osten im alten Sprachgebrauch. Vielleicht waere "Norden" besser. denn d Unterschiedliche Lenbensstandard Nord und Sued ist uns ja noch geblieben!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.