Vier Tonnen Silikon, 40.000 Liter Azeton

16. November 2010, 19:34
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foto: gunther von hagens, institut für plastination, heidelberg, www.koerperwelten.com

"So etwas kann man nur machen, wenn man eine Schraube locker hat", sagt Gunther von Hagens selbstironisch, aber doch auch ernst. Die Rede ist vom größten Plastinierungspräparat, das der Erfinder dieser Konservierungstechnik je hergestellt hat. Von Hagens und seine chinesischen Mitarbeiter plastinierten nämlich einen ganzen Elefanten.

Das mit der lockeren Schraube ist nicht grundlos dahergeredet: In dem gewaltigen Elefanten-Exponat, dessen Muskelpartien eindrucksvoll herausgearbeitet sind, stecken laut eigenen Angaben 64.000 Stunden Arbeit, vier Tonnen Silikon, 40.000 Liter Azeton und umgerechnet drei Millionen Euro Material- und Herstellungskosten.

Das 3,2 Tonnen schwere Ding, das 6 Meter lang, 3,5 Meter hoch und ebenso breit ist, passte prompt auch nicht durch das Eingangstor des Naturhistorischen Museums Wien, weshalb es durch ein Fenster in den ersten Stock gehievt wurde. Dort bildet der Elefant, der früher einmal als "Samba" in einem deutschen Zoo lebte, mit zwei Giraffenpräparaten den imposanten Schluss- und Höhepunkt der Sonderschau "Körperwelten der Tiere", die ab sofort im Haus am Ring zu sehen ist.


Copyright: Gunther von Hagens, Institut für Plastination, Heidelberg, www.koerperwelten.com

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