Auch wenn Änderung Voraussetzung für EU- und NATO-Beitritt sein sollte
Skopje - Eine Mehrheit der Bürger Mazedoniens will den
Staatsnamen Republik Mazedonien nicht ändern, um so den langjährigen
Namensstreit mit Griechenland zu lösen. Wie eine Umfrage des
Institutes für politische Forschungen in Skopje zeigt, würden sogar
62,6 Prozent bei einem Referendum gegen die Namensänderung stimmen,
sollte dies auch eine Voraussetzung für den EU- oder NATO-Beitritt
des Balkan-Landes sein. 30,7 Prozent wären dafür, berichtete der
TV-Sender A-1.
Die Umfrage wurde laut dem Sender vom 12. bis 15. November
durchgeführt. Es wurden 1.111 Personen befragt.
Wegen des ungelösten Namensstreites hatte Griechenland im April
2008 die Aufnahme Mazedoniens in die NATO-Allianz verhindert. Der
Streit ist auch der Grund, warum Mazedonien von Brüssel noch immer
keinen Termin für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen erhalten
hat. Die EU-Kommission hatte sie im November 2009 empfohlen.
Mazedonien hat seit 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten.
Griechenland stößt sich ander Namensgleichheit mit seiner Provinz
Makedonien. (APA)