Mietervereinigung

Falsche Provision bei 40 Prozent der Makler

Martin Putschögl, 16. November 2010, 16:20

Mietervereinigung präsentierte alljährlichen Maklertest: Jeder fünfte Makler verlangt demnach weiter drei Monatsmieten Provision

Die Mietervereinigung Österreich (MVÖ) hat am Dienstag ihren bereits dritten "Makler-Test" präsentiert. Dabei habe man feststellen müssen, "dass in 40 Prozent der Fälle die Provisionen falsch berechnet wurden", berichtet MVÖ-Präsident Georg Niedermühlbichler in einer Aussendung.

Der "beliebteste Trick" dabei sei, bei der Provisionsberechnung die 10-prozentige Umsatzsteuer ungerechtfertigterweise "drinnen zu lassen". Makler würden sich so ein Körberlgeld einbehalten, kritisiert Niedermühlbichler.

Jeder Fünfte verlangt weiter drei Monatsmieten

Besonderes Augenmerk wurde bei dem "Mystery"-Test (Anm.: die Mietervereinigung schickte Testpersonen "inkognito") auch auf die Einhaltung der seit 1. September geltenden Maklerverordnung gelegt. "Im Ergebnis zeigt sich, dass jeder fünfte Makler nach wie vor drei statt der erlaubten zwei Monatsmieten an Provision verrechnet", so der MVÖ-Präsident. Zu viel verrechnete Provisionen sollten unbedingt zurückgefordert werden, empfiehlt er. Dies sei bis zu zehn Jahre rückwirkend möglich. Die MVÖ bietet auf ihrer Website nun auch einen neuen "Maklerprovisionsrechner" an.

Dass die Serviceleistungen leiden würden und es - wie von Maklervertretern angekündigt - vermehrt zu Sammelterminen kommt, kann Niedermühlbichler (wie zuvor bereits im derStandard.at-Interview) nach wie vor nicht bestätigen. "Sammeltermine kamen im Test nur bei einem Makler vor." Die durchschnittliche Besichtigungsdauer sei im Vergleich zum Vorjahr sogar auf 21 Minuten gestiegen. "Dennoch ist dies nicht genug Zeit, um sich ein entsprechendes Bild über eine Wohnung machen zu können."

Der Großteil der Makler sei außerdem den gesetzlichen Aufklärungspflichten nicht nachgekommen, so Niedermühlbichler weiter. "Kaum ein Makler hat selbstständig über eine vorhandene Therme und die dazugehörigen Pflichten und Rechte des Mieters oder die Elektrik aufgeklärt. Zum Energieausweis äußerten sich lediglich fünf Prozent der Makler."

"Doppelmaklertätigkeit abschaffen"

Was die Mietervereinigung außerdem besonders stört: "Kein einziger Makler hat auf seine Doppelmaklertätigkeit hingewiesen. Daher ist es wichtig, diese abzuschaffen." Niedermühlbichler fordert, "dass die Maklerprovisionen vom Auftraggeber - und das ist in 98 Prozent der Fälle der Vermieter - bezahlt werden". Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) hat sich, wie berichtet, zuletzt ebenfalls in diesem Sinne geäußert. (map, derStandard.at, 16.11.2010)

Kommentar posten
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Fraaaanz
10
26.11.2010, 19:33
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche ... die Letzte

zur Verallgemeinerung führen und ungestraft zur Volksverhetzung eingesetzt werden können.

Vielen herzlichen Dank Herr NMB! (N ational M anipulativer B randherdleger)

blubb66
20
9.12.2010, 06:14
selten so gelacht

das unsachliche Gequassel soll jetzt also ein Beitrag eines "seriösen" Maklers gewesen sein, herzig.

VanDom
00
9.12.2010, 18:38
Schön wenn´s wirkt ((-;

Fraaaanz
10
26.11.2010, 19:31
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche .... die 2.

Missstände aufzuzeigen und verhindern zu helfen, ist wünschenswert und legitim, aber die zur Verhetzung gezielt manipulativ eingesetzten Zahlen- und Statistikspielereien aus den keinesfalls für eine ganze Branche repräsentativen Befragungen- und (Myst-) Tests, sind für das Allgemeinwohl kontraproduktiv und dienen vorrangig der Profilierung und MItgliedersteigerung der Mietervereinigung bzw. dem politischen Kapitalzuwachs der AK.

Als betroffener Buhmann und Kollege einer sehr großen Anzahl zu 100% seröser und sich absolut redlich ihr Einkommen verdienender Immobilienmakler, bin ich zutiefst erschüttert und betroffen, wie schnell die sicherlich z.T. negativen oder bitteren Erfahrungen mit einigen Branchenteilnehmern ...

Fraaaanz
10
26.11.2010, 19:27
Schwarze Schafe gibt es in jeder Branche ......

Bei allem Respekt und aller Anteilnahme jenen gegenüber, die tatsächlich schlechte Erfahrungen mit Maklern gemacht haben - istd as was hier passiert eine äußerst bedenkliche Hetze gegen den mutmaßlich aufgestellten Buhmann der Nation, den unser allzeit hochgeschätzter Herr NMB von der MV aus einer ganzen Branche macht und seit seinem Antritt 2008 gemacht hat. Sich profilieren und politisches Kleingeld auf Kosten und zum (existenziellen) Schaden einer ganzen Branche zu machen, kann doch nicht der Gesinnung der Volksseele entsprechen ? Wer diese Machenschaft nicht durchschaut und sich auch noch als Förderer daran beteiligt, ist um keinen Deut seriöser oder galubhafter, wie dieser Volksverhetzer!
Fortsetzung folgt .........

Chocoholic
00
22.11.2010, 00:11
Was ich noch immer nicht kapier: wenn es nicht erlaubt ist, auf Sammelterminen Verträge abzuschließen, was spricht gegen offene Besichtigungstermine?

das hat in Schweden wunderbar funktioniert und dann gibt es nach Bedarf noch Einzeltermine.

Gilgamesh
22
19.11.2010, 11:19

Was erwartet man sich von Menschen die nichts können, ausser das Eigentum anderer zu vermitteln und dafür horende Summen verlangen...

montagsnie
15
18.11.2010, 20:32
AK in Wien soll gratis vermieten

Wenn der AK oder der Mietervereinigung bei einem Budget von gewaltigen EUR 300.000.000,- (jedes Jahr!) die Anliegen von Mietern ein wirkliches Interesse wären, so hätten wir seit 30 Jahren v.a. in Wien die kostenlose AK-Vermittlung bzw. eine EUR 30,- Unkosten-Vermittlung.

An sich müßte man denen vorwerfen, untätig gewesen zu sein.

Noch besser wäre es, die AK-Umlage um 50% einzusparen: das wären EUR 150.000.000,- und das 5-fache von Mieter-Provision.

hosenwurm
01
23.11.2010, 11:56
Das könnten sie schon machen

Nur brauchen sie dafür Wohnungen, die sie vermitteln können.

Da Wiener Hausverwaltungen Kickbacks von der Maklerprovision verlangen, werden sie der AK sicher keine Wohnung zu vermitteln geben.

Gilgamesh
02
19.11.2010, 13:48
2.Versuch

Sie können ja nicht einmal zu einer SPÖ nahen Vertretungen gehen, da sich diese weigern gegen Wiener Wohnen vorzugehen, obwohl ganz offiziell gültiges Recht ignorieren wird....

Nebenbei gehört der AK und dem ÖGB das FAB, ein Weiterbildungszentrum für Arbeitslose und dort haben die Mitarbeiter den miesesten Kollektivvertrag den es in der Branche gibt, von Gewerkschaftsvertreten die nichts machen und die Kündigung von Gegenkandidaten forcieren ganz zu schweigen...
Die werden also auch nicht gegen ihre Genossen vorgehen...

Gilgamesh
02
19.11.2010, 12:42

Sie können ja nicht einmal zu einer SPÖ nahen Vertretungen gehen, da sich diese weigern gegen Wiener Wohnen vorzugehen, obwohl ganz offiziell gültiges Recht ignorieren wird....

Nebenbei gehört der AK und dem ÖGB das FAB, ein Weiterbildungszentrum für Arbeitslose und dort haben die Mitarbeiter den miesesten Kollektivvertrag den es in der Branche gibt, von Gewerkschaftsvertreten die nichts machen und die Kündigung von Gegenkandidaten forcieren ganz zu schweigen...
Die werden also auch nicht gegen ihre Genossen vorgehen...

montagsnie
11
18.11.2010, 20:38
nochmal 2.000 Arbeitslose mehr

nachdem die AK als Jobkiller seit 1.9.2010 mit ihren Anti-Maklerforderungen 2.000 Arbeitsplätze (von AK-Mitgliedern!) gefährdet und gekillt hat, könnt Sie durch Gratisvermittlungen in Wien, weitere ca. 2.000 Angestellte arbeitslos machen.

Das AMS hat da sicherlich eine Freude damit, wenn es weitere Millionen für diese Arbeitslosen locker machen muß.

Gilgamesh
02
19.11.2010, 13:49
2.Versuch

Die AK entlässt selbst Angestellte in ihren Tochterfirmen und das sehr asozial....

Beispiel: ein über 50 jähriger Mitarbeiter wurde von heute auf morgen entlassen (FAB), obwohl über 50 und über 50% invalid.
Erst nach 2 verlorenen Prozessen wollte man sich einigen, dass man ihm den Gehalt bis zum Prozess nachzahlt. Man behauptete, dass er seine Behinderung nicht gemeldet hätte, das konnte er aber belegen und es regte sich auch keiner auf, dass dieser Mann 6 Wochen auf Urlaub geht.
Fazit, das FAB musste ihn 2 Jahre anstellen, ohne dass der Mann zur Arbeit gehen muss, er rutschte dadurch in die nächste Stufe der Abfertigung alt.

Soviel zur AK....

Gilgamesh
01
19.11.2010, 12:48

Die AK entlässt selbst Angestellte in ihren Tochterfirmen und das sehr asozial....

Beispiel: ein über 50 jähriger Mitarbeiter wurde von heute auf morgen entlassen (FAB), obwohl über 50 und über 50% invalid.
Erst nach 2 verlorenen Prozessen wollte man sich einigen, dass man ihm den Gehalt bis zum Prozess nachzahlt. Man behauptete, dass er seine Behinderung nicht gemeldet hätte, das konnte er aber belegen und es regte sich auch keiner auf, dass dieser Mann 6 Wochen auf Urlaub geht.
Fazit, das FAB musste ihn 2 Jahre anstellen, ohne dass der Mann zur Arbeit gehen muss, er rutschte dadurch in die nächste Stufe der Abfertigung alt.

Soviel zur AK....

montagsnie
43
18.11.2010, 20:23
marxistische Wenigdenker

Doppelmaklertätigkeit heißt, dass der Makler auch Interessen des Käufers / Mieters vertreten muß (sonst entfällt ja nach heutigem Gesetz die Maklerprovision). Wenn diese abgeschafft wird, dann vertritt der Makler nur mehr eine Seite, aber nicht mehr den Mieter / Käufer.

Das wäre dann so, als ginge man zu einem Steuerberater, der vom Finanzamt bezahlt wird.

Aber das sind halt die marxistischen Wenigdenker.

pocoloco1
00
15.6.2011, 19:02

Achja und bzgl Steuerberater der vom Finanzamt bezahlt wird: Funktioniert eh... Die erklären einem sehr nett wie man einen Computer abschreibt und ein paar Ausbildungen wen man freundlich fragt... Direkt am Finanzamt... Nur verschachtelte Lichtensteinstiftungen empfehlens mir komischerweise nie... ;)

pocoloco1
00
15.6.2011, 18:59
Geh bitte, wen "vertritt" denn bitte ein Makler? Also alle mit denen ich bis jetzt zu tun hatte doch eh nur sich selber... Ich will ja auch gar nicht von einem Makler "vertreten" werden...

Das einzige Problem dabei ist dass man mittlerweile fast nicht mehr wie früher privat über Anzeigen eine Wohnung finden kann... Leider läuft fast nix mehr ohne Makler! Scheinbar haben alle Wohnungsbesitzer soviel Kohle dass ihnen die Provision wurscht is. Bei den Wohnungssuchenden isses sicher nicht so! Da ist jeder froh wenn er ohne "ganz wichtige Vermittlung" von nem Makler ne Wohnung findet! 4-6 Monatsmieten (bei Doppelmaklertätigkeit) für Türaufsperren is halt echt sauviel Kohle! Und weil ich weiss was jetzt kommt: Ja ich könnt selber Makler werden... Aber: Nein, ich mach lieber was für die Gesellschaft sinnvolles... Und ja: Manchmal bin ich neidisch auf das Einkommen von den abgeschleckten Schleimern im Anzug, aber tauschen? Nein!

Elegantestes Conversations-Lexicon für alle Stände
11
19.11.2010, 15:59

Das ist aber reine Theorie und wenig überraschend, da es sich um einen astreinen Interessenkonflikt handelt.

Der Makler soll seinen Auftraggeber vertreten - und wer als Mieter oder Käufer von einem Makler vertreten werden will, soll halt einen beauftragen.

montagsnie
13
18.11.2010, 20:21
Maklergesetz und Maklerverordnung muss weg

Leider ist es so, dass Presseaussendungen von Journalisten nicht mehr verifiziert werden, also nicht auf Wahrheitsgehalt geprüft werden. Da wird bloss noch gekürzt und abgedruckt.

Es ist ja kein Problem, in Wien 15 oder 20 "Makler" (meistens sind's Hausverwalter oder Schwarzmakler) zu finden, die gesetzwidrig arbeiten. Aus denen dann "40%" aller Makler bundesweit zu machen, ist ja keine Kunst -- aber dennoch falsch. Weil halt 20 Schwalben auch noch keinen Sommer machen.

Fipins
01
18.11.2010, 11:26
Diskussion setzt am völlig falschen Punkt an

Über % zu diskutieren ist nur dummer Populismus. Die Doppelmaklertätigkeit sollte verboten werden! In den USA ist das selbstverständlich. Provisionssätze sollen Makler frei nach Aufwand und Kundenwunsch anbieten, wie sie möchten. Warum nicht in manchen Fällen auch Stundensatzberatung über Grundsatzentscheidungen? Manchmal ist die beste Lösung einem Kunden auch von etwas abzuraten, was im heutigen System gar nicht statt finden kann. Wie bei Anwälten, hier geht es um zentrale Lebensenscheidungen, bei denen man einen qualifizierten (!) Berater braucht. Das Problem liegt meiner Ansicht nach in der Ausbildung. Wenn nur noch Personen mit Maklerprüfung, einschl. Lehre oder Studium am Markt sein dürfen tut das Allen gut. Auch den Maklern selbst.

pocoloco1
01
15.6.2011, 19:14
Das könnte funktionieren wenn nicht fast alle Wohnungen über Makler laufen würden... Wenns genug Wohnungen am Markt geben würde wäre das ja ok...

Es könnte so funktionieren: A) ich bin zu faul zum suchen, gehe zu einem Makler u der sucht für mich und ich bezahl ihn frei vereinbart für mich... B) Ich hab selber Zeit u Lust zu suchen, und machs ohne Makler... Aber wenns fast keine Variante B mehr gibt weil die Makler den gesamten Markt kontrollieren, dann muss der Gestzgeber eingreifen um das Raubrittertum zu reglementieren weil wohnen eben einfach ein Grundbedürfnis ist das sichergestellt gehört... Sonst simma bald bei "frei vereinbarten" 10 Monatsmieten, weil die Wohnung ja so schööön is... Hats ja in den 1960ern bis 80ern alles gegeben mit verbotenen Ablösen... "Frei vereinbart" könnte ja ein Makler auch nur 1 Monatsmiete kassieren... Schon mal gehört dass das einer macht? ;-)

Peter Prischl
00
25.11.2010, 02:12
Sie haben völlig recht!

Ich finde alles was Sie sagen zutreffend - eine Ausnahme: Ein Makler muss schon immer eine strenge Prüfung machen.
-Peter Prischl-

montagsnie
03
18.11.2010, 20:43
das muß weg: Verbot Einzelleistungen zu verrechnen

Die Kritik am Makler (der mit Hausverwaltern ständig verwechselt wird) betrifft eigentlich das Wirtschaftsministerium und da das Maklergesetz und die Maklerverordnung.

Andere Länder wie die BRD haben solche Todelgesetze nicht; daher gehören die weg.

Denn mir ist es als Makler gesetztlich grundsätzlich untersagt, meinen Aufwand verrechnen zu dürfen (bei Anwälten, Steuerberatern, etc. ist da nie so gewesen).

Das ist so eine alte marxistisch-kommunistische Regelung, die den Branchen vorschreibt, was sie verlangen dürfen und was nicht. Bei Brot, Butter, Milch, Benzin, usw. ist das schon lange abgeschafft worden; und das gehört bei Mieterprovisionen, usw. auch schon lange weg.

Also weg mit dem Maklergesetz und der Maklerverordnung!

super cat
00
18.11.2010, 21:41
Makler (der mit Hausverwaltern ständig verwechselt wird)

Also meine Hausverwaltung tritt auch als Makler auf. Freiwerdende Wohnungen werden von der Hausverwaltung beworben, von der Hausverwaltung vermietet und kassiert werden 3 (2) x Provision, 3 x Kaution, Vergebührung etc. ganz genauso wie bei einem Makler, der nicht an eine Hausverwaltung gebunden ist.

Dr Don Tango
12
18.11.2010, 10:33

nach persönlich empirscher erhebung kann es kein zufall sein, dass ich 10 von 11 maklern, die ich in meinem leben kennen gelernt habe, analfisteln u. krätze wünsche.

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