Neue Blickwinkel auf das steirische Wein- und Hügelland

  • Werner Schandor: "Steirisches Wein- und Hügelland", Reihe "Falters Feine
 Reiseführer", Falter Verlag, 440 Seiten, Softcover, 
ISBN 
978-3-85439-431-0, Euro 29,90
    foto: österreich werbung/wiesenhofer

    Werner Schandor: "Steirisches Wein- und Hügelland", Reihe "Falters Feine Reiseführer", Falter Verlag, 440 Seiten, Softcover, ISBN 978-3-85439-431-0, Euro 29,90

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    foto: falter verlag

Neue Entdeckungstrips in den Süden der Grünen Mark - Grazer Autor präsentiert Reiseführer "Steirisches Wein- und Hügelland"

Graz - Auch weniger bekannte Blickwinkel auf das steirische Wein- und Hügelland eröffnet ein neuer Reiseführer im Falter Verlag, verfasst vom Grazer Autor Werner Schandor. Gerade im Herbst, "wenn die Äpfel und Kürbisse geerntet und die Trauben gelesen sind" und "die Edelkastanien von den Bäumen fast direkt in den Maroniofen fallen und das Land nach getaner Arbeit in eine Art Erntedankrausch verfällt", entpuppt sich dieser als Fundgrube an Ausflugstipps.

Ob nun das Herz der Weststeiermark, die Schilcherweinstraße, erkundet wird oder versteckte Winkel rund um Eibiswald oder die klassische Südsteiermark ("Das Schöne am Klischee ist, dass es manchmal von der Wirklichkeit nicht zu unterscheiden ist") - Autor Werner Schandor packt viel Wissen um Kultur und Gaumenfreuden in seine Reiseberichte. Vorgestellt werden das südoststeirische Vulkanland mit den Schlösser und Burgen, die Oststeiermark mit ihrer Apfelpracht, den Thermen und dem Tierpark Herberstein oder die Landeshauptstadt Graz mit ihren "vielfältigen Kultur- und Genussangeboten".

Des Autors Liebe gilt dem Detail: Ob es die Ziegelfenster des Grottenhofs in Kaindorf an der Sulm sind, die Pop-Art-Fresken in der Josefikirche in Schwanberg, oder der Ort Bierbaum, ein "Gegenstück zu Tourismusdörfern in der Thermenregion", wo ein Haus an der Hauptstraße noch Einschusslöcher aus dem 2. Weltkrieg aufweist und am Ortsende eine 1.200 Jahre alte Eiche steht, auch scheinbare Nebensächlichkeiten werden gewürdigt.

Wer Schandor folgt, bekommt nicht nur schön bebilderte Tipps, wo es zur urigsten Buschenschank und zum besten Ab-Hof-Verkauf geht und welche Gegenden man am besten auf dem Rad erforscht - etwa Radkersburg, wo Johann Puch als Geselle werkte -, man begibt sich auch auf die Spuren von Künstlern und erfährt, dass der deutsche Filmemacher Wim Wenders in Fürstenfeld einen großen Teil von Peter Handkes Roman "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter" gedreht, der Wiener Komponist Alban Berg in Trahütten die Opern "Wozzek" und "Lulu" komponiert und der Tiroler Dramatiker Felix Mitterer sich mit einem Handabdruck beim "Stainzer Literatursommer" verewigt hat. Öfters läuft einem Gerhard Roth über den Weg oder auch - weiter im Osten, in Unterlamm - der singende Pfarrer Franz Brei.

Der Reiseführer hat auch für Besucher in Zeitnöten Verständnis, die nur einen Abstecher oder einen Nachmittagsausflug machen wollen. In den Rubriken "Das muss man sehen!" gibt es das Wein- und Hügelland im Schnelldurchlauf zu erleben. (APA)

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3 Postings

da fehlt die slovenische steiermark. warum läßt sich der autor von einer künstlichen grenze abhalten? das buch ist halbleer und uninteressant.

@ziegenhals: kaufen sie sich einfach einen slowenien-reiseführer. die ehemalige untersteiermark gehört seit 1919 zu slowenien; zuletzt wollten das die nationalsozialisten nicht wahrhaben. ihre hingerotzte kritik ist insgesamt unsachlich und ignorant, denn das beschriebene buch ist die aktuell umfangreichste publikation zu diesem teil der steiermark.

das ist noch lange kein grund sich vor einer willkürlich festgesetzten grenze zu schrecken und die hervorragenden weine und wunderschöne landschaft der štajerska nicht auch miteinzubeziehen.

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