Mobbing

Opfer stehen oft als Schuldige da, auch in Schule

15. November 2010, 12:04
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    foto: apa/jörg lange

    Faust: Mobbing stoppt man am besten, indem man es öffentlich macht.

Expertin: "Schule muss gewaltfreies Lernen garantieren"

Linköping/Berlin - Viele Jugendliche schieben ihren Klassenkollegen selbst die Schuld daran zu, wenn diese von anderen gezielt ausgegrenzt, belästigt oder in verschiedenster Form schikaniert werden. Die Situation an der Schule hinterfragen hingegen die wenigsten. Das berichten Forscher der schwedischen Linköping-Universität im Springer-Journal "Child and Youth Care Forum". Experten aus der Praxis bestätigen hingegen, dass die Haltung einer Schule zu Gewaltfreiheit ein zentraler Faktor für das Entstehen von Mobbing in der Klasse ist.

Die Forscher befragten 176 Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren nach der Ursache für Mobbing an Schulen. Bei der Frage, wer Mobbing auslöst, tippen 69 Prozent auf den Täter selbst - konkret auf seine Charakterschwächen wie etwa Unsicherheit, jedoch auch auf dessen Macht-, Status- und Beliebtheitsstreben. Fast die Hälfte der Befragten - vor allem Burschen - nehmen aber auch 42 Prozent die Opfer in die Pflicht und sehen deren "Andersartigkeit" oder "Komischsein" als Auslöser.

Gemobbte brauchen zweites Standbein

"Gemobbte Schüler fühlen sich oft selbst schuldig", berichtet Kristine Kretschmer, Projektleiterin der Anti-Mobbing-Seite des deutschen Netzwerks Seitenstark. "Dazu reicht schon Übergewicht, ein nicht akzeptierter Musikstil oder auch nur eine Brille. Man kann wegen allem gemobbt werden." Das Problem entsteht meist dann, wenn jemand in seinem Anderssein verletzbar ist, was besonders in schwierigen Lebenssituationen der Fall ist. "Ereignisse wie Todesfälle, Erkrankungen oder Streit in der Familie machen sensibel und lassen stärker reagieren."

Der wichtigste Rat für die Opfer sei der, Hänseleien so gut wie möglich zu ignorieren, damit die Täter den Spaß am Mobbing verlieren. Weiters ist es wichtig, eigene Stärken zu finden, an denen man sein Selbstbewusstsein aufbauen kann. "Es geht um die Frage 'Was kann ich?' Wenn die Klasse Probleme bereitet, so ist es gut auch andere Standbeine zu haben, etwa Gemeinde, Vereine, Tanzen oder Singen. Vielen hilft auch Kampfsport - bloß um das Gefühl zu haben, dass man sich im Ernstfall verteidigen kann", rät Kretschmer den direkt von Mobbing Betroffenen.

Anlaufstelle ist der Lehrer

Laut der schwedischen Studie sehen Schüler auffallend selten das Umfeld als Problem für Mobbing - nur 21 Prozent bei der Clique und sieben Prozent in der Schule. "Schülern fehlt hier noch der Blick auf Zusammenhänge, denn das Umfeld spielt eine zentrale Rolle", betont Kretschmer. Klassenzimmer seien öffentliche Räume, folglich gehören zu Mobbing nicht nur Täter und Opfer, sondern auch Zuseher, Lehrer und der Schulleiter. "Mobbing geschieht dort, wo es nicht verhindert wird und niemand dazwischen geht. Die Schule muss jedem Schüler das Lernen ermöglichen, was nur bei Gewaltfreiheit der Fall ist", so das Urteil der Expertin.

Wichtig sei deshalb, dass Fälle von Mobbing so bald wie möglich öffentlich werden. "Schüler sollten es dem Lehrer berichten, der darauf reagieren muss. Die Erfahrung zeigt, dass die Situation über diesen Weg am besten gelöst wird." Auch die Eltern spielen hier eine Rolle. "Erfahren sie davon, so sollte die Reaktion nicht 'So schlimme Kinder' lauten, sondern 'Warum dürfen die das?' Folglich sollten sich Eltern immer an die Schule wenden und nicht an die Eltern der Täter, da diese ihre Kinder immer in Schutz nehmen werden", empfiehlt die Expertin. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 38
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Paris Texas
00
9.12.2010, 18:45

madonna hat ein ganz interessantes interview dazu gegeben. sie meinte, mobber sind sehr angstbesetzte menschen, die sich vor allem fürchten, wa sie nicht kennen bzw. einordnen können und das sind menschen, die (warum auch immer) - hautfarbe, hohe begabung, behinderung etc - "anders" sind. mobber sind immer schwache persönlichkeiten und haben in folge zumeist sog. "loser-laufbahnen". die gemobbten brauchen zumindest EINE person auf ihrer seite, irgendwann einmal eine einzige person. weil eben oft diese schuldzuweisung als feiger mechanismus der mobber stattfindet. und schon kann sich das blatt wenden.

metternich
00
12.9.2011, 15:44
@Paris Texas

RE: In ihrer Beschreibung des Mobbers spiegelt sich eine Diagnose wider welche sich Borderline nennt.
Auch hier wird die schwache bzw. geschwächte (mitunter gewaltbereite) Persönlichkeit am Opfer
hochgepusht. Vor allem dann wenn sich der/die Bedauernswerte nicht wehren kann, weil, hirarch. Unterdog. Die Friedensbereitschaft des Opfer,s ist nur ein Auftrag an den Täter, noch ein Schäuferl draufzulegen. Deshalb ist es eine psycholog. grausame Perspektive auch von der Schuld des Opfers zu sprechen. Allein der Psychiater in seiner "freigewählten Definition" der ICH-Findung
wird eine, jenseits jedes Gerechtigkeitsempfindens
bzw. Hausverstandes (und nur für in selbst nachvoll ziehbare) hochwissenschaftliche Erklärung finden (wollen).

jade
00
18.11.2010, 13:12
Mobbing stoppt man am besten indem man es öffendlich macht

Ein brisante Formulierung. Mobbing im Arbeitsleben ist hirarchieabhängig, das sollte das Opfer bedenken.
Wahrheiten werden in dem Moment von der Führung im Sinne von strategischer Firmenphilosophie zugunsten des hirarch. Höherstehenden apodiktisch formuliert.

jade
00
18.11.2010, 11:07
Der Täter wird zum Opfer gemacht

nur zu bezeichnent für eine Ellbogengesellschaft die den Schwachen (Anständigen aufrichtigen) für seine vermeindliche Schwäche bestraft. Man weisst nicht den Täter in die Schranken sondern man weisst das Opfer weg. Es genügt defacto pychologischer seits "Anders" zu sein, d.h. introvertiert, Intelligent, arm, behindert, ect.ect um Animosität u. Intoleranz.
zu rechtfertigen. (der Friedlichste kann u.darf nicht in Frieden leben wenn dass der bösartige Nachbar nicht will.) und das Opfer muss sich zeitlebens nach seiner Schuld fragen. Mobbing ist letztendlich Böse gegen Gut und jeder Versuch der Bereingung wird an diesem Umstand scheitern. Mobbing ist ein bewusster u.gezielter Anschlag a. die Menschen würde, dass sollte endlich erkannt werden.

Mike 23
00
17.11.2010, 13:12
Bei einer Ganztagsschule befürchte ich

eine Unmöglichkeit eines zweiten Standbeines.

Michael

uinsel
00
16.11.2010, 09:41

"Schüler sollten es dem Lehrer berichten, der darauf reagieren muss. Die Erfahrung zeigt, dass die Situation über diesen Weg am besten gelöst wird."

aha. also meine erfahrung hat gezeigt, dass genau das einfach nur zur eskalation der situation führt.

Lugh Nasad
02
16.11.2010, 13:02

auch bei mir zeigte dies die erfahrung, abbeerr:

zu meiner schulzeit gab es noch keine kriseninterventionen, antistress und antigewalttrainings und trainings für gewaltfreie kommunikation für einzelne schüler und gesamte schulklassen....

in einer heute gut geführten schule würde der lehrer sofort positive gewaltfreie maßnahmen setzen und ggf. sich auch antigewaltzentren zwecks trainings für die schüler wenden.

ein umstand der heute schon in etlichen schulen zu einer deeskalation geführt hat. mir fällt der name nicht in ein, aber es gibt beispielsweise in berlin eine hauptschule, bei der die gewalt so hoch war und es schon amokwarnung gab. und genau dort wurden diese trainings gemacht --> heute ist dort kaum noch gewalt vorhanden!

gastrosoph
30
16.11.2010, 07:35
Das Oper ein Täter

Wie die moderne Forensik zeigt, sind oft Opfer auch Täter, in dem sie signalisieren: du bist der Stärkere, ich der Schwache und ich brauch die Bestätigung dafür. Grenzt an Masochismus, ist aber mehr. Deswegen ist es sinnvoll, sich mehr mit dem Opfer zu beschäftigen, um auch den Täter zu verstehen - nicht in Schutz zu nehmen. Die dualistische Zuweisung Täter-Opfer existiert ganz einfach nicht.

metternich
00
12.9.2011, 16:04
... Die dualistische Zuweisung Täter Opfer existiert ganz einfach nicht

@gastrosoph
RE: oh doch lieber User, sie existiert mehr denn je.
Alleine, und das ist das verwerflich Feige daran, es ist einfacher den am Boden liegenden Opfer den Rest zu geben als den Täter (was oft schwierig ist) in die Schranken zu weisen. Mobbing ist und bleibt ein kriminelles Delikt, dass sollte endlich begriffen werden.

gastrosoph
00
12.9.2011, 16:57
Jemanden zusammenzuschlagen

hat mit Mobbing nichts zu tun, denn es ist eine schwere bis vorsätzliche Körperverletzung. Und wenn man sich nicht mit Täter/Opfer-Verhalten dialektisch auseinandersetzen will/kann, dann verfällt man in ein dualistisches Denken, das keine Zwischenstufen kennt. Zeige mir die Beute, und ich bringe dir den Räuber; zeige mir das Opfer und ich zeige dir, wer der Täter. Für eine Be-/Verurteilung haben wir Gesetze, nicht die Stammtischrunden im Wirtshaus.

metternich
00
13.9.2011, 08:53
@Gastrosoph

D.h. Weiters. Alleine der Umstand das sich der " starke Täter " durch die " Schwäche des Opfers " herausgefordert fühlt macht das Opfer zum Täter
und gibt den Täter jedes recht zu quälen.
Diese schockierende Perspektive gab,s schon einmal.
In der Mitte des vorigen Jht.s.

gastrosoph
00
13.9.2011, 09:49
Ja, das egoistische Gen...

Wenn einer sich verirrt, dann er sich selbst, weil er schon verwirrt ist. Du bist niemals nur das eine, ohne auch das andere zu sein. Sowohl die Fähigkeit der Unterscheidung, die gemeinhin dem Intellekt zugeschrieben wird, wie auch die Fähigkeit der Zusammenschau, die Intuition, sind wie zwei Seiten einer Medaille – ohne Zusammenschau versagt die Unterscheidung und umgekehrt. Zwangsneurosen – gemäß im Sinne eines nichtorganisch bedingten Nervenleidens, das zu zwanghaften Handlungen führt – geht mit verschiedenen Symptomen einher. Menschen mit dieser Störung sind beherrscht von dem Gedanken an einen Gegenstand oder eine Situation, die ihnen Angst macht. Bereits die bloße Erwähnung des Objekts löst Angst aus.

metternich
00
13.9.2011, 10:23
@gastrosop

nun, starre ICD-10Codes, noch dazu NLP-gestützt machen wohl eine andere Perspetive als die Ihre unmöglich. Zumal dieses nämliche akadem. Klientel ohnehin im apoditiktischem Sinne über alle Zweifel erhaben ist. In der Regel wird dann die Projektion ins Treffen geführt und der bedauernswerte Mensch ist nicht nur jeglicher Argumentationgrundlage,er ist der Sprache beraubt. (jede Äusserung = Erkrankung) Wie einfach die Welt doch ist, gehört man nur einer gewissen Kaste an.

metternich
00
13.9.2011, 08:08
@gastrosoph

" Jemanden zusammenzuschlagen hat mit Mobbing nichts zutun." Doch, hat es. Mobbing ist schwere psychische "Körperverletzung. Die Wahnsinnigkeit des Täterverständnisses Seitens der Psychiatrie jenseits jeglichen naturgegebenen Rechtsempfinden
hat in den letzen Jahrzehnten ein beängstigendes Ausmass angenommen. Alleine die gerissene Formulierung (wiewohl bar jeder Sachlage) Seitens des Täters "er sei provoziert worden, -Blicke, Gesten,
arm, alt,krank,behindert,intelligent,- genügt offensichlich schon um den Opfer eine Mitschuld anzudichten. In dem Moment geht es nicht mehr um Gerechtigkeit einzig nur mehr (auch hirarchie abhängig) subjektives Empfinden zu Gunsten des Täters.

gastrosoph
00
13.9.2011, 08:47
Zu oft wird von Beobachtung auf Grundsätzliches geschlossen.

Mobbing ist Ausgrenzung, Gewalt Entladung von aufgestauten Aggressionen. Der Mensch ist nach dem Prinzip der Spiegelung konzipiert, sodass er sein Spiegelbild in sich trägt. Lernen durch Beobachten, Abschauen und raus aus dem eigenen Schema – immer im geeigneten Rahmen. Der Verlust der Subjektivität geht einher mit einer Art Intensivierung der Gefühle. In der Darbietung des Körpers an jemand anderen spiegelt sich die Hingabe des Körpers des anderen. Der Verlust eines Ichs verdoppelt sich in einer Art Besitzergreifung des anderen, trügerisch, hin und wieder aber effektiv.

metternich
00
13.9.2011, 10:40
@gastrosop

Re: Mobbing ist Ausgrenzung, in diesem Pkt. gehe ich mit Ihnen d.accord. Nur, und das ist der springende Pkt. wie ist die Situation zu werten wenn diese "Ausgrenzung auf der Basis einer gesellschaftl. Unterpriviligierung erfolgt. dem solchermassen Opfer kann wohl schwerlich angelastet werden, z.b. krank, arm, behindert, zu sein. - oder doch ! Ich würd mich aber nicht wundern wenn auch hier ein ICD-10Code zu Ungunsten des benannten Personenkreises diagnostiziert würde.

Wolkengedanken
00
13.9.2011, 11:07
@Gastrosoph und Metternich

Ich verfolge interressiert ihre Debatte und warte jetzt schon darauf, dass Sie von Definitionen zu möglichen Lösungsstrategien übergehen

gastrosoph
00
13.9.2011, 12:58
Der Weg ist das Ziel

Erkennen heisst Benennen. Bei Mobbing etwa ist Aufmerksamkeit angesagt, um eventuell eingreifen zu können. Benennen heisst aber auch Wissen, be-greifen können. Manchmal hilft ein Gespräch, manchmal auch Abgrenzung - ich muss nicht in jede Zitrone beißen, um zu wissen, dass sie sauer ist.

metternich
00
23.9.2011, 08:42
... erkennen heisst benennen...........

an solchen Formulierungen entlarvt sich das ICD-10 Klientel. Was erkannt und benannt wird (und werden will) wird zu Ungunsten des Klienten von der Psychiaterie diktiert. Freier Wille und mehr noch freie Meinungsäusserung in dem Moment unmöglich.
Erkennen und benennen, ja, nach Belieben und in fabulierender Weise. Hier wird im verständnissvollen Plauderton der Mensch vernichtet.

gastrosoph
00
23.9.2011, 08:59
Ich sprach

von Verstehen, nicht von Diagnostik. Wenn ich was nicht benennen kann, habe ich nichts erkannt, also kann es auch nicht verstehen. Und eine Kritik an der gängigen Psychiatrie wird nur Wirkung zeigen, wenn es eine grundlegende Kritik ist, und keine der Symptome. Verstehen hat auch was mit Stehen zu tun, also Standpunkt.

metternich
00
23.9.2011, 10:26
Standpunkt.

@gastrosoph.
Einen Standpkt. zu haben, in zu Verteten und in durchsetzen sind vielerlei paar Schuhe. D.h.
sobald jemand Mangels hirarch Möglichkeiten Dinge geschehen lassen muss ist er Opfer. Da es aber lt. Bonelli keine Schuld gibt ist das Opfer "auch" Täter.
Demnach wäre ein Hausbesitzer gegenüber den Einbrecher schuldig weil er ein Haus besitzt.
Der Korrekte ist gegenüber dem Ignoranten schuldig weil er korrekt ist. D.h. letztendlich: Konformität ist immer hirarchieabhängig.

metternich
00
23.9.2011, 10:10
Psychiatriekritik

@gastrosoph.
Die (willkürliche) Diagnostik der Psychiatrie ist und kann nicht nachvollzogen werden. Kritik an der Psychiatrie als fundamentale Anschauung ist deshalb zum scheitern verurteilt weil jede Äusserung=Symptom=Störung.=Erkrankung. Deshalb ist die Wissenschaftlichkeit der Psychiatrie(weil nicht fundiert benennbar) anzuzweifeln ist. Der Patient: apodiktisch fixiert, aber im jedem Fall eine ünmündige vernichtungsangstbetonte Situation für den Betroffenen. Von erkennen und benennen spricht einzig der Psychiater, dem Betroffenen ist dies
mit Logik, Hausverstand u. Intelligenz nicht möglich, wobei Letzters ohnehin ICD-10-Verdächtig ist.

gastrosoph
00
23.9.2011, 12:28
In der allgemeinen Kritik

an der Psychiatrie geben ich Ihnen recht, nicht aber im Verständnis an deren Notwendigkeit einer eventuellen Therapie-Möglichkeit. Sinnstiftende Kritik sollte eine grundlegende sein - und hier ist es eine an dem überlieferten antiquitierten Begriff der Psyche. Gerade die moderne Gehirnforschung zeigt Ergebnisse, Erkenntnisse, die von neurologischen Erkrankungen und Irritationen stammen. Also nichts mit Psyche, Seele oder dergleichen. Das Gehirn ist ein Organ und soll als ein solches verstanden werden.

metternich
00
23.9.2011, 13:02
Psychiatrie versus Gehirnforschung.

@gastrosoph.
gehe mit Ihne D.accord.
Es sollte der rein psychiatrische Aspekt von der neurologischen Funktionalität (sprich Hirnforschung) defintiv getrennt gesehen werden. Ich glaube das aktuell noch viele sogenannte Erkenntnisse aus der Hirnforschg. falsch oder fehlerhaft interpretiert werden. Auch ist das mittlerweile breite Spektrum an Persönlkeitsstörungen als Solche, nämlich Störung,
mitunter massiv anzuzweifeln. Den demnach wäre jede kritische Philosophie, zu welchen Thema auch immer, grundsätzlich ICD-10 verdächtig. Arzt: Pat.leidet, also muss er (natürlich zu seinem Wohle) therapiert werden.

gastrosoph
00
23.9.2011, 16:35
Nein...

Mittlerweile gibt es immer mehr Psychiater, die von der Hirnforschung ausgehen, also eine Trennung würde nichts bringen, eher noch Ablösung von der Psychologie wäre denkbar. Überholte Denkansätze und Vorurteile müssen bekämpft werden. Nur, wer denkt schon fachübergreifend, also interdisziplinär? Der gewöhnliche Mensch braucht seinen Arzt. Selber denken? Zu anstrengend.

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