Lagerung radioaktiven Mülls

"Es gibt keine brauchbaren Alternativen"

Florian Gossy, 15. November 2010, 00:01

Der deutsche Nuklearexperte Sailer erklärt im derStandard.at-Interview, warum Deutschland eine Endlagerstätte braucht

Die Proteste der Bevölkerung bei den jüngsten CASTOR-Transporten waren so stark wie schon lange nicht mehr. Für diese verstärkten Proteste gibt es mehrere Gründe, so zum Beispiel die von der deutschen Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke.

Die Problematik bei der Herstellung von Strom aus Atomkraft liegt jedoch nicht nur im Risiko, sondern auch am radioaktiven Müll, der anfällt. Während für leicht- und mittelradioaktive Substanzen Endlager existieren, fehlen sie für hochradioaktive. Der deutsche Nuklearexperte Michael Sailer erklärt nun im Interview mit derStandard.at, warum er meint, dass Deutschland eine Endlagerstätte für hochradioaktiven Atommüll benötigt.

***

derStandard.at: Ist Gorleben der optimale Standort für ein deutsches Endlager für hochradioaktiven Atommüll? Sie waren ja auch im AkEnd, dem deutschen „Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte", der von 1999 bis 2002 arbeitete.

Sailer: Diese Frage haben wir nicht diskutiert. In Deutschland ging es in den letzten zehn Jahren darum, ein Auswahlverfahren zwischen verschiedenen Standorten zu machen, damit man beurteilen kann, welche Qualität an welchen potentiellen Standorten verfügbar ist.

derStandard.at: Das Moratorium, das die Erkundung von Gorleben unterbrach, lief kürzlich aus. Wie geht es weiter?

Sailer: Die deutschen Regierungen haben sich in den letzten acht Jahren nicht darum gekümmert, Bewegung in die Beantwortung dieser Frage zu bringen, anders als in der Schweiz, in der inzwischen ein Auswahlverfahren durchgeführt wird. In Deutschland haben wir 2002 im AkEnd einen Vorschlag gemacht, der von der Regierung nicht aufgegriffen wurde. Und die jetzige Regierung sagt, sie will erstmal sehen, wie es in Gorleben aussieht.

derStandard.at: Ganz grundsätzlich: Ist die Lagerung unter der Erde der Weisheit letzter Schluss?

Sailer: Man kann außer der Endlagerung in tiefen geologischen Schichten mit dem Atommüll nichts anderes machen. Es gibt keine praktikablen Methoden, wie man die Radioaktivität abbauen kann. Man kann somit den Atommüll nur lagern und gegen Wasser gut abdichten.

derStandard.at: Brauchbare Alternativen gibt es also nicht?

Sailer: Wir am Öko-Institut haben viele Untersuchungen dazu gemacht. Es gibt keine brauchbaren und belastbaren Alternativen. Diesen hochradioaktiven Atommüll muss man sicher eine Million Jahre von den Menschen weghalten. Dieses Lager muss unterirdisch sein, ein oberirdisches Lager wird in dieser Zeit garantiert zerstört und die radioaktiven Stoffe daraus direkt in die Umwelt freigesetzt.

derStandard.at: Wenn wir jetzt darüber nachdenken, wie wenig wir über die Zeit von vor tausenden von Jahren wissen - wie realistisch ist, dass die Menschheit dann ganz einfach vergessen hat, dass an dieser und jenen Stelle ein Atommüll-Endlager existiert?

Sailer: Wenn ich ein Endlager an einer guten Stelle habe, die 800 oder 1000 Meter tief liegt - dann müssen und sollen die Menschen nichts mehr machen. Die Geologie muss die Radioaktivität weg vom Menschen halten - selbst, wenn sie es nicht wissen. Das Endlager muss dicht halten, da darf zum Beispiel kein Reparaturbedarf bestehen.

derStandard.at: Wie realistisch ist jetzt, in Deutschland ein Endlager in der nächsten Zeit zu errichten?

Sailer: Das wird vom politischen Umgang abhängen. Einige Länder in Europa kümmern sich intensiv darum im nationalen Konsens ein Endlager zu finden, etwa die Finnen oder die Schweden. Die Franzosen haben einen klaren Fahrplan erstellt, die Schweizer sind gerade mit der Lagerauswahl beschäftigt.

derStandard.at: Sind die nordischen Staaten technologisch weiter oder ist das eine Frage der Politik?

Sailer: Das ist dort der politische Wille. Das Problem daran ist halt, dass ein Atommüll-Endlager keine 4-Jahres-Geschichte ist. Das ist keine Frage von Wahlperioden. Die deutschen Parteien stehen unterschiedlich zur Atomkraft, mit der Endlagerung muss man sich aber trotzdem beschäftigen.

derStandard.at: Was ist mit neuen Technologien wie etwa der Transmutation?

Sailer: Das ist völlig unrealistisch. Auf ein Endlager kann man nur verzichten, wenn man wirklich 100 Prozent der Radioaktivität umwandelt. Was die Kollegen, die sich mit Transmutation beschäftigen, theoretisch versprechen, ist weit weniger. Sie sagen ja nicht, sie wandeln radioaktive Stoffe in nicht-radioaktive Stoffe um. Sie wandeln sie nur in Stoffe um, die weniger radioaktives Material produzieren, und sie wandeln nicht alle Stoffe um. Transmutation ist eine tolle Ausrede für die, die heute nichts machen wollen. Außerdem besteht die Idee ja nur auf dem Papier, es gibt keine Transmutationsanlage, noch nicht einmal eine Pilotanlage dazu.

derStandard.at: In der Öffentlichkeit wird oft über die Sicherheit von Atomkraftwerken diskutiert. Wie sicher sind hingegen die Zwischenlagerstätten? Gibt es Qualitätsunterschiede zwischen hochentwickelten Ländern wie Deutschland und anderen Staaten?

Sailer: In Deutschland wird für die Zwischenlagerung dieselbe Technologie verwendet wie in der Schweiz und in Tschechien. Diese Technologie wird sicherlich für ein paar Jahrzehnte funktionieren. Aber es legt keiner die Hand ins Feuer, dass diese auch in 80 oder 100 Jahren noch so betrieben werden können.

derStandard.at: Wie wird die Lagerung von radioaktiven Stoffen finanziert?

Sailer: Das funktioniert in jedem Land anders. In Deutschland ist es so, dass der Staat für die Endlagerung gesetzlich verantwortlich ist. Er lässt sich die Kosten für die Endlagerung über die so genannte Endlagervorausleistungsverordnung bezahlen. Das funktioniert nach dem Prinzip: Der Staat wendet z.B. 200 Millionen Euro für die Vorbereitung des Endlagers auf, also bezahlen die Energieunternehmen 200 Millionen Euro als Abschlag auf ihre zukünftigen Einlagerungsgebühren.

derStandard.at: Um welche Summen geht es da?

Sailer: Bisher sind fast 2 Milliarden Euro für Gorleben und den Schacht Konrad investiert worden. Es wird in Zukunft wahrscheinlich noch um ein paar Milliarden mehr gehen, aber keineswegs um Summen wie 100 Milliarden. Außerdem haben wir ja im letzten Jahr gelernt, dass 100 Milliarden fast gar nichts sind (lacht).

derStandard.at: Von verschiedenen Seiten wird immer wieder ins Spiel gebracht, dass man den Atommüll doch mit Raketen ins Weltall schießen soll. Warum kann das nicht funktionieren?

Sailer: Bei der heutigen Tragkraft von Raketen kann man maximal fünf Tonnen Müll auf eine Rakete laden, denn Sie müssen ja aus der Erdumlaufbahn hinauskommen. In Deutschland haben wir momentan etwa 25.000 Tonnen Atommüll. Das bedeutet, man bräuchte 5.000 Raketenstarts. Bezogen auf den weltweit vorliegenden Atommüll ist man dann bei 100.000 und mehr Raketenstarts.

derStandard.at: Gab es in diese Richtung Überlegungen?

Sailer: In diversen Zirkeln gab es Überlegungen. Ein Problem ist eben die Fehlerquote: Wenn jetzt so etwas passiert wie beispielsweise bei Challenger, dann verglüht die Rakete einschließlich ihrer radioaktiven Nutzlast in der Atmosphäre. Die Radioaktivität ist dann vollständig in der Atmosphäre, und nach ein paar Monaten überall verteilt. Die Auswirkungen auch nur eines Fehlers dieser Art wären schlimmer als Tschernobyl. Man könnte die "Weltraum-Lösung" frühestens dann diskutieren, wenn die Fehlerquote pro Raketenstart 1:100.000 ist oder 1:1.000.000, aber nicht bei 1:100, wie das heute der Fall ist. (flog, derStandard.at, 15.11.2010)

 

Michael Sailer (Jahrgang 1953) ist der Sprecher des deutschen Öko-Instituts e.V., das sich selbst als "eine der europaweit führenden, unabhängigen Forschungs- und Beratungseinrichtungen für eine nachhaltige Zukunft"beschreibt. Sailer studierte Technische Chemie und gilt als einer der profiliertesten Nuklearexperten Deutschlands. Von 1999 bis 2002 arbeitete er im Arbeitskreis AkEnd mit. Seit 1999 ist er Mitglied der deutschen Reaktorsicherheitskommission, deren Vorsitzender er von 2002 bis 2006 war. Seit 2008 ist er Vorsitzender der Entsorgungskommission.

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Nachbar Totti
00
14.12.2010, 21:56
irrsinn

zu meinen, man müsse das zeug nur tief genug vergraben und hätte 1 mio jahre ruhe.

ES GEHT NICHT! wer das behauptet, weiß, daß er lügt. schon mal was von eiszeiten gehört? gletscher und so, die die ganze geologie zerstauchen?

haltet eure klappe, ihr sog. "wissenschaftler"! am besten sollte man das zeug bei euch im garten lagern!

Searles
 
03
16.11.2010, 21:55

Übrigens, liebe Gegner von Atomkraft, denkt ihr auch an alle Konsequenzen, die eure Demonstrationen so haben? Die CSU warnt: http://www.youtube.com/watch?v=A... r_embedded

Zhdophanti
00
16.11.2010, 17:43

Man brauch ja auch ein Endlager, den Müll sinnlos in der Weltgeschichte herumkarren und alles immer "Zwischenlager" nennen, nur damit sich niemand nen Herzinfarkt holt, hilft schliesslich auch nicht. Man hat den Müll und er muss wohin.

der! besserwisser
12
16.11.2010, 11:08
"Es gibt keine brauchbaren Alternativen"

JETZT nicht mehr!!!
vor 60 jahren hätte man noch umkehren können - aber die verblendung des billigen atomstroms besteht ja - irrationalerweise - selbst heute noch. trotz der zwischenzeitig bekannten probleme mit der entsorgung - nicht nur des abfalls, sondern auch der werke selbst! ich verstehs nicht . . .

Ja bitte
21
16.11.2010, 12:15
Teil2

...ist als Rücklage für die Endlagerung schon bezahlt.
Trotzdem ist der Strom nach billiger als die meisten Windräder und kostet ~1zentel des Stoms aus Solarzellen. - Dabei geht der wind nur ~2000Stunden(Vollast) im Jahr, Sonnenstrom nur 800-1100h. - Wo soll die anderen 5000-7000h im Jahr der Strom herkommen. Aus Kohlemeilern die mit ihrem Abgasen jetzt den Anreinern die GEsundheit ruinieren. Und der ganzen Welt das Klima. - Ist verantwortungsvolle Politik für sie wenn die Afikaner u. Inder(3.Welt) mit Klimakatastrophen(Dürre, usw.) für ihre Atomphobie bezahlen müssen?

Searles
 
02
16.11.2010, 13:39

Es gibt nachwievor weltweit kein Endlager, aber man kennt die Kosten?

Ja bitte
20
16.11.2010, 14:48
Beim Endlager für HAW

und nur darum kann es gehen kennt man sie nicht sehr genau. - Allerdings gibt es in der Schweiz, Finnland und Schweden genau Sachpläne, Was Wann Wie zu machen ist. In Finnland und Schweden wurde schon der genaue Standort bestimmt und ein Großteil der Bodenerkundung samt Bau der Erkundungstunnel abgeschlossen. Inbetribnahme samt Umweltverträglichkeitsprüfung usw. 2020 u. 2025. Das ist dannso wie wenn ich den Westring in Linz bauen will. Natürlich kanns zwischen Detailplanung und Fertigstellung noch zu Kostenüberschreitungen kommen. - vieleicht auf das doppelte, aber sicher nicht auf das 10fache. - So gesehen ist zumindest die Größenordnung der Kosten bekannt!

Searles
 
03
16.11.2010, 16:16

"aber sicher nicht auf das 10fache" Ich glaube mal kaum, dass man das so genau weiss. Immerhin sind die letzten 30 Jahre, in denen man diese Sachen plant, mehr als genug technische Probleme aufgetaucht.

rr772
02
16.11.2010, 13:58
Die Wahrheit:

es gibt Rücklagen, aber die werden erfahrungsgemäß bei solch komplexen wohl kaum die wahren Kosten abdecken.
Also das nächste Desaster im 21. Jhdt.
Fazit: seit dem Ende des 2. Weltkrieges haben wir in Saus und Braus gelebt Blöderweise wollen jetzt die Inder und die Chinesen auch was haben...

Ja bitte
22
16.11.2010, 15:17
Die Kosten für die Entsorgung der Brennelemente

machen gerade mal 20% der Gesamtkosten am Atomstrom aus.(10% für die neuen BE, die restl. 70% für Bau, Rückbau, Wartung). - Wenn die Endlagerung doch das doppelte kostet(and. Posting) - so what? Das sind dann statt 4€ct/Kwh dann 4,8ct? - Das ist noch immer billiger als jedes WindKW. - Selbst wenn bei komplet neuen Kraftwerken der Preis durch die hohen Inv.Kosten(5Milliarden€ für den EPR) auf 8ct steigen(worst case), dann führt eine zusätzliche Kostenexplosion bei der Endlagerung zu 9€ct/kWh. - Wieviel kostet Windstom in Ö?(oder Biomasse oder Kleinstwasserkraft) Nur mit alt.Energ. und ohne gegensteuern wird der Strompreis 2030 im Großhandel ~17ct/kWh betragen(Wirtschaftsblatt 5.10. S3). Dass nenne ich dann eine Hypothek für die Zukunft!

Andreas Mittermayer
01
16.11.2010, 21:09
"...Nur mit alt.Energ. und ohne gegensteuern wird der Strompreis 2030 im Großhandel ~17ct/kWh betragen..."

.
Na, da ist das Wirtschaftsblatt aber ziemlich daneben!! Etwa von der Atomlobby finanziert??

Siehe etwa:

http://www.fvee.de/fileadmin... onzept.pdf

Punkt 2.5.2.1

Auszug: "...Durchschnittlich steigen die mittleren Stromkosten für den erneuerbaren Erzeugungsmix von heute 11,5 ct/kWh zunächst auf 13,1 ct/kWh in 2015, womit sie ihr Maximum erreichen. Danach sinken sie kontinuierlich ab. In 2020 liegen sie mit 12,1 ct/kWh noch über dem heutigen Wert. Danach sinken sie deutlich auf 7,6 ct/kWh in 2030, 6,4 ct/kWh in 2040 und 6,3 ct/kWh in 2050..."

nix fir unguad
00
17.11.2010, 18:27
Strom aus Windkraft wird nie zum Nulltarif Strom liefern

Nach 10-12Jahren Betriebszeit müssen Verschleissteile ausgetauscht werden. Deshalb steigen auch die Betriebs-& Wartungskosten mit zunehmendem Alter. Nach 20-25 Jahren, also nach der Amortisierungszeit müssen wesentliche Teile der Anlage erneuert werden. Die Kosten dafür können bis zu 50% der ursprünglichen Errichtungskosten betragen.
Im besten Fall kann Windenergie in 20 Jahren für 5c/kWh erzeugt werden. Und das nur in vereinzelten Windparks und nicht im Mix.

Andreas Mittermayer
00
17.11.2010, 21:11
Zum Nulltarif ist auch nicht notwendig!

.
Kenne Sie die beiden Windräder bei der Shopping City Süd?

Die sind jetzt 14 jahre alt und praktisch abgeschrieben. sie laufen beide noch äußerst zuverlässig und ohne größeren Probleme und Reparaturen.

Sie liefern zwar nicht gratis Strom, die Kosten liegen jedoch bei einigen wenigen Cent.

nix fir unguad
00
17.11.2010, 22:54
Das glaube ich Ihnen gerne

Deshalb schreibe ich ja 5c nach Abschreibung und Erneuerung von Verschleissteilen. Das wird aller Wahrscheinlichkeit für die meisten bestehenden Anlagen (15000MW) im Jahr 2025 sein. Es ist jedoch ein Ausbau der Windkraft auf über 60000MW geplant - das dauert Jahre. Da geht im Strommix bis 2030 mit 6c/kWh nichts. Und wie ich schon früher weiter unten geschrieben habe verteuert die Speicherung mit der anschliessenden Verstromung den Mix. Die Kosten für den Ausbau der Netze vernachlässige ich sogar.

Andreas Mittermayer
00
18.11.2010, 22:06
Wovon schreiben Sie?

.
Deutschland hatte bereits 2009 knapp 27 GW Windkraftleistung.

Die Vergütung für Felstland-Windstrom beträgt in Deutschland 9,2 ct/kWh für die ersten 5 (!!) Jahre für die besten Windstandorte. Danach werden nur mehr 5,02 ct/kWh ausgezahlt.

Wenn man davon ausgeht, dass Deutschland bis 2015 die Festland-Windkraftleistung auf ca. 40 GW erhöht (was sehr wahrscheinlich ist) , hat man bereits im Jahr 2020 einen Großteil der notwendigen Festland-Windkraft, die aus dem erhöhten Tarif gefallen sind und um 5 ct/kWh Strom liefern.

Die anderen fallen bis 2030 aus der erhöhten Förderung.

nix fir unguad
00
18.11.2010, 23:19
Der Ausbau von On-shore Windkraft in windreichen Gegenden ist fast erschöpft

Mit diesem Gesetz werden Windkraftanlagen in windarmen Gegenden gefördert. Da spielt es sich mit 5c in 10 Jahren nicht.

Andreas Mittermayer
00
19.11.2010, 12:16
Natürlich werden mit dem Gesetz auch Windkraftanlagen in windärmeren Gegenden gefördert, die

.
dann entsprechend länger gefördert werden.

Wenn Sie aber bedenken, dass Deutschland bereits 2005 knapp 20 GW (2006 bereits über 20 GW) Windkraftleistung am Netzt hatte, können Sie davon ausgehen, dass im Jahr 2020 mehr als ein Drittel der geplanten Festland-Winkraftleistung bereits um 5 ct/kWh liefert.
Wahrscheinlich sogar bereits ca. die Hälfte.

Und bis 2030 fallen mindestens noch weitere 10 bis 20 GW WK-Leistung in die 5-Cent-Zone.

Dann hat Deutschland im Jahr 2030 bereits 5/6 der gesamten geplanten Festland-WK-Leistung um 5 Cent am Netz.

Darüber hinaus liegt die Anfangsvergütung bei Offshore-WK am Anfang zwar bei 13 bzw. 15 Cent, nach 12 Jahren aber nur mehr bei 3,5 ct/kWh!
Dies könnte ebenfalls bereits 2030 wirksam werden.

nix fir unguad
00
18.11.2010, 23:13
Ihre Aussage über die Vergütung stimmt für windreiche Gegenden

Windarme Gegenden werden weiterhin mit 9c gefördert:

Einspeisevergütung Windkraft Onshore (Festland)

Die Grundvergütung für Strom aus Windkraftanlagen die sich auf dem Festland befinden beträgt 5,02 Cent/kWh. Allerdings wird in den ersten 5 Jahren nach der Inbetriebnahme eine Vergütung in Höhe von 9,2 Cent/kWh gezahlt, die auch als Anfangsvergütung bezeichnet wird. Nach diesen 5 Jahren beträgt die Vergütung weiterhin 5,02 Cent/kWh wenn die Windkraftanlage einen Ertrag von mehr als 150% des Referenzertrages erzielt (die Windkraftanlage befindet sich an einem sehr windreichen Standort). Andernfalls verlängert sich die Anfangsvergütung um jeweils 2 Monate je 0,75% das die neue Windkraftanlage unter dem Referenzertrag von 150% liegt.

Ja bitte
00
17.11.2010, 12:38
Oder waren sie schon jemals bereit über Rohdaten

zu diskutieren die von AREVA oder dem PaulScherrerInstitut veröffentlicht wurden. - Ich allerdings sehr wohl über Jene des Ökoinstituts! Also wer von uns arbeitet jetzt mit diffusen Behauptungen und Unterstellungen?!

Andreas Mittermayer
00
17.11.2010, 21:29
Wenn Sie für das Thema relevant sind, diskutiere ich gern über alle Daten!

Ja bitte
00
17.11.2010, 11:54
Die Studie stammt von der

Wirtschaftsberatungsfirma A.T.Kearney. - Wäre allerdings nett wenn sie sich auch mit den Quellen der "Bösen Gegenseite" beschäftigen und uns nicht nur die ganze Zeit Studien von voreingenommen Linksgrünen wie dem Wuppertalinstitut zumuten. - Auch wenn deren nackte Daten ja oft auch gar nicht falsch sind. - Dass sie nur selektiv lesen was sich hören wollen und den rest so dazufantastiern, dass die Quadratur des Kreises kein Problem mehr ist, dafür können ja auch die armen Studienautoren von Ökoinstitut und Wuppertalinstitut nichts.

Andreas Mittermayer
00
17.11.2010, 12:11
Haben Sie außer diffusen Behauptungen

.
("...Dass sie nur selektiv lesen was sich hören wollen und den rest so dazufantastiern, dass die Quadratur des Kreises kein Problem mehr ist...")

und Unterstellungen ("...Studien von voreingenommen Linksgrünen wie dem Wuppertalinstitut...")

nichts mehr zu bieten??

Sind Ihnen die inhaltlichen Argumente ausgegangen, dass Sie es notwendig haben, renommierte Forschungsinstitute in irgendein - von Ihnen offensichtich als "böse" betrachtetes - Eck zu stellen??

Ja bitte
00
17.11.2010, 12:35
Ach,

wenn ich den ganzen Tag Zeit hätte könnte ich ihnen noch 3duzend wiedersprüche in ihrer Argumentation nachweisen - was aber nichts bringt, sie suchen ja nicht nach Sachargumenten für eine "Realitycheck" sondern nur nsch scheinbaren Bestätigungen ihrer Ideologie. Weder das Ökoinstitut noch das Wuppertalinstitut sind für mich "böse" oder von vornherein unseriös ich resspektire die von ihnen erhobenen Rohdaten auch wenn ich die Anschließende Interpretation des öfteren für "einseitig optimistisch" und voreilig halte.
Allerdings scheinen sie die meisten von ihren Diskussionsgegnern eingebrachten Daten und Papers als "böse" und gekauft zu behandel: "Na, da ist das Wirtschaftsblatt aber ziemlich daneben!! Etwa von der Atomlobby finanziert??"

Andreas Mittermayer
00
17.11.2010, 21:39
Wie soll ich (noch dazu nicht belegte) Angaben bewerten, die

.
meilenweit von mir vorliegenden, nachvollziehbaren und plausiblen Daten abweichen?

Liefern Sie mir die den Angaben zugrunde liegenden Annahmen, dann können wir gerne darüber diskutieren.

Andreas Mittermayer
00
17.11.2010, 21:27
Ja, wenn Sie mir den link zum Artikel des Wirtschaftblattes geben würden,

.
hätte ich vielleicht die Chance, mir auch die dem Ergebnis zugrunde liegenden Annahmen anzusehen..............

.................................

Ich habe ihn mir nun übrigens selbst gesucht! Da ist nirgendwo die Sprache von 17 Cent/kWh.

Darüber hinaus sind die Angaben im Artikel so spartanisch, dass sie für eine weitere Beurteilung unbrauchbar sind.

In der von mir angegebenen Studie finden Sie hingegen detaillierte Daten und Angaben.

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