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Dhaka - In Bangladesch sind Polizeikräfte am Samstag mit Schlagstöcken gegen demonstrierende Anhänger der Oppositionsführerin und ehemaligen Premierministerin Begum Khaleda Zia vorgegangen. Auslöser der Proteste war das Vorhaben der Regierung, die Witwe des ehemaligen Staatschefs General Zia ur-Rahman nach fast 30 Jahren aus einem Haus der Streitkräfte auszuweisen. Fernsehaufnahmen zeigten Oppositionsanhänger, die Fahrzeuge auf den Straßen der Hauptstadt Dhaka beschädigten, während sie von Polizisten verfolgt wurden. Auch in anderen Städten kam es zu Protestaktionen.
Die Demonstranten in Dhaka zündeten auch einen Bus an. Laut Medienberichten hatten zuvor zahlreiche Sicherheitskräfte das Haus auf einem Militärgelände umstellt und damit die Proteste ausgelöst. Später verließ Zia das Haus unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und fuhr zu ihrem Büro, wie Militärvertreter erklärten. Zia lebt in dem Haus, seit ihr Ehemann, der frühere Präsident General Ziaur Rahman, 1981 bei einem Militärputsch getötet wurde. Zia wurde der Wohnsitz damals zugesprochen. Später ging sie in die Politik und war von 1991 bis 1996 und von 2001 bis 2006 Regierungschefin des südasiatischen Landes. Unter der Regierung ihrer Gegenspielerin Sheikh Hasina Wajed, der Tochter des Staatsgründers Mujibur Rahman, forderten die Militärbehörden Begum Khaleda Zia im vergangenen Jahr auf, das Haus zu räumen. Zur Begründung hieß es, sie habe mit ihrem politischen Engagement gegen die Überlassungsbedingungen verstoßen.
Die Nationalpartei (BNP) der Oppositionsführerin teilte mit, Zia werde vorerst bei ihrem Bruder wohnen. Es war nicht klar, ob sie die offizielle Residenz, die für die Führung der Opposition vorgesehen ist, akzeptieren würde. Zias Berater Khandaker Delwar Hossain rief für Sonntag zu einem Generalstreik auf, um gegen das Vorgehen der Regierung zu protestieren. (APA/dapd)
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