Richtig Einfädeln in die künftige Karriere

14. November 2010, 10:37
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Die Ingredienzen der Karriere, die Erwartungen an den Nachwuchs, der Spaß am Job und das Umgehen mit Niederlagen

"Der Begriff Karriere bedeutet für sich allein gar nichts. Karriere - das ergibt erst Sinn, wenn es mit einer Weiterentwicklung der eigenen Person und mit den Möglichkeiten der Gestaltung einhergeht", sagte Peter Weinelt, Geschäftsführer der Wienstrom, den Studierenden auf der Berufsmesse Career Calling von WU, TU und Boku am Donnerstag. "Die Arbeit machen, die Spaß macht", definierte Marisa Sailer, Vorstand der Vivatis Holding, den Begriff Karriere, Interspar-Geschäftsführer Fritz seher verhehlte nicht, dass er auch Anerkennung der Leistung für zentral halte.

Ansprüche an Mitarbeiter

Frank Van der Heijden, Commercial Director bei Coca-Cola HBC, hatte viel über Mobilität und das Management in Markenunternehmen zu berichten, Hofer-Generaldirektor Friedhelm Dold formulierte die Ansprüche an junge Nachwuchsführungskräfte präzise: "Solide absolviertes Studium, zwingend gute Fremdsprachenkenntnisse, uneingeschränkte Mobilität, um Weiterentwicklungschancen im Ausland nützen zu können."

Den ganzen donnerstägigen Messetag über hatten die rund 5000 Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, im CEO-Corner hautnah und live in das Arbeiten, in den Wertekanon dieser Top-Manager zu schauen und zu fragen, was ihnen auf dem Herzen lag. Bis hin zu den Punkten des Scheiterns, der (Un-)Möglichkeit permanenten Ausgleichs von Beruf und Privatleben.

Unter dem Motto "Folgen Sie Ihrer Berufung und machen Sie Ihre Berufung zum Beruf" präsentierten sich 135 Unternehmen von ihrer besten Seite. Im Gepäck hatten sie für Interessierte Praktikumsplätze, Jobangebote und Informationen aus erster Hand. "Gerade bei den Praktikumsangeboten ist der Trend zu sehr qualifizierten Plätzen bemerkbar, auch für Studierende kurz vor Studienabschluss. Es zeigt sich, dass sie Unternehmen schon frühzeitig mit Talenten vertraut machen", sagt Heike Schreiner, Geschäftsführerin des WU ZBP Career Centers.

Durchwegs positiv fiel auch das Urteil der Besucher aus. "Gut organisiert und bestens präsentiert", lautet der einhellige Tenor der Besucher zu den Ausstellern. Und umgekehrt: "Sich vorab über interessante Unternehmen informieren", lautete der Rat der Aussteller.

Sind Bachelors angekommen?

"Durch den intensiven Kontakt zu den Personalisten in Unternehmen aus allen Branchen läuft hier Spezial-Know-how zusammen. Von diesem Wissen profitieren Studierende und Absolventen."

Großes Gesprächsthema war während des Messetages natürlich die neue Studienarchitektur - Stichwort Bologna - und wie sehr sich die Arbeitgeber bereits an die Bachelors gewöhnt haben. Wenig überraschendes Ergebnis der Gespräche: Das Bild ist heterogen. Ganz im Gegensatz zum Tenor beim abschließenden Cocktail: interessante Kandidaten, überwiegend im Vorfeld schon gut informierte Studierende. (ost/DER STANDARD; Printausgabe, 13./14.11.2010)

Arbeitgeberattraktivität und die Wünsche der Studierenden an heimischen Hochschulen sind im Employer Brand Report zusammen gefasst .

Erhältlich unter:

  • Marisa Sailer (Vorstand Vivatis Holding AG).
    foto: zbp

    Marisa Sailer (Vorstand Vivatis Holding AG).

  •  Friedhelm Dold (Generaldirektor Hofer KG).
    foto: zbp

    Friedhelm Dold (Generaldirektor Hofer KG).

  • Fritz Seher (Geschäftsführer Interspar).
    foto: zbp

    Fritz Seher (Geschäftsführer Interspar).

  • Frank Van der Heijden (Commercial Director Coca-Cola HBC).
    foto: zbp

    Frank Van der Heijden (Commercial Director Coca-Cola HBC).

  • Peter Weinelt, Geschäftsführer Wienstrom GmbH.
    foto: zbp

    Peter Weinelt, Geschäftsführer Wienstrom GmbH.

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