E-Auto und Gewichtsspirale

14. November 2010, 16:08
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    foto: apa/audi/montage: derstandard.at

    Weniger ist mehr.

Autos sind heute fast doppelt so schwer wie vor vierzig Jahren, verbrauchen aber immerhin etwas weniger

Bei einem Auto mit Verbrennungsmotor ist der Mehrverbrauch durch höheres Fahrzeuggewicht relativ gering, zumindest schränkt er die Reichweite nicht sonderlich stark ein, und im schlimmsten Fall montiert man halt einen größeren Tank. Außerdem konnte die ständige Gewichtszunahme der Autos durch Sicherheits- und Komfortmaßnahmen immer gleich durch Fortschritte in der Antriebstechnik abgefedert werden. So sind die Autos heute fast doppelt so schwer wie vor vierzig Jahren, verbrauchen aber immerhin etwas weniger.

Die Tendenz zu immer fetteren Autos hat Audi schon bei der Präsentation des ersten A8 aus Aluminium vor 16 Jahren thematisiert und den flotten Satz von der "Umkehrung der Gewichtsspirale" geprägt. Nur: Das ist im großen Stil nicht passiert. Und der Grund scheint banal: Leichtbau kostet Geld, mitunter ganz schön viel davon.

Das Elektroauto bietet nun neue Chancen für den Leichtbau. Denn die extrem hohen Kosten für die Batterien rechtfertigen auch höhere Ausgaben für den Leichtbau. Grundlage dafür ist die Erkenntnis, dass Fahrzeuggewicht und mögliche Reichweite in linearem Verhältnis stehen. Das heißt, es ist mitunter billiger, eine größere Reichweite zu erzielen, indem man Gewicht spart, anstatt stärkere Batterien einzubauen.

Dazu kommt noch: Weniger Gewicht erfordert auch weniger Motorleistung für die gleichen Fahrleistungen. Das heißt: Leichtbau darf beim Elektroauto deutlich mehr kosten, weil hier die Einsparungen seitens der Batterien offensichtlich sind. Interessant ist auch, dass man nicht nur an die Karosserie denken muss, dass gerade die Batterien selbst und deren Peripherie noch ein hohes Leichtbau-Potenzial besitzen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/12.11.2010)

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23 Postings
Markus Trullus
00
18.11.2010, 22:46
so gehts nicht

Leichtbau ist schon OK; auch der höhere Preis; aber dann müssen die Kisten einfach länger halten; so um die 6 bis 700.000km müssen drinnen sein; und das will der Markt nicht, denn dann müssten die Modellwechsel auf mindestens 15 Jahre verlängert werden... Und davor sträuben sich Hersteller und Kunden...

w.t.f.?
00
15.11.2010, 15:53
E muss nicht immer KG bedeuten

Der Audi A1 e-tron soll nicht mehr als 1.200 kg wiegen. http://www.autonet.at/de/audi/u... nter_strom

Heavyweather
00
15.11.2010, 14:48

lineares Verhältnis?
kann man mir das bitte erklären.

black jack
00
15.11.2010, 14:17
Schuld an der Gewichtsspirale ist die Politik!

Wir kennen zwar verschiedene Klassen von Autos (Kleinwagen, "Golf"-Klasse, Mittelklasse, ...), die aber im Grunde alle gleich besteuert werden.

Es gibt überhaupt keine Anreize für die Automobilbauer leichtere Autos zu bauen mit weniger starken Motoren. Ein Golf vor 30 Jahren war durchschnittlich mit 75 PS, vor 15 Jahren mit 90 PS und in letzter Generation mit 120 PS ausgestattet. Sein Gewicht kletterte auch von knapp einer Tonne auf über 1,5 Tonnen; wie die Fahrzeugmaße wuchsen und wuchsen.

Würden Kfz mit PS und Gewicht von damals aber den Sicherheitsfeatures von heute fahren, wäre die Unfallstatistik stark rückläufig. So bremst man dank guter Motorisierung und überhöhter Geschwindigkeit statistisch noch immer den Augenblick zu spät ...

quaxiderfrosch
00
16.11.2010, 13:02

Also die motorbezogene Versicherungssteuer geht nach Leistung (6,6 Euro pro kw pro Jahr), und die Versicherung selbst wird auch teurer, je stärker das Auto ist.

gaisbock
00
15.11.2010, 10:26
dem Standard wäre zu empfehlen:

Ein Verlagslektor (lat. lector ‚Leser‘), meist nur Lektor genannt, ist ein in der Verlagsbranche tätiger Mitarbeiter zur Auswahl, Korrektur und Bewertung von Manuskripten. Lektoren haben oft ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert, meist Germanistik, Anglistik und Sprachwissenschaften. Lektoren in Fach- oder Wissenschaftsverlagen haben meist ein Studium in dem von ihnen betreuten Fachgebiet abgeschlossen

Hr. Berth
05
15.11.2010, 17:32
.

dr.no3
00
15.11.2010, 09:11

Fahrzeuggewicht und mögliche Reichweite in linearem Verhältnis stehen

????
was soll das bedeuten

orso minore
00
15.11.2010, 13:29

Lineares Verhaeltnis wuerde heissen doppelt so schwer kommt doppelt so weit. Gemeint wars wahrscheinlich umgekehrt und widerspricht damit dem Einleitungssatz dass mehr Gewicht den Verbrauch nur wenig erhoeht (ausser das gilt nur fuer Autos mit Verbrennungsmotor, bei Elektroautos ist misterioeserweise alles ganz anders).

kapitän nemo
04
15.11.2010, 10:02

der autor hat keine ahnug, denn er müsste differenzieren:

im stadtverkehr, wo ständig beschleunigt und wieder gebremst wird ist das gewicht ausschlaggebend, und auch die größe des motors, der im leerlauf halt einen gewisen enrgiegrundumsatz hat um seine bewegten eigenmassen ( kolben, kurbelwelle, nockenwelle, ventiltrieb, ölpumpe. wasserpumpe, etc..) bei zumindest 600-800 rpm in bewegung zu halten.

auf der autobahn hingegen sind hauptsächlich der luftwiderstand und rollwiderstand wichtig, da dort diefahrzeugmasse nahezu konstant bewegt wird

Beim Barte des Proleten!
00
15.11.2010, 10:55
Und

da du sicher Weist das Rollwiederstand x Gewicht = benötigete kraft ist spielt das Gewicht sehr wohl auch eine Rolle, zwar weniger als beim Beschleunigen aber trotzdem.

kapitän nemo
00
15.11.2010, 11:27

der luftwiderstand ist ab 60 kmh ca gleich groß wie der rollwiderstand, bei 120kmh ist es aber bereits 4x so hoch, während der rollwiderstand konstant bleibt im verhältnis zur geschwindigkeit.

natürliich hat ein fahrzeug dessen gewicht mehr auf die reifen drückt, bzw das breitere reifen braucht , mehr rollwiderstand.
das kann man durch mehr luftdruck kompensieren (nur dann ist die fahrbahnhaftung wiederum nicht so gut)
es gibt aber auch die inneren rollwiderstände ,das liegt dann an den radlagern, und getriebekomponenten, die nicht unbedingt analog zum gewicht sind.

dr.no3
00
15.11.2010, 15:03
kurze zusammenfassung

kein linearer gewicht reichweite zusammenhang

kapitän nemo
00
15.11.2010, 15:28

ja,
vor allem auch wenn man bedenkt dass dich reichweite nicht nur mit dem verbrauch, sondern auch mit der menge des getankten treibstoffs zusammenhängt ;-))

kapitän nemo
00
15.11.2010, 01:59
all der "leichtbau " in dwn letzten 20 jahren hat deshalb nicht gefruchtet, weil die Rohkarosserie maximal ein drittel des fahrzeuggewichtsausacht, der rest sind motor, fahrwerk, getriebe und natürlich die ausstattung. auch glas ist relativ schwer u

schwer und mindert die stabilität.
leider haben die neuens designs immer flachere und größere scheiben vis zum glasdach, was auch noch im sommer die klmaanlage mehr fordert.
was nützt es da ,wenn durch eine inder herstellung sehr energiefressende) aluminiumkarrosserie vielleicht 100 kg bis 150 eingespart werden
, wenn anderso ein vielfaches an gewicht zugelegt wird.
eine aufwärtsgewichtsspirale: mehr gewicht- stärkerer schwererer motor- schwereres fahrwerk-größerer tank -servolenkung nötig-also noch mehr gewicht-etc...

Parkschwein
01
15.11.2010, 09:11

dass die motoren immer schwerer werden halt ich mal für ein gerücht, heutzutage baut man bmw nen v8 mit 420ps und 200kg ...
und was wiegt an einem fahrwerk? ein fahrwerk besteht aus dämpfern und federn ...

crashsicherheit, verwindungssteifigkeit, lärmdämmung, komfortfeatures, das wiegt.

kapitän nemo
01
15.11.2010, 15:42
fahrwerksteile: achsgelenke, kardan, radaufhängungen, bremstrommeln, hilfrahmen, querstabilisatoren, bremsen, etc... das sind alles relativ massive guss-oder geschmiedete teile im vergleich zum dünnen karrosserieblech.

ich hab zb auch schon gestaunt wieviele hunderte meter und kg kabel einem PKW verarbeitet sind
wenn ca 6m2 verglast sind das auch schon 100-120kgt.
die 200kg betreffen nur den rohmotor, also ohne servo, batterie, und sonstiges was im motorraum verstaut ist.
die motoren sind relativ nicht schwerer als früher aber nicht nur die leistung sondern auch die hubräume haben zugenommen
und in summe macht der motor immer noch sehr viel aus. sonst wäre die einbaulage nicht so kritisch für die gewichtsverteilung.
die rohkarrosse eines alu AudiA8 können vermutlich 4 personen heben, aber das gesamte ding hat dann doch fast 2 tonnen ( ein audi 200 aus den späten 70er jahren wog noch 1200kg ohne alu-"leichtbau")

Josef Obermaier
01
14.11.2010, 22:39
Was für ein Blabla...

oTHEr
00
15.11.2010, 08:59
hab ich mir auch gedacht.....

....das klingt eher nach einem "heute" oder "österreich" - innovations-forschungs-hightech artikel ;-)

choghart
10
14.11.2010, 19:46
Ich sehe da noch vielfältige Einsparmöglichkeiten

bei unerwarteten Verdächtigen. Sitze zum Beispiel. Das komplette Gestühl eines älteren Autos wiegt vielleicht 50kg mit Rückbank und man ist trotzdem recht anständig drinnen gesessen. Bei einem neueren Wagen bringt EIN Sitz schon mal´ 35kg auf die Waage. Klar da sind ein paar Airbags drinnen usw. Das erklärt aber nicht die Differenz. Vielleicht sollte man etwas darüber nachdenken Gewicht ein zu sparen wo es mit wenig Aufwand zu holen ist.

Dekkard
00
14.11.2010, 19:50
Glaube sie haben recht...

...und Leben retten tun diese "Sips" wohl auch eher selten. Ich brauche die Dinger sicher nicht.

al vvi
01
14.11.2010, 17:50

Ja, wenn man nicht rechnen kann dann schreibt man so einen Schwachsinn, - E-Mobilitaet.

1000 Kopfläuse können nicht irren
00
15.11.2010, 08:04
Wo ist hier ein Rechenfehler?

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