3D-Druckern droht Piraterie-Vorwurf

12. November 2010, 09:28
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    foto: makerbot.com

    3D-Drucker: Neuer Technologie droht Piraterie-Keule

Technologie hat großes Nutzungs- und Widerstandspotenzial

Wenn 3D-Drucker weite Verbreitung finden, werden sie auf Widerstand als angebliches Piraterie-Werkzeug stoßen. Davor warnt die Non-Profit-Organisation Public Knowledge in einer aktuellen Studie. "Wie zuvor schon bei Druckerpresse, Kopiergerät und PC, werden manche 3D-Druck als störende Bedrohung erachten", heißt es dort. Speziell könnten manche Unternehmen schärfere Gesetze fordern, um sich vor unbefugten Kopien ihrer Produkte zu schützen. 3D-Drucker wären somit für Hersteller physischer Gegenstände quasi das, was für die Content-Industrie das Internet ist.

Die Zukunft kommt

Die 3D-Drucktechnologie steckt ähnlich dem PC in den 70ern noch in den Kinderschuhen, so Public Knowledge. Doch wohl noch schneller als damals rückt die Zukunft rapide näher. Britische Forscher beispielsweise haben mit dem RepRap bereits ein Gerät entwickelt, das selbstreproduzierend ist - es kann alle für den Bau eines weiteren 3D-Druckers nötigen Plastikteile selbst herstellen. Bei MakerBot wiederum gibt es mit dem "Thing-O-Matic 3D" ein Gerät für Bastler, das schon um 1.225 Dollar zu haben.

Wenn es für die breite Bevölkerung leicht wird, alltägliche Gegenstände einfach auszudrucken, hat das potenziell deutliche Auswirkungen auf diverse Unternehmen und Industrien, so der Anwalt und Studienautor Michael Weinberg. Während manche einfach mit der Zeit gehen werden, dürften sich andere angesichts dieser Bedrohung an Gesetzgeber und Gerichte wenden. Ähnlich, wie Musik- und Filmindustrie Internet und Filesharing verteufeln, werden dann 3D-Drucker als Piraterie-Werkzeuge und ihre Nutzer als Diebe hingestellt werden, warnt der Anwalt.

Rechtsfrage

Unter anderem stellt sich bei 3D-Druckern die Frage, ob und in welchem Umfang patentierte Designs reproduziert werden dürfen. Immerhin ist es sehr leicht, nötigenfalls ein Herstellerlogo einfach wegzulassen. Laut Public Knowledge greift Patentrecht in den USA zwar nur bedingt. Falls ein Objekt aber geschützt ist, gilt im Gegensatz etwa zum iPhone-Jailbreak kein Fair-Use-Prinzip und ein 3D-Druck könnte somit verfolgt werden. In Großbritannien würde zumindest die private Nutzung von 3D-Drucker nach Ansicht der RepRap-Macher normalerweise nicht gegen Rechte des geistigen Eigentums verstoßen.

In anderen Ländern gelten wieder andere Regeln, doch überall auf der Welt gilt: Unternehmen könnten sich vorbeugend für eine Verschärfung relevanter Gesetze stark machen. Sollten die 3D-Printing-Community zu lange warten, ehe sie sich organisiert, wird es zu spät sein, warnt Public Knowledge. (pte)

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Posting 1 bis 25 von 79
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Nitram1988
00
28.11.2010, 01:58
?

Selbt Geräte um €200.000 stellen Objekte in nur bescheidener Qualität her. Derzeit zahlt man für eine Kopie eines €1 Teiles €100. Die 3D-Drucker eignen sich sehr gut für Prototypen und daran wird sich so schnell nichts ändern.

overflo
00
25.11.2010, 17:17
RepRap und Makerbot

werden beide aktiv im wiener Metalab entwickelt und eingesetzt.

http://metalab.at

so go
00
15.11.2010, 20:43
das gibts seit 20 jahren

auf den space shuttles um spezielle bauteile anfertigen zu können und es wird noch 20 jahre dauern... bis ich mir die badeente selbst drucken kann.

Wolfgang Ullram
00
14.11.2010, 19:40
na da

muss die gema und austro mechana bald für werkzeug auch urheberrechtsangabe zahlen, weil man damit geschütze werkzeichnungen nehmen und was nachbauen kann

gehts noch?

systemfehler1
00
14.11.2010, 07:32
Hirn drucken.

Hamma April?

normal citizen
01
13.11.2010, 20:53
Replikanten unter uns

Pumuckel Salzstreuer
10
13.11.2010, 15:59
Bürger(innen) lasst das Glotzen sein...

kommt herunter, reiht Euch ein. Auch mit primitiven Mitteln ist der Widerstand gegen die Rechteverwertungs- und Marken-Mafia bereits lebbar. Mit ein wenig Talen schnitzen Sie sich einfach, was sie wollen. Mal sehen, wie das verfolgt und bestraft wird oder ob das gerade noch unter 'Fair Use' durchgeht...

Niemand & Keiner
04
13.11.2010, 10:37

Den Piraterie-Vorwurf kann man ruhigen Gewissens an die Rechteverwertungs-Mafia zurückgeben.

Def. Izit
00
13.11.2010, 06:36
CopyCar löst CopyWatch ab

ricko
01
13.11.2010, 00:04
keine chance vor gericht

die komplexitaet von den meissten plastikteilen ist sehr viel geringer als die von 3D render objekten. und fuer letztere gibt es eine riesen comunity, welche frei verfuegbare modelle ins internet wirft.

niemand braucht die originaldateien.

beate uhse kann schon mal konkurs anmelden...

ravenna
00
14.11.2010, 09:54

Originaldateien?

Wohl die wichtigste Anwendung von 3D-Druckern ist das Herstellen von Ersatzteilen. Und ein funktionierendes Ersatzteil wird im Normalfall zumindest weitestgehend ident sein mit dem Original. Welche Dateien man dann zur Herstellung verwendet ist völlig irrelevant.

Der, der es besser weiß
00
12.11.2010, 22:01

Aber diese Drucker kopieren doch nicht Materialien, sondern sie reproduzieren nur das Äußere.

Wenn ich Cosy-Ultra Soft in meinen Kopierer lege, kommt auch kein Klopapier heraus, sondern ein Abbild dessen.

Und denke so wird das bei den 3-D-Druckern auch lange Zeit bleiben.

ravenna
00
14.11.2010, 09:55

Kopiert wird die Form und die Materialien sind technisch vergleichbar. Ansonsten würde nämlich eine Kopie auch keinen Sinn machen.

chelene chirsch
00
13.11.2010, 17:45

aber man könnte das ganze frauenspezifische portfolio des orion-versand nachdrucken (ohne die rüttel-teile, versteht sich). vielleicht macht die das nervös ?

Knicknack
00
14.11.2010, 13:47
Vieileicht sogar besser als das Original.

Ohne krebserregende Weichmacher.
;-)

M L3
00
17.11.2010, 15:06
Ist ja auch Hartplastik - das hat keine Weichmacher

chelene chirsch
03
14.11.2010, 19:51

gibts doch eh schon auf natürlicher basis...

http://www.waldmichlsholdi.de/

:)

Irma la Douce
01
12.11.2010, 19:17
Wer kann mir bitte erklären, was ich damit machen kann, was wirklich brauchbar ist?

Überraschungsei-Maxerln?

WeltEnSTurm
00
13.11.2010, 10:23

Es haben schon genug Studenten funktionierende Airsoft-Guns hergestellt, da sind andere Sachen auch nicht weit.

davethebrave
 
01
13.11.2010, 01:47

denken sie in größeren maßstäben.
ein dildo sollte sich schon ausgehn.

damienduff
50
12.11.2010, 18:10
ich druck mir dann einen gelddrucker.

aber so ganz hab ich denn sinn hinter 3d druckern nicht verstanden. was kann man damit ernsthaft machen außer plastikglumpat drucken das meistens funktionslos ist?

mindfield
 
03
14.11.2010, 13:44

endlich Vinyl kopiern
;-)

M L3
00
17.11.2010, 15:07
Vinyl kopieren ist doch sinnlos wenn wieder Vinyl rauskommt

Da bin ich eindeutig fürs digitalisieren.

hansderwedler
00
12.11.2010, 19:08
Rapid Prototyping

Verpackungen, Bauteile, Rapid Prototyping, Tuppergschirr, Spielzeug, Stresstests, ...
Seiens kreativ oder informieren sie sich

Elettra
03
12.11.2010, 18:24
Bin gespannt

wann die ersten Nackt Scanner Datei

Raubkopien von Prommis auf dem Schwarzmarkt für 3D Drucker auftauchen.

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