Filmreihe in Wien zum Thema Todesstrafe

11. November 2010, 13:31
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"Auge um Auge" in Kooperation mit Amnesty International: ein Dutzend Filme und ein Kurzfilmprogramm von 12. bis 18. November

Wien - "Der Film macht sichtbar, was wir zuvor nicht gesehen haben oder vielleicht nicht einmal sehen konnten", hat der Filmsoziologe Siegfried Kracauer einmal gesagt. Diese Möglichkeit greift die Menschenrechtsorganisation Amnesty International gemeinsam mit dem Verein LichtBlick auf und zeigt ab Freitag eine Woche lang ein Dutzend Filme und ein Kurzfilmprogramm zum Thema Todesstrafe im Wiener Bellaria Kino.

Die Filmreihe "Auge um Auge" ist Teil der Amnesty-Aktion "Tod der Todesstrafe" und beschäftigt sich mit Opfern und Tätern, Klägern und Angeklagten. Eröffnet wird die Reihe mit dem britisch-amerikanischen Film "Mumia Abu Jamal: In Prison My Whole Life" von Marc Evans. Der 2007 produzierte Streifen handelt vom umstrittenen Verfahren des wegen angeblichen Polizistenmordes zum Tode verurteilten Aktivisten Mumia Abu Jamal.

Das Themenspektrum der folgenden Filme ist breit: "The Unquiet Death of Julius and Ethel Rosenberg" (1974) rollt einen berühmt-berüchtigten Fall von Politpropaganda-Justiz in den USA des Kalten Krieges auf, "Night Train" (China, 2007) erzählt die fiktive Geschichte einer Henkerin, die berühmte am Scheiterhaufen verbrannte Johanna von Orleans wird in Robert Bressons "Le proces de Jeanne D'Arc" (1962) behandelt, und um Rache und Selbstjustiz geht es in "Darrat" (2008), einer Produktion aus dem Tschad mit österreichischer Beteiligung. Clint Eastwoods "True Crime" ("Ein wahres Verbrechen") aus dem Jahr 1999 schließt das Filmfestival ab. (APA)

  • Clint als etwas derangierter Investigativ-Reporter in "True Crime"
    foto: lichtblick / warner

    Clint als etwas derangierter Investigativ-Reporter in "True Crime"

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