Gallenblasen-Krebs: Therapiestudie aus Österreich

10. November 2010, 16:44
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63 Prozent der Patienten sprachen auf Kombination des Antikörpers Cetuximab mit Chemotherapie an

Wien - Beachtliche Ergebnisse in der Behandlung von Gallengang- bzw. Gallenblasen-Krebs zeigt eine neue Studie aus Österreich im Medizinjournal "The Lancet": Das Team rund um Erstautorin Birgit Grünberger, Oberärztin an der Internen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Wien, untersuchte eine neue Kombination des Antikörpers Cetuximab mit einer Chemotherapie. 63 Prozent der Patienten sprachen auf die Anwendung an, berichteten die Forscher.

Geringe Überlebensrate

Die Studie befasste sich mit der Behandlung dieser eher seltenen und schwer behandlbaren Tumorentität, deren Fünf-Jahres-Überlebensrate bisher nur 15 Prozent betrug. Von Oktober 2006 bis Juli 2008 wurden in der Phase-2-Studie in einem Zentrum in Österreich den Patienten eine Kombination des Antikörpers Cetuximab und einer Chemotherapie mit den bekannten Substanzen Gemcitabin und Oxaliplatin intravenös verabreicht.

30 Patienten im Durchschnittsalter von 68 Jahren wurden für die Analyse herangezogen. 19 von ihnen sprachen auf die Medikamentenkombination an (63 Prozent). Die Substanzen wurden laut Studie gut vertragen und unterstützten die Antitumor-Aktivität. Die Ergebnisse rechtfertigen weitere Untersuchungen der neuen Medikamentenkombination, hießt es im "Lancet". (APA)

 

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