Nach zahlreichen Attacken gegen Webseiten der Medienindustrie werden nun Ermittlungen aufgenommen
Das FBI hat Ermittlungen bezüglich einiger Attacken gegen Webseiten gestartet, die von der berüchtigten Internetgruppierung "Anonymous" ausgegangen sein sollen, berichtet Cnet. Den Anschuldigungen nach hätten Mitglieder der Gruppe, die unter anderem über das Bilderforum 4Chan kommuniziert, über so genannte Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) Webseiten von Vertretern der Medienindustrie in die Knie gezwungen haben. Darunter befanden sich auch Webauftritte der Motion Picture Association of America, der Recording Industry
Association (RIAA), des Hustler Magazines, des Rockers Gene Simmons und der British
Phonographic Industry.
Kampf um freies Internet
Wer genau hinter Anonymous steht, ist nicht bekannt. Der lose organisierte Zusammenschluss aus Hackern und Internet-Protestlern macht sich insbesondere für eine freie Nutzung des Internets stark. Dadurch kam es vermehrt zu Zusammenstößen mit Urheberrechtsvertretern, die in den vergangenen Jahren verstärkt gegen Nutzer von Tauschbörsen vorgegangen sind. Wie viel Schaden die Angriffe von Anonymous tatsächlich verursacht haben, ist bislang nicht klar. Allerdings könnte eine der letzten Attacken gegen die US-Urheberrechtsbehörde weitreichendere Folgen nach sich gezogen haben. Die Behörde lagert auf ihren Servern Daten zu Rechteinhabern und sie hilft dem US-Kongress bei Beschlüssen zu Urheberrechtsgesetzen.
Laut Cnet wolle das FBI keinen Kommentar zur laufenden Ermittlung abgeben. Für die Beteiligung an einer DDoS-Attacke drohen in den USA Geld- und Haftstrafen. (zw)
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