Bagdad

Fünf Tote bei Anschlägen auf Christen

10. November 2010, 15:55

Elf Sprengsätze gezündet - Bereits am Dienstagabend Anschläge auf Häuser von Christen

Bagdad - Bei einer Anschlagsserie gegen Christen in Bagdad sind am Mittwoch mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie die Polizei mitteilte, explodierten in der Früh innerhalb von einer Stunde elf Sprengsätze in überwiegend von der christlichen Minderheit bewohnten Bezirken der irakischen Hauptstadt. Mehr als 20 Menschen erlitten nach Angaben der Sicherheitskräfte Verletzungen.

Erst am Dienstagabend war im Westen der Stadt eine ähnliche Anschlagsserie gegen drei Häuser von Christen verübt worden. Weil die Häuser leer standen, wurde dabei jedoch niemand verletzt. In der vergangenen Woche waren in Bagdad bei einer Geiselnahme in einer katholischen Kirche Dutzende Christen ums Leben gekommen. Zu dem Überfall bekannte sich eine islamistische Gruppierung mit Verbindungen zu Al-Kaida. Auf extremistischen Websites war kurz darauf mit weiteren Anschlägen gegen irakische Christen gedroht worden.

"Was können wir tun? Sie jagen die Christen in allen Bagdader Stadtteilen", klagte der aufgewühlte chaldäisch-katholische Patriarch Kardinal Emmanuel III. Delly im Telefongespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die Christen könnten die Angreifer nicht aufhalten. "Wir können nur zu Gott beten, dass er diese Verbrechen beendet."

Der christliche Abgeordnete Jonadam Kanna sagte, es sei ganz offensichtlich das Ziel der Terroristen, die letzten Christen aus dem Irak zu vertreiben. Dies dürfe nicht passieren.

Am Dienstag hatte der amtierende Ministerpräsident Nuri al-Maliki die katholische Kirche besucht, die am 31. Oktober während einer Messe von islamistischen Terroristen überfallen worden war. Er drückte seine Solidarität mit den Christen aus, die den Staat ihrerseits um mehr Schutz baten. Die Geiselnahme, die von der Polizei mit Gewalt beendet worden war, hatte 58 Menschen das Leben gekostet, darunter fünf Geiselnehmer.

Die christliche Gemeinde im Irak, eine der ältesten der Welt, ist bereits seit Jahren mit einem andauernden Exodus ihrer Mitglieder konfrontiert, die von Anschlägen und Entführungen angeheizt wird. Mehr als die Hälfte der irakischen Christen hat seit dem US-Einmarsch 2003 bereits ihre Heimat verlassen. (APA/dapd/dpa/Reuters)

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Posting 1 bis 25 von 29
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johann steiner
40
11.11.2010, 09:38
richtig Wimmerldrucker

Schuld sind die Baptisten wie Wimmerldrucker schreibt, und schuld ist auch Papst Benedikt, der mit Bush im Weißen Haus seinen Geburtstag feierte , und mit ihm ein trauter Peinlichkeit obendrein noch einmal in den vatikanischen Gärten spazieren ging. Bis einschließlich Paul VI. nahm die Kirche auf die orientalischen Christen Rücksicht.
Dass die Anhänger eines Papstes Benedikt der im Jordantal die den Juden vorbaltene Autobahn nach Jerusalem verwendet dort zum Feindbild verkommen, entbehrt nicht eines logischen Zusammenhanges.

Voll in die Kaldaunen!
00
11.11.2010, 11:37
Schuld sind die Baptisten

Auch die "Christlich-Sozialen" um Fekter fanden es nicht nötig, irrakische Christen als Flüchtlinge aufzunehmen ...

fibiundchillie
13
11.11.2010, 09:00

die mär, daß diese pogrome durch den haß auf die "Amis", irgendwelche aktionen aus dem bible-belt oder irgendwas, was man auf die ostküste schieben kann-besser möchte-verursacht bzw. begründbar sind, hält sich wirklich standhaft.
leuteln, studiert die geschichte des Islam, der arabischen reiche und des osmanischen, ihr werdet den roten faden irgendwann erkennen. so ihr euch nicht farbenblind stellt.
dann muß die frage erlaubt sein: warum so farbenblind?

rhaino
00
28.11.2010, 12:52

Studieren doch bitte Sie Geschichte: Wie ist es möglich, dass es in islamischen Ländern christliche und jüdische Gemeinden gibt, die dort seit 2000 Jahren existieren konnten, während es das christliche Europa nachhaltig nicht geschafft hat, auch nur mit einer einzigen anderen Religion für ein paar hundert Jahre zu leben?

Der Islam hatte eigentlich eine extrem tolerante Haltung gegenüber Christentum und Judentum, dass das heute großteils nicht mehr so ist, liegt in den politischen Umständen der Jetztzeit begründet und nicht in den Grundsätzen dieser Religion.

fibiundchillie
00
6.12.2010, 15:40

dort, wo Sie Ihre Geschichtskenntnisse hernehmen, studier ich sicher nicht.

hans wimmerldrucker
62
10.11.2010, 21:40
schuld sind die US Baptisten im Irak

der Ärger der Bevölkerung entzündet sich an der aggressiven Missionierung. Typischer Ami - Stil.

Lucky Luke 1988
33
11.11.2010, 01:17
Missionierung na und? Am Schottentor wirbt Scientology non stop und niemand mäht die nieder oder sprengt sie in die Luft.

relatio subsistens
35
10.11.2010, 23:27
Die Verblendung ist unpackbar! Habt ihr denn überhaupt keine Eier mehr?

Solidarität mit unseren Geschwistern in Christus! Sonst sind wir genau so tot wie alle anderen.

fibiundchillie
03
11.11.2010, 09:01

freie ansiedlung christlicher arabischer flüchtlinge, ein aufruf ans Innenressort!

FSK
43
10.11.2010, 19:23
hat aber nichts mit dem islam zu tun.

Beliar
00
10.11.2010, 23:14
äh ist al quaida der islam?

chelene chirsch
01
11.11.2010, 10:17

ist es ohne islam die al quaida ?

aus dem irak kommen gar nicht so wenige leutchen nach europa - aber vielleicht schaffen wir es ja doch, für manche "kulturellen eigenheiten" nicht zu viel toleranz aufzubringen.

Fritz Wunderlich
36
10.11.2010, 17:32

chaldäer und assyrer, erst in der türkei massakriert, diskriminiert und zur auswanderung gezwungen
jetzt im irak

naja
christen im wjl
ahmadiyya und christen in pakistan
kopten in ägypten
ba`hai und juden im iran

hat huntington das heraufbeschworen oder prophezeit?

Hejaro Kardox
11
11.11.2010, 17:06

Ich gebe Dir Recht, so schlecht gehen viele Moslems mit Christen um.
Die Al Kaida lassen wir bei Seite, sogar die Staaten wie Türkei, Iran, Syrien, Irak machen mit und vielen anderen Morde an unschuldigen Christen schauen diese Staaten tatenlos zu.
Das sind doch Menschen, die dort zu Hause sind, nur die Türken und Arabern sind diejenigen, die sich dort ansiedelten und so unverschämmt sind die noch die echten Anwohner der Region anzugreifen.
In Südost Türkei sollte ein christliches Dorf wieder aufgebaut werden! Als der erste wieder zurück kam, hat sein Haus gebaut und dann kamen die Soldaten. Sie haben ihn gefragt, was er da machen würde? Er soll verschwinden, haben die türkischen Soldaten ihm gesagt und daraufhin, müsste er wieder gehen.

manfred maier
81
10.11.2010, 18:29
zitat: "...und juden im iran "...WAS wollen sie erzählen?

...der iran ist praktisch der EINZIGE staat in der region, in welchem jüdische mitbürgerInnen vergleichsweise gut leben können.
ihre pl.mpe grossisrael propanda, welche den iran als erklärten gegener des völkerrechtswidrigen isr. projekts erkennt, muss natürlich einen "bösen" iran erkennen.

manfred maier
70
10.11.2010, 16:41
"Viele Tote bei Anschlag"

derstandard, 8.11.2010, 11 postings...eines davon:
"gewohnheitseffekt oder wieder einmal die "falschen" opfer.....????
...wie hat doch die vereinte rechteposterfront aufgeheult, als die SUNNITISCHEN terroristen christen ermordeten.
wie lebt es sich, mit eurem flexiblen verständnis für int. recht und menschenrechte?" (mmaier)
also bitte, meine damen und herren.....gerade dieser arikel wäre doch wieder einmal hervorragend geeignet, im als verfecher der menschenrechte engagiert in erscheinung zu treten.
auf gehts....empört euch bitte......

Voll in die Kaldaunen!
04
10.11.2010, 16:38
Mehr als die Hälfte der irakischen Christen hat seit dem US-Einmarsch 2003 bereits ihre Heimat verlassen.

Offensichtlich werden jetzt alle Christen für die Verbrechen einiger Fundamentalisten aus dem amerikanischen Bibelgürtel verantwortlich gemacht. Erinnert sehr stark an die allgemeine Muslimenhetze nach 9/11 wegen des Terrors einiger Islamisten ...

relatio subsistens
27
10.11.2010, 15:18
Schande

Christenverfolgungen kommen heute massenhaft vor. Und jedem ist es wurscht. Es ist eine Schande!

schwörealda
01
10.11.2010, 20:06

Stimmt nicht ganz. In Reutlingen (Deutschland) haben
bei einer Kundgebung, die sich für verfolgte und ermordete Christen einsetzt, ca. 20 Menschen teilgenommen...

schwörealda
00
10.11.2010, 20:03

Stimmt nicht ganz. In Reutlingen(Deutschland) gab es eine Kundgebung gegen die Ermordung und Verfolgung von Christen. Teilgenommen haben ca. 20 Menschen...

Spaceman Spiff
40
10.11.2010, 15:44

Stimmt ja gar nicht. Es wird sehr wohl was getan.

Chien de Pique
04
10.11.2010, 19:47

Ja, Frankreich nimmt 150 Leutchen auf, alle anderen haben Angst, dass man ihnen gezielte Hilfe für die ChristInnen als Diskriminierung auslegen kann.

Sigrun1
23
10.11.2010, 14:30

solche Anschläge gab es unter Sadam nicht

schwörealda
01
10.11.2010, 20:03

Zumindest hat der Diktator darüber nichts verkünden lassen...

Cutting Edge
01
10.11.2010, 17:49
Natürlich nicht,

Da gab es noch staatlich angeordnete Verfolgung und Benachteiligung von Minderheiten.

Damals hatte die Mehrheit der Extremisten noch die Regierung als Feindbild, der Hass gegen die "westlichen imperialen Christen/Zionisten" hatte da noch keinen bedeutenden Stellenwert in den Augen der Radikalen.

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