T-Mobile: "3" wird Kampftarife nicht durchhalten können

10. November 2010, 12:17
261 Postings

Bisher 200.000 iPhones verkauft - WP 7-Geräte verkaufen sich schlechter als Apple-Handys

T-Mobile Austria hat bisher 200.000 iPhone-Handys des Anbieters Apple verkauft. Insgesamt sind sechs von zehn verkauften Mobiltelefonen beim zweitgrößten Netzbetreiber Smartphones, also High Tech-Handys mit Touchscreen. Im Durchschnitt hat ein Smartphone-Nutzer 20 Anwendungen am Handy installiert. 14 davon wurden kostenlos herunter geladen, sechs waren kostenpflichtig. Am beliebtesten sind Spiele, so T-Mobile-Chef Robert Chvatal am Mittwoch vor Journalisten. 

"3"  wird dies auf die Dauer auch nicht durchhalten können

Der Smartphone-Boom ist bei der Wettbewerbssituation in Österreich für die Mobilfunker nicht nur ein Segen, sondern auch ein Fluch. Denn der Trend zum Surfen am Handy belastet die Mobilfunknetze und die Handys sind weit teurer als herkömmliche Endgeräte, werden aber trotzdem um 0 oder 1 Euro bei Vertragsbindung verkauft. "15 bis 20 Euro für ein Komplett-Tarifpaket und dazu ein Gratishandy, das kann sich nie rechnen", so Chvatal in Anspielung auf Angebote des Mitbewerbers "3". Aber "3" werde dies auf die Dauer auch nicht durchhalten können. Immerhin habe T-Mobile heuer rund 100 Mio. Euro in den Netzausbau investiert, um dem gestiegenen Datenverkehr gerecht zu werden. Und dies müsse auch refinanziert werden, gibt Chvatal zu bedenken. 

Umfrage

Chvatal präsentierte heute eine Umfrage unter 500 Handynutzern, wonach die Anbieter Nokia, Apple und Samsung den Markt hierzulande beherrschen. Wobei Nokia mit seinem Betriebssystem Symbian bei den Männern und das iPhone bei den Frauen punktet. Die meistgenutzte mobile Internetanwendung sind laut Karmasin-Umfrage Suchmaschinen. Die meisten Apps haben iPhone-User installiert. Die "Apple-Girls & -Boys" sind es auch, die ihr Handy für was besonderes halten, zeigt die Umfrage.

Android

Das Google-Betriebssystem Android konnte in den letzten Monaten enorme Marktanteile gewinnen. So hält es 25 Prozent des Marktes. Im vergangenen Jahr waren es noch acht Prozent, so die Umfrage. Die Mehrheit der Smartphones laufen mit Symbian (38 Prozent), das iOS von Apple hält 20 Prozent.

Windows Phone 7 verkauft sich schlechter als das iPhone

Verkaufszahlen von Windows Phone 7-Handys wollte Chvatal nicht nennen. Die Geräte verkaufen sich allerdings schlechter als das iPhone. "Es ist kein schlechter Einstieg von Microsoft", aber es gebe zu wenig Geräte am Markt und diese seien auch teuer.  Das Apple-Handy wird auch im diesjährigen Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle einnehmen. Das alsbald auch „3" und „A1" das iPhone anbieten werden, sieht der T-Mobile-Chef gelassen. Die meisten potenziellen Kunden haben bereits ein derartiges Handy. (sum/APA)

Der WebStandard auf Facebook

  • Der erste iPhone 4-Käufer in Österreich
    foto: t-mobile

    Der erste iPhone 4-Käufer in Österreich

  • Artikelbild
Share if you care.