derStandard.at-Interview

"Wir nennen es immer noch Sozialismus"

Lukas Kapeller, 9. November 2010, 10:26
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    Langzeit-Parteichef Parteder: "Für viele Leute in der Obersteiermark sind wir das, was in traditionellen Arbeitermilieus einmal die SPÖ war."

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    Pazifist Parteder: Immer wieder meldete sich der steirische Parteichef gegen NATO-Einsätze zu Wort und ging für den Frieden auf die Straße.

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    Der Parteichef mit "Fürchtet-euch-nicht"-Button: Unter ihm bekamen die steirischen Kommunisten ein neues Image.

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    Bei einer Rede im Brauhaus Puntigam am vergangenen Nationalfeiertag.

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    "Die Geschichte hätte sich anders entwickeln können. Jetzt haben die fortschrittlichen Kräfte die Möglichkeit, sich darüber Gedanken zu machen, wie man diesen Irrweg vermeiden kann." Parteder glaubt an die Zukunftsfähigkeit eines demokratischen Sozialismus.

Der steirische KPÖ-Chef Franz Stephan Parteder blickt zurück auf dunkelrote Wahlerfolge und wundert sich über die ökonomische Verführbarkeit der SPÖ - Die Hoffnung auf eine Wiederkehr des Kommunismus will er nicht aufgeben

"Ich habe nie vorgehabt, im Sarg aus einer Funktion zu gehen", sagt Franz Stephan Parteder, Parteiideologe und Kopf hinter den erstaunlichen KPÖ-Erfolgen in der Steiermark, lakonisch. Der Kommunist gibt nach knapp 20 Jahren seinen Vorsitz in Graz ab. Im Gespräch mit derStandard.at erzählt er, was ihn einst aus der SPÖ vertrieb, warum er Banken und Industrie lieber unter staatlicher Kuratel sähe und was man von der Sowjetunion lernen muss.

***

derStandard.at: Herr Parteder, Sie haben kürzlich gesagt, Sie gehen beruhigt in Politpension. 1991 wurden Sie steirischer KPÖ-Chef. Was ist gelungen?

Parteder: Wir waren im Jahr 1991 auf dem Tiefpunkt unserer gesellschaftlichen Bedeutung. Als ich gewählt wurde, hat der Bürgerkrieg in Jugoslawien gerade begonnen und die Sowjetunion ist zerfallen. Die Bezugspunkte, die wir hatten, waren alle weg. Da musste man sich was überlegen. Wir mussten unseren Gebrauchswert deutlich steigern, um als Kommunistische Partei in der Steiermark weiter zu existieren.

derStandard.at: Und heute?

Parteder: Die Situation ist in der Steiermark ganz anders als im Rest von Österreich. Wir sind in größerem Maße akzeptiert, so wie wir sind. "Gibt es euch überhaupt noch?" oder "Geht's doch nach Russland!", hören wir ganz selten.

derStandard.at: Was heißt Gebrauchswert steigern?

Parteder: Die Menschen interessieren sich nicht für Streitereien innerhalb unserer Bewegung oder irgendwelche Feinheiten. Die wollen wissen, wozu wir überhaupt gut sind.

derStandard.at: Vor allem der ehemalige Grazer Wohnungsstadtrat Kaltenegger war sehr populär.

Parteder: Ernest Kaltenegger hat in Graz einen Mieternotruf eingeführt. Da haben wir Zuspruch von den Menschen bekommen, weil man wusste, wenn man ein Wohnungsproblem hat, muss man zu den Kommunisten gehen. Dort wo wir bezahlte Politikfunktionen bekommen haben, war klar, dass wir den Großteil dieser Einkünfte für soziale Zwecke ausgeben. Alle Mandatare behalten auch jetzt höchstens 2000 Euro.

derStandard.at: In Ihren kleinen Bastionen in Graz und der Obersteiermark geht es den Menschen um praktische Hilfe und nicht um historische Umwälzungen. Schmerzt es Sie, wenn die Leute die KPÖ aus eher banalen Gründen wählen?

Parteder: Das tut mir nicht weh, weil ich ja daran mitgewirkt habe, dass wir uns den Menschen zuwenden. Wir wollten eine Partei des Gebrauchswerts und des täglichen Lebens werden. Gleichzeitig haben wir aber in all diesen Jahren versucht, dass wir alle Funktionen einer Partei der Arbeiterbewegung erfüllen.

derStandard.at: Was macht Sie in den obersteirischen Arbeitergemeinden erfolgreich?

Parteder: Wenn eine Partei in Österreich mit der Wahlkampflosung "Wir wollen die sozialistische Revolution für die Welt" sechs oder zehn Prozent erreichen könnte, dann wäre die gesellschaftliche Situation ganz anders. In Trofaiach haben wir 20 Prozent erreicht. Die Leute dort sagen: Wir sind die echten Sozialisten. Wir sind das, was früher einmal die SPÖ in diesen traditionellen Arbeitermilieus war.

derStandard.at: Was stört Sie an der Sozialdemokratie?

Parteder: Ich war ja selber fünf Jahre in der SPÖ (1968 bis 1973, Anm.). Aus Protest gegen Finanzminister Androsch habe ich dann den endgültigen Schritt zu uns, zur KPÖ, vollzogen. Die Sozialdemokratie ist nicht in der Lage, die Vorstellungen und Hoffnungen, die sie erweckt, auch einzulösen. Das hat gerade jetzt die Diskussion um das Belastungspaket gezeigt. Das zweite ist, dass das Führungspersonal, was die ökonomisch-moralische Seite betrifft, höchst angreifbar ist. Ich glaube, jeden Spitzengewerkschafter kann man aufblatteln. Über jeden einzelnen gibt ein Dossier, das die Gegenseite hinausziehen kann ...

derStandard.at: Sie meinen Gehalt und Dienstauto...

Parteder: ... nicht nur das, auch darüber hinaus, glaub ich sogar. Das jüngste Beispiel ist Alfred Gusenbauer bei der Strabag. Das ist ja sowas von, wie soll ich sagen (zögert, Anm.), nicht besonders glaubwürdig. Ich kenne zum Beispiel Häupl persönlich, wie er fast ein KPÖ-Sympathisant war. Ich kenne Cap seit Mitte der Siebziger Jahre. Sie müssen mir verzeihen, ich mache mir auch so einige Gedanken über die Wandlungsfähigkeit der Menschen.

derStandard.at: Sie waren in den 80er Jahren gemeinsam mit Gusenbauer auf Veranstaltungen der Friedensbewegung.

Parteder: Der junge Gusenbauer hat uns immer belehrt, wie der Marxismus richtig ausgelegt werden muss. Der war immer schon so.

derStandard.at: So belehrend, meinen Sie?

Parteder: Sehr belehrend. Der hat ja mit diesen marxistischen Begriffen nur so herumgeworfen. Häupl hat damals einen super Aufsatz geschrieben, ich glaube, über Ökologie und Marxismus. Wenn du das liest - so radikal treten wir als KPÖ heutzutage nicht mehr auf.

derStandard.at: Gibt es in der SPÖ noch echte Linke?

Parteder: Ja, gibt es noch.

derStandard.at: Linke, die auch etwas zu sagen haben?

Parteder: Die etwas zu sagen haben, nein. Es gibt aber sicher Leute, die trotz aller Enttäuschungen glauben, dass das noch die größte Partei der Arbeiterbewegung ist. Dort, wo sie an den Schalthebeln sind, ist die Verbindung mit ökonomischen Entscheidungsträgern aber sicher wichtiger.

derStandard.at: SPÖ, ÖVP und Grüne tragen aus Ihrer Sicht das Wirtschaftssystem zu sehr mit. Was wäre die langfristige Alternative?

Parteder: Die langfristige Alternative wäre ein Wirtschaftssystem, in dem die Herrschaft der großen Konzerne und der privaten Banken zurückgedrängt wird. Wir nennen es noch immer Sozialismus. Das gesellschaftliche Eigentum an den großen Produktionsmitteln heißt nicht, die Trafiken oder die Gasthäuser zu verstaatlichen - nicht die mittleren Gewerbebetriebe. Es geht darum, dass nicht Aktien und der Shareholder Value die Entwicklung der Industrie bestimmen, sondern die Gesellschaft.

derStandard.at: Also ihnen geht es nicht um Wirtshäuser und Greißler, sondern um die Industrie?

Parteder: Die große Industrie und vor allem die Banken jetzt. Der gesamte Finanzapparat müsste eigentlich unter gesellschaftliche Kontrolle gestellt werden. Da habe ich ähnliche Ansichten wie der Herr Felber von Attac, die sind nicht allzu weit entfernt.

derStandard.at: Wie das passieren soll, läuft dann hinaus auf gemeinschaftliche Produktion und Enteignung?

Parteder: Ja, nur die Sache ist so: Wie das passieren soll, das kann ich jetzt nicht sagen. Das ist ja nur möglich, wenn es eine gesellschaftliche Übereinstimmung gibt, wenn eine Mehrheit der Bevölkerung für eine grundlegende Wende im gesellschaftlichen System ist. Dass eine Wende notwendig ist, merkt man ja jetzt angesichts dieser Krise.

derStandard.at: Das System des Kommunismus ist doch gescheitert, und zwar überall.

Parteder: Die Form des Systems ist gescheitert, die es in Osteuropa und der Sowjetunion gegeben hat, weil das in einem solchen Ausmaß staatliches Eigentum ohne demokratische Kontrolle war, was einfach zu negativen Auswirkungen führen hat müssen. Ohne innere Demokratie in der Gesellschaft oder auch in einer Partei wie der unseren und ohne demokratische Kontrolle von unten nach oben in allen Institutionen, ist so etwas einfach nicht möglich. Wenn man diese Lehre nicht zieht, dann hat man gar nichts begriffen.

derStandard.at: Lagen die Demokratie-Defizite der kommunistischen Länder nicht gerade im kollektivistischen Ansatz begründet?

Parteder: Nein, glaube ich nicht. Der kollektivistische Ansatz müsste ja ein demokratischer sein. Wenn man sich die Geschichte der Sowjetunion anschaut, ist das Negative daran, dass die Gemeinschaftlichkeit durch einen Führerkult abgelöst wurde und eine Person in Wirklichkeit bestimmt hat.

derStandard.at: Den Führerkult gab es aber in erstaunlich vielen dieser Länder.

Parteder: Man muss das sehen: Es hat einmal ein Land gegeben, die Sowjetunion. Und ausgehend von diesem Land hat sich ein System entwickelt. Diese Muster, die sich dort herausgebildet haben, sind überall übernommen worden. Das war aber keine Gesetzmäßigkeit. Die Geschichte hätte sich anders entwickeln können, hat sie aber nicht. Und jetzt haben die fortschrittlichen Kräfte die Möglichkeit, sich genau darüber Gedanken zu machen, wie man diesen Irrweg in Zukunft vermeiden kann. Ich glaube, die klügsten Köpfe der Linken müssen sich Gedanken darüber machen.

derStandard.at: Zum Schluss eine persönliche Frage. Sie haben keinen Führerschein. Warum nicht?

Parteder: Naja, ich habe schon in jungen Jahren Pkw für eine überholte Form der Fortbewegung gehalten. (lacht, Anm.) Ich habe mich in der Zeitspanne, in der sich das allgemein herausstellen wird, etwas geirrt.

derStandard.at: Eine Fehleinschätzung?

Parteder: Eine völlige Fehleinschätzung. Ich komme aber auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln überall hin. (Lukas Kapeller/derStandard.at, 9.11.2010)

FRANZ STEPHAN PARTEDER (62) ist seit 1991 Vorsitzender der steirischen KPÖ. In dieser Zeit fuhr die Partei mit Spitzenkandidat Ernest Kaltenegger große Erfolge ein: Bei der Graz-Wahl 2003 kam man auf 20,8 Prozent, bei der steirischen Landtagswahl 2005 auf 6,3 Prozent. In jungen Jahren als Liedermacher und Künstler aktiv, war Parteder später Journalist für die "Wahrheit" und die "Volksstimme". Heute arbeitet er im Brotberuf als Sekretär des Grazer Gemeinderatsklubs. Unter den steirischen Genossen gilt der Handyverweigerer als ideologische Eminenz. Am Parteitag am 4. Dezember wird ihm vermutlich Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler als steirische KPÖ-Chefin nachfolgen.

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Widukind
00
15.5.2011, 12:30
Kommunismus ist nicht besser als Faschismus.

Es ist immer wieder interessant, wie viele Ewig gestrige sich hier im Standard Forum breit machen.

Widukind
00
15.5.2011, 12:29
In Zivilisierten Ländern löst so eine "Hoffnung" einen Sturm der Entrüstung aus!

http://www.spiegel.de/politik/d... 11,00.html

Es wäre wünschenswert, diesen Herrn nach Nordkorea zu stecken um ihn von seiner eigenen Medizin kosten zu lassen.

invodaseibua
93
19.11.2010, 13:39
dieser schmarrn

gehört auf die mülldeponie der geschichte ...

mmljaguar
10
16.1.2011, 11:32
Da hat er übersehen, dass es ja die Kommunisten..

...noch ökogrün bemalt gibt; sie sind zwar nur eine 10%-Partei, aber was sie sagen ist (ihrer Meinung nach) das Maß der Dinge und wer nicht grün ist, wird mit Beschimpfungen auf den einzig richtigen Weg gewiesen; womit auch eine faschistoide Komponente a la Stalin präsent ist....

Gilgamesh
113
19.11.2010, 13:37
Noch ein Versuch..

Eigentlich widerwärtig, wie sich eine Gruppe von Menschen offen zu einer Diktatur stellt, Verbrechen die mit dem dritten Reich gleichzusetzen sind einfach negieren und Mörder (Guevara) anhimmeln...
Dann redet man, dass der Kommunismus im Ostblock gescheitert wäre, selbst bezeichnet man sich aber als selbiger und man selbst macht es natürlich viel besser...
Auch war das Geld für die KPÖ nicht so schlecht, dass man es nicht genommen hätte aus jenen Diktaturen...

Und ich kann nur eines sagen, nie wieder Kommunismus, ebenso wie nie wieder Nationalsozialismus!!

DirtyHarry
01
17.11.2010, 20:48

"Wandlungsfähigkeit der Menschen"

cap, häupl und gusenbauer haben sich nicht gewandelt, sondern ihr wahres ich ist im laufe der jahre zu tage getreten...

pepitant
03
14.11.2010, 20:11
die KPÖ aus eher banalen Gründen wählen?

Das ist eine eher witzige Frage. Aus welchen nicht banalen Gründen werden denn Parteien gewählt ? Vielleicht, weil es noch viele Laurel & Hardy Fans gibt ?

Alan Jones80
12
12.11.2010, 01:25
an glaubensstärke, die parteder vermittelt...

... kann er es durchaus mit schönborn, dem papst oder wem auch immer aufnehmen. steirischer kommunismus, dass ist österreichischer als österreich und das heißt patriotischer als die patrioten sein. zutiefst rot-weiß-rot staat rot. mit diesem idealismus hat die steirische kp erfolg in einem antikommunistischen land.

lagrangian
117
10.11.2010, 11:12

da sind die ewiggestrigen zu hause...

Bluesman25
 
206
10.11.2010, 08:18
herr schottenberg

reissen sie den roten stern von dem wiener theater umgehend herunter! millionen von gequälten menschen waren froh diese insignien nicht mehr sehen zu müssen - SIE hängen sie beleuchtet wieder auf!!!

pfui teufel!

willi will regieren
36
11.11.2010, 18:41

Und was der Biermarke Becks einfällt, dieses unglaublich belastete Symbol als Logo zu verwenden!
Ehrlich, ich find das lächerlich. Der rote Stern ist nicht mehr belastet als ein Kreuz, und das steht auf jedem Berg hier in Österreich.

Widukind
00
15.5.2011, 12:33

Sie meinen ein Hakenkreuz, oder? Hab am Berg noch keines gesehen.

Derstandarddurchschnittsposter
47
11.11.2010, 12:48

Von mir aus könnte der Stern noch größer und roter sein!

Hans Klade2
11
26.11.2010, 18:21

Der Kapitalismus hat die Völker bisher immer nur ins Unglück gestürzt. Der Kommunismus war eine Gesellschaftsform, die den Menschen einen Ausweg aus diesem Elend bringen sollte. Durch menschliche Fehlleistungen und Handlungen ist auch er gescheitert. Die Menschen müssen nun neue Lösungen und Ideen gegen den Kapitalismus finden, den der führt nur wie bisher in Massenelend und Krieg.

Bluesman25
 
81
13.11.2010, 04:31
antworten wie die ihrige

überraschen mich nicht geringsten.
in diesem forum wimmelt es bloß so von ewiggestrigen kummerln.

pepitant
02
14.11.2010, 20:13
Ich bin überzeugt, dass

Ihnen die Gegenseite nähersteht. Sie brauchen das nicht zu betonen.

Widukind
00
15.5.2011, 12:36

Ja, wenn die Argumente ausgehen, schwingen wir die Nazikeule. Das hilft immer und man muss sich nicht mit Denken herumschlagen. Zum beispiel mit dem Gedanken, daß es mehr gibt als zwei Farben. Umd dass Menschen den Kommunismus genau so verachten wie den Faschismus.
Und vor allem dass es Leute gibt, die wesentlich intelligenter sind als Sie.

lagrangian
36
10.11.2010, 12:38

könnte man gleich ein hakenkreuz montieren...

Thomas Roth
512
10.11.2010, 12:12
die "gequälten menschen"

aus den ehemaligen sozialistischen ländern finden - laut mehrerer umfragen - mehrheitlich, dass der sozialismus trotz aller schwächen besser war, als das derzeitige kapitalistische system.

Bluesman25
 
41
11.11.2010, 08:55
tatsächlich?

ihre recherche bzw. die quellen sind anzuzweifeln.

pepitant
12
14.11.2010, 20:19
Fahren Sie doch mal in deutschsprachige Gebiete

im ehemaligen Ostblock und reden Sie mit den Leuten. Es muss nicht unbedingt die Ex-DDR sein, auch in Ungarn und Rumänien gibts z. B. noch Ortschaften, in denen unsere Sprache gesprochen wird. Sie werden staunen, welch differenzierte Meinungen und Argumente Sie zu hören bekommen.

Thomas Roth
03
11.11.2010, 12:27
quelle

ist u.a. das rumänische sozialforschungsinstitut csop, das eine umfrage in rumänien im auftrag einer regierungsnahen organisation (iicmer: institute for investigating the crimes of communism and the memory of romanian exile) durchführte, deren intention (wie auch schon der name nahelegt) eigentlich war, das gegenteil nachzuweisen - nämlich, dass die rumänen den kapitalismus bevorzugen!
ganzer artikel unter http://21stcenturysocialism.com/article/r... 02030.html

Der_Klingone
35
10.11.2010, 10:10

Also ich mag den roten Stern.

Herr Schottenberg, lassen Sie ihn oben ;)

Truhe
 
44
10.11.2010, 02:56
Solang siuch die Linke nicht von dem Begriff "Kommunsimus" lösen kann, kann sie sich nicht von dem Befreien woran dieses System gescheitert ist.

Solange man dogmatisch an intellektuellen Konstrukten vom Beginn des letzten Jahrhunderts festhält kan es nur zur Kaderbildung kommen und der ganze Blödsinn geht wieder von vorne los. Entweder gibt es zwei Lager die so zerstritten sind dass sie die Welt um sich vergessen oder ein Lager setzt sich durch und daraus kann dann wieder nur Ostblockkommunismus entstehen. Der Kommunismus ist untergegangen, es ist an der Zeit sich ein neues System zu überlegen und ihm einen Namen zu geben der nicht eine ganze Sowjetunion an altlasten mit sich mitschleppt die jederzeit zum Bummerang werden können.. Der Kommunismus ist tot, solange das nicht akzeptiert wird wird auf der linken Seite nichts weitergehen.

pepitant
04
14.11.2010, 20:34
Sie haben damit Recht, dass

der Begriff negativ besetzt ist. Das wird er auch bleiben, solange die Medien einigen wenigen reichen Leuten gehören und da ist keine Änderung absehbar. Nur, eine Idee ist nicht mehr auszulöschen, sobald sie mal an die Öffentlichkeit gelangt ist. Ob Sie die dann Kommunismus, Linke, Bolivarische Revolution oder sonstwie nennen, die Idee bleibt beliebig mächtigen Feinden zum Trotz erhalten und ob deren politische Vertretungen wie in Venezuela an die Macht kommen, sich wie in Deutschland um die 10% Marke herum stabilisieren oder wie in Österreich bei 1% herumdümpeln hat für die Idee an sich überhaupt keine Bedeutung.
Gerät eine ausreichend große Zahl von Menschen in Not, so ist der Turbokapitalismus ebenso am Ende wie einst die Sowjetunion.

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