Elitesoldaten töten berüchtigten Drogen-Baron

6. November 2010, 08:40

Heftiges Feuergefecht in Matamoros an der Grenze zu den USA

Monterrey - Mexikanische Elitesoldaten haben in einem schweren Feuergefecht an der Grenze zu den USA einen der am meisten gesuchten Drogen-Barone des Landes getötet. Die von Hubschraubern unterstützten Einsatzkräfte lieferten sich nach Angaben des Militärs am Freitag eine heftige Schießerei in der Grenzstadt Matamoros mit Ezequiel "Tony Tormenta" Cardenas und Mitgliedern seiner Bande, die sich in Häusern und in Lkws verschanzt hatten und unter anderem mit Granaten wehrten. Neben Cardenas wurden Medienberichten zufolge auch zwei Soldaten und ein Zeitungsreporter getötet, der zwischen die Fronten geraten sei.

US-Kopfgeld

Der 48-jährige Cardenas führte zusammen mit seinem noch flüchtigen Partner Jorge Eduardo Costilla das mächtige Golf-Kartell an, nachdem sein Bruder, Osiel Cardenas, 2007 an die US-Behörden in Texas ausgeliefert worden war. Die USA hatten ein Kopfgeld in Höhe von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgelobt.

In Mexiko tobt ein heftiger Drogenkrieg, in dem seit Dezember 2006 mehr als 31.000 Menschen getötet wurden. Präsident Felipe Calderon hatte das massive Vorgehen gegen die Verbrecher nach seinem Amtsantritt angeordnet. (Reuters)

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20 Postings
Robert Fien
00
8.11.2010, 21:07
Kennt ihr den Film "Sicario" der bei der Vienale vorgestellt wurde?

Der "Sicario" war viele Jahre als Killer für die Kartelle beschäftigt und er beschreibt dass die Polizei und die Politik unmittelbar in alles involviert ist. Wie passt das mit dieser Politik der brachialen Bekämpfung der Kartelle zusammen? Ist das alles nur Show und in Wahrheit arbeitet der Staat mit manchen zusammen währen er andere bekämpft? Oder ist die Regierung vielschichtig und innerlich gespalten zwischen jenen die sie wirklich bekämpfen wollen und den Korrupten?

Diwan Bartwisch
00
10.11.2010, 11:56
Tipp: "Lateinamerika Nachrichten" lesen.

Darin wirds so ähnlich beschrieben, wie Hikikomori schreibt.

Hikikomori
01
9.11.2010, 01:51

Die Frage ist leicht zu beantworten: Bis vor 10-15 Jahre hatte die PRI die Vormachtstellung Federal, Estadal und Municipal. Die PRI arbeitet auch nur mit dem Kartell von Chapo Guzman zusammen, daher gab es auch nur eines. Doch die politische Landschaft änderte sich. Die PRI verlor die Vormachtstellung und die anderen Parteien wollten auch etwas vom Kuchen haben, daher zerschlugen sie das Kartell. Daraus entstanden dann 4 andere Kartelle, die um die Vormachtstellung mit der Unterstützung verschiedener Parteien kämpfen. Die Regierung Calderon arbeitet mit den Zetas zusammen, die Lokalregierungen mit anderen Narcos. Und die Korruption macht es möglich, dass alle verdienen...

Robert Fien
00
12.11.2010, 04:36
Furchtbar. und würden sie sagen dass die Opposition anders agieren würde oder genauso mit den Kartellen arbeiten würde?

Hikikomori
02
12.11.2010, 05:12

Der Präsident ist von der PAN und hat die federalen Truppen unter sich, die ich mittlerweile für die gefährlichsten und korrputesten halte. Nebenbei arbeitet die Regierung Calderons mit den Zeta zusammen. Nachdem federalen Prinzip ist jeder Bundesstaat eigenständig verwaltet und die arbeiten wiederum mit anderen Kartellen zusammen, somit steckt die Opposition auf jedenfall mit im Drogensumpf. Wollen die Federalen jemanden Schnappen sind diese durch die Ministerialen gedeckt und umgekehrt.

Robert Fien
00
12.11.2010, 10:14
danke

Hikikomori
01
8.11.2010, 04:04

In Wirklichkeit hat der Staat alle Mittel um diesen Konflikt zu lösen nur der Wille fehlt halt. Durch die Korruption sind die Politiker ganz in den Narcokonflikt involviert und denken auch gar nicht daran etwas zu ändern. Das Problem ist halt nur, dass es nicht nur ein Kartell gibt und eine Partei, so wie es vor 10-15 Jahre war. Die PRI hat ganz gut verdient auch unter der Voraussetzung den Dreck nur in den USA zu verkaufen, war Mexiko relativ sicher. Heute schaut halt jeder, dass er was vom Kuchen abbekommt. Wie heißts so schön: In Mexiko machst du nicht was du willst sondern was du kannst!

Freie Welt
01
7.11.2010, 23:25
Alle Drogen ausnahmslos und international legalisieren

und vorbei ist es mit diesem Zirkus.
Und nebenbei hätten Organisationen wie die Al Kaida kaum noch Geld.

Mag ja sein, dass es dann mehr Drogentote, Verkehrsunfälle, etc. gibt - aber was ist da wohl die bessere Wahl?

Stattdessen wäre ein generelles Waffenverbot wesentlich sinnvoller.

JosyH1
11
6.11.2010, 15:37
Legalize Hemp!

Sonst gehts weiter wie dem Zauberlehrling mit dem Besen - ich frag mich wer in den USA davon profitieren könnte das NICHT zu schnallen.

christoph hofbaur
00
6.11.2010, 18:02

proposition 19 wurde vor ein paar tagen von waehlern in kalifornien, einem der wohl liberalsten staaten der usa, abgelehnt..

Brücke
82
6.11.2010, 12:59

Was täten wir ohne ELITESOLDATEN

Sollte da wieder einmal eine bestimmte Vorstellung von "Sicherheit" gepusht werden ?

Hikikomori
00
9.11.2010, 01:54

"Elitesoldaten" ist übertrieben, denn es war einfach nur die Marine, die noch am wenigsten korrupt ist. Calderons Strategie, das Militär im Kampf gegen die Narcos einzustzen, da diese noch nicht korrupiert waren, ist so etwas von daneben gegangen. So wie der Polizei kann man mittlerweile auch nicht mehr dem Militär trauen...

erwin meier
11
7.11.2010, 10:28

jaja der standard ist teil der ganzganzgrossen verschwörung!

Der Waehlerwille
 
14
6.11.2010, 18:58
Sie können gerne versuchen die Drogenmafia wegzustreicheln.

Melden sie sich bitte freiwillig in ihrer lokalen mexikanischen Botschaft.

Idefix der zweite
 
02
6.11.2010, 15:19

Ohne Sympathie für irgend ein Militär zu haben - aber in einem Land, in dem Drogen- und Verbrecherbanden mit Militärwaffen ausgerüstet sind, wird es nicht viel anders funktionieren.

ungefragt.com
04
6.11.2010, 10:44
Im Grunde gibt es nur eine taugliche Lösung für das Problem - die Frage wieviele Tote es noch geben muss richtet sich lediglich nach der Frage wie lange wir noch brauchen das zu "schnallen".

Ein Artikel von mir vor einigen Tagen samt der Übersetzung eines ausgezeichneten Artikels aus dem "The Independent" findet sich hier: http://ungefragt.com/?p=349

Mr8ball
 
00
12.11.2010, 13:22
interessanter Artikel

Kann ich nur eins dazu sagen, Vollkommen recht hat er. war echt interessant zulesen.

Lorf
 
01
6.11.2010, 09:33

Wenn man einen tötet, erscheint auch schon der nächste...

renato illuminato
00
6.11.2010, 08:52
ein schritt weiter zur totalen macht

des sinaloa kartells. es wird schon für begriffstuzige zu offensichtlich das der präsident mittels armee ein kartell favorisiert, das seiner partei schon sei je her gute finanzdienste geleistet hat.

philidor85
00
6.11.2010, 10:12

wenns nur noch ein kartell gibt, gibt es auch keine drogenkriege mehr...sozusagen dem inneren frieden zuträglich

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