Google Maps-Fehler schürt Konflikt in Mittelamerika

5. November 2010, 11:20
  • Search Engine Land zeigt den Grenzverlauf zwischen Nicaragua und Costa Rica auf Google Maps und Bing zum Vergleich.
    vergrößern 550x275
    foto: searchengineland.com

    Search Engine Land zeigt den Grenzverlauf zwischen Nicaragua und Costa Rica auf Google Maps und Bing zum Vergleich.

Truppen aus Nicaragua in Costa Rica - angeblich wegen fehlerhafter Grenzziehung auf Google Maps

Eine falsch gezogene Grenze auf Google Maps soll einen seit langem schwelenden Konflikt zwischen Nicaragua und Costa Rica zum Ausbruch gebracht haben. Ein nicaraguanischer Militär-Kommandant soll auf dem Gebiet von Costa Rica ein Camp errichtet und eine Flagge von Costa Rica entfernt haben. Das berichtet Search Engine Land unter Berufung auf Costa Ricas größte Zeitung La Nacion.

Streit um Grenzgebiet

Truppen Nicaraguas seien auf die Insel Calero und damit auf das Gebiet Costa Ricas vorgerückt, klagte die Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla. Sie warf dem nördlichen Nachbarland den "eklatanten Bruch" eines Grenzabkommens aus dem 19. Jahrhundert vor. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wollte sich am Donnerstag erneut mit dem Konflikt befassen. Die Regierung Nicaraguas wies die Vorwürfe Costa Ricas zurück. Die Insel am Grenzfluss San José gehöre eindeutig zu Nicaragua, und es gebe deshalb auch keine Truppen auf dem Gebiet Costa Ricas. Ganz im Gegenteil habe Costa Rica Polizeieinheiten auf die Insel entsandt und damit auf das Hoheitsgebiet Nicaraguas. Costa Rica hat seine Streitkräfte 1948 abgeschafft.

Falsche Grenzziehung

Die Zeitung wirft dem nicaraguanischen Militär vor, eine falsche Google Maps-Zeichnung als Vorwand für den Einfall in Costa Rica zu nehmen. Die offiziellen Karten beider Länder würden den richtigen Grenzverlauf zeigen, ebenso Microsofts Bing-Maps.  Präsidentin Laura Chinchilla habe die Bevölkerung im Fernsehen aufgerufen, sich nicht provozieren zu lassen.

Google will Grenzen überarbeiten

Eine Google-Sprecherin habe gegenüber der Zeitung erklärt, dass man den Ursprung des Fehlers nicht kenne. Erst vor einigen Monaten hatte das Unternehmen angekündigt die Grenzzeichnungen in über 60 Regionen überarbeiten zu wollen. (red/APA)

Der WebStandard auf Facebook

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 165
1 2 3 4
Eigentlich wärs einfach, der Fluss

gehört zu Nicaragua, sein Südufer ist daher die Grenze.
Aber erstens ändert dieser gemeine Fluss aber dann und wann mal seinen Verlauf, woran man beim Grenzabkommen wohl nicht gedacht hat, zweitens hat das Flussdelta mehrere Mündungsarme, was natürlich zu Interpretationen führt, die nicht unbedingt aufeinander abgestimmt sind.
Aber prinzipiell würde ich eine Flussinsel schon dem Hoheitsgebiet des Flusses zurechnen.
Warum diese Flöhe sich aber darum streiten, wem der Hund gehört, auf dem ohnehin keiner leben will, wer weiß ?

ursprung des fehlers

könnte möglicherweise auch das sein:
http://de.wikipedia.org/wiki/Trap_Street

dann wird es zwischen SLO & CRO auch bald bumsen, denn mein Navi zeigt da auch falsche Grenzen

da sieht man's wieder

wer sich auf google verlässt ist verlassen

Newsflash

Es soll demnächst die Kriegserklärung Costa Ricas an Nicaragua erfolgen. Die USA hat bereits ihre Unterstützung für Costa Rica bekräftigt (wichtige strategische Bananenvorkommen!), China möchte Nicaragua unterstützen im Falle eines Kriegs.

Weil sie's auf die Kürbisse und Auberginen abgesehen haben?

Melanzane, nicht "Auberginen".

Weil sie's auf die Kürbisse und Auberginen abgesehen haben?

'
Auf's Kernöl von den Kürbissen.

Wie immer, den Amis geht's ums Öl...!

Ich meine aber (nachvollziehbarerweise) die Chinesen. Dafür braucht man kein Chinesisch können, nur Deutsch

Wie? das Militär schaut Google Maps wenn es Karten braucht?

Ich hab zuerst gedacht das wär ein Witz ;-)

Naja, ist vermutlich aktueller als Landkarten aus den späten 30er ;-)

schadenersatz

so sehe ich google voll in der verantwortung, google soll jetzt für folgeschäden blechen.

google bietet im netz content an und übernimmt dafür keine verantwortung. dies war das offizielle statement von google europe auf einer konferenz (AGIT) in salzburg im juli 2010.

google ist die neue wahrheit und obs stimmt oder nicht ist nicht ihr ding....

also bitte echt überdenken was google euch vorsetzt

Google hat aber ziemlich sicher irgendwo in den Nutzungsbedingungen einen Haftungsausschluss stehen. Es gibt auch jede Menge Atlanten die falsch sind, genauso wie in verschiedensten Medien (auch hier im Standard) oft abenteuerlich falsche Angaben (nicht nur geographischer Art) gemacht werden.

Als ich unlängst .............

......... am ungarischen Ufer des Neusiedlersees spazieren ging, zeigte mir mein Navi als Standort Fertörakos / Österreich an. (OVI Maps)

So ein Gerät gehört auf der Stelle im See versenkt, damit es keinen weiteren Schaden mehr anrichten kann.

wenn google das sagt
müssen wir dort einmarschieren....

roter baron

Ich bin ja dort einmarschiert .............

.......... und es hat mcih niemand daran gehindert. Und genau das ist das Wesentliche. So lange ich mich dort frei bewegen kann, ist es einfach egal, zu welcher Verwaltungseinheit das Gebiet zugerechnet wird.

Die Fahne hätten's aber schon hissen müssen!

War nicht noetig.

Die war naemlich schon gehisst:
http://www.enjoyfrance.com/images/st... u-flag.jpg

Wenn ma ein bissl was zahlen an Google krieg ma vl. Südtirol zurück :-P

wenn ma a bissl was zahlen an google, können wir dann kärnten abgeben?

und werden die kärntner los

roter baron

Wer will das schon ;)

Außerdem: Die meisten Südtiroler sind doch eh schon in Wien :)

Außerdem: Die meisten Südtiroler sind doch eh schon in Wien :)

'
Naja, zumindest gehört der Ötzi dann endlich uns!

können wir den dann gegen den DJ Ö. tauschen?

Posting 1 bis 25 von 165
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.