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Chicago - Die Studie bietet eine gute und eine schlechte Nachricht: Leiden Jugendliche an einer Depression, so hilft ihnen eine Kurzzeit-Therapie fast immer. Allerdings kehrt die Schwermut bei der Hälfte der Patienten binnen fünf Jahren wieder zurück, wie eine amerikanische Untersuchung zeigt. Rückfallgefährdet sind vor allem Mädchen.
Die Mediziner der Duke Universität in North Carolina behandelten 196 depressive Jugendliche für die Dauer von drei Monaten. Die Patienten erhielten eine dreimonatige Verhaltenstherapie mit oder ohne Einnahme von Antidepressiva. Bei 189 Teilnehmern besserte sich die Niedergeschlagenheit deutlich. Aber bei 88 von ihnen kehrte die Depression in den kommenden fünf Jahren zurück, wie die Mediziner in der Zeitschrift "Archives of General Psychiatry" schreiben.
Gefährdet waren vor allem Mädchen sowie jene Jugendlichen, die auch Angststörungen oder Suizidgedanken hatten. "Wir müssen besser verstehen, warum in dieser Altersgruppe gerade Mädchen nach einer Genesung eher wieder in eine schwere Depression abgleiten", sagt Studienleiter John Curry. (APA)
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andere kurze Therapien,die aber mehr in die Tiefe gehen und daher auch helfen .
Wer Hilfe braucht:www.offen4you.com
wozu streiten über die wirksamkeit von therapierichtungen? sollten diese zeiten nicht vorbei sein (so ca. seit den 80iger jahren, international gesehen??)? denn: arbeiten therapeuten länger als 5 jahre in diesem beruf (also mit erfahrung), so tun sie dies störungsspezifisch und nicht schulenspezifisch.
schulen (deren es ja gerade in ö viele gibt) helfen leuten die in ausbildung sind, sich zu verorten, eine psy.th.heimat zu finden. menschenbilder zu entwicklen, krankheitslehren zu verstehen... etc.
und: schon gehört vom ptbd.at?
find ich ein spannendes projekt - und zur abwechslung mal was konstruktives. nicht immer nur streit und spaltung, sondern zusammen.
chiao.
solon
als wären sämtliche Erkenntnisse über Depression an Chicago vorübergegangen. Das soll eine seriöse Studie sein?
Kurzzeittherapien beseitigen Symptome und allenfalls lassen sich Lebensbedingungen gesundheitsfördernd ändern. Aber es ist zu bezweifeln, ob in so kurzer Zeit die Ursachen für Depressionen bei Jugendlichen überhaupt erkannt werden können.
nur wenn Ursachen nicht verändert werden oder gar beseitigt, dann wirken Symptome immer wieder. Und ein Symptom, das selbst zur Ursache wurde, verschwindet erst, wenn dessen Ursache erkannt wird.
An dieser Stelle: man sollte umdenken, denn neue Erkenntnisse erfordert eine neue Sprache, und die der Psycho-Schulen bewegt sich immer noch im 19. Jahrhundert.
denn ich halte eine Kurzzeittherapie für nicht geeignet, die Ursachen für Depressionen zu erkennen geschweige diese zu heilen. Wenn danach nichts mehr folgt, ist es nicht erstaunlich, dass es nach fünf Jahren eine hohe Rückfallquote gibt.
Das muss ja zum Rückfall führen. Verhaltenstherapien sind auf lange Sicht sinnlos und verdecken höchstens die Depression vorübergehend.
Es muss eine echte seelische Therapie angestrebt werden, gegebenenfalls Familientherapie - und über Gesprächstherapie hinausgehend. Therapien, bei denen der Körper spricht, wenn die Seele verstummt ist, sind eindeutig am besten und können tief sitzende Probleme zur Lösung bringen.
Das stimmt, da psychische und soziale Auffälligkeiten von Jugendlichen oft nur im Kontext der Familie verständlich und behandelbar sind - und nur veränderbar sind, wenn sich die Familie insgesamt verändert.
In einem kranken Familiensystem kann ein davon abhängiger Jugendlicher kaum gesund werden und bleiben.
man kann genauso auch am jugendlichen arbeiten.
da das konzept - veränderungen beim einen bewirken auch veränderugen beim gegenüber - zu tragen kommt. dies ist auch zutiefst systemisches konzept.
darum ist die einbeziehung der eltern nicht unbedingt notwendig, wenn sie es nicht wollen.
und sprechen von verurteilen.
sie haben auch keine ahnung von zusammenhängen, sonst würden sie über die bestevaluierte therapie nicht so sprechen.
wenn sie die verhaltenstherpaie vor 30 jahren meinen, da möchte ich nichts darüber sagen.
wenn sie aber die vt vor 30 jahren meinen dann haben sie wie obern gesagt keine ahnung und sind nicht vom fach.
inhaltlich lasse ich mich gern auf eine diskussion ein.
Eine kürzlich in einem Bundesland durchgeführte Untersuchung ergab für die VT die geringste Zufriedenheit bei PatientInnen (statistisch signifikant).
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Grundsätzlich sind allgemeine Vergleiche zwischen Therapieformen nicht sehr sinnvoll : die Persönlichkeit des Therapeuten ist viel wichtiger. Und : dass der Patient die Methode UND den Therapeuten findet, die für ihn passen.
aber das wissen sie auch.
österreich hat das schlechteste ausbidungssystem aller westlichen länder.
zufriedenheit und erfolg sind zwei verschiedene parameter. änderung der lebenführung, macht erst mal unzufrieden.
die meisten vt-ler sind von der alten schule oder neu. vt ist eine kunst, da ist es einfacher den klienten reden zu lassen und einfach nur zu validieren. aber genau das ist auch eine technik der vt, ebenfalls die komplemtäre beziehungsgestaltung, der sokratische dialog, die schematherpie, die plananalyse, die angstkonfontation, eutyme/hypnotherapeutische verfahren, vertikale und horizontale verhaltensanalysen, emdr, mindfullness kognitiv therapie, dbt und mit vielem mehr arbeitet ein gute ausgebildeter Vt-ler
wann die auslöser nicht gefunden werden,
kann keine therapie langfristige erfolge haben!
symptome kehren solange zurück bis diese gefunden und erledigt wurden!
jedoch soweit sind wir ja noch nicht bei den therapien da wird nur kurzfristig repariert,
ich nenne des fahrlässig gefährlich gerade bei depressionen!
ausserdem finde ich die behandlung mit medikamenten sowieso nur für die pharmaindustrie empfehlenswert!
also das mit dem "finden" ist relativ, man muss nicht rausfinden warum die letzten 30 jahre sch... waren, es reicht wenn man rausfindet, wie die nächsten jahre endlich toll werden. das graben nach dem vergangenen wurde zurecht aus der modernen vt entfernt, wichtig ist zu lernen, mit sich selbst endlich richtig umgehen zu können und JETZT zu leben statt dem alten nachzuweinen und jahrelang zu graben, meist ohne erfolg. die ursachen der depression sind ja in der gegenwart, im jetzt, deshalb fühlt man sich jetzt schlecht.
Das ist als allgemein formulierter Grundsatz schlichtweg falsch. Verdrängte Traumata (zB. Missbrauch) müssen in der Regel bewusst werden, um damit zu Rande zu kommen.
Manchmal führen Kurzzeit-Therapien (die nicht auf die Ursachen eingehen) zu einer Verschiebung der psychischen Symptomatik auf die somatische Ebene. (Das wird dann als Erfolg missinterpretiert.)
Sie haben aber schon gelesen, was Sie geschrieben haben ???
Es ist Ihnen entgangen, dass Sie nur die Bedeutung der kausalen Therapie relativiert haben - die eigene Position aber durchaus mit Absolutheitsanspruch formuliert haben.
Die Ursachen von Depressionen liegen eben oft durchaus in der Vergangenheit - und nicht im Jetzt, wie Sie behaupten (ohne Relativierung !). Dannl MUSS man eben schon die Ursache der Depression herausfinden.
Depression hat wenig mit "dem Alten nachweinen" zu tun (Regressionswünsche in vergangene Zeiten können eine Depression begleiten, müssen aber nicht). Sie dürften ECHTE Depressionen anscheinend nicht kennen - sondern das umgangssprachliche (und unzutreffend) verwendete "Ich bin heute depressiv." meinen.
stellen sie sich vor, ich hab's nicht nur gelesen sondern auch geschrieben!
woher "dem alten nachweinen" kommt ist mir ein rätsel, das dichten sie dazu. mir geht's darum dass man depressionen MEIST nur in den griff bekommt wenn man das jetzt derpackt. die gründe für depressionen lassen sich oft genug nicht wirklich in der vergangenheit finden (missbrauch sei eine ausnahme, aber die depression ist ja trotzdem ein alltagsproblem im jetzt), und statt sich darauf zu versteifen unbedingt rausfinden zu müssen was da jetzt bitte mit 5 jahren passiert ist macht es mehr sinn, die energie in das jetzt zu legen. meist öffnet sich damit die vergangenheit von selbst.
liegt die ursache für eine depression oft in der vergangenheit, da in dieser häufig verhaltensweisen angelernt werden, die in der gegenwart probleme machen. es geht nicht darum, sich hauptsächlich auf die vergangenheit zu fixieren, sondern um eine gewisse analyse, wie gewisse verhaltensstrukturen gewachsen sind; ohne wissen um die auslöser dahinter ist es recht schwer, dauerhaften erfolg in einer therapie zu erreichen.
eine gewisse beschäftigung mit der vergangenheit ist bei nahezu jeder therapieform eine notwendigkeit.
Tatsache ist, dass es Dispositionen für Erkrankungen gibt, die sich allein mit dem Blick auf die Zukunft nicht lösen lassen. Richtig ist, dass man gerade in diesem Fall lernen muss, mit sich selbst richtig umzugehen, sich vor allem Sonne und Bewegung zu gönnen, die sorgen für das notwendige Maß an "Glückshormonen".
Therapeuten sind keine Idioten, behandeln aber viel zu einseitig - Gesprächstherapien greifen zu kurz, weil die eigentlichen Probleme zu tief verdrängt sind. Und die (oben angesprochenen) Verhaltenstherapien sind sinnlos, sie beseitigen keine Ängste und Probleme, sondern verbessern nur den Umgang mit ihnen.
Die Pharmalobby will natürlich Geld machen - daher sind tiefgreifende seelische Therapien gar nicht erwünscht. Ein Geheilter bringt kein Geld.
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