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Die Steirerstuben in Wien-Margareten werden nun vom einstigen Korso-Küchenchef Gerald Angelmahr bekocht.

Gerald Angelmahr ist unter Siegfried Kröpfl groß geworden, dem langjährigen Küchenchef der Staatsgast-Bleibe Imperial, wo eine stets biedere, aber nicht uncharmant angestaubte Luxusküche serviert wurde. Dann bekam Angelmahr in einem Wettbewerb den Titel eines Jungen Wilden umgehängt, worauf der Konzern ihn als Nachfolger von Reinhard Gerer ins Korso abkommandierte. Da lief es nach Startschwierigkeiten recht vielversprechend, dennoch wurde auch Angelmahr bald gegangen - inzwischen bietet das Korso nur noch inspirationsfreie Hotelküche sowie Mittagessen vom Buffet. Und Angelmahr kocht wieder für Kröpfl.
Der einstige Imperial-Küchenchef fungiert nämlich seit Kurzem als Geschäftsführer der Steirerstuben auf der Wiedner Hauptstraße, einem in lupenreinem Pseudo-Biedermeier ausgestatteten Traditionslokal. Angelmahr will seine Kreativ-Ambitionen offenbar nicht weiter verfolgen und serviert eine Küche, die sich den Erwartungen des Publikums geschmeidig unterordnet.
Preise geschmalzen - Portionen mächtig
Zwar sind die Preise geschmalzen, dafür geraten die Portionen mächtig. Die deftige Erdäpfelsuppe mit Speck und Champignons wird, durchaus retro-schick, in der Suppentasse und mit stabiler Haut serviert. Gebratenes Forellenfilet kommt auf derben Käferbohnensalat gebettet zu Tisch, durch die Garnitur aus Glashausparadeisern und Forellenkaviar gewinnt er nur nominell an Eleganz. Wildhasenlauf wird mit Brimborium bei Tisch angerichtet, ist aber staubtrocken geschmort. In der Kombo mit salzfreien Knödeln, eingebrannten Linsen und einer Sauce, in der (ihr schon wieder!) Speck und Champignons die Hauptrolle spielen, erinnert das an überwunden geglaubte Zeiten: Gerade, dass die Preiselbeeren nicht im Kompottpfirsich serviert werden. Dafür ist das Wiener Schnitzel schulmäßig in Butterschmalz gebacken, die Panier souffliert wie es sich gehört und auch sonst eine seltene Freude. (Severin Corti/Der Standard/rondo/05/11/2010)
Steirerstuben
Wiedner Hauptstr. 111
1050 Wien
Tel.: 01/544 43 49
Mo-Sa 11-24, So 11-15 Uhr, Feiertags geschl.
VS EURO 3,90-19,80 HS EURO 18,80-29,80
Fotos: Gerhard Wasserbauer
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es sind 2 stück fisch
4 stück karotten/tomaten (irgendein rotes gemüse)
und 2 büschel salat
also doppelt soviel wie normal...
außerdem: wie vor 30 jahren: da waren es cevapcici, cordon bleu (auch als gordon bleu verkauft)...im gehobenen segment etwa ein bügeleisensteak (sehr unprätentiös mit butterkartoffeln und brokkoli) - natürlich soßen-frei, man hatte ja ketchup aus der glasflasche...
ist ganz nett die hütte. ein besuch zu zweit mit ein bisserl vor- und hauptspeise, eine flascherl wein und ein kaffeetscherl (nicht zu empfehlen) schlägt sich mir rund einem hunderter auf die börse.
essen ist allerdings wirklich sehr zu empfehlen.
nur ein bisserl schwer zu finden
http://www.steirerstuben.at/index_2.p... Startseite
war ich vor 20 jahren einmal und hatte seitdem nie wieder das bedürfnis, hinzugehen. obwohl es damals durchaus ok war.
dieser artikel wird bei mir jedenfalls keinen meinungsumschwung bewirken. ein schnitzel um schätzungsweise 20 euro kann ruhig ohne mich stattfinden.
Danke, das würde ich auch gerne wissen.
Unter mächtige Portionen fällt mir der Kopp, der Schnitzelwirt oder sonstiges ein, aber da isst man ja noch dazu gut (kein staubtrockener Wildhasenlauf um geratene 35 Euro) und günstig. Solche Lokale dürfen von Restaurantkritikern ned amoi ignoriert werden ;-)
... ich (41) bin meiner Meinung nach genau aufgrund dieser schlechten Ernährungsgewohnheiten (und was alles dazugehört zu einem ungesunden Leben) maximal einmal im Jahr für ein paar Tage verschnupft. Und das die letzten 20 Jahre ... - ich lebe gern ungesund. :)))
mM
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