Farbe rosa, keine Tiere: Gibt es perfekte Banner?

5. November 2010, 15:40
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Online-Werbemittel Studie: Siegfried Stepke, e-dialog, im Ad-Blog über Kriterien für Banner-Werbung

Mit der steigenden Bedeutung von Online-Marketing entscheiden sich immer mehr Unternehmen für Banner-Werbung. Doch oftmals bringen die kreativen Sujets nicht die gewünschten Erfolge - sei es in puncto Awareness oder Klicks. In solchen Fällen ist es ratsam, sich die Gestaltung der digitalen Einblendung etwas genauer anzusehen. Denn von ihr hängt es im Wesentlichen ab, ob sich der User angesprochen fühlt und klickt - oder eben nicht. Doch was macht eigentlich einen guten Banner aus? Welche Farbe soll er haben, welches Motiv wirkt am besten und welche Worte sind zu wählen? Gibt es also den perfekten Banner?

Werbemittel-Studie gibt Auskunft

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen, muss man sich an diejenigen wenden, die das Werbemittel erreichen soll: die User. Sie sind der Maßstab, wie ein optimaler Banner gestaltet werden sollte. Wer das berücksichtigt, kann seine Performance deutlich steigern. Hierzu liefert die "Online-Werbemittel Studie 2010" von e-dialog und dem Vermarkter AboutMedia jetzt konkrete Zahlen für österreichische Plattformen.

Der Studien-Umfang:

• 239 untersuchte Werbemittel (Banner)
• 120 Millionen AdImpressions
• 17 untersuchte Faktoren (Farben, Botschaften, Motive, Aktionen, ...)
• 189-fache Klickrate des besten ggü. des schlechtesten Banners

Farbe rosa, keine Tiere

Überraschend ist, dass die User eine so klare Präferenz haben, was die Farbe angeht. Derzeit ist rosa ihr großer Favorit. Banner, die im Wesentlichen in diesem Ton gehalten sind, erzielen die höchsten Klickraten. Grau kommt ebenfalls noch gut an, während grün und lila am schlechtesten abgeschnitten haben. Doch auch die Call-to-Action hat großen Einfluss auf die Banner-Attraktivität. So schneidet die Aufforderung "Mitmachen" deutlich besser ab als etwa "Schnell anmelden und lossurfen!" oder "Schnell zugreifen". Zudem sollte die Call-to-Action ständig sichtbar sein und nicht nur ab und zu aufscheinen.

Ratsam ist es darüber hinaus, drei Botschaften auf den Banner zu schreiben. Wer weniger wählt, droht vom User übergangen zu werden. Ansprechend wirken zudem Prominente als auch Gewinnspiele. Wer hingegen mit Tieren wirbt, hat kaum eine Chance auf Klicks. Und noch ein interessantes Ergebnis: Wer keinen Preise angibt, schneidet fast genauso gut ab wie Unternehmen, die mit der „gratis" werben.

Testen und Lernen

Obwohl in der Studie österreichische Werbemittel und Kampagnen erstmals derart detailliert untersucht wurden, sind Verallgemeinerungen nicht erlaubt. Natürlich haben individuelle Faktoren wir Markenbekanntheit oder aktueller Werbedruck genauso einen Einfluss wie auch die gegenseitige Beeinflussung der Faktoren. Jeder Werbetreibende sollte sich dessen bewusst sein und mittels professioneller Tests die optimalen Sujets ermitteln. Wer dieses online einfach und günstig durchführbare Verfahren nutzt, kann seine Banner-Werbung deutlich erfolgreicher gestalten - bei nahezu gleichen Kosten. (Siegfried Stepke, derStandard.at, 5.11.2010)

Link
Die Studie mit allen Details, Erkenntnissen und Werbemitteln

Zur Person:
Siegfried Stepke ist Geschäftsführer von e-dialog
www.e-dialog.at
stepke@e-dialog.at


  • Wie sollen Banner ausschauen?
    foto: screen

    Wie sollen Banner ausschauen?

  • Siegfried Stepke, e-dialog.

    Siegfried Stepke, e-dialog.

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