Burn-out

Immer mehr Menschen sind betroffen

4. November 2010, 13:44

Stress ist nach Rückenschmerzen das zweitgrößte berufsbedingte Gesundheitsproblem in der europäischen Union

Wien - Die Doppelbelastung durch Beruf und Familie, Schlafmangel, Termindruck und Perfektionismus: All das sind häufige Auslöser von Stress und psychischen Erkrankungen in der heutigen Zeit und immer mehr Menschen leiden darunter. Bereits zwischen 50 und 60 Prozent der Fehlzeiten am Arbeitsplatz sind in Österreich auf Symptome von Stresserkrankungen zurückzuführen. 54 Prozent der Bevölkerung fühlen sich unter Zeitdruck.

Jeder Mensch ist Belastungen und Stress ausgesetzt, doch wenn es über zu lange Zeit zu groß wird, wird die Überforderung gefährlich. In Österreich sind rund eine Million Menschen stark Burn-out-gefährdet. Die Betroffenen leiden meist unter chronischen Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen und Depressionen.

Ausfälle wegen psychischer Störungen nehmen zu

In der Alpenrepublik leiden 47 Prozent unter zu hohem Arbeitstempo. Im EU-Vergleich ist mehr als ein Viertel aller Arbeitnehmer, 41 Millionen Beschäftigte, von Stress am Arbeitsplatz betroffen. Stress ist somit nach Rückenschmerzen auch das zweitgrößte berufsbedingte Gesundheitsproblem in der europäischen Union.

Zwar sinkt die Gesamtsumme der Krankenstände laufend, doch die Ausfälle wegen psychischer Störungen nehmen kontinuierlich zu: von österreichweit 1,5 Millionen Krankenstandstagen im Jahr 2003, auf fast 2,2 Millionen im Jahr 2008. Durchschnittlich fehlt ein psychisch Erkrankter 33 Tage, während ein "normaler Krankenstand" statistisch gesehen lediglich elf Tage dauert. Im Jahr 2008 erfolgten fünf Prozent aller stationären Aufnahmen aufgrund psychischer Erkrankungen. (APA)

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16 Postings
jade
00
17.11.2010, 13:06
Burnout

vielfach das Produkt eines krankhaften Selbst bewusstsein,s. Daher: nehmt,s euch nicht so wichtig dann hab,s auch kein Burnout. - Pkt.
(überbordende Sozialkontakte und bei jedem Hundaustreiben" dabei, möglichst rund um die Uhr.)
kein Wunder also, wenn der eigene Biorythmus ausser Kontrolle gerät.

erich1963
01
5.11.2010, 16:46
Burnout ist auch...

...das Resultat konsequenten Ignorierens der eigenen, vitalen Bedürfnisse.

obibiber
110
5.11.2010, 10:14

arbeitszeitreduktion pro woche auf max. 25h, dafür 5h für soziale arbeit dranhängen, bei trotzdem steigendem lohn durch umverteilung => reduktion der arbeitslosigkeit, reduktion der perspektivenlosigkeit für alle unter 40 jahren, erhöhung der erholungsphasen, möglichkeiten, sich freiwillig weiterzubilden, möglichkeiten, sich mit politik und politischen entscheidungen, wirtschaftlichen weichenstellungen usw. zu beschäftigen um demokratische partizipation zu erhöhen usw....

mediview
 
00
5.11.2010, 08:55
Definitionen...

Gibt einen unterschied zwischen Burn-Out und Depression.
http://mediview.wordpress.com/2010/04/1... /burn-out/
Wie weit werden eigentlich die Krankenstandskosten in die Gesundheitskosten mit ein gerechnet?

Kills-close-to-the-lake
02
5.11.2010, 08:54

Dazu der empörte WM Mitterlehner wörtlich: "Da kann doch etwas an der Diagnose der Ärzte nicht stimmen!" ... wenn so viele Menschen an Burnout erkranken...

Ferdinand Lachinger
04
5.11.2010, 08:11

Uns ist halt Wirtschaftswachtum wichtiger als Unser eigenes Wohlempfinden sonst würden Wir das nicht tun.
Es ist die Wahl die Wir getroffen haben ....
SO WHAT ?

gk76
00
5.11.2010, 13:56
mit Verlaub

ich kenne aus meinem privaten Umfeld einen Fall bei dem der Betroffene einfach nur unfähig ist seinen Job richtig auszuführen (Opfer des Petersprinzip) Die Diagnose lautet natürlich auf Burnout, anstatt ihn einfach auf eine bewältigbare Position zurückzubefördern. Damit wäre Arbeitgeber und -nehmer mehr geholfen.

-blos so-
019
4.11.2010, 21:19
gehts der Wirtschaft gut

dann gehts uns allen gut...

genau damals hat das bei mir mit dem Burnout angefangen...

unser Konzern hat zwar riesen Gewinne geschrieben aber zur Gewinnmaximierung für die Aktionäre dennoch 30% der Belegschaft raus geschmissen - die Verbliebenen haben dann ihre Arbeit mit erledigen müssen und sind zu einem guten Teil mehr oder weniger schnell ausgebrannt...

die Wirtschaft geht derzeit wieder in diese Richtung - die Konzerne machen Gewinn, die Belegschaft bekommt keine adäquate Bezahlung und ist massiv unterbesetzt...

Insulaner1
30
5.11.2010, 01:00
deswegen

würde auch die 35 stunden woche nix bringen. Würde nur dazu führen dass der Stress noch grösser wird weil man dann in 35 stunden das erledigen muss was man bisher in 38,5 oder 40 stunden gemacht hat.

myschkin
01
5.11.2010, 13:59

stimmt, deswegen gleich auf 20 Stunden reduzieren, für ALLE aber als Ausgleich, - dann wird es anders, garantiert

gk76
10
5.11.2010, 13:58
über 40 Stunden lache ich nur

...und zwar weil mir die Arbeit Spass macht. Wäre das nicht so, wären 20 Stunden eine Qual.

ChesneyB
02
5.11.2010, 17:34

Naja, wenn Sie sonst keine anderen Interessen haben, dann ist das ja in Ordnung. Für andere Leute mag das aber nicht gelten, daß es für sie nur den Job gibt. Und das Problem dabei ist dann oft, wenn man dem Arbeitgeber sagt: heute kann ich nicht länger bleiben, denn ich habe einen privaten Termin, daß Ihnen dann die Kollegen vorgehalten werden, so nach dem Motto: der macht's ja auch, warum Sie nicht?

mtg
00
4.11.2010, 17:40
zum Titel

Toll, ich hab BS Prolaps und permanent Stress. Ich bin also nur ein Durchschnittstyp.

her wig
015
4.11.2010, 16:30

Da hilft nur eins: noch schneller ausbeuten, die Leute, wer krank wird fliegt raus und schafft Platz für die nächsten.

Tom Bisch
 
11
4.11.2010, 16:10
Psychische Störungen oder Erkrankungen?

Bitte unterscheiden, denn psychische Störungen wie Burn-Out könnten durch psychologische Begleitmaßnahmen und Prophylaxe vermieden werden. Die Krankenkassen müssten halt mehr für die Prevention bezahlen.

iohui
01
5.11.2010, 17:38

ein menschenfreundlicherer arbeitsplatz ist keine aufgabe der krankenkassen.

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