Dolmetscher am Gericht

Kein Pardon für ausländische Schwarzfahrer

4. November 2010, 09:59
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    foto: o. fischer / pixelio.de

    Ab sofort werden Dolmetscher bei Verhandlungen von nicht Englisch sprechenden Schwarzfahrern anwesend sein.

Englisch-Dolmetscher begleiten Schwarzfahrer in New York vor Richter. Keine Nachsicht mehr für Schwarzfahrer wegen fehlender Sprachkenntnisse

New York - Wer in New York künftig beim Schwarzfahren erwischt wird, kann nicht mehr auf Nachsicht wegen fehlender Englischkenntnisse hoffen. Wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete, will der Verkehrsverbund MTA spätestens mit Ende des Jahres Dolmetscher für Touristen oder Einwanderer ohne Fahrschein bereitstellen.

Bei deren Anhörung vor einem Richter sollen die Übersetzer vermitteln. Bisher mussten Touristen wie auch Einheimische, die der englischen Sprache nicht mächtig waren, Verwandte oder Freunde als Dolmetscher mitbringen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 46
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Zitronenbaum
00
17.3.2011, 08:34

Aha. Mir hat ein Bekannter erzählt, dass sein japanischer Freund (der als Tourist zu Besuch war) ebenfalls bei uns Strafe zahlen musste, obwohl seine Deutschkenntnisse gleich Null sind. :')

Scheint also völlig normal, die Amis waren also ... knausrig? So ein Dolmetscher kostet ja auch Geld.

Kapitalismus Luege
00
8.11.2010, 10:59
(illegale) Einwanderer koennen sich auch keine U-Bahn leisten

waere eine wahrere Headline.

jaime di mora
00
7.11.2010, 18:03
Also ich sehe

immer wieder Schwarzafrikaner, die, ohne Fahrschein fahrend, zum Aussteigen aufgefordert werden und sitzen bleiben. Wobei der Kontrolleur dann achselzuckend aussteigt.

kh g
00
13.11.2010, 10:30
Man sollte sich davor hüten, ...

... (eigene) Erlebnisse hochzurechnen und damit auch noch hausieren zu gehen.

Dies ist nämlich die Lebensgrundlage aller Verschwörungs- und Esoterikforen.

weg
16
8.11.2010, 01:41
Da hab ich anderes erlebt..

im OEBB-Zug, nachts, am Weg Kaernten. Ein Schwarzafrikaner am Weg nach Graz ist versehentlich falsch umgestiegen (Bischofshofen nehm ich an) und war im falschen Zug. Anstatt ihm zu helfen (der Kunde hatte ein gueltiges Ticket nach Graz) hat der Schaffner ihm gedroht die Polizei zu holen, wenn er das Ticket nach Klagenfurt nicht bezahlt (der Schwarzafrikaner hatte nicht genug Geld dabei). Schlussendlich hat ihn der Schaffner dann mitten in der Nacht aussteigen lassen, irgendwo mitten in der Pampa, kein Anschlusszug bis 4 in der Frueh. Ich frag mich, ob das auch passiert waere, wenn es sich um eine 60-jaehrige alte Dame gehandelt haette.

awien
11
21.12.2010, 21:28
Und Sie haben wie geholfen?

MondXicht
00
24.12.2010, 10:21

Und SIE hätten wie geholfen? In dem sie sich im Standard-Forum mit erhobenen Zeigefinger empören? Selbst was tun oder Maul halten ist die Devise.

Major Nelson
 
00
7.11.2010, 23:03
In New York?

pick dame
00
7.11.2010, 21:13

ich fahre seit beinahe zwei jahrezehnten mehrmals täglich mit den wiener öffis, aber derlei habe ich noch nie beobachten können.
weiters habe ich nicht ein einziges mal erlebt, dass die kontrollore jemanden haben "laufen lassen".

DarktowerX
00
20.1.2011, 15:04

nicht gerade freiwillig laufen lassen...aber ich habe in Wien schon oft wen weglaufen sehen und den Kontrolleur beiseite stossen. Deshalb gibts ja jetzt fast nur mehr Planquadrate mit Polizei..wie ist das eigentlich jetzt wirklich in der Wiener U-Bahn, darf der Kontrolleur wen festhalten oder nicht?

Redwraithvienna
00
Darf er nicht ...

Er kann sich dir in den Weg stellen, er kann die Polizei rufen, aber wenn du es schaffst an ihm / ihr vorbei zu kommen und schnell wegzulaufen ist die Sache gegessen ...

R. Lexer
00
12.7.2011, 11:53

Es gibt ein OGH-Urteil dazu:

http://www.ris.bka.gv.at/Dokument.... 7S0000_001

Festhalten ist in dem Fall erlaubte Selbsthilfe.

Redwraithvienna
00
12.7.2011, 20:08
Oh ... gut zu wissen :)

Aber da ich seit 6 Jahren eine Jahreskarte besitze hatte ich das Problem seit Studentenzeiten nicht mehr und da hies es noch das man laufen soll :)

the_suck
00
7.11.2010, 00:06

schlechte Nachrichten - in AT gabs diese Nachsicht nie, versteh nicht ganz was diese "Schlagzeile" seien soll, ist es tatsächlich schon eine Überraschung das ich mich in andern Ländern an Gesetze halten muss als Tourist?

Walter Kaiser
00
7.11.2010, 13:29
Ach, in Österreich kommen Schwarzfahrer vor den Richter?

So so.

Herzerzog Johann
00
8.11.2010, 09:15
§ 149 StGB

(1) Wer die Beförderung durch eine dem öffentlichen Verkehr dienende Anstalt oder den Zutritt zu einer Aufführung, Ausstellung oder einer anderen Veranstaltung oder zu einer Einrichtung durch Täuschung über Tatsachen erschleicht, ohne das festgesetzte Entgelt zu entrichten, ist, wenn das Entgelt nur gering ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Monat oder mit Geldstrafe bis zu 60 Tagessätzen zu bestrafen.

[...]

(4) Der Täter ist nur mit Ermächtigung des Verletzten zu verfolgen.

Es ist als auch hierzulande durchaus möglich und soll bei unbelehrbaren Wiederholungstätern schon vorgekommen sein.

rudi online
01
8.11.2010, 13:24
das ist ein Vorsatzdelikt!

Wobei die TäuschungsABSICHT zu beweisen ist, und dabei hapert es meistens. Fahrlässiges Schwarzfahren ist nicht strafbar.

the_suck
00
7.11.2010, 14:29

wenn du die Strafe nicht zahlst, klar! schonmal was von Beugehaft gehört? ausserdem glaub ich kaum das der Typ ohne Fahrschein gefahren ist und dann gleich vor den Richter kam

Walter Kaiser
01
7.11.2010, 15:06
Beugehaft? Na, sie sind ein ganz Lustiger. Sie meinen die Ersatzfreiheitsstrafe.

Übrigens steht oben im Artikel nichts von "Strafe nicht bezahlen" - sondern von Schwarzfahren --> Richter. Und genau DAS gibts bei uns nicht.

Wieviele Schwarzfahrer in Österreich wegen Schwarzfahrens einsitzen, könnens wahrscheinlich an den Fingern ihrer Hände abzählen.

Zrp Zrpov
 
10
6.11.2010, 23:57

90 Prozent der Todeszellen-Insassen sind Schwarzfahrer (oder Schwarze)

Er staunt
02
5.11.2010, 16:48

Irgendwie scheint der Titel da aber nicht ganz zum Inhalt zu passen.

Bisher mußten sich also Leute, die kein Englisch können, selbst um einen Dolmetscher kümmern, und jetzt wird ihnen von der MTA automatisch einer bereitgestellt.

Das ändert zwar vermutlich nichts an den Konsequenzen (denn für die Richter ändert sich dadurch ja nichts), aber irgendwie klingt das fast schon nach einer eigentlich ganz netten Serviceleistung (außer die verrechnen dafür irgendwelche Wuchergebühren), und weniger nach besonders harter Vorgehensweise...

Johann Dau
03
4.11.2010, 16:31
Die eigentliche Nachricht ist ja eine ganz andere:

In New York muss man offensichtlich für Schwarzfahren vor dem Richter antanzen. WTF??

/me
00
6.11.2010, 17:06

Dann empfehle ich eine Lektüre von: http://www.lawblog.de/index.php... arzfahrer/

Susanne_B
01
5.11.2010, 09:08

Es mag Sie überraschen, aber auch in Deutschland ist Schwarzfahren eine mit gerichtlicher Strafe bedrohte Handlung.

gk76
60
5.11.2010, 07:40
Schwarzfahren ist Betrug

also warum nicht vor den Richter?

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