Die zehn Österreich-Kinostarts der Woche

3. November 2010, 13:35
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"Carlos" - "Stichtag" - "Du schon wieder" - "Paranormal Activtiy 2" - "Buried" - "Uncle Boonmee" - "Yo tambien" - "Die kommenden Tage" - "Wilde Minze" - "Die verrückte Welt der Ute Bock"

"Carlos - Der Schakal" (Olivier Assayas, D/F 2010)
Mit: Nora von Waldstätten, Edgar Ramirez, Alexander Scheer

Mit wohlgesetzten Tempowechseln erzählt der französische Regisseur Olivier Assayas den Aufstieg und Fall eines der meistgesuchten Terroristen des vergangenen Jahrhunderts, des auch in Wien tätigen "Carlos". Dabei kann er nicht nur auf seine große Inszenierungskunst setzen, sondern auch auf ein ebenso großartiges Ensemble. Allen voran glänzen Edgar Ramirez als Carlos und Nora von Waldstätten als dessen langjährige Gefährtin Magdalena Kopp.

"Stichtag" / "Due Date" (Todd Phillips, USA 2010)
Mit: Robert Downey Jr., Zach Galifianakis, Juliette Lewis

Nach seinem Überraschungserfolg "Hangover" präsentiert US-Regisseur Todd Phillips mit "Stichtag"  seine neueste Komödie. Dem Antihelden aus seinem Erfolgsfilm, Zach Galifianakis, stellt er dabei keinen geringeren als Hollywoodstar Robert Downey Jr. ("Iron Man") zur Seite - und schickt die beiden auf einen Roadtrip.

"Du schon wieder" (Andy Fickman, USA 2010)
Mit: Kristen Bell, Sigourney Weaver, Jamie Lee Curtis

Zwei alte Highschoolfeindinnen treffen sich in "Du schon wieder - You Again" zufällig wieder - als die eine den Bruder der anderen heiraten will. Auf der Leinwand laufen in Folge unter anderen Jamie Lee Curtis und Sigourney Weaver zur kämpferischen Hochform auf. Auch Ex-Golden-Girl Betty White mischt beim munteren Anfeinden mit.

"Paranormal Activtiy 2" (Tod Williams, USA 2010)
Mit: Micah Sloat, Katie Featherston, Gabriel Johnson

Selbst ein Schäferhund kann nicht vor allen Bedrohungen schützen. Dies muss ein junges Pärchen am eigenen Leib erfahren, als es anfängt, sich in seinen eigenen vier Wänden nicht mehr sicher zu fühlen. Irgendetwas sehr Unheimliches scheint sich in ihrem Appartement eingenistet zu haben, wie die Überwachungskameras zeigen. Mit seinem Film liefert Regisseur Tod William eine gelungene Fortsetzung von Oren Pelis Überraschungserfolg aus dem Vorjahr ab.

"Buried" (Rodrigo Cortes, E 2010, 93 min)
Mit: Ryan Reynolds

90 Minuten in einem Holzsarg, tief unter der Erde - das ist das Setting von "Buried - Lebend begraben", dem zweiten Spielfilm von Rodrigo Cortes. Der spanische Regisseur lässt seinen Protagonisten in einem Sarg aufwachen und beklemmende eineinhalb Stunden um sein Leben kämpfen.

"Uncle Boonmee" (Apichatpong Weerasethakul, TH 2010)

In Apichatpong Weerasethakuls bei den Filmfestspielen von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnetem Film geht es um die Titelfigur Onkel Boonmee, der sich an seine früheren Leben erinnern kann. Ein verlorener Sohn kehrt als Affengeist zurück, eine tote Frau taucht im Leben ihres Mannes wieder auf.

"Yo tambien" (Antonio Naharro, Alvaro Pastor, E 2010)
Mit: Pablo Pineda, Lola Duenas, Lourdes Naharro

Pablo Pineda ist nicht nur der erste Europäer mit Down-Syndrom mit einem Universitätstitel, sondern auch der erste mit einer Nominierung für den spanischen Filmpreis, den Goya Award. Gewonnen hat der 35-Jährige ihn zwar nicht, dafür wurde er für seine Rolle als Daniel in "Yo tambien - Me too" beim Filmfestival von San Sebastian 2009 mit der Silbernen Muschel als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet. Der liebenswerte und dabei kitschfreie Streifen basiert lose auf Pinedas Leben und zeigt ihn in der Hauptrolle.

"Die kommenden Tage" (Lars Kraume, D 2010)
Mit: Daniel Brühl, August Diehl, Johanna Wokalek

Die Europäische Union ist zerfallen, in Saudi-Arabien herrscht Krieg um Öl, gegen Flüchtlingswellen werden Mauern errichtet, der Terrorismus nimmt neue Formen an. Es ist eine dunkle Zukunft, die der deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Lars Kraume ("Keine Lieder über Liebe") in seinem Science-Fiction-Drama für das Jahr 2023 zeichnet.

"Wilde Minze" (Jenny Gand, Lisa Rettl, A 2009)

Ein Dokumentarfilm über das Leben der heute 80-jährigen, gebürtige Villacherin Helga Emperger. In "Wilde Minze" erzählen Jenny Gand und Lisa Rettl vom Leben der Frau, die mit 16 nur knapp einem Todesurteil durch die NS-Gerichtsbarkeit entging, deren Mutter, Maria Peskoller, hingegen hingerichtet wurde.

"Die verrückte Welt der Ute Bock" (Houchang Allahyari, A 2010)
Mit: Ute Bock, Josef Hader, Karl Markovics, Paulus Manker

Als im Vorjahr der Film "Bock for President" von Houchang Allahyari bei der Viennale Premiere feierte, schien der Film so gut zur politischen Lage zu passen, dass die Uraufführung ins besetzte Audimax verlegt wurde. Szenen von damals, als die 68-jährige Flüchtlingshelferin Ute Bock von den Studenten gefeiert wurde, finden sich nun am Beginn des neuen Films "Die verrückte Welt der Ute Bock". Diesmal ist Dokumentarmaterial mit Spielszenen vermischt, da man auch Amtshandlungen zeigen wollte, für die man keine Drehgenehmigung erhalten hätte. (APA)

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