Mehr als 60 Tote bei Autobombenanschlägen

2. November 2010, 22:13

US-Armee verteidigt Einsatz der irakischen Sicherheitskräfte in einer Kirche in Bagdad - Opferzahlen strittig

Bagdad/Wien - Die jüngste Anschlagserie in Bagdad hat nach offiziellen Angaben 64 Menschen das Leben gekostet. Gesundheitsminister Salih al-Hasnawi sagte, 360 Menschen seien verletzt worden, als in der irakischen Hauptstadt am Dienstagabend kurz hintereinander 15 Autobomben und fünf kleinere Sprengsätze detonierten.

Einige irakische Beobachter zweifelten die offiziellen Opferzahlen an und erklärten, es seien mindestens 100 Menschen getötet worden. Die Anschläge konzentrierten sich diesmal auf Stadtbezirke, in denen vornehmlich Schiiten leben.

Erst am Sonntag waren in Bagdad 58 Menschen bei einer Geiselnahme in einer syrisch-katholischen Kirche in Bagdad getötet worden. Zudem gab es 70 Verletzte. Neue Berichte bestätigen das Bild von primitiven Angreifern und überforderten Sicherheitskräften. Von zehn Terroristen sollen fünf tot sein, die anderen in Haft. Nach Augenzeugenberichten hatte ein Terrorist nach Erstürmung der Kirche, die mit der Zündung einer Autobombe begann, einen Priester aufgefordert, den Vatikan anzurufen, damit dieser die Freilassung von zwei muslimischen Frauen veranlasse, die von Kopten in Ägypten festgehalten würden. Als der Priester sagte, das gehe nicht, wurde er erschossen - wie auch die Menschen in der ersten Kirchenbank. Pater Boutros wurde noch aufgefordert, zum Islam zu konvertieren, bevor er in den Kopf geschossen wurde.

Die Sicherheitskräfte stürmten das finstere Gebäude drei Stunden später, nachdem sie den Strom abgedreht hatten. Die Gläubigen wurden von den Sicherheitskräften aufgefordert, aufzustehen und sich ruhig zu verhalten. Mindestens ein Attentäter sprengte sich daraufhin in die Luft, andere schossen um sich. Ein Sprecher der US-Special Forces im Irak rechtfertigte die Intervention. Damit sei noch Schlimmeres verhindert worden, denn es seien immer wieder Schüsse aus der Kirche zu hören gewesen.

In Ägypten wurden nach dem Überfall in Bagdad die Sicherheitsvorkehrungen vor den Kirchen erhöht. Der Fall, auf den die Terroristen anspielten, betrifft zwei Frauen von koptischen Priestern: Laut der koptischen Kirche wurden sie von Islamisten entführt und zum Islam zwangskonvertiert, von den Kopten zurückgeholt und sind nun in einem Kloster versteckt. Die Gegenseite behauptet, die Frauen seien freiwillig zum Islam übergetreten und würden jetzt von Kopten gegen ihren Willen festgehalten.

Fall Aziz geht in die Berufung

Die Anwälte des zum Tod verurteilten Vizepremiers des Saddam-Regimes, Tarik Aziz, gehen in die Berufung. Außer dem Vatikan und Russland setzt sich auch die italienische Regierung für eine Begnadigung des chaldäischen Christen ein. Bagdad dementiert berichte, wonach Aziz nach einem Hungerstreik im Koma liege. (guha/DER STANDARD, Printausgabe, 3.11.2010)

Kommentar posten
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manfred maier
20
4.11.2010, 17:19
millionen moslems getötet, verstümmelt, gefoltert, vertrieben......

...als folge des kreuzuges des faschisischen (christlichen) raubierkapitalismus.
und schon nützt der iskamophobe p.bel die gelegenheit, eine "christenverfolgung" gigantischen ausmasses zu "erkennen".......
radikalislamistische SUNNITISCHE errorisen haben ein abscheuliches verbrechen verübt.
jene sunniten, welche von USA, saudi arabien und pakisan gesützt, als "milizen" insrumentalisiert und gefördert werden.
das ergibt noch lange noch KEINE christenverfolgung, sondenr bleibt ein von USA und handlangern geschürter konflikt zwischen sunniten und schiiten, welche auch den weitaus überwiegenden teil der opfer zu beklagen haben.

Hossam Hassan
13
4.11.2010, 19:10
um das mal gerade zu richten:

In den dreieinhalb Jahrhunderten vor dem ersten Kreuzzug 1096 waren europäische Küsten und die iberische Halbinsel, Zypern, Sizilien, Konstantinopel und die griechischen Inseln Ziel moslemischer Expansion und Eroberung. 732 schlug Karl Martell eine moslemische Reiterarmee bei Poitiers zurück, davor hatten die maurischen Kalifen die iberische Halbinsel erobert. Es gab muslimische Angriffe auf Italien, Zypern und Griechenland also schon lange vorher und ihre Kriegsführung war genau so barbarisch oder zivilisiert wie jene der Kreuzzugsritter. Die Kreuzzüge waren also mitnichten eine blinde Aggression irgendwelcher christlicher , sondern Fanatiker, sondern die sehr späte Reaktion auf eine über Jahrhunderte gehende konkrete Bedrohung Europas.

manfred maier
10
5.11.2010, 09:20
"Ceadite eos, novit enim Denimus qui sunt eius" (tötet sie, denn der herr kennt die seinen)

...rief der katholische abt arnaud-amaury am 12.7.1209 in der südfranzösischen stadt beziers.
rund 10.000 katholiken wurden abgeschlachtet, zusammen mi jenen 223 katharern (protesanten), wegen denen das kath. kreufahrerherr beziers belagerte und einnahm. der fromme schlächter wurde anschliessend vom papst zum erzbischhof von narbonne ernannt.....
ihr misslungener versuch, die christliche gewalt als reaktion auf muslimische darzustellen, zeugt vin profunder unkenntnis der geschichte.
unter moslemischer herrschaft auf de riberischen halbinsel herrschte grosse toleranz....mi der rückeroberung worde zb die jüdische bevölkerung diskrimieniert, verfolgt und verhöhnt. (xuetons (jüdlein) für zwangskonvetierte zb)

Hossam Hassan
11
5.11.2010, 11:21
Die Legende der muslimischen Toleranz können sie gerne jemandem andern erzählen

Toleranz ist prinzipiell repressiv, sie sollten ihren Marcuse auch mal lesen. Die moslemischen Herrscher der iberischen Halbinsel waren nicht an einer Islamisierung der christlichen Bevölkerung interessiert, weil man von nicht muslimischen Minderheiten Steuern einheben konnte. Dass die christliche Gewalt gegen Juden und Moslems besser gewesen sein soll interpretieren nur sie in das Geschriebene hinein. Fakt ist, dass sie sich einen toleranten Islam zurecht lügen müssen, der genau so wenig tolerant oder zivilisiert gewesen ist, wie der christliche Furor, der zu den Kreuzzügen führte. Es ist aber nun mal Fakt, dass moslemische Eroberer drei Jahrhunderte vorher europäische Küsten überfielen, das werden sie nicht ändern.

PatriotInnen sind IdiotInnen
00
29.12.2010, 13:43

kennstn maier noch nicht? vergiss es einfach, Diskussionen sind zwecklos. Er hat ein in sich abgeschlossenes Weltbild das er hier mehrmals täglich in schwurbeliger, bissal latent-nervösen Art und Weise vorträgt. Wirklich, die Mühe ihm Marcuse nahe zu legen ist zwar nett gemeint aber leider völlig an der "Realität" des Herrn Maier vorbei.

Ah ja und Marcuse hat in "Repressive Toleranz" nicht geschrieben das Toleranz auch immer Repressiv ist. Er hat aber klar dargelegt das die von diversen Seiten proklamierte Toleranz teilweise die Intoleranz und die Reaktion stärkt - eben z.b in der unreflektierten Toleranz gegenüber den "Nationalen Befreiungsbewegungen" durch die Linke bis hinein in die 90er Jahre.

manfred maier
10
5.11.2010, 11:34
florida 2010 und grenada 1492...und die cordoba initiative

http://diepresse.com/home/mein... 3/index.do
"...Als Andalusien von den Arabern beherrscht wurde, war Cordoba ein geistiges Zentrum, in dem Juden, Christen und Muslime friedlich koexistierten. Der Initiator der Cordoba-Initiative, Feisal Abdul Rauf, ist einer der wichtigsten Denker des Sufismus, einer mystischen Form des Islam, die die Gewalt von Bin Ladens al-Qaida aufs Schärfste ablehnt....und (grenada)...."...die Araber wurden zurückgeschlagen, die spanischen Könige erließen auch das Alhambra-Edikt, in dem die Vertreibung der Juden aus allen Territorien der spanischen Krone angeordnet wurde.."
auch wenn islomaphobe wie sie bekannterweise halluzinieren sollten sie die realiät nicht völlig ausblenden.

Hossam Hassan
11
5.11.2010, 11:52
Ihr permanentes Nichteingehen auf vernünftige Argumente wird langsam ermüdend

Dem christlichen Furor das Ideal der muslimischen Friedfertigkeit entgegen zu stellen ist so dermaßen absurd, dass sie damit vor allem bei islamischen Fundamentalisten gut ankommen werden, bei anderen nicht.
Sie sprechen von der Reconquista, die fast 800 Jahre nach der Eroberung Andalusiens stattfand und ein Beispiel für die imperiale Ausdehnung des Islam darstellt. Ihre Unterstellung der Islamophobie ist nur deshalb möglich, weil sie derjenige sind, der sich seinen friedlichen und toleranten Islam halluziniert, der heute hunderttausende Christen drangsaliert und 1948 800.000 Juden zum Auswandern zwang. Ihre politische Inkontinenz ist nur noch peinlich.

manfred maier
40
5.11.2010, 12:54
"....Ihr permanentes Nichteingehen auf vernünftige Argumente"....

..."vernünftige argumente" sind natürlich weder seriöse quellen, nicht unbestreitbare fakten....sondern das krude weltbild eines islomophoben rechtsaussen ihrer sorte.
vom "imperialen islam" (welcher offenbar wesentlich toleranter und moderater war als heutige imperiale christliche anwandlungen) bis hin zu 1948, wo alleine aus dem gebiete des heutigen israel über 700.000 muslime mit terror aus ihrer heimat vertrieben wurden....
nimmt unser plaudertäschen einfach nicht wahr....aber er ist überzeugt "vernünftige" argumente zu haben.
diese "vernunft" muss dann wohl auch wieder einmal den endsieg fordern. wissen sie rv. noch, WIE derartige bestrebungen das letzte mal endeten?

Hossam Hassan
10
4.11.2010, 15:59
Hossam Hassan
14
3.11.2010, 15:44
80% aller wegen ihrer Religion verfolgten Menschen sind Christen.

Und es sind neben chinesischen oder nordkoreanischen Henkern vor allem Moslems ihre Verfolger. Und zwar sowohl Sunniten in Saudiarabien als auch Schiiten im Iran.
Als säkulare Menschen beurteilen wir nicht, weswegen jemand verfolgt wird, nur dass er verfolgt wird, aber sollten sich die muslimischen Organisationen, die sich ihre Islamophobie als neuen Antisemitismus herbei phantasieren nicht endlich zur Tatsache verhalten, dass Moslems mit der Ausnahme Kaschmirs fast überall die unbarmherzigsten Mörder, Folterer und Vergewaltiger nicht moslemischer Minderheiten in den Ländern des Islam sind?
Und dass die Zahl der verfolgten Christen derart überwältigend ist, dass es mal Zeit wäre das Selbstmitleid mit der Realität zu vertauschen?
Geht das?

manfred maier
84
3.11.2010, 11:25
islamistischer terror ist fast ausschliesslich SUNNITISCHER terror......

also jener glaubensrichtung innerhalb des islam, welche von den USA und deren freunden - den radikalislamistischen wahabitenherrschern in saudi arabien - seit jahrzehnten gefördert wird.
zuvorderst die ominöse al CIAda mit ihrem chef obl, finanziert und gefördert von den saudis und obl (solange er willig war) im US senat frenetisch als freiheitskämpfer abgefeiert.
die irakischen sunniten, machtbasis des ex-Us b.stard saddam und willige helfer der US terrorbesatzung in form von "milizen" - welche nun angeblich zu hunderten zu al CIAda überlaufen. (WO ist der unterschied?)
das ganze wiederum in bekanner weise gestützt und finanziert von den saudis
islamistischer terror ist also eine zusammenarbeit von USA, saudis und sunnitischen extremisten.

alles.schall.und.rauch
103
3.11.2010, 09:52
amerika will ja bloß einen anlass zum krieg bekommen bald ist es soweit

DieBo
112
3.11.2010, 09:44
Wieder 100 Tote auf das Konto der US "Befreier"

Bürger Europas
00
3.11.2010, 18:14

Da hat jemand gerade 100 Menschen ermordet, und das ist Dir nicht wert, den Mörder einen Mörder zu nennen?

use it
35
3.11.2010, 08:30
Und das wahrscheinlich alles im Namen "Allahs"...

...weil wenn der sagt, man soll unschuldige in die Luft sprengen, dann ist das total ok!

Religion ist echt zum Kotzen!

alles.schall.und.rauch
70
3.11.2010, 09:51

Das ist eher
fundamentalismus und hat
wenig mit religion zu tun

Annata
18
3.11.2010, 12:10

Mohammed war ein Kriegsherr, von daher hat es wohl sehr viel mit Religion zu tun, da er Islam erfand um sein Machtstreben zu rechtfertigen! Mekka war eine polytheistische Stadt für viele Götter, die hätten auch noch Platz für einen mehr gehabt, aber das wollte Mohammed so nicht!

Lies die Hadithen. Mann muss schon schon ein Gläubiger sein um das alles zu echtfertigen

mistvieh666
 
00
3.11.2010, 22:34

auch das alte testament beschreibt eine religion des krieges. das wird dann aber durch ein paar at buecher aus der perserzeit, die juedische tradition und vor allem das neue testament relativiert. die christliche religion ist eigentlich eine religion der verlierer.
die bibel sieht die dinge von vielen standpunkten aus, sie widerspricht sich staendig selber - und das ist die basis unserer kultur. und das hat uns zu dem gemacht, was wir sind.
aehnlich wie die bibel sind die hadithen und der koran ehrlich, sie sagen was ist, oder besser, was war.
gut, ich mag die bibel mehr.
aber es sind nicht die buecher schlecht, sondern die menschen, die sie lesen. und das sag ich, und der teufel soll mich fressen, wenn ich ein multikulti gutmensch bin.

Bürger Europas
40
3.11.2010, 08:06

Ich las hier, es gäbe keinen Terror...

seat
20
3.11.2010, 19:56

es gibt staatsterrorismus

Bürger Europas
00
4.11.2010, 09:10

Und welcher Staat steckt hinter diesen Morden?

Dani B.
02
3.11.2010, 11:50

nein, das lasest du nicht hier. das behauptest du hier, wider besseres wissen. stell dich nicht doof.

Bürger Europas
10
3.11.2010, 18:12

Na, doof sind wohl eher die, die hier schreiben, der Terrorismus sei eine Erfindung der CIA!

Horst Holzinger
62
3.11.2010, 07:12
In den befreiten Gebieten

nichts Neues.

Die Iraker danken den USA und ihren Allierten sicher jeden Tag.
Zukünftig werden sie sich nicht mehr Richtung Mekka, sondern Richtung Washington verneigen.

a grünes stricherl
 
11
3.11.2010, 09:17
hier ermorden sich muslime gegenseitig

wie übrigens auch unter saddam und vor saddam und davor ...

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