Die Sparmeister der "Ausgewogenheit"

2. November 2010, 18:41

Die Lastenverteilung bei der geplanten Konsolidierung des Staatshaushalts verhöhnt sozialdemokratische und christliche Grundwerte und fördert die Auslieferung des Gemeinwesens an politische Scharlatane - Von Stephan Schulmeister

Die traditionellen Grundwerte der christlichen Kirchen oder der Sozialdemokratie geben eine klare Leitlinie vor, wie die Last der Staatsfinanzen zu verteilen wäre: Jede(r) soll nach seinen Möglichkeiten zu den Kosten "unseres Vereins" beitragen und damit zur Besorgung der gemeinschaftlichen Angelegenheiten (von der Infrastruktur über das Bildungswesen bis zur sozialen Absicherung). Je höher Einkommen und Vermögen sind, desto höher die Beiträge.

Ein einfacher Test des neuen Sparpakets im Hinblick auf diesen Grundsatz ist folgender: Wie hoch ist der Beitrag, den die verschiedenen Gruppen leisten müssen, in Relation zu ihrem Einkommen und ihrer sozialen Lage? Fangen wir bei den Jungen an.

Für die über 15-Jährigen wird die 13. Familienbeihilfe gestrichen, für 18- bis 21-jährige Jobsucher die gesamte Beihilfe (sie bekommen kein Arbeitslosengeld, tragen also mit 100 Prozent ihres Einkommens zur Konsolidierung bei). Die Unterstützung für Zivildiener wird gekürzt. Den Studierenden ab dem 24. Lebensjahr wird die Familienbeihilfe gestrichen, sie tragen daher auch mit dem Großteil ihrer Einnahmen zu den Kosten der Finanzkrise bei.

Für Kinder aus "gutem Haus" ist das gewiss kein Problem, für andere aber schon. Auch für die gesellschaftliche Dynamik werden diese Maßnahmen eine Bremswirkung entfalten. In Österreich ist die Reproduktion der Eliten schon derzeit höher und die "soziale Regeneration" durch Menschen aus ärmeren Schichten schwächer als anderswo.

Nun zu den Alten: Die Kürzung der Pensionleistungen stellt den zweitgrößten "Sparbrocken" dar. Da die Einkommen der Pensionisten unterdurchschnittlich sind, ist ihr Beitrag zur Konsolidierung der Staatsfinanzen stark überproportional.

Am größten fällt er bei jenen Personen aus, die (künftig) pflegebedürftig sind. Beträgt ihr Pflegeaufwand "nur" 50 bis 59 Stunden pro Woche, so erhalten sie keine Unterstützung mehr, beträgt er zwischen 75 und 84 Wochenstunden, gibt es nur mehr Pflegegeld der Stufe 1 (statt 2). Gleichzeitig haben mehr als die Hälfte der Pflegegeldbezieher weniger als 860 Euro pro Monat zu Verfügung, werden sich also keine Pflege mehr leisten können: Ihr Opfer für die Konsolidierung eines Budgetdefizits, das durch eine Finanzkrise verursacht wurde.

Die großen "Konsolidierungsbrocken" auf der Einnahmenseite bestehen aus Erhöhungen der Mineralöl- und Tabaksteuer, welche - wie alle indirekten Steuern - regressiv wirken: Je geringer das Einkommen, desto größer ist die Steuerbelastung. Die Bankenabgabe dürfte einen ähnlichen Effekt haben, da sie zum Großteil auf die "Normalkunden" überwälzt werden wird.

Und welche Beiträge sollen die Vermögenden leisten? Für Erträge aus Aktienkursgewinnen werden bis 2012 100 Millionen Euro veranschlagt, doch ist dies höchst spekulativ. Wenn es nämlich keine generelle Steigerung der Aktienkurse gibt, dann gibt es auch keine Erträge (die Verluste werden ja gegengerechnet).

Und die Privatstiftungen? Sie sollen nunmehr für ihre Zinserträge 25 Prozent an Steuern zahlen. Leider haben die Privatstiftungen nur vergleichsweise geringe Zinserträge. Der größte Teil ihrer Erträge besteht aus Ausschüttungen ihrer Kapitalgesellschaften, und diese bleiben auch weiterhin steuerfrei. Ebenso die Veräußerungsgewinne, die mitunter ein schönes Körberlgeld ausmachen (so wurden durch Verkauf der Böhler-Uddeholm-Aktien an die Voest steuerfreie 600 Millionen Euro erzielt).

Dass die wirklich Reichen keine nennenswerten Beiträge zur Budgetkonsolidierung leisten müssen (insbesondere im Vergleich zu den Pflegebedürftigen, jungen Arbeitslosen oder Studenten), zeigt auch die Schätzung des Finanzministeriums: Bis 2013 wird mit Einnahmen von 80 Millionen Euro gerechnet, das wären weniger als drei Prozent der gesamten Stiftungserträge (bei einem Vermögen von 60 Milliarden Euro und einer - moderaten - Rendite von fünf Prozent).

Der Trick mit den Zinserträgen der Stiftungen wurde übrigens schon einmal gespielt: Genau vor zehn Jahren hatte die Regierung Schüssel 1 unter dem Titel "Soziale Treffsicherheit" ein Maßnahmenpaket vorgeschlagen, das unter anderem eine Besteuerung aller Stiftungserträge mit 12,5 Prozent vorsah. Der Widerstand der Stifter war enorm (auch wenn sie noch immer nur die Hälfte dessen hätte zahlen müssen, was ein Normalbürger an KeSt berappt). Also wurde die Steuer auf die Zinserträge der Stiftungen eingeschränkt, da waren sie zufrieden (so wie heute...).

Eine Evaluierung aller wichtigen Maßnahmen des neuen Sparpakets ergibt ein klares "Bildungsgesetz": Je geringer das Einkommen und je schwieriger die soziale Lage, desto höher der Konsolidierungsbeitrag (und umgekehrt). Diese Grundtendenz ist nicht Folge moralischer Defekte, sondern der Empfehlungen der Wirtschaftwissenschaft. Deren Mainstream hat seit langem "bewiesen", dass ein Budgetdefizit durch Sparen zu reduzieren ist, also durch Senkung der Staatsausgaben. In diesem Fall müssen natürlich nur jene beitragen, die vom Staat etwas bekommen wie Pflegebedürftige oder jobsuchende Jugendliche. Die Vermögenden werden von Beitragsleistungen ausgeschlossen, weil sie ja - in Relation zu ihren Einkommen - vom Staat gar nix bekommen.

Für die sozialdemokratischen und christlichen Eliten wäre es schwierig gewesen, den rechten Weg zu finden, wenn sie sich an den schlichten Satz des alten Hegel gehalten hätten: "Die Wahrheit ist konkret." Wer die konkreten Lebensbedingungen von Pflegebedürftigen oder jobsuchenden Jugendlichen vor Augen hat und zugleich jene der Privatstifter, der ist bei Erstellen eines Sparpakets beeinträchtigt. Doch die Wirtschaftswissenschaft bietet Abhilfe mit dem Satz: "Die Wahrheit ist abstrakt." Man wähle die richtigen Annahmen, konstruiere ein Modell, und schon kommt heraus: Der Markt ist gut, der Staat ist schlecht. Daran muss sich auch die Politik halten, noch dazu, wo auch die Medien die Wahrheit schon gefunden und lebhaft für ihre Verbreitung sorgen.

Ich habe vor genau 16 Jahren meine Karriere als Hobbyjournalist im Standard begonnen. Damals hatte eine große Koalition ein Sparpaket geschnürt, das den sozialdemokratischen und christlich-sozialen Grundsätzen völlig widersprach, und ich meinte, damit liefere sich die Politik jenen aus, die keine Grundsätze haben, aber die besseren Schauspieler sind. Viel hat sich nicht geändert. Jetzt wird halt der "Ha-Ce" die Stimmen der Jungen und Deklassierten entgegennehmen. Der wahre Christ und Sozialist. (Stephan Schulmeister, DER STANDARD, Printausgabe, 3.11.2010)

STEPHAN SCHULMEISTER, Jg. 1947, ist Wirtschaftsforscher in Wien (derzeit auf Forschungsaufenthalt beim Internationalen Währungsfonds in Washington - Abteilung Staatsfinanzen).

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    Posting 1 bis 25 von 94
    1 2 3
    Lubrikator
    00
    4.11.2010, 12:24

    solange sich zu wenig von der jammer- auf die handlungsebene begeben wird sich nix ändern

    philippe glatz1
    00
    3.11.2010, 22:04
    Danke

    dass Sie die Ungleichgewichtung durch die Sparmaßnahmen so einleuchtend geschildert haben.

    also dann ...
    12
    3.11.2010, 19:35
    einfach brillant - einfach schulmeister ! er bringt diesen "budget-murks"...

    der A_SOZIALEN S P Ö
    die unter faymann, bures, rudas, stöger usw.
    zu einer nie dagewesenen "intellektuellen w ü s t e"...
    verkommen ist,
    und der BILDUNGS-VERHINDERER-PARTIE - Ö V P
    ganau auf den punkt.

    das einzige was dem hinzuzufügen wäre, dass er
    auf die SUBVENTIONEN = 15,5 mrd
    = das DOPPELTE der sozialtransfers
    (als auch das doppelte des eu-schnittes !)
    und die vom wifo locker ausgemachten einsparungen
    = von ca. 4-5 mrd...
    vergaß hinzuweisen.

    diese regierung ist die mit abstand
    schlechteste
    in-kompetenteste
    die nur mehr 1 über alle medien vollzieht :
    die permanente v o l k s v e r a r . . . . . !

    Schäferhund vom Pavillon E
    00
    3.11.2010, 18:11
    Bei der Nachlese der geplanten Einsparungen im Justizbereich

    ist mir unter anderem noch folgende Grauslichkeit begegnet:

    Rechtspraktikanten, die trotz Abschluss eines Magisterstudiums bereits bisher mit € 1250 brutto pro Monat ihr Auskommen finden mussten, sollen von der Regierung nunmehr ab 1.1.2011 mit € 1010 brutto abgespeist werden. Womit am Ende ein Nettoverdienst von € 850 verbleibt. Das entspricht einer Gehaltskürzung von 20 Prozent.

    Wieder einmal ein schöner Beweis, dass man es in der Regierung am Besten versteht auf die Allerschwächsten -nämlich die ohne Lobby - hinzuhauen.

    20 % Gehaltskürzung.

    Und nunmehr ein Gehalt knapp über der Armutsgrenze, trotz 40h Woche und akademischen Grad.

    Link bezüglich Armutsgrenze
    http://kurier.at/nachricht... 045369.php

    17+4
    01
    3.11.2010, 15:29
    Gerechtigkeit für den FLAF

    muss nun wieder der FLAF ausgeräumt werden, oder wurde Familienleistungen aus dem ordentlichen budget bezahlt. Wie wäre es, wenn Pröll hier einmal die Rechnung aufmachen würde.
    An dem ganzen Sparpaket ist nur eins gewiss, der Bürger muss einsparen, um seine Steuerspende finanzieren zu können.

    amber103
    01
    3.11.2010, 16:11

    Der FLAF muss beispielsweise herhalten, das ÖBB Defizit nicht so groß aussehen zu lassen. Auch die Schulbuchverlag und Autoren brauchen ein Einkommen, das jenes der Minister locker übersteigt.

    (Die meisten Schulbücher ließen sich um 0,5-2€ pro Stück produzieren, würde der Staat nicht pro gedruckten Stück entlohnen sondern nur ein druckfertiges PDF eine Arbeitsabgeltung an den Autor zahlen)

    RS69
     
    00
    3.11.2010, 17:15

    Dann werden's die (besseren) Schulbücher nicht bekommen.

    Vielleicht sollte man Ihren Job aber nicht monatlich bezahlen, sondern nur einmal pro Jahr eine kleine Pauschale?

    amber103
    00
    3.11.2010, 21:03

    Ich denke in diesem Bereicht täte es auch eine faire Einmalabgeltung für ein fertiges Werk.

    RS69
     
    00
    3.11.2010, 21:53

    Warum sollten die Autoren dem Staat das Buch für eine Einmalabgeltung überlassen? Ich würd's nicht tun.

    amber103
    00
    4.11.2010, 09:30

    Es gibt ja auch jetzt schon Verträge, in denen der Autor mit einem Einmalbetrag abgespeist wird. Den Gewinn (und das kalkulierbare Risiko) trägt dann der Verlag.

    Ich bin ja für eine faire Leistungsbezahlung, die Bezahlung nach Schülerzahl mal Seitenumfang des Buches ist allerdings nicht besonders leistungsgerecht.

    RS69
     
    00
    4.11.2010, 12:58

    Welchen Nutzen für die öffentliche Hand macht es, wenn anstelle des Autors der Verlag die Gewinne macht?

    Mit Pauschalbeträgen bewirken sie vor Allem, dass die Besten- die die Wahl haben-nicht mehr anbieten.

    amber103
    00
    4.11.2010, 18:24

    Nein, der Staat sollte die Leistung des Autors bezahlen.

    Der Druck kann dann vom Billigstbieter erfolgen. Die Druckkosten sind in den letzten Jahren dank technischen Fortschritts stark gefallen. Sie merken das bestimmt an den Unmengen Reklamematerials im Postfach.

    RS69
     
    00
    5.11.2010, 09:51

    Das ändert nichts daran, dass der Autorwohl je Exemplar bezaglt werden wollen wird, und nicht pauschal.

    Dem wird das relativ gleich sein, wer druckt.

    Armes Würschtl
    01
    3.11.2010, 14:08
    jojo... die aaaaarmen Politiker... CHRISTLICH...

    Siehe ausfschlußreiches Detail aus
    http://derstandard.at/128816039... itverpackt

    wo sich die "chistliche" Frau Marek aus ihrer Verantwortung stehlen will:

    ...
    Standard:
    Familienstaatssekretärin Christine Marek hat am Wochenende gesagt, sie selbst hätte nicht bei den Familien gespart. Wer hat das denn verhandelt?

    Heinisch-Hosek:
    Das war natürlich sie selbst, das waren der Kollege Mitterlehner, der Kollege Hundstorfer und ich selbst. Wir vier waren dafür hauptverantwortlich, dass es zu diesem Mix kam. Ich werde mich nicht aus der Verantwortung stehlen.
    ...

    ein mensch
    04
    3.11.2010, 13:37
    Demokratie und Bildung

    Schulmeister hat verstanden: bildung ist basis, gerüst und das salz von demokratie. Deshalb müssen die budgetären zusammenhänge auch basisnahe beschrieben werden. Das verweilen im elitestüberl ist nicht sein ziel - bravo!

    Alle, die seinen kommentar an diversen wissenschaftsrichtungen messen, mögen darstellen, wie sie die ziel- und niveaulosigkeit des österreichischen budgetvorschlages 2010 besser allgemein veranschaulichen können.

    Grantler
    62
    3.11.2010, 12:45
    Die Kritik am Budet teil ich

    ... aber das Gesülze über die "Mainstream-Wirtschaftswissenschaft" und "'Die Wahrheit ist abstrakt.'" sollte Schulmeister sich sparen.

    Der Mann hat eine obskure Meinung von Ökonomie und er verbreitet seinen Obskurantismus auch noch.

    Zum Thema: Kaum ein Wirtschaftswissenschafter glaubt, dass Ricardianische Äquivalenz empirisch gilt(d. h. die meisten glauben sehr wohl, dass Budgetkonsolidierung die gesamtwirtschaftliche Nachfrage senkt). Und was Schulmeister über die Rolle von ökonomischen Modellen schreibt, ist geradezu laienhaft.

    Sarah L.
     
    00
    4.11.2010, 13:29
    dass jede modellbildung ergebnis von abstraktion ist,

    diese selbstverständlichkeit braucht wohl nicht betont zu werden.
    aber schulmeister hat schon recht: die sprache der wissenschaft und der politik sind "abstrakt", die betroffenheit ist konkret. beides kann oft nicht nur aneinander vorbei gehen, sondern sogar im direkten widerspruch stehen.
    oder was ist von einem satz: "keine neuen steuern, keine neuen belastungen, sondern(!) sparen, sparen, sparen!" (Pröll etc. ..) zu halten? - ganz so, als ob sparen keine belastung darstellen würde ...

    A. Sieberer
    00
    4.11.2010, 08:47

    Die Wahrheit ist abstrakt!

    Das geht soweit, dass aus "Menschen" abstraktes "Humankapital" wird. Nur Verantwortlichkeit empfindet man vielleicht noch für Menschen, niemals aber für Humankapital!

    Michael B
    00
    3.11.2010, 17:00
    Mit der "obskuren Meinung zur Ökonomie" hat er aber im Gegensatz zu den vielen, vielen "Realisten"

    die gewaltige Wirtschaftskrise ziemlich gut vorhergesagt.
    Aber es wird nicht lange dauern, und es GAB gar keine Krise. Alles nur Gejammere der ewig unzufriedenen Proleten und Armutschkerln.

    macaca
    01
    3.11.2010, 13:07
    Schulmeister will vermutlich auf den in der Öffentlichkeit wirksamen Mainstream hinaus

    - und der argumentiert an dieser Thematik ohnehin vorbei und beschränkt sich eben damit, obskure Modelle (vmtlich in einem breiteren Sinn, inklusive Substanzialisierungen) zu erstellen und dies als "Beweis" für die universale Gültigkeit und Wahrheit des Marktes zu nehmen(wenns wie meistens doch nicht hinhaut, hatte es nichts mit der Ökonomie "selbst" zu tun). Unabhängig von Äquivalenztheorie, das Argument läuft auf jeden Fall (zumindest langfristig) auf Kürzungen der Sozialausgaben hinaus und weiter verschärften inner-ökonomischen Widersprüchen (v.a. Überakkumulation), die mit absoluter Sicherheit in den nächsten paar Jahren irgendwann zur nächsten Krise und damit zum nächsten Budgetdefizit führen werden.

    amber103
    00
    3.11.2010, 12:44
    in memoriam mortem

    Der Tod wird in unserer Gesellschaft gerne verträngt, und wir halten gerne unsere Werke für unsterblich. Allerdings trifft das niemals zu. Alles hat ein Ende, und natürlich auch jede Aktiengesellschaft. Der normale Tod der AG ist die Pleite.

    Leider haben unsere Politiker und Wifo-Experten von Aktien offensichtlich nicht mehr Ahnung wie niedere Bankberater, die durch Verscherbeln von Aktien an Unbedarfte möglichst hohe Prämien erwirtschaften sollen. Aktienindizes sind Marktinginstrumene und sagen wenig über die Realtät der Aktienmärkte aus.

    In memoriam mortem sollte klar sein, dass jede Aktie mit 0 endet. Der aktuelle Wert der Aktie ist nur der Barwert zukünftiger Dividenden.
    Die Zuwachs-Kest macht den Barwert negativ!

    RS69
     
    00
    3.11.2010, 12:53

    "Die Zuwachs-Kest macht den Barwert negativ!"

    Das kann so nicht stimmen. Real wird die Nutzenkruve nach unten geschoben. - Dh - sie müssen mehr erwirtschaften, damit Sie trotzdem positiv aussteigen, noch dazu ist dies Steuer (aus Netto-Sicht des Investors ein variabler Kostenblock (keine Fixkosten).).

    amber103
    02
    3.11.2010, 13:07

    Natürlich. Wenn die ZuwachsKEST, die ja über die Jahre nicht mit Verlusten verrechenbar ist, im Durchschnitt der Jahre mehr als den dreifachen Ertrag der DividendenKEST bringt, wird der Ertrag komplett wegbesteuert.

    Da die Geschäftsberichte der Börsenunternehmen meist etwas geschöhnt sind, sind Kleinaktionäre gezwungen einzelne Aktien zu verkaufen, und andere zu kaufen, um das Vermögen zu erhalten. Sieht man sich die Schwankungen am Aktienmarkt an (1987,1991,2001,2008) muss jedem klar sein, dass Kleinaktionäre nach Abzug von KEST, ZuwachsKESt und Bankspesen keinen Ertrag aus Aktien mehr erzielen können. Damit ist der Barwert negativ. Aktien werden für Kleinanleger schlagartig wertlos.

    sociovation
    00
    3.11.2010, 18:29
    Gottseidank

    Fehlt nur noch, dass Aktien auch für Großanleger wertlos werden, dann dürfte die Realwirtschaft vielleicht noch eine Chance haben...

    RS69
     
    00
    3.11.2010, 14:18

    In Summe haben's vermutlich ein breiteres Portfolio.

    Mal geht das eine gut, mal das andere - entweder SIe schlichten (mit viel Knowhow) regelmässig um, oder sie sind so aufgestellt, dass SIe in Summe besser aussteigen als mit Sparbüchern (bzw Bundesschätzen) - dabei sollten SIe Risiken einbeziehen.

    Der Barwert ist vor Allem dann negativ, wenn Sie in der Blase oben gekauft haben.

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