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Hier wird geblecht: Beim 3er BMW legt sich das feste Dach recht aufwändig und kunstvoll in Falten und Schichten zusammen.

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Dieses Dach fetzt: Beim E-Klasse-Mercedes wird noch traditionell zusammengeknüllt, da werden die Falten gepflegt statt gebügelt.

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Es ist ein unfairer Vergleich, weil hier zwei Fahrzeuge einander gegenübergestellt werden, die sich so nicht miteinander vergleichen lassen und die in mehrerlei Hinsicht recht unterschiedliche Philosophien verfolgen. Aber gerade das macht es spannend. Es geht um: Blech gegen Fetzendach. Und es geht um: Diesel gegen Benzin. Mehr noch: Es geht um Spar-Diesel gegen Protz-Benzin.
Um die Felder einmal abzustecken, ganz neutral: Auf der einen Seite haben wir einen 3er BMW, das neue Cabrio mit dem Blechdach, also quasi ein Coupé, mit dem kleinsten Dieselmotor, den es hier gibt, es ist der Zweiliter mit 184 PS. Auf der anderen Seite das Mercedes E-Klasse Cabrio, ganz klassisch mit Stoffverdeck, jetzt aber mit der Topmotorisierung, das obere Limit, ein Achtzylinder mit knapp 400 PS aus fünf Litern Hubraum.
Was die Motorisierung betrifft, ist es natürlich ganz unfair. Weil der Achtzylinder von Mercedes herrlich und prächtig ist, ein Vergnügen und eine Wohltat, da kann man, seufz, ins Schwärmen geraten. Aber er säuft. Eine unangenehme Eigenschaft, wenn man ein bisserl ein ökologisches Denken hat und wenn man ein bisserl aufs Börsel schaut. Da wird man den Achtzylinder dann vielleicht nicht so toll finden.
Den Diesel-Vierzylinder von BMW schon eher: günstig und sparsam. Also richtig sparsam. Theoretisch wären fünf Liter möglich, wo man mit dem Mercedes gut und gern mehr als das Doppelte runterschüttet. Das Fahren ist jetzt nicht nur das pure Vergnügen, es geht ja auch mehr ums Sparsam-Sein. Da nimmt man ein wenig hantig und kantig schon in Kauf. Was jetzt nicht heißt, dass der kleine BMW-Diesel nicht geht. Die Daten sind ja nicht so schlecht. (Der Mercedes dagegen - ach, wie die acht Zylinder treiben! Bis zur nächsten Tankstelle.)

White & Black: Zwei schöne und auch sportliche Cabrios, aber in dieser Anordnung weit voneinander entfernt. Das 3er Cabrio mit festem Dach und sparsamem Diesel, Mercedes E mit satter Benzin-Power und weichem Verdeck.

Ganz unterschiedlich auch das Image der beiden Autos: Der 3er BMW ist jung und frech und sportlich und schick. Erst recht als Cabrio. Der Mercedes E dagegen: nicht für Charme oder Sportlichkeit bekannt, eher für die ältere Generation, sauber, brav und anständig. Eher konservativ.
Als Coupé dagegen gewinnt die E-Klasse an Jugend, an Agilität und ja, doch, da ist fast ein Hauch von Erotik. "Sexy" sagte man früher. Und als Cabrio überhaupt: cool und schick. Wenn man will, kann man sogar Pfeife rauchen.
Erstaunlich ist, wie gut sich 388 PS in einer E-Klasse anfühlen und wie flott sich der Wagen bewegen lässt. Sehr souverän, das hätte man vom ersten Hinschauen gar nicht vermutet. Der 3er BMW kommt mit dem Diesel-Sparprogramm naturgemäß wenig breitspurig daher, ist aber prinzipiell das jüngere, beweglichere und sportlichere Fahrzeug. Quasi Online gegen Print.
Der nächste ganz grundsätzliche Unterschied ist eine Glaubensfrage. Oder eine Geschmacksfrage: Blech oder Stoff. BMW setzt hier erst einmal auf Feststoff, der sich zusammenklappt. Das finden die Puristen jetzt nicht ganz ästhetisch und zu modern, außerdem kostet es ganz schön Platz im Kofferraum. Aber: wie ein Festdach. Da zieht noch weniger als nichts, das ist noch leiser als leise.
Wobei man unter dem Fetzendach des Mercedes praktisch auch nichts hört und nichts von einem Luftzug merkt, aber, um ehrlich zu sein, vielleicht doch ein Haucherl mehr.
Je nach Geschmack sind Mercedes wie BMW tolle Autos - und wer will: Auch den Mercedes gibt es in einer Diesel-Sparvariante und den BMW mit ganz üppig PS. (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/29.10.2010)
Das E-Cabrio ist vom Fahrwerk/Plattform eigentlich eine Mercedes C-Klasse, und nur um das Preisschild etwas aufzufetten ein E. Deshalb passt der Vergleich mit dem 3er (beide haben auch den gleichen Radstand).
Ein fairer Vergleich der Dach- und Antriebskonzepte wäre mit dem 330d Automatik gegeben. Hier stimmt auch der Sound des Diesel und der Komfort! Braucht jeweils etwas über 6 auf 100km/h bzw. Liter. Leisten würde ich ihn mir aber höchstens als Gebrauchten, am besten ein "Rentnerauto" oder auch einen "Abfertigungsmercedes".
warum wird immer nur Auto mit Auto und nicht auch einmal Auto mit Espressomaschine verglichen?
Natürlich unfair der Vergleich, weil beide in mehrlei Hinsicht unterschiedliche Philosophien verfolgen, aber spannend wärs allemal.
Im Ernst: grosso modo sind MB-Fahrer ausgeglichene, BMW-Fahrer psychisch auffällige Verkehrsteilnehmer, deren Fahrweise permanent dem Image - jung, sportlich, dynamisch - gerecht werden muss und einfach nur deppert is.
So zwingend wie Billig-Cabrios von Spiessern, werden Cabrios mit Diesel von Menschen ohne jede Würde betrieben!
Die könnten auch wenn sie wollten dem Image - jung, sportlich, dynamisch - nicht gerecht werden.
Viele davon sind ehemalige BMW Fahrer die eingesehen haben dass dieser Lebensabschnitt vorbei ist.
Was sie aber nicht daran hindert ihrem Charakter treu zu bleiben und trotzdem die linke Spur zu verstopfen.
Und uns zudem bei ihren Enkelinnen mies zu machen.
Dieser Bayrische Müllwagen (BMW) ist besonders praktisch, da man da den Müll auch von oben ohne öffnen der Türe einfüllen kann.
Wenn man die CO-werte betrachten kommt auch recht viel Mist wieder raus. - Also macht er seinen Namen alle Ehre.
Also wer so ein 3-er BMW-Cabrio in der Spritsparvariante kauft, fährt sowieso niemals offen. Außer es hat 25 Grad, wolkenlosen Himmel und am Wetter-Satelitenbild war kein Wölkchen zwischen Moskau und London zu sehen.
Und es gibt wahrlich elegantere Cabrios als den E-Klasse Mercedes. ME verleugnet sich Mercedes designmäßig selbst. Mercedes vergisst, früher einmal für elegante Autos bekannt gewesen zu sein; quasi die Rolls-Royce aus Deutschland, aber auch für den Abteilungsleiter leistbar. Und daneben gab's immer elegante Coupe-Cabrios, wie die SLs. Bruno Sacco, früher Chefdesigner bei Mercedes, hatte den Anspruch formuliert, in einem neuen Mercedes sollten seine Ahnen erkennbar sein. Heute: die E-Klasse könnt auch ein großer Honda sein.
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