Suchmaschinenoptimierung ist Schnee von gestern

31. Oktober 2010, 09:30
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Soziale Medien unterstreichen Bedarf an Content statt Keywords

Die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen (Search Engine Optimization, SEO) ist nicht länger zeitgemäß. Nach Ansicht von Ben Elowitz, CEO der Web-Publishing-Plattform Wetpaint  hat stattdessen die Social-Media-Optimierung (SMO) das Ruder übernommen. Nicht den Keywords, sondern dem Content sollten Internet-Verleger und Online-Publizisten ihre volle Aufmerksamkeit schenken. Durch die sozialen Netzwerke, besonders durch Facebook, hat die "personalisierte Entdeckung" gegenüber der klassischen Suche an Bedeutung gewonnen.

Um im Internet gefunden und etwa in den Suchergebnissen bei Google möglichst weit oben gereiht zu werden, stand Webseiten-Betreibern mit der Suchmaschinenoptimierung anhand von Schlagworten bisher ein probates Mittel zur Verfügung. Dem Experten zufolge verloren die Anbieter mit ihrem starren Blick auf die passenden Keywords jedoch ihre eigentliche Aufgabe der Erzeugung guter Inhalte und ihr Publikum allmählich aus den Augen. Dabei ist es der Content, der die User interessiert und zu möglichen Webseiten-Besuchern macht.

Ranking und Relevanz

Spätestens mit der Ankündigung einer engeren Zusammenarbeit zwischen Facebook und Bing läuteten die sozialen Medien dem Experten nach das Ende der SEO-Ära ein. So soll die Microsoft-Suchmaschine künftig nicht nur ein hohes "Ranking" in ihren Ergebnissen widerspiegeln, sondern auch Inhalte zeigen, die User tatsächlich für relevant erachten. Danach sollten sich Web-Publisher in ihrer Vertriebsstrategie künftig ausrichten, empfiehlt Elowitz in einem paidContent.org-Beitrag. Empfehlungen und "Likes" durch die Nutzer sind dabei das entscheidende Kriterium.

Schon heute kommt ein Großteil des Traffics auf Webseiten von sozialen Netzwerken - oft mehr als von der klassischen Suche. Zwar liefert Google die Ergebnisse zu Anfragen nach allen erdenklichen Suchwort-Kombinationen. Mittlerweile besteht aber ein Überfluss an passenden Antworten. Elowitz zufolge ist es mit den Social Networks daher nützlicher geworden, den besten Content für den individuellen User zu finden - und dies womöglich sogar schon bevor er überhaupt gefragt hat. (pte)

 

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