Drogen zerstören Netzwerke im Gehirn

29. Oktober 2010, 12:18
  • Artikelbild
    foto: apa/daniel karmann

    Experten bezeichnen Marihuana als Einstiegsdroge.

200 Gehirne Drogentoter untersucht - Langfristiger Drogenkonsum führt zur vorzeitigen Degeneration des Gehirns

Rostock - Drogen können einer Studie der Universität Rostock zufolge im menschlichen Gehirn komplexe Netzwerke von Nerven und Blutgefäßen zerstören oder zumindest schwer schädigen. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung von mehr als 200 Gehirnen Drogentoter im Alter zwischen 15 und 45 Jahren, sagte der Rostocker Rechtsmediziner Andreas Büttner am Freitag.

Die Studie ist nach Büttners Worten die weltweit erste systematische Untersuchung von Gehirnen Drogentoter. Sie belege, dass Drogenkonsum über einen längeren Zeitraum zur vorzeitigen Degeneration des Gehirns führt. Bisher lagen solch umfangreiche Daten nur aus Tierexperimenten vor.

Nervenzellen und Blutgefäße

Die Rostocker Wissenschafter fanden unter anderem heraus, dass Nervenzellen bei den Betroffenen abgestorben waren und die Zahl der Verschaltungen zwischen Nervenzellen abgenommen hatte. Viele Leitungsbahnen seien völlig zerstört gewesen. "Blutgefäße wiesen Veränderungen des vorzeitigen Alterns auf", sagte Büttner.

Büttner kritisierte, dass Cannabis (Haschisch und Marihuana) bei Jugendlichen oft "zur Grundversorgung" gehöre, dabei sei dies eine gefährliche Einstiegsdroge. Bei bestimmten Personen könnten durch Drogenkonsum Psychosen ausgelöst werden. Meist bleibe es nicht bei einer Droge, sie werde kombiniert mit Alkohol oder noch stärkeren Mitteln genommen. "Die Betroffenen geraten dann in einen Teufelskreis der Drogensucht", sagte Büttner. Es sei auffallend, dass Menschen mit Drogenkonsum Gedächtnisprobleme hätten und die geistige Leistungsfähigkeit generell abnehme. Dies könne durch die Rostocker Studie ebenfalls belegt werden.

Schulungen für Polizisten

Alarmierend sei, dass bei knapp 2.800 in diesem Jahr untersuchten Blutproben von Kraftfahrern bei gut 22 Prozent der Drogentest positiv ausgefallen sei. Diese Autofahrer fielen durch ihr Fahrverhalten auf, seien zu schnell und risikoreich oder unkonzentriert gefahren. Ihre Feinmotorik sei beeinträchtigt. Büttner forderte für Polizisten spezielle Schulungen für die Drogenerkennung im Straßenverkehr. (APA)

 

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 229
1 2 3 4 5 6
adventurer
00
22.8.2011, 17:05
Politiker für Drogenfreigabe

da Drogen die Netzwerke im Gehirn zerstören leidet der gesunde Menschenverstand. Dadurch wird das reflektionslose Wiederwählen der Politiker wesentlich erleichtert und sicher grestellt.

relatio subsistens
11
10.11.2010, 10:34
Finger weg von Drogen, Leute ...

... sonst werdet ihr noch blöder als ihr ohnehin schon seid.

Sonstwer
03
6.11.2010, 17:23
wäre es zu viel verlangt gewesen

dazu zu schreiben an welchen Drogen die Leute gestorben sind ?

Es gibt so viele verschiedene Substanzen, die als Drogen bezeichnet werden, manche Legal andere illegal. Manche gefährlicher und andere weniger.

Interessant auch die Aussage, dass Cannabis gefährlich ist, da es auch mit Alkohol oder noch stärkeren Mitteln kombiniert werden kann.

Cannabis als Einstiegsdroge für Alkohol ??
Wohl kaum.

Cannabis ist eine Einstiegsdroge für Junk Food !

Sort
 
43
5.11.2010, 11:43
Cannabis ist keine Droge

Cannabis ist eine Pflanze - Natur!

MrTee
12
2.12.2010, 11:31
Auf die Definition der WHO leg ich mal einen großen Haufen!

ela vie
22
3.11.2010, 09:33

vom joint ist noch keiner gestorben, also kann es sich um die drogentoten nur um konsumenten von wirklich harten drogen handeln. und dass deren gehirn dann geschädigt ist, dazu brauch ich kein wissenschaftler sein, um das rauszufinden.

panamanana
 
00
2.12.2010, 16:45
Hank…

…starb an 'ner Überdosis Hasch.
http://youtu.be/hSI1IUbAI50

springflower
13
5.11.2010, 10:01
Von EINEM Joint ist noch keiner gestorben!

Von einem täglichen Joint vielleicht auch nicht, aber diese Leute taumeln recht dumpf durchs Leben. Die sind aber noch besser dran als jene, die danach Lust auf was wirklich Hartes kriegen. Kenne leider einige Jugendliche, die nach einer Einstiegsphase mit Cannabis in der harten Drogenspirale hängegeblieben und gestorben sind.
Also - Tut nicht so, als wär das alles eine Gaudi!

MrTee
03
2.12.2010, 11:40

Können sie bitte objektiv bleiben und nicht nur von ihren eigenen Erfahrungen berichten!?

Haben sie sich von der 0815 Anti-Drogenpropaganda einlullen lassen?

Einstiegsdrogen sind noch immer zu allererst Nikotin, dann Alkohol. Wieviele Alkoholleichen gibts pro Jahr, wieviele an illegalen Drogen? Recherchieren sie mal nach und sie werden überrascht sein...

Ich bin Dauerkonsument (Feierabend), hab einen 40h Job mit überdurchschnittlichen Gehalt für Berufseinsteiger, bringe meine Leistungen und bin ein aktives Mitglied der Gesellschaft.

Und ja, ich tu so als wärs ein gaudi. Immerhin noch eine leiwandere als in meiner Kotze aufzuwachen wenn ich zuviel alk hatte, bei weed penn ich da höchstens weg und wach wieder auf und bin fit!

panamanana
 
20
2.12.2010, 16:51
Nikotin Einstiegsdroge?

Meiner Meinung nach ist immer noch Alkohol die Einstiegsdroge, da die Art, Alkohol zu konsumieren, schon beim Konsum von Muttermilch praktziert wird.
Und beim ersten Besuch der lokalen Stammkneippe wird einem dann weisgemacht, dass Zigaretten zu Alkohol besser schmecken … bei allem Respekt vor Ihrem Posting, Alkohol muss an erster Stelle stehen, nur leider wird das in unserer Gesellschaft verharmlost. Sehen Sie sich als aktives Mitglied unserer GEsellschaft, weil Sie regelmäßig mit Alkohol ihre Hemmschwelle durch Alkoholkonsum senken? Oder wie darf man das verstehen?

MrTee
00
2.12.2010, 17:50

Der Dauerkonsum war nicht auf Alkohol sondern auf Cannabis bezogen. Ist nicht klar rübergekommen, sry.

Nikotin hab ich deswegen angeführt, weils bei mir und meinen Freundeskreis so war. Zuerst warens die Zigarretten die man vom Papa gfladert hat. Irgendwann is man dann zum Billa gangen und hat sich an Doppler kauft. Wie gesagt, is nur meine persönliche Erfahrung.

KuKi Basser
00
1.11.2010, 22:04
Drogen?

Frei nach Heinisch-Hosek:

Da haben die wohl nicht alles bedacht...

KuKi Basser
05
1.11.2010, 22:02
Diee Droogen

Da ist lapidar von "Drogentoten" die Rede, dazu das Bild vom Joint-Bau... Und der Hinweis auf die böse Einstiegsdroge Marijuana soll das dann auch noch so irgendwie zusammenführen.

Unter Wissenschaft stelle ich mir etwas anderes vor.

(°)(°)
03
1.11.2010, 17:36
"Experten bezeichnen Marihuana als Einstiegsdroge."

Eh klar, die Experten.

Experte worin? Im lines am Häusl ziehen?

snake
04
1.11.2010, 17:00
einstiegsdroge wegen

nachhaltiger falsch-information.
durch die stetige verteufelung von marijuana und haschisch werden nach konsum die warnungen vor wirklich gefährlichen substanzen einfach nicht mehr ernst genommen. :(

www.weicheier.com
02
1.11.2010, 16:25
Einstiegsdroge?

Meinen die "Experten" den ersten Schluck Sekt, zu Sylvester, von den Eltern Augenzwinkernd angeboten?

schlenschi
 
05
1.11.2010, 14:07
verkehrte Welt

Warum wird Marihuana/Haschisch überhaupt erwähnt?

1. Drogentod durch THC ist nicht möglich, da müsste man ne Tonne oder so auf einmal wegrauchen...

2. Wenn Drogentote untersucht wurden, dann habn die logischerweise was anderes genommen, was wiederum die Gehirnschäden begründet.

3. "Einstiegsdroge" --> kann nur lachen. Wird THC nur deswegen, weil die meisten ihr Gras von Dealern beziehen, die hauptsächlich hartes Zeug verkaufen, so wird einem schnell mal Kokain, Heroin usw angeboten. Wennn man Gras Legal kaufen dürfte (zb Apotheke) gäbs das thema "Einstiegsdroge" nicht mehr.

Ich bin ein bisschen vom Standard enttäuscht, hier so oberflächlich Bericht zu erstatten.

Aber: unter einfluss von Drogen jeder Art-> finger weg vom Lenkrad!

ChesneyB
00
2.12.2010, 12:43

"Wennn man Gras Legal kaufen dürfte (zb Apotheke) gäbs das thema "Einstiegsdroge" nicht mehr."

Ja, klar, sieht man ja in den Niederlanden: http://www.welt.de/print/wam... ische.html

Wicht mit Gewicht
12
2.11.2010, 12:29
Also bitte...

10 Kilo aus 15 Metern Höhe-->
Drogentod durch Cannbis :)

green_tea
10
1.11.2010, 23:25

brauchen wir wirklich zusätzlich zum alkohol noch eine droge die uns legal einfach kaputt macht? die die rauchen wollen, tun das sowieso...

nasserfetzn renntdanoch
01
2.11.2010, 19:58

brauchen...wer braucht denn schon alkohol. oder nikotin. doch nur die süchtigen. und sucht ist ein persönlichkeitsproblem. jedenfalls bei der psychischen sucht. das hat mit der konsumierten substanz nichts zu tun. da würde sich mit einer weiteren droge nichts ändern. wir könnten allerdings den kriminellen kreisen geld nehmen. und dann gleich besteuern. und damit vielleicht die familien wieder entlasten. ich sehe da keine nachteile. die kriminalisierung kostet auch nur geld. und bringt nichts.

dergrind
00
1.11.2010, 11:50

ach ja logisch das mein post nicht durch die zensur kam... da wär morgen die raika kommen und hätt den zensurator der heut dienst hat, fristlos entlassen..., aber auch ein zesurator muss eine familie ernähren... deshalb sei es ihnen verziehen...ein job, auch wenn es nur der des zensurators ist, ist in der heutigen zeit einfach wichtiger als die wahrheit...lg
(p.s. vl brauchen sie mal einen richtigen job....
arbeite in "green jobs", motivierte leute sind jederzeit willkomen, wär doch schade, dass sie, bei ihrem arbeitseifer, bis zur pension, ihr dasein bei der standard zensur fristen müssen...nicht gerade ein rosiges bild)

dergrind
01
1.11.2010, 11:29

der standard ist bereits seit der beteiligug der raeiffeisen bank ein schwarzes $$ecks blattl, obiger artikel stellt dies zum wiederholten male unter beweis, gut dass ich schon seit zehn jahren keinen euro mehr, für diesen schwachsinn bezahle..
witziger weise wird der standard in Ö als linke zeitung gesehen, arg wie weit rechts dieses land bereits steht...

Limubai
04
31.10.2010, 19:10
peinlich

sehr peinlicher artikel!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 229
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.