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Wien - Wie entscheiden Sie, wo Sie am Wochenende hingehen, auf welche Autowerkstatt Verlass ist, welcher Tischler am besten eine neue Einrichtung baut? Mit einiger Wahrscheinlichkeit haben Empfehlungen von Freunden, "Experten" oder Restaurantführer darauf gewichtigen Einfluss. Kombiniert man solche Empfehlungen mit Web 2.0, so kommt Yelp heraus, das 2004 in San Francisco von zwei Paypal-Gründern gestartete Empfehlungsportal.
Heute, Freitag, ist Yelp.at in Wien angekommen, nach einer Expansion, die durch rund 40 große US-Städte, Großbritannien, Irland, Frankreich und Deutschland führte. Yelp konzentriert sich auf große Städte, und die Community der Yelp-Benutzer, die Empfehlungen abgeben und solche suchen, wird lokal von einem Community-Manager betreut, erklärt Miriam Warren, die von London aus für die Expansion verantwortlich ist. In Wien trifft Yelp auf Qype, ein 2005 gegründetes konkurrierendes Portal aus Deutschland.
Wiens großes kulturelles Angebot hätte den Ausschlag dafür gegeben, dass Yelp nach Paris im Mai und Berlin im Juli jetzt hier gelandet ist, erklärt Warren dem Standard. Andere Orte müssen auf Yelp nicht verzichten: Jeder User kann jederzeit ein Lokal oder Geschäft empfehlen.
Yelps Community-Manager, ein hauptberuflicher Mitarbeiter in jeder Stadt, soll zusammen mit dem Yelp-Team dafür sorgen, dass Postings nicht in Bösartigkeiten oder Bewertungsschlachten zwischen Konkurrenten ausarten. Yelp verwendet dazu auch automatische Filter, die versuchen, dieses zu verhindern, erklärt Warren. Für "business owner" gibt es ein unentgeltliches Online-Tool, um ihr Angebot darzustellen, Aktionen anzubieten und auf Kritik zu reagieren - durch öffentliche oder private Antworten, Änderungen des Angebots oder Service oder auch Beschwerde bei Yelp, falls Einträge getürkt erscheinen. Vertrauenswürdige Bewertungen seien der Schlüssel zum Yelp-Erfolg, darum treibe man viel Aufwand, um dies sicherzustellen.
Noch ist der Markt, in dem Yelp eines der führenden Start-ups ist, sehr jung, und möglicherweise werden Yelps Funktionen auch von größeren Netzwerken wie Google oder Facebook geschluckt. Warren gibt sich zuversichtlich, dass die Yelp-Community sowohl für Suchende als auch für Anbieter interessant ist. 39 Millionen Benutzer zählte Yelp im September, und alle drei Monate wachsen die Eintragungen um eine Million Bewertungen. "Unsere User sind nicht nur Kids, die Hauptgruppe ist zwischen 25 und 45", sagt Warren. Vor der Krise 2008/09 habe man mit Anzeigen schon einige profitable Ergebnisse verzeichnet, aber jetzt sei man "im Expansionsmodus", mit 25 Millionen Dollar Risikokapital, das zu Jahresbeginn aufgestellt wurde. (spu, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 29.10.2010)
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Gästebewertungen sind bereits seit Jahren Teil des Konzeptes von DiningCity.com.
Gäste reservieren Ihren Tisch über die Website und bekommen am nächsten Tag ein E-Mail mit der Bitte, das besuchte Restaurant in den Bereichen "Essen", "Service" u. "Atmosphäre" zu bewerten.
Auch hier sind alle Einträge redaktionell begleitet und die Qualität der reviews sehr gut.
Außerdem gibts über diese Website oft tolle Feinschmecker-Angebote.
www.diningcity.com/wien
www.diningcity.com/niederoestererich
... am ersten Tag im Netz und schon gibt es Bewertungen der wichtigsten und bekannten Lokale, die noch dazu nicht immer stimmen.
Die Wahrheit ist vielmehr, die ersten Bewertungen
wurden von bezahlten "YELP" Scouts geschrieben.
Z.B. Fr. Manon schreibt über das Mozart & Meisl,
es sei für Gruppen nicht geeignet und hätte auch keine Garderobe - Möglichkeit. Dieses Lokal lebt zu einem Drittel von Gruppen, und hat natürlich auch genügend Garderobenablagen.
Meine Meinung als Stammgast.
So eine Plattform wird natürlich erst dann interessant wenn es sehr viele Reviews gibt. In Nordamerika find ich z.B. restaurantica.com sehr sinnvoll, die sinnvollste Plattform wenns um die (entwickelte) Welt insgesamt geht ist IMHO tripadvisor.com. Yelp ist IMHO eher schwach bestückt.
wieso sind kritiker automatisch elitär? und wieso sind kunden automatisch "normal" und somit nicht elitär? versteh ich nicht.
wie solche guides – in print oder online – in österreich funktionieren, sieht man ja am bahnbrechenden erfolg von marcellino’s in wien, an der bewertungs-nachvollziehbarkeit von zagat/wien, an der beeindruckenden öffentlichkeits-durchdringung von speising.net und an der tatsache, dass der falstaff/vip gourmet-guide sicherheitshalber doch einen arrivierten gourmet-kritiker an seiner spitze hat.
Zu Speising: von der " beeindruckenden öffentlichkeits-durchdringung von speising.net" is seit einem halben Jahr kaum mehr was zu merken. Kaum Beiträge, wenige ( kaum mehr als eine Handvoll) der 3359 registrierte Mitglieder schreiben regelmäßig obwohl der Informationswert dieser Biräge wirklich hoch ist
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