Debatte

Frühere ORF-Wahl - aber ohne Wrabetz

29. Oktober 2010, 17:15

ORF-Chef Alexander Wrabetz und SPÖ erwägen, die Generalswahl von August 2011 vorzuverlegen - Nur mit der Opposition, sagt SP-Klubchef Josef Cap. Nur ohne Wrabetz, kontert die FPÖ - Auch Grüne, BZÖ lehnen ab

Ein Nein erwies sich in Österreichs Medienpolitik schön öfter als flexibel. Freitag schienen die Positionen eine frühere ORF-Wahl auszuschließen. Das Gesetz verlangt Ausschreibung sechs Monate vor Ablauf der Amtszeit.

Q Nur mit breiter Mehrheit kann sich SP-Klubchef Josef Cap eine Gesetzesänderung auf Standard-Anfrage vorstellen, also "vier, fünf Parteien" : "Das können nicht die zwei Regierungsparteien beschließen." BZÖ-Mediensprecher Stefan Petzner lehnt frühere Wahl ab, Wrabetz solle bis Ende 2011 durchdienen, ebenso Infodirektor Elmar Oberhauser, den Wrabetz gerade beurlaubt hat. FP-Generalsekretär Harald Vilimsky würde "lieber heute als morgen die jetzige ORF-Führung wegbringen", Wrabetz wie Oberhauser, "dieser Intrigantenstadel", gehörten "beide weg".

FP-Mediensprecher und Wrabetz-Fürsprecher Peter Fichtenbauer kann sich blaue Zustimmung zu früherer Wahl "schwer vorstellen" . Bürgerliche, die nicht genannt werden wollen, verlangen dafür "völlige Neuaufstellung der ORF-Führung". Den von der VP in die ORF-Finanzdirektion reklamierten Richard Grasl haben sie da wohl nicht im Visier. Dieter Brosz (Grüne) sieht frühere Wahlen "skeptisch" und "keinen Anlass, das Gesetz zu ändern" .

Kein neuer Stiftungsrat ist eine weitere Bedingung Caps: Er lehne jede weitere Änderung des ORF-Gesetzes ab. VP-Klubchef Karlheinz Kopf verlangt in der Presse für frühere Wahlen eine "Strukturreform" der Gremien. Tage zuvor im Standard-Interview erwartete er die Reform "nicht kurzfristig" vor der nächsten ORF-Wahl.

Die Positionen passen vorerst so gut zusammen wie die Einschätzungen zur ORF-Führung: "Absolut handlungsfähig" findet sie Cap. VP-Stiftungsrat Franz Medwenitsch sieht eine "ernste Führungskrise" , ist für Neuwahl aber nur bei einer "breiten Mehrheit" in Regierung und Stiftungsrat.

ORF-Chef Wrabetz geht nach Standard-Infos davon aus, dass eine breite Mehrheit im Stiftungsrat ohne neues Gesetz früher wählen kann. Ein Direktorenteam, das so breite Zustimmung bringt, dürfte aber selbst dem Architekten der "Regenbogenkoalition" 2006 schwer fallen. ORF-Chefjurist Wolfgang Buchner, von Wrabetz gefeuert, sagt: Früher wählen ohne Gesetzesänderung sei "ausgeschlossen". (Harald Fidler, DER STANDARD; Printausgabe, 30./31.10.1.11.2010)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2
Armani iKassa
00
3.11.2010, 12:24
ja, super Idee dann kann der Warbetzibär bei Dancingstars mitmachen

Sicher süß wenn ihn eine Rassige zur Brust nimmt

João Gilberto Prado Pereira de Juazeiro y Jablonko
00
2.11.2010, 11:43
Roter Durchgriff soll betoniert werden. Siehe:

http://diepresse.com/home/mein... r/index.do

João Gilberto Prado Pereira de Juazeiro y Jablonko
00
2.11.2010, 11:42
Das Wort
00
1.11.2010, 11:44
Ein Ungustl zu sein ist immer ungerecht.

Der Mann ist ohne Paddei nix und fürs Nixsein wird er gut bezahlt.

dannadosch
00
1.11.2010, 03:27
Mehr Objektivität, nicht weniger Begehrlichkeit: Vertreter der rot-grün-blau-orangen „Regenbogenkoalition“ ziehen Zwischenbilanz.

„Der Lindner-ORF war für uns eine Katastrophe“, sagt FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky. „Aber es gab eine Phase danach, da war es für uns noch schlimmer.“ Jetzt orte man immerhin das Bemühen – bei Wrabetz und Oberhauser – „um mehr Objektivität“. Ob die FPÖ Wrabetz noch einmal wählen würde? „Das ist noch zu früh, um das zu beurteilen.“ (Die Presse, April 08)

multivitamin saft
 
11
1.11.2010, 00:14

die ära wrabetz wird als "die schlimme zeit" in die orf-geschichte eingehen.

russeau71
02
31.10.2010, 17:51
ORF

ich habe schon seit Jahren keinen ORF mehr.....und ich habe es gar nicht bemerkt

Hugo v. Jammertal
02
31.10.2010, 09:33
das modell orf..

... ist gescheitert;
solange die politik die gremien besetzt hat keine führung eine chance auf vernünftige arbeitsbedingungen; das sollten wir aus öbb und ex-verstaatlichter gelernt haben; doch die politiker sind leider derart machtgeil, dass keine hoffnung auf besserung besteht. eine privatisierung mit breiter eigentümerstruktur (warum nicht auch mit ausländischer beteiligung) wäre vielleicht wirklich das geringere übel

MemoryDragon
05
30.10.2010, 18:08
Stellt euch vor

Das Land hätte eine Krise, alle wissen es nur die Regierenden merken es nicht denn sie sind viel zu sehr damit beschäftigt einen langsam dahinsiechenden eingehenden Sender zu monopolisieren weil sie glauben sie hätten damit ein Propagandasprachrohr mit dem sie die Bevölkerung gehirnwaschen könnten.
Irgendwie erinnert mich das alles ans Ende des weströmischen Reiches wo auch alles zerfiel und die herrschenden damit beschäftigt waren einen infight zu führen der sie an den Thron bringt anstatt zu regieren!

superalex
12
30.10.2010, 11:51
Bitte Tabula rasa!!

Ja, alle bitte entfernen, neu ausschreiben, Content von Außen holen, Hinterseer raus, Brezina raus, ...
Endlich Profis ans Werk lassen statt dieser Würschtln!

Und vor allem werbefreiheit in der primetime, zumindest keine Ariel-Werbung bitte!!!

MemoryDragon
11
30.10.2010, 18:14
Es würde schon reichen

einfach den ORF zu spalten und in 2 Gesellschaften zu überführen Ö3 Orf1 etc... sollten als reine privatsender agieren mit den üblichen Auflagen und 0 Gebühren und ORF2 sollte zu einem reinen ÖR Vollprogramm ausgebaut werden mit 0 Werbung.
Die Politik sollte weiters vollkommen aus beiden Anstalten entfernt werden. Alles das ist ein Wunschtraum, aber ich denke zumindest der erste Teil dieses Wunschtraumes wird irgendwann mal von der EU erzwungen werden, es gibt starke Tendenzen in diese Richtung.

mao zeitung
02
30.10.2010, 11:38
nur weg mit den GIS-Gebühren!

dann können die von mir aus wöchentlich wählen.

Bluestone
01
31.10.2010, 07:20

Die GIS-Gebühren abzuschaffen alleine würde uns dann aber von der Zahlungsverpflichtung nicht befreien, solange der ORF ein Staatsrundfunk ist.

Der Fehlbetrag würde dann von Steuergeldern ausgeglichen werden.

Würde mich interessieren, wie hoch die Gagen der Privatsender-Häuptlinge im Vergleich zu Wrabetz und Oberhauser sind.

mao zeitung
10
31.10.2010, 13:34

da muss ich ihnen recht geben, der ORF-RotFunk gehört zumindes finanziell auf die 1/2te reduziert!

MemoryDragon
01
30.10.2010, 18:15
Das Problem sind nicht die

GIS Gebühren sondern dass der ORF mit diesen Gebühren sehr stark privatwirtschaftlich agiert, und solange die Politik ständig ihre schmierigen Finger in der Anstalt hat ist auch der öffentlich rechtliche Auftrag des letzten verbliebenen ÖR Teiles nur mehr bedingt gegeben. Aber das war seit jeher das Problem des ORF und generell Österreichs dass die Parteiendruchdringung viel zu stark ist und zwar in Bereichen wo sie eigentlich absolut nix verloren hätten!

bärli bär
00
30.10.2010, 01:36
Nachdem da eh alle so gscheit sind ...

... wie glauben SIE die Jodel-Fußball-Sumsiträller-Amiserieneinkäufer Mischpoke loszuwerden?

Durch Kopfabschneiden leider nicht, soviel darf ich verraten. Sis wie ne Hydra, die Bude. Die Politschachereien nur der sichtbare Teil des Wirtschaftens. So werdns a Musikantenstadl-Championsleague-CSIhintertupfing Programm net ändern.

Antwort erwünscht, Stricherl sand zweng.

Das Wort
00
1.11.2010, 12:29
Sicher hilft Grokonelle abwählen - die Opp wird keinen Staatsfunk auf dem Haufen einrichten können!

Kontrolle ist überall im Lande das Dringlichste. Wir sind näher an Griechenland als die uns verpröllen wollen, lassen aber beim Selbstbereichern kein Stäubchen aus.

Der Betriebsrat predigt, steuern zahlt der Chef und die Lehrer meinen wir können für unsere Kinder nicht genüg löhnen.

Die Fetzen gehören in Jauche getaucht, aber schnell.

Bluestone
04
29.10.2010, 20:12

Wozu braucht es den ORF überhaupt?

Bin für eine Volksabstimmung und gleich für eine Abschaffung der Zwangsgebühren. Der Staat braucht eh Geld-also warum den ORF nicht privatisieren?

Die Frage ist dann nur, wohin dann mit den ganzen Protektionskindern?

Massenregierungshalter mögen Phrasenfutter
01
30.10.2010, 15:39
1öffentl/rechtl. Sender

den Rest privatisieren es müssen ja div. Regierungs-
phrasen wie auch Wahlübertragungen, Wetter etc.
gewährleistet werden. Es reicht auch eine Sende-
zeit von 09:00-22:00.

Die Protektionskids schicken wir dann in den
Dauerzivildienst, was anständiges arbeiten, oder
halt zum Berufsheer.

Wie eben jetzt von der Post zur Polizei gewechselt
werden kann.

Ich finde es immer wieder amüsant wie in dieser
Branche manche meinen durch ihre Stimme oder
Aussehen sind sie wichtig buaaaaaahhhhh.

Gerade im Radiobereich könnte man die Behinderten-
quote bei den Arbeitsplätzen großzügig steigern,
genau so bei den div. Moderatoren im TV.

So haben wir viel zu viel körperlich G'sunde
die eh nur vorlesen brauchen.

Daniel Stein1
11
29.10.2010, 19:46
Top-Mann

Dr. Brandstätter wäre die ideale Besetzung für diesen Posten gewesen. Doch leider wurde Parteipolitik über Kompetenz gestellt. Nun ist es zu spät! Dem KURIER-Geschäftsführer Mag. Kralinger ist es zu verdanken, dass dieser Top-Journalist nun bei der größten Qualitätszeitung des Landes arbeitet. Gemeinsam mit DI Schwärzler und seinem Team wird es diesem kompetenten Trio gelingen, dass der KURIER auf allen Vertriebskanälen seine Spitzenposition beibehält!

ehschowissn3
00
1.11.2010, 08:45
beste satire

nur leider von wenigen erkannt. danke sehr, ist echt lustig.

wnowak
00
31.10.2010, 13:16
PEINLICH

Professionelle Kommunikationsarbeit schaut so aus, dass man nichts davon merkt-Herr Daniel Stein.Und nebenbei bemerkt, keiner von den wirklichen Profis ob Mahr, Brandstätter oder Zeiler wollen sich das antun.
Täglicher Dauerstress mit Laura und Konsorten und null Gestaltungsmöglichkeiten.Selbst Herr Amon der Dauergepriesene will in Wirklichkeit nicht GD werden-dann müsste er etwas arbeiten...

emil dackweiler
00
1.11.2010, 17:31

zeiler ok, aber mahr und brandstätter? dass man als cr auch ein unternehmen führen kann ist natürlich nicht auszuschliessen. aber eher günstiger zufall als logisch.

eis erne faust
00
30.10.2010, 11:22
hihi

austromir
 
01
30.10.2010, 08:26
Geh Brandy, Du sollst doch nicht immer selber posten!

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 44
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.