Abbas: Stufenplan, falls Verhandlungen scheitern

28. Oktober 2010, 16:48

Palästinenser wollen USA oder Sicherheitsrat um Anerkennung von Staat bitten

Ramallah - Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) hat einen Stufenplan für den Fall vorbereitet, dass die Friedensgespräche mit Israel endgültig scheitern. Nach einem Treffen mit dem ägyptischen Außenminister Ahmed Abul Gheit in Ramallah sagte Abbas am Donnerstag, die erste Option seien weiterhin direkte Gespräche mit Israel.

Neue israelische Bauprojekte "inakzeptabel"

Dafür sei jedoch ein vollständiger Baustopp im Westjordanland notwendig, "damit wir sicher sein können, dass Israel wirklich eine Lösung für Fragen wie den künftigen Grenzverlauf, Sicherheit, Jerusalem, Flüchtlinge und andere Probleme finden will". Neue israelische Bauprojekte, die seit dem Ende des befristeten Baustopps vor gut einem Monat im Westjordanland angefangen wurden, seien "inakzeptabel".

Abbas sprach von insgesamt sieben Optionen, die er jedoch nicht alle erläuterte. Im Falle eines Scheiterns direkter Gespräche sei die nächste Option, von den USA eine Anerkennung der Grenzen für einen Palästinenserstaat zu erbitten, wie sie vor Beginn des Sechstageskriegs von 1967 verlaufen seien. Eine nächste Möglichkeit sei es, sich in der Frage an den UN-Sicherheitsrat zu wenden.

Ägypten als Vermittler

An der Zusammenkunft in Ramallah nahm auch der ägyptische Geheimdienstchef Omar Suleiman teil. Ägypten übernimmt regelmäßig die Rolle des Vermittlers in Nahost. Der israelische Berater für Nationale Sicherheit, Uzi Arad, war nach israelischen Rundfunkangaben vor drei Tagen in Ägypten mit Suleiman und anderen Repräsentanten zusammengekommen.

Abbas sagte, der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu habe ihn vor einseitigen Schritten gewarnt, wie etwa ein Gang zu dem UN-Sicherheitsrat, um die Anerkennung eines Palästinenserstaats in den Grenzen von 1967 zu fordern. "Dies ist etwas, was wir erst in einigen Monaten tun würden", sagte der Palästinenserpräsident. Israel unternehme hingegen seit Jahrzehnten immer wieder einseitige Schritte.

Ägypten unterstützt palästinensische Forderung

Abul Gheit sagte, Ägypten unterstütze die palästinensische Forderung nach einem Baustopp vor neuen Gesprächen. "Wir verurteilen die Siedlungen und das Verhalten der Siedler", sagte er. Er erklärte, er habe mit Abbas darüber gesprochen, was in Zusammenarbeit mit den USA und der Arabischen Liga zu unternehmen sein, sollten die Friedensverhandlungen endgültig scheitern. Bei Gesprächen mit israelischen und US-Repräsentanten im Bemühen um einen neuen Baustopp habe es keinen Durchbruch gegeben.

Die Anfang September wieder aufgenommenen Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern liegen seit Ende eines befristeten israelischen Baustopps im Westjordanland vor gut einem Monat brach. Die Palästinenser wollen erst an den Verhandlungstisch zurückkehren, wenn Israel den Baustopp verlängert.

Der israelische Rundfunk berichtete am Donnerstag, die ägyptischen Besucher wollten Abbas dazu überreden, einer Wiederaufnahme von Gesprächen im Gegenzug für einen Teilbaustopp Israels zuzustimmen. Dabei sollte nur in den sogenannten Siedlungsblöcken des Westjordanlands weitergebaut werden, die Israel sich im Rahmen einer Friedensregelung ohnehin einverleiben will. (APA/dpa)

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11 Postings
elsalvador
310
30.10.2010, 10:04
Die Vorbereitungen sind im vollen gange =)

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/... chuss.html

Donatella Kasparov
164
29.10.2010, 10:46

Die palis sollten zuerst einmal israel akzeptieren, dann schauma weiter,

Die USA werden nicht helfen, genau so wie die UNO nicht.

wie können die gebiete anfordern, wenn die selbst kriege gegen israel geführt haben mit dem ziel israel auszulöschen? Wenn man selbst mit arabischen verbündeten kriege startet und noch verliert, so sollte man auch mit gebietsverlusten rechnen. so ist das einfach.

warum können 2 Mio Araber in Israel friedlich leben und in den Hamaszonen kann kein einziger Israeli leben?

warum sollen menschen vom Westjordanland umgezogen werden? Dann sollten auf der Gegenseite die 2 Mio Araber auf israelischem Boden auch umsiedeln... ist das gerecht?

Gerry Kreisky
415
29.10.2010, 13:06
Frage an Donatella Kasparov: weshalb gibt es in israelischen Schulbüchern,

ja sogar in jenen in den Ulpans verwendeten k e i n Palästina. Auf diesen Landkarten ist

a l l e s

Israel!

Und dass die im Rahmen des Oslo-Abkommens ausgetauschten Dokumente die faktische Anerkennung Israels darstellen, die jetzige Hamas ein Israel in den Grenzen von 67 ebenso anerkennen würde, unteschlagen Sie natürlich auch.

Cutting Edge
00
8.11.2010, 21:39

Kreisky, gehen Sie mal nach Israel und überzeugen Sie sich selbst! Hören Sie gefälligst auf mit der falschen Anti-Israel-Propaganda.
Aber nein, Sie glauben Sie wissen alles besser...

Hätte Arafat Israel bei den Osloer Abkommen Israel anerkannt, würden sich die jetzigen Führer der PLO und Fatah nicht dagegen wehren, dies zu tun. Ohne gegenseitigen Respekt kann nie Frieden zustande kommen.

Die Hamas hatte nichts mit den Osloer Gesprächen und Abkommen zu tun, sie verlangen außerdem laut ihrer Charta bis heute die Auslöschung aller Juden, in Israel und der ganzen Welt.

Prüfen Sie ihre Meinung über die Sache und hören Sie bitte auf, einseitige Argumente gegen Israel zu schreiben, welche auf Hinblick der Fakten nicht vor der Wahrheit bestehen!

tim tim
12
6.11.2010, 23:05
Zahar: Jews will soon be expelled from Palestine

Hamas leader says Jews were kicked out by France, Britain, Belgium, Russia and Germany “because they betrayed, stole and corrupted these countries;” adds, "we will soon pray at Aqsa Mosque." ... http://www.jpost.com/MiddleEas... ?id=194259

So viel zur Hamas, die laut Ihren Worten ein Israel in den Grenzen von 67 anerkennt... Wie verbohrt, blauäugig und jujdenfeindlich muss man sein, dass man das Ziel der Hamas nicht anerkennen will, nämlich die Zerstörung Israels?

Paolo Callito
 
84
30.10.2010, 19:07
@Kreisky: Googeln für Dummies

Evangelische Kirche Deutschlands veröffentlicht Karte ohne Israel:
http://www.n-tv.de/politik/d... 38358.html

"Palestinian" Authority replaces Israel
http://www.palwatch.org/main.aspx?fi=466

"I dream of a map without Israels":
http://israelstreams.com/?israelin... s/8172.htm

Ein paar "palästinensische" (arabische) Karten ohne Israel:
http://www.factsofisrael.com/blog/arch... 00152.html

Mit deutschen Steuergeldern werden in den "palästinensischen" Autonomiegebieten antisemitische Schulbücher finanziert.
http://www.welt.de/print-wam... enser.html

Herbert Chaos
43
31.10.2010, 14:21
Schau dir ruhig das PLO Emblem an und reviediere deine Schmafu Aussage Kreysky!

Es gibt übrigens ne Arte doku über Schulen in Israel und den PA und ihren umgang mit dem Friedensprozess. Die zeigt genau das Gegenteil von dem was du behauptest.

Nämlich dass das Thema in den meisten israelischen Schulen sehr kontroversiell behandelt wird während in Palästinensischen Schulen, nicht diskutiert und sogar die Städtenamen so gelehrt werden wie sie von 70 Jahren waren. Natürlich gibt es dann auch Israelische Beispiele von Schulen (speziell in Siedlungen) in denen eine 2- Staaten Lösung nicht diskutiert wird. Ich kann jetzt auf die schnelle nicht den Titel der Doku herausfinden aber sobald ichs weiss poste ich es dir damits auch a bissl eine Ahnung bekommst von der Realität dort.

Gerry Kreisky
33
31.10.2010, 17:39
Nur zwei kurze Fragen:

1. Hat der isrealische Bildungsminister Gideon Saar letztes Jahr (2009) per Erlass die Manipulation israelischer Schulbücher dahingehend durchgesetzt, dass die Vertreibung der 700.000 Palästinenser 1948 aus den Büchern zu entfernen sei ? Ja oder nein ?

2. Bekommen Neuzuwanderer nach Israel in den 'Ulpanim' ein offizielles Geschichtsbuch vorgesetzt, in welchem a l l e s Israel ist und Palästina nicht existiert ? Ja oder nein ?

troob
44
31.10.2010, 22:47
Nein auf Beides, warum?

@Kreisky

Saar hat meines Wissens nach in einer Schulstufe - ich glaube, der 5. - ein Buch nicht für den Unterricht freigeben lassen, welches eine sehr einseitige arabische Sicht des israelischen Unabhängigkeitskrieges zum Inhalt hatte.

Er hat damals - so glaube ich mich zu erinnern - sinngemäß gesagt, daß es für ein offizielles israelisches Schulbuch völlig unpassend sei, wenn der israelische Unabhängigkeitskrieg nicht als solcher, sondern als "Naqba" tituliert wird, also ein sehr arabischlastiges Narrativ präsentiert.

Es entspricht etwa der Situation, daß in einem österreichischen Schulbuch der zweite Weltkrieg so dargestellt würde, daß Österreich diesen verloren habe, und die Alliierten nicht als Befreier, sondern als Besatzer Österreich erobert hätten - unter Ausblendung der sonstigen Vorgeschichte. Selbstverständlich erhielte so ein Buch niemals die Approbation, und zu Recht nicht.

Ad Ulpanim: Diese sind durchwegs privat organisiert, werden also nicht in staatlichen Schulen unterrichtet. Dementsprechend ist es gänzlich unplausibel, daß ein Schulbuch einer öffentlichen Schule dort Verwendung finden sollte.

Völlig unbestritten aber ist die arabische Grundhaltung, daß Israel nicht existiere, und Palästina vom Fluß bis zum Meer reiche. Warum haben sie noch nie dagegen Stellung bezogen?

Ich darf es ihnen in Anbetracht ihrer bisherigen postings sagen: Weil sie halt ein Antisemit sind. So what? Von denen kenne ich Viele...

NONE
411
29.10.2010, 02:51

Es wird endlich Zeit einen Palästinenserstaat zu errichten.

Die beste Lösung wäre ein Staat für 2 Völkers. Dies wird von Fundamentalisten nicht erwünscht.

Ergo bleibt nur mehr die Konfrontation und der alleinige Weg. Das wird Abbas auch tun müssen da es unter Lieberman und Netanyahu niemals zu einer Lösung kommen *kann*.

Dumm das die israelischen Wähler mehrheitlich den Radikalen ihre Stimme zugesprochen hatten.

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