Wenn die Gondeln Trauer tragen

28. Oktober 2010, 17:48
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Gut schlecht drauf sein - Der Club Waidwund zeigt wie das geht - kommenden Montag im Rhiz

Bevor die Bäume im November wieder vermehrt seltsame Früchte tragen werden, groovt sich der exzentrische Club Waidwund am Allerheiligentag kommenden Montag schon einmal drauf ein. Seit fünf Jahren besteht dieser Club, der sich dem traurigen, aber schönen Liedgut verschrieben hat. Nach dem Elektro Gönner hat er nun im Rhiz seine Heimat gefunden, alle paar Wochen wird hier gegreint, gelitten und durchs Jammertal gekrochen, dass es nur so eine Art hat. Trotz der schattigen Ausrichtung dieser Das-Glas-ist-immer-fast-leer-Veranstaltung feiert sie sich und die für die Beschallung in den letzten fünf Jahren Verantwortlichen mit einem DJ-Radl. Über 30 DJs werden mit kleinem Köfferchen anreisen und je vier, fünf akustische Trauerweiden zwischen tragischer Schönheit und knieweicher Depression verlegen. Wer lacht, verliert, aber Winner sind in einem Loser-Club ohnehin fehl am Platz. Chef-Träne des Club Waidwund ist der Standard-Nachtlebenbeauftrage Johannes Luxner, der wöchentlich die Rubrik Nightshift verfasst. Zu all dem heiteren Eskapismus, zu den ihn sein Job zwingt, schafft er mit dem Club Waidwund ein psychosoziales Entlastungsrinne. Wohlsein. (flu, DER STANDARD - Printausgabe, 29. Oktober 2010)

1. 11., Rhiz, 21.00

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