Wagenburg Hafenstraße in letzten Zügen

Martin Obermayr, 28. Oktober 2010, 18:44

Nach einer 24-Stunden-Fristverlängerung bis Freitag 9 Uhr früh von Seiten der Stadt Wien packen die Mitglieder des Wagenplatzes Hafenzufahrtsstraße ihre Habseligkeiten und ziehen mit ihren mobilen Behausungen friedlich ab

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foto: mob/derstandard.at

Die meisten Anhänger sind bereits vollgestopft mit allerlei Sachen für die Übersiedlung - nächster Halt ist der bereits existierende Wagenplatz in der Lobau, für den auch ein offizieller Mietvertrag mit der Stadt abgeschlossen wurde. Dass es dort mit den Wägen, die jetzt noch dazu kommen, recht eng wird, ist allen Mitgliedern klar - dennoch wollen sie in der Lobau zumindest einmal den kommenden Winter verbringen.

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parapente
32
8.11.2010, 10:28
Mobile Behausung

darf man zu diesem Schrott wirklich nicht sagen!

mitchfizzl
35
31.10.2010, 08:14
rumänien, serbien, bulgarien, mazedonien, kosovo...

diese länder haben uns bei den "alternativen wohn- und lebensformen" anscheinend einiges voraus. da könnte sich die wiener regierung mal einiges abschauen...

LGM
04
31.10.2010, 15:32

die genannten Länder sind sicher Vorbilder, was die Lebensqualität betrifft
träum weiter

parapente
00
19.11.2010, 10:39
Dort fährt man noch

mit selbstgebauten Pferdefuhrwerken.

RebelAngel
 
02
23.11.2010, 09:35
was bestimmt daran liegt,

dass man gerne Pferdefuhrwerke baut!

Johann Dau
14
31.10.2010, 00:03

Finds ja echt bemerkenswert, dass jemand wirklich freiwillig so leben will, noch dazu in so kalten Ländern wie Deutschland und Österreich. Wenn ich nicht wüsste, dass die so leben wollen, hätt' ich ärgstes Mitleid gehabt bei den Bildern...

Habe schon in übelsten Löchern gewohnt (französische Studentenheime, chambres traditionelles - Horror! Schimmel an den Wänden, vandalisierte Gemeinschaftsklos, durch die Türen kommt nachts ständig Licht und Lärm vom Gang...), aber selbst von dort wär ich wohl nie freiwillig in so einen Trailerpark gezogen...

Dagmar Rehak Wien
 
42
30.10.2010, 19:52

Ich würde in regelmäßigen Abständen Wasser-, Kanal- und Stromanschlüsse aufstellen, und wenn man Geld reinschmeißt und die Wohneinheit richtig angeschlossen ist, kommt was raus.

fahrenheit 451
02
30.10.2010, 20:03

für gesamt 40 leute in wien? tolle kostendeckung....

warum nicht gleich die fernwärme mit euro betreiben?

Dagmar Rehak Wien
 
33
30.10.2010, 20:29

Nein, für alle.
Es gibt ja nicht nur diese 40 Leuten, sondern auch jede Menge Obdachlose, die das wohl auch bleiben werden, weil es für Wohnen eine unüberwindbare finanzielle Hürde gibt. Die könnten dann ihren alten Wohnwagen da anschließen und wieder ein Mensch werden.
Und dann gibt es auch noch Standln wie zB am Christkindlmarkt oder Würstelstände. Die hätten es auch gerne gemütlicher beim Klogehen.
Ich finde nicht, dass es ein Zeichen von "zivilisiert" ist, wenn mit großem Aufwand Räume geschaffen werden, die allein bewohnt werden dürfen und deren Errichtung so viel Geld kostet, dass eine winzige Minderheit die Herstellung über hat und die Mehrheit sich unterordnen muss, weil Wohnen ein Grundbedürfnis ist, sondern Grundbedürfnisse müssen kostengünstig und niederschwellig befriedigt werden können. Die Kosten für Nahrung und Kleidung haben wir schon auf ein erreichbares Niveau gesenkt, bzw. steht sogar teilweise gratis zur Verfügung, aber Obdach gibt es nur mit riesen Aufwand, und das darf in einer zivilisierten Gesellschaft nicht sein.

fahrenheit 451
14
30.10.2010, 22:07

die anzahl an obdachlosen mit wohnwagen dürfte wohl gegen null gehen. wäre wohl besser sozialwohnungen zur verfügung zu stellen statt einen strom- und wasseranschluss auf der straße......

außer sie rechnen fahrende völker in osteuropa hinzu. und ob ich eine dauerwohnwagensiedlung auf staatskosten betrieben (strom und wasser werden in ihren beispiel natürlich doch kostenlos zur verfügung gestellt) vor meiner haustür lange ertragen würde ist eine andere frage. würde wohl meinem vermieter einen brief vom anwalt bezüglich mietminderung durch verringerte lebensqualität zukommen lassen.

Dagmar Rehak Wien
 
31
30.10.2010, 23:34

Nein, nicht kostenlos. Steht doch eh da oben.

Und was ist mit den Würstlstandlern?

Wenn du so unter deinen Mitmenschen leidest, pack dich halt irgendwo ein, wo du keinen sehen musst.

fahrenheit 451
02
31.10.2010, 02:46

nebenbei. wie soll eine obdachloser die anschlussgebühren für strom, wasser und kanal bezahlen?????

ohne soziale subvention würden die dinger doch über nacht aufgebrochen werden...

und dann? kontrollwahnsinn um schlussendlich aufgrund der uneinbringbarkeit der kosten wieder über die öffentliche hand querzufinanzieren?

ihr ganzes konzept ist für die tonne. standler existieren schon ohne ihr konzept und nur weil sie bei standl x erwarten eine moderne toilette vorzufinden zahlt sich die investition nicht aus. gehen sie doch einfach 50 meter weiter in das nächste lokal. verweigern darf man ihnen dort die toilettenbenutzung nicht....

Dagmar Rehak Wien
 
20
31.10.2010, 12:04

Klar darf ein Lokalbesitzer die Toilettennutzung verweigern.

fahrenheit 451
00
31.10.2010, 14:19

im schlimmsten fall darf der betreiber einen reinigungszuschuss kassieren aber nur aus lust und laune verweigern darf er nicht. wenn ihnen diese kapitalistische maßnahme zuviel ist bleibt nur noch der nächste busch. werden sie dort aber von einem polizisten erwischt wirds halt teurer...

Dagmar Rehak Wien
 
00
31.10.2010, 14:37

Glaub ich nicht.
Wo kann man das nachlesen?

fahrenheit 451
00
31.10.2010, 14:45

werfen sie eine suchmaschine an und versuchen sie mal unter toilettennutzung + recht sich schlau zu machen.

eine privatperson darf die nutzung seiner toilette verweigern aber ein betreiber eines lokals darf die benutzung nicht verweigern bzw maximal eine benützungsgebühr für reinigung einheben.

Dagmar Rehak Wien
 
01
31.10.2010, 16:02

Ich habe jetzt gegoogelt, aber nur die Situation in D gefunden, wo das Klo offenbar tatsächlich nicht verweigert werden darf.
Aber wie ist die Situation in Ö? In welchem Gesetz ist das geregelt?

fahrenheit 451
00
31.10.2010, 16:52

im grunde aufgrund der gleichen rechtsfamilie gleich wie in deutschland geregelt. dort wurde es schon ausprozesiert. mußte aber eigentlich noch nie in österreich darauf hinweisen beim betreten einer toilette.

fahrenheit 451
00
31.10.2010, 02:42

deswegen wohn ich in einem privat vermieteten haus in dem von 18 parteien ganze 4 wählen dürfen. warum? weil hier jeder über eine grundbildung und genügend einkommen verfügt sein eigenes leben zu finanzieren und humorvoller weise seine kinder auf privatschulen schickt....

Mynnia
01
30.10.2010, 21:51

Lass es mich so sagen....

:-*

:D

Dagmar Rehak Wien
 
21
30.10.2010, 19:43

Warum dürfen eigentlich Autos überall herumstehen?

fahrenheit 451
01
30.10.2010, 20:00

weil in autos eigentlich nicht gewohnt wird? abwasser etc? wobei wenn sie ein auto auf eine privatfläche eines anderen stellen wird es auch abgeschleppt....

Dagmar Rehak Wien
 
20
30.10.2010, 20:20

Durchs Wohnen allein entsteht noch kein Abwasser, erst wenn es einen Wasserzufluss gibt. Und die Ölflecken, die ein Auto hinterlässt, stören ja auch niemanden.
Man kann reglementieren, wie umweltschädlich Abwasser sein darf, aber nicht mehr, denn Regen darf ja (noch?) auch überall hinfallen. Und falls das Abwasser stört oder an eine bestimmte Stelle fließen soll, kann man maximal noch reglementieren, dass es in einen Kanalanschluss zu fließen hat.
Aber Wohnen an sich verbieten geht nicht.

silurus g
01
31.10.2010, 10:57

Auch wenn ich für die Gruppe bin..

Aber ohne Wohnrecht kein wohnen, das brauch ich garnicht verbieten.

Wenn bei mir wer im Garten schläft ohne zu Fragen wird er einfach vertrieben. Wohnen verbiete ich der Person dabei auch garnicht. Aber nicht in meinem Garten!

Vielleicht überlege ich mir das wenn Sie hier Ihre Adresse posten und niemandem verbieten bei Ihnen zu wohnen...

Dagmar Rehak Wien
 
30
31.10.2010, 12:06

Du empfindest offenbar öffentlichen Raum als deine Privatsphäre. So ist es aber nicht. Das sind zwei völlig konträre Dinge.

Und ein prinzipielles Wohnrecht hat man einfach in einer Zivilisation, aber eben nur dort.

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