Bauchspeicheldrüsenkrebs lauert Jahre im Körper

28. Oktober 2010, 12:38
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    foto: apa/mark j. terrill

    Mit nur 57 Jahren hat Patrick Swayze den Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren.

Krankheit spricht zum Zeitpunkt der Diagnose oft auf Behandlung nicht an -Tumore wachsen langsam - Füherkennung möglich

Baltimore - Bauchspeicheldrüsenkrebs kann - bevor er ausbricht - bereits seit vielen Jahren im Körper lauern. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Howard Hughes Medical Institute und der Johns Hopkins University. Die Forschungsergebnisse weisen auf frühere Möglichkeiten, die Krankheit zu erkennen und zu behandeln, hin. Bauchspeicheldrüsenkrebs endet in 95 Prozent der Fälle tödlich.

Häufig aggressiv

Die genetische Analyse von Tumoren hat jetzt ergeben, dass die ersten Mutationen 20 Jahre früher auftreten als sie dann letal werden. Die Überlebensrate hat sich z.B. in Großbritannien in den letzten 40 Jahren nicht verbessert. Die Krankheit ist zum Zeitpunkt der Diagnose häufig aggressiv und spricht auf eine Behandlung nicht an. Die in Nature veröffentlichte Studie geht daher von langsam wachsenden Tumoren aus.

Die Wissenschaftler untersuchten Gewebeproben, die von primären Tumoren in der Bauchspeicheldrüse und aus anderen Bereichen des Körpers, also von Metastasen, stammten. Die DNA in jedem Gen dieser Tumore wurde sequenziert und nach Anzeichen für Mutationen gesucht. Jeder metastasische Tumor verfügte durchschnittlich über 61 krebsbedingte Mutationen. Zwei Drittel dieser Mutationen konnten auch im Tumor in der Bauchspeicheldrüse nachgewiesen werden.

11,7 Jahre

Derartige genetische Mutationen entstehen mit einer relativ gleichmäßigen Geschwindigkeit. Aus diesem Grund liefert die Ansammlung der Mutationen einen Hinweis darauf, wie lange sich die Krebserkrankung in den einzelnen Stadien der Krankheit bereits entwickelt hat. Mit Hilfe dieser molekularen Uhr schätzten die Wissenschaftler, dass es durchschnittlich 11,7 Jahre dauerte bis eine einzelne genetische Mutation in einer Zelle der Bauchspeicheldrüse zu einer fertigen Tumorzelle wurde.

Danach dauerte es durchschnittlich weitere 6,8 Jahre bis sich Metastasen bildeten. War dieses Stadium erreicht, vergingen in den meisten Fällen bis zum Tod des Patienten weniger als drei Jahre. Es ist also laut den Wissenschaftlern davon auszugehen, dass die Entwicklung der Krankheit im Durchschnitt mehr als 20 Jahre dauerte.

Früherkennung möglich

Laut dem Wissenschaftler Bert Vogelstein hatte es zwei Theorien gegeben, warum Tumore der Bauchspeicheldrüse so tödlich sind: Entweder, dass sie von Anfang an sehr aggressiv sind oder, dass die Krankheit zum Zeitpunkt der Diagnose bereits sehr weit fortgeschritten ist. Es zeigte sich, dass die zweite Theorie zumindest bei einem Großteil der Tumore zutrifft. Daher gebe es glücklicherweise eine Möglichkeit, Bauchspeicheldrüsenkrebs frühzeitig zu erkennen. (pte)

Kommentar posten
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nick morgenland
 
00
steuerungsmechanismen ersinnen zur qualitätsverbesserung politischer systeme. schlechte politik, schlechte politiker(innen) sind symptome. ursachenforschung...

welcher krebs lauert nicht jahrelang im körper (bei erwachsenen, meine ich)? ich gehe davon aus, das ist der normalzustand (jahrelanges lauern). und es gibt auch ursachen für krebserkrankungen, die heute bekannt sind.

artikel ist aber trotzdem interessant.

dass nicht einmal ein tausendstel der mittel in die vorsorge (ganz allgemein - gesundheit / krankheit) gehen: sagt etwas aus über das gesundheitssystem, in dem wir leben. vorbeugen ist besser als heilen. dieser satz gehört zu jenen volksweisheiten, die mehr als ein körnchen wahrheit enthalten. warum werden keine konsequenzen gezogen? aus diesem grund sollte versucht werden, die qualität politischer systeme zu verbessern (zweck, ursachen guter & schlechter politik, steuerungsmechanismen

astemp79
30
13.12.2010, 20:26
Vorbeugung gibt es sehr wohl.

Nur ist unsere auf Reaktion anstatt Aktion getrimmte Gesellschaft, stimuliert von der Pharma-Symptombehandlungs-Medizin, nicht mehr daran gewöhnt.

Die Vorbeugung heißt: Energiemanagement.
Dafür sorgen, dass die Energie des Körpers und der Seele bestehen bleibt.
Die Chinesen machen deshalb als Vorsorge Qi-Gong. Das steuert den Energiehaushalt des Körpers und verhindert Energieabfall der Seele (Stress, Depressionen) - und dadurch wird das Immunsystem gekräftigt und verhindert Krankheiten, auch chronische und auch Krebs.
Jeder Organismus ist ständig mit Viren, Bakterien, degenerierten Zellen konfrontiert. Warum wird der eine krank, der andere nicht?
Weil der eine ein schwaches Energiesystem hat, der andere nicht.

HLAB27
01

die lebenserwartung der chinesen ist ja auch so beeindruckend lange.......glauben sie den schwachsinn den sie posten eigentlich selber?

nick morgenland
 
00
ideenkultur

wirkliche diskussionen (ohne schimpfen)...

Oscar W
018
29.10.2010, 04:31
dann bitte auch schreiben was

es für möglichkeiten gibt es vorzubeugen! wenn man schon ein artikel anfängt, bringt man ihn auch fertig

nick morgenland
 
10
22.11.2010, 17:50

http://de.wikipedia.org/wiki/Pankreastumor

"Die Ätiologie des duktalen Adenokarzinoms ist unklar, aber als hohes Erkrankungsrisiko gelten die chronische Pankreatitis (meist durch langjährigen Alkoholkonsum), Adipositas (infolge fettreicher Ernährung), Nikotinabusus, Diabetes mellitus, zystische Veränderungen (Tumoren) und chemische Kanzerogene (Naphthylamin, Benzidin, Nitrosamine). Mittels genetischer Untersuchungen können in einem Großteil der Tumoren Veränderungen des K-ras-Gens (Mutation am Codon 12) auf Chromosom 9 Genlocus p21, sowie des p53-Gens auf Chromosom 17 q nachgewiesen werden [1]."

metacomet
00
in einem mm maligner neoplasie

befinden sich bereits 10 mrd. (!!!) entarteter zellen, daher sind verbesserungen bei bildgebenden verfahren dringend notwendig.

nick morgenland
 
00
kapitalismus rechnet sich nicht.

tatsächlich so viele? kantenlänge ein mikrometer (ein tausendstel millimeter): eine milliarde würfel (modell). die verbesserungen bei den bildgebenden verfahren werden sich positiv auswirken (keine frage).

da ich mich für politik interessiere...

nicht einmal ein tausendstel der mittel gehen in die vorsorge (im gesundheitsbereich).

ich glaube, da sollte in erster linie angesetzt werden. in diesem bereich (nicht nur vorsorgeuntersuchungen) ist pro euro am meisten gewinn an lebensqualität bzw. gesundheit zu erreichen.

dazu kommt: anpassung der wirtschaft an den menschen (und nicht umgekehrt). kapitalismus als leitideologie verursacht schäden in allen bereichen der gesellschaft: sicherheit und gesundheit - folgekosten und folgeschäden.

nick morgenland
 
10
22.11.2010, 18:55

überlebenszeit ist ein halbes jahr (statistischer wert) - von der diagnose bis zum tod.
da kann es zu bauchwassersucht kommen (bauch wird immer größer, weil im bauchraum tumorzellen wachsen). in der spätphase der krankheit wird diese flüssigkeit entfernt. problem ist, dass damit auch wertvolles protein verloren geht (in kombination mit der abmagerung durch den krebs zu sehen).

behandlung: eine gute operation (sehr aufwändig), die die funktion der bauchspeicheldrüse aufrecht erhält.

im konkreten fall wurde das mit komplementärmedizinischen verfahren kombiniert. die überlebensdauer war 1 1/2 jahre (das ist das dreifache des normalwertes). angewendet wurde z.b. hyperthermie (überwärmungstherapie).

nick morgenland
 
11
22.11.2010, 18:50
risikofaktor lactose-intoleranz?

der tumor tritt häufiger im vorderen teil auf (siehe auch wiki). der "vorteil" ist, dass er sich früher bemerkbar macht. tritt er im hinteren teil auf, ist die überlebenszeit sehr gering (kaum vorwarnungen).

im fall in der familie ist es so gewesen:
geringer alkoholkonsum (alle paar wochen eine dose bier), diese ursache scheidet aus, keine fettleibigkeit (zu keinem zeitpunkt), keinerlei nicotinkonsum usw. - es gibt genetische faktoren.

was ich vermute. eventuell "anonymer" alkoholmissbrauch (durch vergärung v. obst).

in der wikipedia wird chronische pankreatitis erwähnt, chronische entzündung der bauchspeicheldrüse. kann es sein, dass das milchzuckerunverträglichkeit (lactose-intoleranz) zusammenhängt? 20 % der bevölkerung ist betroffen.

nick morgenland
 
21
22.11.2010, 19:00

http://de.wikipedia.org/wiki/Lakt... intoleranz

es ist schwer zu begreifen, dass die bevölkerung nicht umfassend über lactose-intoleranz (milchzucker-unverträglichkeit) aufgeklärt wird. es handelt sich nicht um eine allergie, sondern um eine nahrungsmittel-unverträglichkeit (die weltweit häufigste). in österreich ist ein fünftel der bevölkerung betroffen. die meisten der betroffenen wissen es gar nicht. in der konsequenz kommt es zu verdauungsproblemen und zur schädigung des gesamten dünndarms.

milchzuckerunverträglichkeit ist der normalzustand bei allen säugetieren (nach dem säuglingsalter). einige jahrtausende milchwirtschaft haben dazu geführt, dass es zu einer mutation gekommen ist (sonst wäre alle menschen betroffen).

nick morgenland
 
10
22.11.2010, 18:40

hab' das drama in der familie miterlebt. das erste symptom ist abnahme des körpergewichts gewesen (um vier bis fünf kg). den arzt hat das noch nicht alarmiert ("astronautenkost" verschrieben). nach mehreren monaten ist dann festgestellt worden, dass gelbsucht vorliegt (vorwurfsvoll - der nächste arzt).

gelbsucht ist eine krankheit, ein symptom, das auch in folge eines bauchspeicheldrüsentumors auftreten kann (wenn der krebs an der "vorderen" seite auftritt - dort werden die verdauungsenzyme der drüse in den zwölffingerdarm entleert - hintere seite dient der insulin-produktion). wenn der tumor genügend groß ist, wird der abfluss der gallenflüssigkeit behindert. der gelbe farbstoff bilirubin verursacht in der haut starken juckreiz).

mariefred
01
29.10.2010, 14:41

das problem ist, dass man jahre lang nicht drauf kommt, dass man ihn hat. man erkennt ihn meistens erst, wenn er metastasen ausgebildet hat - und dann ist es oft zu spät.

mein vater hat seine diagnose 2,5 monate überlebt und ist vorher von einem arzt zum nächsten wegen seiner rückenschmerzen gepilgert. es hat niemand auf metastasen getippt ...

fertigprodukt
00
29.10.2010, 13:53

gar keine. du weißt halt schon früher, dass du einen ziemlich unschönen tod erleiden wirst. darauf kann ich gerne verzichten.

Roter Baron
21
29.10.2010, 12:06

CT computertomografie
und MRT magnetresonanz
beides machen lassen
(ist chefarzt genehmigungspflichtig)
jedoch
tumore,
die kleiner als 5 mm sind
kann die heutige diagnostik
noch immer nicht eindeutig bestimmen.
daher
überwachen, wenn man einen verdacht hat
innerhalb von 6 monaten
nochmal anschauen lassen.

roter baron

fertigprodukt
10
29.10.2010, 13:53

du beschreibst das wie, nicht das was, welches der vorige poster gefragt hat.

der böse joko
01
29.10.2010, 10:57

Der letzte Satz im Artikel ist etwas irreführend. Lt. dem Paper in "Nature" gelang es, den zeitlichen Ablauf von der Entstehung der ersten kranken Zellen zum Tumor, und dann wiederum den Zeitraum vom Tumor bis zur Fähigkeit zu Metastasieren "festzulegen" (mit einer stat. Wahrscheinlichkeit, vermutlich, geht aber aus dem Abstract nicht hervor). Daraus ergibt sich dann ein sehr langes Fenster zur Früherkennung, in dem eine Behandlung zur Verhinderung der Metastasen (die für die extrem hohe Sterblichkeitsrate verantwortlich sind) begonnen werden kann.

fertigprodukt
00
29.10.2010, 13:54

und die wäre?

-blos so-
00
29.10.2010, 08:32
und wie kann er erkannt werden?

muß man operiert werden oder geht's auch so?

Hellex
00
29.10.2010, 09:52
Vorbeugung gegen Krebs gibt es nicht!

man kann sich nur möglichst gesund ernähren, vernünftig Sport treiben, generell gesund leben um das Risiko gering zu halten. Und selbst die gesündesten Menschen bekommen die unglaublichsten Dinge.
Erkannt werden Tumore durch Tumormarker (Blutwerte), sonstige Anomalien (in diesem Fall bsp. Gelbsucht) oder in der Radiologie. Es gibt die Whipple OP welche massiv ist, aber noch die beste operative Methode. Der Rest ist Strahlentherapie und Chemotherapie, wobei letzterer in der Bevölkerung ein leider nicht gerechtfertigter Erfolg zugeschrieben wird. Nur 1% der Chemos können einen Tumor bekämpfen. Ihr nutzten liegt wohl eher in der Nicht-Metastasierung.
P.S. man kann Vorbeugen! Gab mal einen Trend zur Abnahme der Brüste bei hohem Risiko

artemis70
11
28.10.2010, 23:58
... aus der endlosserie: die tägliche amerikanische studie....

Kurt Kunislav Kupfer
00
29.10.2010, 09:58

Genau, die sollen endlich mit den blöden Studien aufhören und was arbeiten.

artemis70
00
29.10.2010, 10:24
gehn´S bitte -

es geht nicht um die studien selbst, sondern um die mehr oder weniger sinnhafte berichterstattung.

Und jedem seine eigene Busspur
00
28.10.2010, 22:46
helicopter.pylori
20
28.10.2010, 16:14
intelektuelle Selbsbefriedigung?

nur ein Mini-Beispiel:
http://www.focus.de/gesundhei... 53153.html

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