derStandard.at - Interview

"Trennung nach Hautfarben ist so schlimm wie in den 70ern"

Michaela Kampl, 28. Oktober 2010, 14:23

Der Autor Rich Benjamin hat fast zwei Jahre lang in den weißen Enklaven der USA gelebt

Ein Selbstversuch: Zwischen 2007 und 2009 hat Rich Benjamin in "Whitopia" gelebt - so bezeichnet Benjamin Gebiete in den USA, in denen fast ausschließlich Weiße wohnen. Anschließend hat er darüber ein Buch geschrieben: "Searching for Whitopia - An Improbable Journey to the Heart of White America". Im Interview mit derStandard.at erzählt er, wie es ihm bei einem Besuch der rassistischen "Christian Identity Church" ging, wie es sich anfühlt der einzige Schwarze im Raum zu sein und warum Obama bei den midterm elections verlieren wird. 

*****

derStandard.at: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, „Whitopia" zu besuchen?

Benjamin: Ich habe Nachrichten gelesen und Anekdoten in meinem persönlichen Umfeld gehört, dass weiße Leute immer öfter in überwiegend weiße Nachbarschaften ziehen würden. Dieses Phänomen hat mich fasziniert, besonders weil mir auch eine Statistik untergekommen ist, die besagt, dass im Jahr 2042 Weiße nicht mehr die Mehrheit der US-amerikanischen Bevölkerung ausmachen werden. Ich habe mich gefragt, ob es da einen Zusammenhang gibt. Also habe ich meine Taschen gepackt und diese Orte besucht, die mehrheitlich weiß sind.

derStandard.at: Hatten Sie da einen Prozentsatz?

Benjamin: Die USA sind derzeit zu 69 Prozent weiß. Die „Whitopias", die ich besucht habe, waren zumindest zu 85 Prozent weiß, einige von ihnen zu 95 Prozent. Das zweite Kriterium war, dass es in diesen Orten Bevölkerungswachstum geben musste und dieses Wachstum musste durch den Zuzug weißer Bewohner gespeist werden. Als drittes Kriterium musste der Ort eine gewisses „je ne sais quoi" haben: Einige verstehen darunter die Schönheit der Landschaft, andere soziale Homogenität.

derStandard.at: Wie haben Sie Ihre Reiseroute festgelegt?

Benjamin: Ich haben alle „Whitopias" im Land identifiziert, die meine Kriterien erfüllen. Dann wollte ich verschiedene „Whitopias" besuchen, die alle etwas anderes repräsentieren. Ich bin nach Idaho gefahren, weil hier das Phänomen von Bevölkerungswachstum in der Rocky Mountain-Region zu beobachten ist. Ich wollte ein südliches „Whitopia" besuchen, um die Stimmung des Südens der USA einzufangen. Und ich wollte einen Ort, der sehr ländlich ist und einen eher urbanen. Alle von mir besuchten „Whitopias" in Utah, Georgia und Idaho standen für eines dieser Dinge.

derStandard.at: Was macht „Whitopia" besonders?

Benjamin: Abgesehen davon, dass sie weißer sind? Der weniger offensichtliche Unterschied ist meiner Meinung nach, dass sie bessere öffentliche Ressourcen haben als der Rest des Landes. Das ist oft einfach zu dokumentieren: Ihre Wohnungen oder Häuser sind größer, sind näher an der Natur. Die Schulen geben mehr pro Schüler aus.

derStandard.at: Hat die Entstehung dieser mehrheitlich weißen Wohngebiete nur mit der Hautfarbe der Bewohner oder auch mit deren finanziellen Ressourcen zu tun?

Benjamin: Sowohl Hautfarbe als auch Einkommen spielen eine wichtige Rolle. In einigen Gebieten sind die finanziellen Ressourcen, in anderen aber eher die Hautfarbe entscheidend. Aber oft genug geht es genauso um die Trennung von sozialen Klassen wie um die Trennung von Hautfarben.

derStandard.at: Die Wahl einer mehrheitlichen weißen Wohngegend erfolgt also unbewusst?

Benjamin: Es gibt eine Studie, bei der Videomaterial einer bestimmten Nachbarschaft in zwei verschiedenen Varianten gezeigt wurde: schöne Häuser, wunderbare Natur, teure Autos. Es gab einen einzigen Unterschied zwischen den Videos: Die Einwohner waren einmal Weiße und einmal Schwarze. Die Umgebung blieb dieselbe. Die beiden Videos wurden Versuchspersonen gezeigt. Obwohl sich an der Umgebung nichts außer den Bewohnern geändert hatte, stuften die Seher die weiße Nachbarschaft als die bessere, sicherere ein.

derStandard.at: Was hat Sie bei Ihrer Reise überrascht?

Benjamin: Natürlich gab es Überraschungen. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich die Wohnorte, die ich besuchte, wirklich mögen könnte. Ich war jagen, fischen und habe viel Golf und Poker gespielt. Die Freundlichkeit der Bewohner im persönlichen Umgang war eine Überraschung. Es gab aber auch einige unbehagliche Momente: Als ich zum Beispiel eine Bar, oder ein politisches Treffen der Republikaner besuchte und der einzige Schwarze im Raum war, war das ein wenig absurd und lächerlich. Ich war auch bei einer dreitägigen Veranstaltung der „Christian Identity Church", dem religiösen Arm der „Aryan Nation".

derStandard.at: Was haben Sie dort erlebt?

Benjamin: Es war faszinierend. Das sind die neuen Neonazis. Sie sind sehr christlich. Sie glauben daran, dass weiße Angelsachsen mehr Kinder bekommen sollen, weil sie sonst aussterben. Es gibt einen bekannten Anführer der „Arian Nation", sein Name ist David Duke. Diese Leute kritisieren Duke, weil er nur zwei Kinder hat.

derStandard.at: Wie haben diese Leute auf Ihre Anwesenheit reagiert?

Benjamin: Ihnen sind die Kinnladen heruntergefallen. Von wegen: ‚Was machst du hier?‘ Einige haben nicht mit mir geredet. Aber andere waren einfach neugierig: ‚Wir kennen keine Leute aus New York. Wir kennen keine Schwarzen. Was machst du hier?‘

derStandard.at: In einem Video auf Ihrer Website sagen sie, die USA sind genauso nach Hautfarben getrennt, wie in den 1970er Jahren. Hat sich seither wirklich nichts zum Besseren verändert?

Benjamin: Natürlich hat es viele Verbesserungen gegeben. Wenn ich mein Leben mit dem meiner Eltern vergleiche, hat sich vieles verbessert. Dieses Land hat vieles, worauf es stolz sein kann. Aber die Trennung nach Hautfarben ist genauso schlimm, wie in den 1970er Jahren. Auf diesem Gebiet hat es keine Verbesserung gegeben und in manchen Teilen des Landes hat sich das Problem in den vergangenen 40 Jahren sogar verschlimmert.

derStandard.at: Warum ist diese Trennung überhaupt ein Problem?

Benjamin: Weiße werden rund um 2040 die Minderheit in diesem Land sein. Ich glaube es gibt keine liberale, funktionierende Demokratie in einem nach Hautfarben geteilten Land. Damit eine Demokratie ideal funktioniert, muss sie alle Hautfarben, Sozial- und Bildungsstandards integrieren. Ich denke das ist auch ein Thema für Europa. Ich weiß nicht, wie europäische Demokratien funktionieren können, wenn sie nicht integrierend sind.

derStandard.at: Was könnte die Politik machen, um Integration zu ermöglichen?

Benjamin: Ich denke Politik kann viel erreichen. Er wird darum gehen, wie wir die "immigration reform" handhaben. Um die Trennung in den Wohngegenden aufzuheben, muss beim sogenannten „zoning" angesetzt werden. Hier wird entschieden, wer unter welchen Voraussetzungen was wohin bauen darf. Ein Bezirk in den USA kann zum Beispiel festlegen, dass nur diejenigen ein Haus bauen dürfen, die zwei Hektar Land besitzen. Damit bestimmt man auch welche Einkommensschicht in die Region zieht.

derStandard.at: Die Tea Party ist eine mehrheitlich weiße Bewegung mit rassistischen Untertönen. Würde es die Gruppierung auch geben, wenn nicht Obama, sondern ein Weißer Präsident der USA wäre?

Benjamin: Ja und nein. Ich war auch zu einer Zeit in "Whitopia" als die Leute dachten, Hillary Clinton würde die nächste Präsidentin werden. Ich war in einem Pickup-Truck mit einem neuen Bekannten unterwegs. Er sagte: ‚Diese Hillary Clinton, sie wird die Gesundheitsversorgung verstaatlichen.' Viele Angriffe der Tea Party würden auch gegen Al Gore oder Hillary Clinton kommen - gegen jeden weißen Demokraten. Aber: Die Tea Party pflegt eine spezielle persönliche Feindseligkeit gegen Obama und im weiteren Sinne gegen Schwarze.

derStandard.at: Wird Obama kommende Woche bei den midterm elections verlieren?

Benjamin: Ja, das wird passieren. Und zwar wegen der wirtschaftlichen Situation der USA und weil die Tea Party politisch geschickt agiert hat.

derStandard.at: Ist die Tea Party politisch wirklich so relevant, wie die Menge der Berichterstattung über sie glauben macht?

Benjamin: Ich denke, die Stimme der Tea Party ist medial verstärkt und lässt diese Bewegung größer erscheinen als ihre Mitgliederzahl das erlauben würde. Nichts desto trotz ist sie einflussreich. (mka, derStandard.at, 28.10.2010)

Kommentar posten
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Spartaner13
10
3.11.2010, 14:16
Schwarz vs Weiß - ich verstehe es nicht!

Wenn man jetzt gegen Menschen ist, die andere Traditionen haben - ja das ist irgendwie nachvollziehbar. Aber dass man gegen Menschen ist, die nur eine andere Hautfarbe haben - also echt, gehts noch??? Ich habe das nie kapiert. Da gibts auch eine Serie, StarTrek DeepSpace9 - dort gibts einen schwarzen Hauptdarsteller. Ich fand ihn super - ein toller Schauspieler - aber es gab zahlreiche Stimmen, die gegen ihn sind, weil er eben ein Schwarzer ist.

Es ist auch jetzt für uns hier nicht so wichtig, ob jetzt irgendwo böse schwarze Menschen gemein zu braven weißen Menschen sind - es geht hier darum, dass wir die Menschen als Menschen sehen - egal welche Hautfarbe.

cybercon
 
00
3.11.2010, 22:32
Danke

für Ihre tiefen Einblicke in die menschliche Psyche ;-)

Spartaner13
10
4.11.2010, 08:01

Bitte, kein Problem. Die Welt wäre schöner, wenn die Leute ihr Gehrin benützen würden ...

DieBo
00
2.11.2010, 10:34
Wir bewegen uns in vielen Dingen schon seit längerem wieder zurück.

Freigeist
01
31.10.2010, 09:19
eine sehr interessante, wenn auch einseitige geschichte

aber als angehöriger dieser hautfarbe ist es verständlich, die dinge aus diesem blickwinkel zu sehen.

ich hatte vor jahren das "vergnügen", zum "majors ball" im superdome in new orleans eingeladen zu sein. eigentlich die selbe geschichte, nur umgekehrt.
wir waren 4 weisse in einer ausschliesslich schwarzen gesellschaft.
die reaktionen waren geprägt von verwunderung über interesse bis totale ablehnung, wobei letzteres besonders deutlich zum ausdruck kam.

ich fände es deshalb interessant, wenn nun ein weisser in eine ähnliche schwarze umgebung zieht und anschliessend schildert, wie es ihm ergangen ist.
ob die persönlichen eindrücke andere wären?!

meinrad
01
31.10.2010, 09:35

naja, rassismus ist eben nicht exklusiv von weißen erfunden worden.

franz ugs
00
30.10.2010, 14:55
Was dezent verschwiegen wird...

...ist die Tatsache, dass die Bewohner eines Bezirkes neben der Bundessteuer auch eine lokale Steuer in ihrem Bezirk entrichten müssen. Und die ist unterschiedlich hoch, vereinfacht gesagt: Je schöner, sauberer und "besser" die Gegend, desto höher die lokale Abgabe. Die örtliche Polizei, die örtlichen Schulen, die Parks, etc. werden zum (großen) Teil mit dieser regionalen Tax bezahlt. Man muss es sich also leisten können, schön und sicherer zu wohnen.
Das gibt einem aber auch die Möglichkeit mitzubestimmen, was mit seinem Geld passieren soll, hat also Vor- und Nachteile.
Und - ist es wirklich so viel anders als bei uns?

SFO-VIE
03
29.10.2010, 20:37
Teil II

"Ghetto culture" (nicht beschraenkt auf Schwarze) ist heutzutage ein groesseres Problem als weisser Rassismus. Die Vorurteile der Weissen wurden internalisiert und oft als "authentisch schwarz" gesehen. Viele erfolgreiche schwarze Schueler werden "intern" drangsaliert- als "Oreos" - aussen schwarz, innen weiss- oder "Uncle Tom". Lernen gilt vielen als "weiss". Authentisch ist thug culture, Essenz geht also Existenz voraus. Erinnert mich an "Andorra." Es ist der spaete, perverse Triumph der weissen Rassisten, dass viele Schwarze deren Vorurteile als Identitaet uebernommen haben. Vom "high school dropout" zum "my baby daddy" Syndrom. Sklaverei resultierte verstaendlicherweise in absichtl. "Minderleister" Verhalten, z.T. hielt sichs bis heu

SFO-VIE
12
29.10.2010, 20:25
Teil I

(lebe seit 1997 in CA)
Rassismus ist gleich verteilt zw. "Rassen", Macht macht den Unterschied. Als Weisser zur Nation of Islam zu gehen waere das Pendant zu diesem "Selbstversuch".

Fakten sind nicht rassistisch. Die ueberwaeltigende Mehrzahl der Verbrecher sind Maenner. Sexismus ? Junge Schwarze sind die bei weitem gewalttaetigste Gruppe unter den Maennern. Rassismus ? Asiatische Grossmuetter sind die wohl friedlichste. Wer macht sie nervoeser in der beruehmten "dark alley" ? Man kann nur nach Statistik gehen, wenn man jemanden nicht kennt. Geschlecht, Alter, Kleidung, Zeit, Ort etc

Rassistisch waere es, jemanden wegen seiner Hautfarbe abzulehnen, obwohl er sich als netter, friedliebener Mensch herausgestellt hat.

salzamt1
00
30.10.2010, 23:03
glauben Sie keiner Statistik, die Sie nicht selbst gefälscht haben

mag schon sein, dass der Anteil höher ist, die Zahlen verschweigen aber, warum das so ist- soziale Ausgrenzung, Ausbeutung etc

SFO-VIE
02
31.10.2010, 00:05

Glauben sie schwarzen Aktivisten ? FBI ? CDC ? Gruende gibt es mehrere. Sklaverei, Rassismus, klar aber sehr wohl auch die eigene Kultur. Gibt schliesslich Eigenverantwortlichkeit. Gewaltverbrechen schossen nach dem Civil Rights Movement hoch. 12% der US Bevoelkerung sind African American. 47% der Mordopfer, zu 93% von anderen A.A. ermordet. Mord ist 1. Todesursache unter jungen schwarzen Maennern. Macho-Kultur, Sexismus (enorme Mordrate an Ex/Freundinnen) und Homophobie - wesentl. staerker unter Minderheiten (siehe die % bei der anti-gay Prop. 8). Natuerlich kann man sich auch der Realitaet verweigern und die Taeter zu Opfern erklaeren.

short cut
00
30.10.2010, 04:09
@SFO-VIE

Gruss aus OR.

FinalDestinati0n
67
29.10.2010, 14:40

Wenn man sich manche "Expertisen" hier durchliest, warum Schwarze genauso sind und der weisse Europaer aus der Vorstadt sich anmasst, ueber den schwarzen Ghettobewohner urteilen zu muessen/koennen, kann man eigentlich nur den Kopf schuetteln...

Traurig, wie viel versteckter Rassismus hier vorherrscht...

Johannes Benn
10
29.10.2010, 15:29
.

wie meinen sie? Schwarze sind also nicht genauso wie Weiße? und das soll kein Rassismus sein?

FinalDestinati0n
02
29.10.2010, 16:24

Ich spreche damit auf das Thema des Artikels an und die Leute, die sagen Schwarze sind genauso rassistisch.

Norbert_W
44
29.10.2010, 13:38
Genereller Trend zur "Ghettoisierung"

Ein netter Selbstversuch, den Mr. Benjamin da angestellt hat und ein Buch ist dabei auch noch heraus gekommen.
Aber richtig bahnbrechend oder neu sind seine "Erkenntnisse" nun auch nicht. In den Staaten gibt es seit langem einen Trend zu einheitlichen Wohnsituationen. Oftmals wird hier nach finanziellen Möglichkeiten selektiert, häufig auch nach Hautfarbe oder ethnischer Gruppe. In meinen Augen ist dies eine logische Folge der Zeit. Die amerikanische Bevölkerung polarisiert sich zusehends, gerade auch die Wahl Obamas hat diesen Trend enorm verstärkt.
Die "Ghettoisierung" ist in Europa mindestens ebenso auf dem Vormarsch, man braucht sich nur Stadteile Wiens, Berlins oder Hamburgs ansehen. Man vergleiche nur mal 15. und 19. Bezirk.

NUAZO
22
29.10.2010, 14:50

vielleicht sollte sie mal was anderes lesen als die fpö wahlwerbung

ceiberweiber.at
00
29.10.2010, 19:23
...genau

grünes stricherl

tiggerle
04
29.10.2010, 14:08
der 15. und 19. bezirk waren vor 30 jahren natürlich viel weniger gegesätzlich?

so ein schlechtes beispiel. im gegenteil: viele bezirke wiens sind in den letzten 20-30 jahren enorm aufgewertet worden - ehemals "schlechte" wohngegenden sind nun gute (auch teurere) wohngegenden geworden. das gegenteil ist also der fall! dass nun wieder mehr neu zugezogene leute hier wohnen als nach dem wiederaufbau (so wie es ja eigentlich auch vor dem krieg war...), hat mit "ghetto" bildung, wie Sie das beschreiben, ja nix zu tun

RobinBGH
23
29.10.2010, 13:34
Der Rassismus unter den Foristen...

... ist teilweise erschreckend. Die Gefaehrlichkeit schwarzer Ghettos liegt nicht an der Hautfarbe der Bewohner, sondern an Ihren sozialen Problemen, die zu Kriminalitaet fuehren. Wer als Weisser dort ausgeraubt wird (ermordet zu werden ist sehr unwahrscheinlich), der waere es als Schwarzer in derselben Bekleidung sicher auch.

Wer Schwarze automatisch als lebensgefaehrliche Bedrohung fuer Weisse darstellt, der betreibt eine Entmenschlichung dieser Bevoelkerungsgruppe, die nicht akzeptabel ist.

Meine Familie lebt relativ gut ueber die Welt verteilt und keiner hatte je Probleme, die Rassismus gegen Weisse zur Ursache hatte, auch nicht dort, wo in guenstigeren Lagen gewohnt wurde (i.e. reine Einheimischenbezirke).

NotDarkYet
52
29.10.2010, 12:34

Die Unterstellung, dass Obama gar kein Amerikaner wäre ("We want our country back!") ist nur rassistisch zu erklären.

PS.: Ja, FS3 - Sie sind damit auch gemeint!

Norbert_W
12
29.10.2010, 13:45
"We want our country back!"

ist mit Sicherheit nicht nur rassistisch zu erklären. Ganz im Gegenteil spielt Obamas ethnische Zugehörigkeit eine untergeordnete Rolle.
Im Wesentlichen steht dieser Präsident für vieles, dass konservativen und "patriotischen" US-Bürgern zutiefst zuwider ist: weitgehende staatliche Kompetenzen und Eingriffe ("Big government"), relativ höhere Steuern und Abgaben und eine unklare Linie in der Außenpolitik.
Gerade jetzt, wo die USA ihren Nimbus der alleinigen (Wirtschafts-)Weltmacht einzubüßen beginnen, wünschen Sie viele Amerikaner die ehemaligen Zeiten wirtschaftlicher und militärischer Stärke zurück. Dem aktuellen Präsidenten traut dies jedoch die Mehrheit nicht zu. Das steckt meiner Meinung nach hauptsächlich hinter der o.a. Aussage.

NotDarkYet
11
29.10.2010, 18:08

Wenn es nur um eine andere Politik ginge, dann wäre der Slogan: Wir lassen uns unser Land nicht ruinieren oder was ähnliches.

Wissen Sie wie viele Amerikaner glauben, Obama wäre ein Muslim?

Wissen Sie wie viele glauben er wäre gar kein Amerikaner?

Obama ist für die ein Fremder und von "denen" will man das Land zurück.
Wenn das nicht rassistisch ist, was dann?

Nirvanacharly
 
02
29.10.2010, 12:18
es ist doch schön,

ein Ösi hat vor 60 jahren eine Südafrikanerin geheiratet, sie sind nach wien gezogen, ihre tochter ist mehrheitlich dunkelhäutig und ihre tochter die sie mit einem österreicher hat ist weiss mit blonden haaren, ja so was ist schön.

RobinBGH
41
29.10.2010, 13:19

1) wie ist man "mehrheitlich" dunkelhaeutig? ;-)
2) ein "oesterreicher" muss auch nicht immer weiss sein.

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