"Guru – Bhagwan, his Bodyguard, his Secretary": Erleuchtung kommt mit den Jahren

28. Oktober 2010, 11:29
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Der Dokumentarfilm "Guru - Bhagwan, his Bodyguard, his Secretary" und andere Filmstarts der Woche

In den 1970er- und 80er-Jahren gehörten die in Rot- und Orangetöne gewandeten Sannyasins, die Anhänger des Gurus Bhagwan, auch in Westeuropa zum Stadtbild. Später machte Bhagwan Shree Rajneesh vor allem wegen seines Lebensstils und der Ausbeutung seiner Kommune Schlagzeilen. Der Dokumentarfilm Guru - Bhagwan, his Bodyguard, his Secretary von Sabine Gisiger und Beat Häner versucht nun eine Annäherung an den 1990 Verstorbenen, und zwar über das nächste Umfeld des "Göttlichen": Sein Ex-Bodyguard Hugh Milne und seine ehemalige Vertraute Sheela zeichnen die Entwicklung der Bewegung nach. Neben Interviews kommt viel Archivmaterial zum Einsatz - allerdings zunehmend in dekorativer Weise, musikalisch untermalt. Nicht nur das irritiert auf Dauer.

Außerdem starten diese Woche: in die Jahre gekommene Schauspielhelden um Bruce Willis als in die Jahre gekommene Agenten in R.E.D. - Älter. Härter. Besser und in die Jahre gekommene Aktionisten und Akrobaten als ebensolche in Jackass 3D; weiters Joann Sfars Biopic Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte, Richard Linklaters Ich & Orson Welles und Dennis Gansels Vampirinnenthriller Wir sind die Nacht. Der Dokumentarfilm #unibrennt - Bildungsprotest 2.0, entstanden im Vorjahr, kommt passend zur aktuell angekündigten Kinderbeihilfenkürzung und Studieneingangsphase in die Kinos. (irr, DER STANDARD - Printausgabe, 28. Oktober 2010)

  • "Ihr werdet von mir keine Antworten erhalten": Sitzung mit dem "Guru".
    foto: polyfilm

    "Ihr werdet von mir keine Antworten erhalten": Sitzung mit dem "Guru".

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