Kristallwelten vor Erweiterung

27. Oktober 2010, 18:59
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15 Jahre Swarovski-Kristall-Kunst im "Riesen"

Ein Grundstückstausch der Gemeinde Wattens scheint eine Vergrößerung der Kristallwelten zum 15. Geburtstag möglich zu machen. Die Themenlandschaft wurden bereits 2003 und 2007 erweitert, insgesamt wurden 42 Millionen Euro investiert. Andreas Braun, Direktor von Swarovski Tourism, zeigt sich "optimistisch" . Zu Spekulationen um eine angeblich angedachten weiteren Kristallwelt, etwa in Asien, wollte sich Braun nicht äußern. Es gebe dazu Evaluierungen - aber die Faszination des Swarovski-Gründungsorts werde sich vermutlich nicht ohne weiteres auf andere Standorte übertragen lassen.

Es sollte eine "Hommage an die unzähligen Facetten des Materials Kristall" werden, als die Kristallwelten vor 15 Jahren zum 100-jährigen Bestehen der Firma Swarovski gebaut wurden. André Heller entwarf die 14 Wunderkammern im "Riesen" : Zusammen mit Künstlern wie Brian Eno, Jim Whiting oder Fabrizio Plessi.

Für Direktor Braun, war die Gründung eher ein "osmotisches Experiment" : "Wir haben eine neue Kategorie von Themenlandschaft begründet, indem die Kunst der Marke und die Kunst der Welt, also eher Gegensätzliches, miteinander verschmolzen wurden." Trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb, sei die Gründung der Kristallwelten ein "Wagestück" gewesen. Der Wagemut dürfte sich aber gelohnt haben: Bereits zwei Jahre nach der Eröffnung kam der millionste Besucher. Mittlerweile war der zehn Millionste in Wattens.

Inder besuchen Tirol

Für Braun sei das Besucherpotenzial im internationalen Ferntourismus bereits stark ausgereizt: So besuchen rund 35.000 Inder jedes Jahr den "Riesen" . Im Nahbereich, also in einer Entfernung von zwei, drei Autostunden, wären aber noch Zuwächse drin.

Kristall beflügle, sagt Swarovski-Spross und Mitglied der Geschäftsführung Markus Langes-Swarovski: "Mit der Erschaffung der Kristallwelten wollten wir uns bei allen faszinierten Menschen bedanken und ihrem Staunen neue Nahrung geben."

Von der Krise blieb aber auch die Firma Swarovski nicht verschont. Der Konzern hatte erst im Frühjahr 2010 einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Bis 2014 soll die Mitarbeiterzahl von über 5000 Beschäftigten jährlich um 200 verringert werden. Für die Kristallwelten sind laut Braun derzeit 270 Mitarbeiter tätig. Er erwarte aufgrund der Prognosen, dass diese Zahl stabil bleiben werde. In der Krise habe man allerdings parallel zum Tourismus eine "gewisse Stagnation im Wachstum" festgestellt. (ver, DER STANDARD-Printausgabe, 28. 10. 2010)

  • Brian Eno war da. Shekhar Kapur ebenso.
    foto: swarovski kristallwelten

    Brian Eno war da. Shekhar Kapur ebenso.

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