Für Demokratie und Frauenrechte

Unruhe unter Muslimen

27. Oktober 2010, 18:51
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    foto: standard/matthias cremer

    Vertreter österreichischer Muslime waren am Mittwoch bei Innenministerin Maria Fekter zu Gast, die freundlich zu einem Gruppenfoto bat.

Liberale Muslime wagen einen neuen Vorstoß in Richtung Integration: Imame müssten eine Erklärung für Demokratie und Frauenrechte unterschreiben

Ein weitgehender, innerhalb der islamischen Glaubengemeinschaft wohl für Diskussionen sorgender Vorstoß in Richtung Integration wagt jetzt die kleine Gruppe der "Initiative Liberaler Muslime Österreichs" (ILMÖ).

"Die Imame und Prediger" müssten in Zukunft, verlangte die Initiative am Mittwoch in einer veröffentlichten Erklärung, eine Grundsatzerklärung unterschreiben, mit der sie sich unter anderem "zu den Prinzipien der europäischen Werte, zur Demokratie, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung von Mann und Frau, Respektierung Andersgläubiger, der Freiheit des Religionswechsels" und zentral der Trennung von Staat und Religion bekennen.

Werde dies nicht akzeptiert, müsse es "Sanktionen gegen Imame und Prediger geben", fordern die liberalen Muslime. Auch die Schulbücher im islamischen Religionsunterricht müssten "nach dem Prinzip der Antidiskriminierung" überarbeitet werden. Ein besonders Augenmerk sollte "auf die Beseitigung von Vorurteilen und Stereotypen gegenüber Christen, Juden und Glaubenslosen gelegt werden."

Initiative: kleines intellektuelles Segment

"Wir müssen seitens der Muslime auch selbstkritisch sein, sonst kann Integration nicht funktionieren", sagte Amer Albayati, Sprecher der liberalen Muslime, die in ihrer Erklärung auch vor einer "steigenden Tendenz der Radikalisierung in den Moscheen durch Hassprediger in österreichischen Moscheen und Websites" warnen, im Gespräch mit dem Standard.

Die Initiative Liberaler Muslime, die ein kleines intellektuelles Segment der muslimischen Gesellschaft in Österreich darstellt, war am Mittwoch Teil einer Delegation muslimischer Organisationen, die von Innenministerin Maria Fekter zu einer "Dialogrunde" eingeladen worden war.

Die von Fekter vorgegebenen Themen der Runde: Integrationsfragen wie Spracherwerb und Qualifikation, Emanzipation, Gleichstellung von Mann und Frau. Fekter unterstrich vor dem Treffen im Gespräch mit der APA, dass innerhalb der islamischen Gemeinschaft die Positionen "nicht gleichgeschaltet" seien. Sie werde "jedenfalls klar sagen", unter welchen Rahmenbedingungen Integration stattzufinden habe, "nämlich der österreichischen Rechtsordnung".

Der Islamdialog ist Teil des Nationalen Aktionsplans für Integration. Im November soll eine internationale Wissenschaftsrunde folgen.

Amer Albayati, von den liberalen Muslime kritisiert, wie auch der Grünen-Politiker Efgani Dönmez, dass bisher in Integrationsgesprächen die Islamische Glaubensgemeinschaft und deren Präsident Anas Schakfeh als offizieller Repräsentant der islamischen Gemeinschaft auftrete. Diese Gemeinschaft vertrete aber nur einen Bruchteil aller Muslime, sagt Dönmez.

Scharfe Kritik übte die ILMÖ in diesem Zusammenhang auch in ihrer Erklärung vom Mittwoch. Die Organisation von Schakfeh sei "auch nicht in der Lage, die Integration aller Muslime zu unterstützen. Sie ist nicht fähig, ihre eigene Muslime zu integrieren". (Walter Müller, DER STANDARD-Printausgabe, 28. 10. 2010)

Kommentar posten
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springflower
02
3.11.2010, 13:54
Bravo!

Diese Initiative einer - leider - kleinen Minderheit der Muslime sollten eine breite Unterstützung bekommen!

haschimoto thyreoiditis
17
30.10.2010, 11:40
Sie werde "jedenfalls klar sagen", unter welchen Rahmenbedingungen Integration stattzufinden habe, "nämlich der österreichischen Rechtsordnung".

Fr. Dr. Fekter ist die einzige die den Mut dazu aufbringt. Alle anderen haben sich Jahrzehnte auf der Nase herum tanzen lassen.
Danke!

cyber ferkel
06
29.10.2010, 12:23

Bitte suchen nach: "takyia". Schreiben darf man hier ja darüber nicht.

peace maker
 
50
30.10.2010, 21:34

tja, pech gehabt *teuflisches grinsen*

miraculix66
 
02
3.11.2010, 07:04

und sie finden das ok?

peace maker
 
10
25.1.2011, 20:14

takiya antwort: nein, wie kommen sie denn drauf? wir sind alle menschen... blablablabla
nicht takiya antwort: herst hast an boscha? schleich di!

ich lieeeeebe diese takiya :)

gefrajter_iz_jivica
01

Du bist komisch...

Rijad
70
28.10.2010, 18:40
Welche "Unruhe"?

Was für eine "Unruhe" meint Herr Müller hier. Mit Ihrer Überschrift "Unruhe unter Muslimen" suggerieren sie, dass es sich um etwas innerhalb der muslimischen Gemeinde in Österreich handelt. Bei dem betreffenden Treffen mit der Innenministerin, waren diverse Muslime anwesend und Herr Müller widmet offensichtlich seinen gesamten Artikel der "ILMÖ", einer Organisation, welche einen "Vertretungsmangel" der Islamischen Glaubensgemeinschaft kritisiert, selbst aber niemanden anderen als sich selbst vertritt und welche kaum ein Muslim kennt. Natürlich haben Sie lediglich Aussagen anderer wiedergegeben, offensichtlich interessieren Sie aber nur bestimmte. Herr Müller, halten Sie das für ausgewogenen, repräsentativen und objektiven Journalismus?

Mirstetta Toni
00
28.10.2010, 20:40

verstehe ich auch nicht.

re flexion
00
28.10.2010, 20:28
Ad "Unruhe":

Lesens den Artikel nochmals in Ruhe!

miraculix66
 
01
28.10.2010, 17:16

und immerhin stehen die männer in der zweiten reihe- das ist ja schon mal ein ansatz...ol

Almi66
10
28.10.2010, 16:47
Wer nichts weisz, muss alles glauben!

Deshalb ist es nicht nur den muslimischen Imamen, sondern auch den oesterr. Politiker sehr gelegen, dass sich Bildung nicht "explosionsartig" ausbreitet.

Pessimist-Realist
 
09
28.10.2010, 16:15
Unruhen wegen einem Bekenntnis zur Demokratie und Frauenrechten?

Also, wenn das nicht mal alles sagt.
Dazu noch ein recht unteressanter Beitrag aus SternTV zum Thema Integration (man nahm 3 Familien her, die sich selbst als "gut integriert" einschätzen - das Ergebnis sieht man hier): http://www.youtube.com/watch?v=R4CVbqoGK7U (die Msulime sind SEHR stereotypisch - leider. Jahrzehnte in D, sprechen aber nur "bisi Deutsch"...)

wildwhat
83
28.10.2010, 12:15
hmm...

...da hätt ich auch einen vorschlag was unsere pfaffen unterschreiben sollten...

hugo montenegro
15
28.10.2010, 12:08
unruhe weil man womöglich öffentlich sagen muß, dass man menschenrechte akzeptiert ??

sagt doch alles.

Rosa Stahl
07
28.10.2010, 19:13

sicher. Dabei haben viele muslimische STaaten die Menschenrechtskonvention unterschrieben, mit dem kleinen Zusatz: solange sie nicht der Scharia widersprechen. Darauf kommts an.

Sevenmoons
01
28.10.2010, 20:48
um den glaubensabfall mit staatlicher macht

bestrafen zu können.

wenn sie die MRK 1948 anerkennen würden, ginge das nicht und dann wäre der glaubensabfall sanktionsfrei und würde toleranz notwendig sein,
freiheit gleichheit brüderlichkeit

das waren die Errungenschaften der Aufklärung, die ich unter keinen umständen missen möchte

Johannes Benn
27
28.10.2010, 11:51
.

und das sage einmal einer ein bestimmtes Buch sei
"nicht hilfreich" gewesen

Kubi80
02
29.10.2010, 06:14
wir wissen es eh

er hat/te recht

Planet Pluto
01
28.10.2010, 11:41
Verboten

Bei manchen Muslimas auf dem Foto sieht mann den Haaransatz und sowas ist lt. Koran verboten.
Warum halten die Muslimas sich nicht daran?

Mulla Nasrudin
00
29.10.2010, 18:25

Das ist ein klares Zeichen ihrer Liberalität.

macaca
13
28.10.2010, 14:33
na warum wohl!

Ihnen wurde das Geschenk der Erleuchtung durch die Zivilisation gemacht!
Ein Bahnhofspenner hat sie am Praterstern angegrölt, das Kopftuch runtergerissen und fortan lebten sie in freiheit, oder waren der absoluten Emanzipation zumindest 2 Zentimeter näher gekommen!

helmut hromadnik2
 
48
28.10.2010, 11:21
HOMO SAPIENS sollte sich der mensch erst nennen, wenn es kein militär und keine religionen mehr gibt !

gefrajter_iz_jivica
00

Was has du gegen Bundesheer ojda?

Helmut Hromadnik21
 
00
OIS.

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