Transparency International

Studie: Afghanistan, Burma und Somalia sind die korruptesten Länder

26. Oktober 2010, 13:41
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    foto: matthias cremer, montage: derstandard.at

    Nicht ganz so korrupt wie andere Länder ist Österreich

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    Die Korruptionsweltkarte

Korruptionsindex 2010: Österreich und Deutschland gemeinsam auf Platz 15 - Sieger Dänemark, Neuseeland und Singapur

Berlin/Wien - Kriegszustände und Korruption scheinen Hand in Hand zu gehen - zumindest legen das die neuesten Daten nahe, die die Organisation Transparency International (TI) am Dienstag in Berlin veröffentlicht hat. Der Irak schnitt gemeinsam mit Afghanistan, Burma (Myanmar) und Somalia im Korruptionsindex 2010 am schlechtesten ab. Sie gelten laut TI als "sehr korrupt". Österreich verbesserte sich und Deutschland verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr um eine Position. Beide Länder belegen nun gemeinsam weltweit Platz 15 mit 7,9 von 10 möglichen Punkten. Die "saubersten" Länder sind ex aequo Dänemark, Neuseeland und Singapur mit 9,3 Punkten.

Drei Viertel der Länder liegen unter dem Mittelwert

Transparency International zeigte sich massiv besorgt darüber, dass fast drei Viertel der 178 untersuchten Länder unter dem Mittelwert von fünf Punkten rangieren. Die TI-Vorsitzende Huguette Labelle forderte die internationale Gemeinschaft daher auf, ihre Bemühungen um eine "good governance" (saubere Regierungsführung) in aller Welt zu verstärken und die UN-Konvention gegen Korruption konsequent umzusetzen. Korruption weiter zuzulassen sei inakzeptabel. "Zu viele arme und verletzliche Menschen in aller Welt leiden weiter unter ihren Folgen", so Labelle. Es dürfe "null Toleranz" geben. Angesichts der hohen Summen, die die meisten Staaten zur Lösung der drängendsten Probleme - Instabilität der Finanzmärkte, Klimawandel und Bekämpfung der Armut - ausgeben, bleibe Bestechung ein Hindernis auf dem Weg zu Fortschritten.

Kaum besser als bei den Schlusslichtern Somalia (178./1,1 Punkte), Burma (176./1,4), Afghanistan (176./1,4) und Irak (175./1,5) sieht die Lage in vielen afrikanischen Staaten aus. Aber auch die zentralasiatischen Länder Usbekistan, Turkmenistan, Kirgistan und Tadschikistan fallen negativ auf.

Österreich und Deutschland mit guter Mittelposition

Österreich und Deutschland nehmen im Vergleich der westlichen Demokratien eine gute Mittelposition ein, wobei neben dem Sieger-Trio v.a. die skandinavischen Länder, die Schweiz (trotz Bankenaffäre), Luxemburg und Hongkong glänzen können.

Relativ knapp hinter Österreich liegen die USA (22./7,1), und bereits mit Respektabstand folgen Italien (67./3,9), Rumänien (69./3,7) und Griechenland (78./3,5), das spätestens während der Wirtschaftskrise immer wieder mit massiven Korruptionsvorwürfen konfrontiert wurde. In derselben Liga spielt die aufstrebende Wirtschaftsmacht China (78./3,5), während Russland zur Gruppe der Schlusslichter zählt: Platz 154 von 178 mit 2,1 von 10 möglichen Punkten.

Deutlich verschlechtert gegenüber dem Vorjahr hat sich die Situation nach Angaben von TI in Tschechien, Griechenland, Ungarn, Italien, Madagaskar, dem Niger und den USA. Verbesserungen ermittelte die Organisation hingegen in Bhutan, Chile, Ecuador, Mazedonien, Gambia, Haiti, Jamaika, Kuwait und Katar.

13 Prüfungsverfahren in eineinhalb Jahren

Für den Index wurden laut TI insgesamt 13 Prüfungsverfahren aus dem Zeitraum Jänner 2009 bis September 2010 angewendet, wobei je nach Land mindestens drei, maximal aber zehn Untersuchungen zum Einsatz kamen. Verwendete Studien kamen u.a. von der Weltbank, der Bertelsmann Stiftung, dem Freedom House und dem World Economic Forum (WEF).

Transparency International wies darauf hin, dass bei vielen Ländern ein Vergleich zu früheren Jahren schwierig sei, weil sich die Bewertungsmethoden zum Teil verändert haben. Der "Corruption Perceptions Index" will die "wahrgenommene Korruption" erfassen und stützt sich dabei auf die Einschätzung von Geschäftsleuten und Länderanalysten. Er wird seit 1995 jährlich erstellt. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 77
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sixteen and pregnant
00
28.10.2010, 19:21
wie die immer an diese tollen zahlen kommen o.O

wie haben die das gemacht? umfragebögen austeilen um die leute selbst punkte verteilen zu lassen?

genial.

Clemens Heider
00
28.10.2010, 16:01
Der Lachnummer-Index

Was der Bericht verschweigt, ist dass die externe Bewertung Österreichs durch die internationalen Studien viel schlechter ausgefallen ist. Die interne Bewertung von inländischen Managern fiel sehr viel besser aus. Ein Zeichen von einem eher peinlichen Rechtsverständnisses. Aber auch hier wie typisch österreichisch: "Da kann man doch was noch was machen, oder?" Dadurch kam das verblüffend positive Ergebnis heraus.

docw
10
28.10.2010, 15:00

das relativ gute ranking österreichs kann ich nur akzeptieren, wenn mir die studienautoren versichern, dass sie die magistratischen ämter wiens nicht berücksichtigten. denn diese allein hätten uns um viele plätze nach hinten geworfen.

linker Schlechtmensch
00
28.10.2010, 10:21
Österreich

darf nicht Somalia werden.

King Ralph
11
27.10.2010, 20:21
Österreich ist trotzdem keine Bananenrepublik

...denn in einer Bananenrepublik ist es wenigstens immer schön warm und die Sonne scheint.

ravenna
00
28.10.2010, 06:34
Trotzdem?

Weshalb posten Sie eigentlich hier, wenn Sie den Artikel entweder nicht gelesen haben oder schlichtweg nicht kapieren (wollen)?

papst benedikt
04
27.10.2010, 17:30

"Weltbank, Bertelsmann Stiftung, Freedom House und World Economic Forum " sind politisch motivierte organisationen.
der schrott ist das papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde.

ravenna
10
28.10.2010, 06:36

Natürlich nicht. Schießlich zählt und gilt nur, was deckungsgleich mit Ihrer Meinung ist. Faktenresistent nennt man sowas.

papst benedikt
01
28.10.2010, 13:03

keineswegs. wichtig ist nur, dass man sich eine meinung bildet anstatt veröffentliche meinungen zu verinnerlichen.

Traumpass - Spieler
02
27.10.2010, 16:29

um wieviel haben wir die position im spitzenfeld erkauft?

normal citizen
01
27.10.2010, 16:26
Das war vor dem AKH Skandal 2010

büro-krater
00
27.10.2010, 15:54

die studie ist ganz seriös besonders wenn man die plätze von rumänien, italien und griechenland betrachtet. geschweige denn von österreicht.

schade ums papier

ravenna
30
27.10.2010, 15:05

Na sowas. Es kann doch nicht sein, dass die ganze Horde der Nestbeschmutzer unrecht hat und Österreich doch nicht das Letzte vom Letzten ist.

Was fällt eigentlich denen von Transparency International ein, hier Fakten zu veröffentlichen, die unserem päpstlich-unfehlbarenen, ideoligisch geprägten linkslinken Meinungswissen widersprechen. So eine Sauerei. Die wurden sicher gekauft. Entweder von Raiffeisen oder - noch wahrscheinlicher - vom Schüssel persönlich.

papst benedikt
00
27.10.2010, 17:28

fakten? träumen sie weiter :)

ravenna
20
28.10.2010, 06:37

....sagte der Scheibenweltbild-Vertreter zu Aufnahmen der Erde aus dem All. :-)

papst benedikt
00
28.10.2010, 13:02

nö. das sagt ihnen einer, der gelernt hat, dass glauben und nachplappern mit der bildung einer eigenen meinung nicht mithalten kann.

ravenna
00
28.10.2010, 18:07

Wie wollen Sie sich eine Meinung bilden, ob in Österreich im internationalen Vergleich mehr oder weniger Korruption herrscht?

Haben Sie länger im Ausland gelebt? Lesen Sie im gleichen Ausmaß ausländische, wie österr. Medien? Und zwar aus vielen Ländern?

Wohl kaum. Ihre Meinung ist für den Mistkübel.

Clandestino
01
27.10.2010, 15:20

nestbeschmutzer sind nicht "wir" "links-linke meinungsmacher" sondern leute wie "Sie", die österreich als den eiter des konservatismus erscheinen lassen

ravenna
10
27.10.2010, 19:55

Sie können ja noch nicht einmal richtig zitieren, also lassen Sie die Anführungszeichen doch besser gleich bleiben. Abgesehen davon haben Sie auch wieder ein gutes Nestbeschmutzungsbeispiel abgeliefert. Als "Eiter des Konservatismus" wird Österreich nämlich ausschließlich von linkslinken Dummenschen und deren Gefolgschaft gesehen.

pago1
01
27.10.2010, 15:01
wissen dass schüssel und grasser auch

standardabweichung
00
27.10.2010, 15:00

akhanistan hat man vergessen. und wie sieht es privatwirtschaftlich aus? wäre siemens ein staat würde er locker unter die ersten zehn kommen.

dave66
02
27.10.2010, 13:27
Österreich gleich mit Deutschland?

Eine mögliche Erklärung kann vielleicht sein, dass Österreich noch immer als Teil von Deutschland wahrgenommen wird. Ansonsten kann es nicht sein, dass Österreich auf die gleiche Stufe mit unserem Nachbarn gestellt wird. Wenn das so sein sollte, geschiet dies zum Nachteil Deutschlands, denen "wir" den Schnitt "hinaufhauen". Denn, wenn die "große Welt" etwas von Österreich in diesem Kontext mitbekommt, dann wohl das "große Wien" mit seiner mittlerweile balkanisierten Mentalität.

ravenna
10
27.10.2010, 14:55

Natürlich darf nicht sei, was Sie nicht wahrhaben sollen. Ist ja völlig klar, dass Sie richtig liegen und die Pfeifen vo Transparency International falsch. Oder ist die wahre Pfeife doch anderswo zu suchen?

Anchel Kingsman
00
27.10.2010, 16:30

der methodologische ansatz dieser studie ist unverlaesslich.

faktum.

Peterk K
012
27.10.2010, 11:54
Die haben wohl noch nichts vom neuen Skandal in Wien gehört

das scheint ja nur die Spitze eines Eisberges zu sein und lässt tief blicken und noch Schrecklicheres vermuten, wie es hierzulande bei Auftragsvergaben zugeht. Adios Demokratie!

http://www.falter.at/web/print... hp?id=1262

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