Aufgeblättert

Nachtstreifzug

26. Oktober 2010, 15:39
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    foto: metro verlag

    Christof Harbres, Wiener Barbuch

    EUR 19,90, erschienen im Metro Verlag

    ISBN 978-3-9930-22-6

Christof Harbres widmet sich im schön gestalteten "Wiener Barbuch" der Kulturgeschichte der Wiener Bars

Zur Wiener Trinkkultur fallen spontan wohl eher Wein und Heuriger und Kaffeehäuser ein, als  Bars.  "Was würde eine Bar denn Besseres bringen, im direkten Vergleich mit dem verlängerten Wohnzimmer der Wiener? Auf Mixgetränk - außer dem obligaten Weißen G'spritzen" standen die Konsumenten nicht so recht. Liköre und Schnäpse wie Obstler und Slibowitz wurden wenn, dann pur getrunken...." - so beschreibt Christof Habres die Einstellungen der Wiener im geschichtlichen Rückblick in seinem "Wiener Barbuch".

Cafés hätten genauso Gelegenheit geboten auf gemütlichen Sitzecken zu philosophieren, dazu kamen noch die späten Sperrstunden der Nachtcafés. So dauerte es bis in die Anfangsjahre des 20. Jahrhunderts, um von Bars, die unabhängig von Hotels betrieben wurden, sprechen zu können.

Im Barbuch werden die einzelnen Bars und ihre Geschichte beschrieben, ergänzt um amüsante "G'schichteln". Zwischen den Kapiteln finden sich zahlreiche Cocktailrezepte mit dem Schwerpunkt auf Wiener Spezialitäten wie "Viennes Lover" oder "Danube Sunrise".  Das mit schönen Schwarz-Weiß-Fotos illustrierte Buch wirkt durch seine Gestaltung (Schwarzschnitt und Lesebändchen) ein wenig nostalgisch, was aber zum manchmal fast wehmütig stimmenden Inhalt sehr gut passt. (ped, derStandard.at, 26.10.2010)

jean-paul rastaman
00
27.10.2010, 20:22

ich war vor kurzem in der skybar. die drinks sind gut, aber kellner arrogant und gäste schickimicki. das beste ambiente in wien hat die krugers bar und bei dino's gibt es originalen mai tai und auch sonst handwerklich perfekte drinks

Thomas Jackson
00
28.10.2010, 14:25

Dann ist ja seit gefühlten 20 Jahren alles gleich geblieben.

jean-paul rastaman
01
2.11.2010, 01:09

als nächste möchte ich die halbestadt probieren.

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