Kein Thunfisch in der Schwangerschaft

25. Oktober 2010, 09:48

Mit Quecksilber belastet - Gehirnentwicklung des Kindes kann gefährdet sein

Düsseldorf - Bei ihrer Ernährung sollten schwangere und stillende Frauen weitgehend auf Thunfisch und anderen fetten Seefisch verzichten. Die Meerestiere sind durch die Verschmutzung der Ozeane zunehmend mit Methylquecksilber belastet. Der für Lebensmittel geltende Grenzwert von einem Milligramm des organischen Quecksilbers pro Kilogramm Fisch schließt zwar eine gesundheitliche Gefährdung der erwachsenen Bevölkerung aus, für Babys und Ungeborene kann diese Menge aber sehr schädlich sein. Von dem Konsum des Fisches rät unter anderem das Portal familienplanung. de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ab.

Methylquecksilber ist das giftigste aller Quecksilberverbindungen und kann die fötale Hirnentwicklung hemmen, Verhaltensstörungen hervorrufen und das Wahrnehmungsvermögen sowie die Motorik negativ beeinflussen. Da fetter Seefisch aufgrund seiner Omega-3-Fettsäuren zu einer ausgewogenen Ernährung zählt und mindestens einmal pro Woche verzehrt werden sollte, sind schwangere und stillende Frauen in einer schwierigen Lage. Sie sollten eine Nahrungsergänzung beziehungsweise einen adäquaten Ersatz mit ihrem Gynäkologen absprechen. (sid)

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Posting 1 bis 25 von 61
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Calliope
00

Rohen Fisch und Fleisch sollte man in der Schwangerschaft generell vermeiden.

Infowarrior
 
02
27.10.2010, 09:03

Für was Quecksilber verseuchten Meeresfisch?

Wir wäre es mit dem köstlichen, mit Antibiotika vollgestopften Pangasius aus Vietnam von Iglo?^^

Iss wos gscheits!

Ja, aber nurmehr Waldviertler Bio-Karpfen und Gebirgsforellen!
Dazu ein gutes Salaterl mit Leinöl und ich hab meine Überdosis Omega-3!

Homer Simpson II.
 
01
27.10.2010, 13:08
Vogerlsalat mit Kernöl bitte dazu...

standardabweichung
02
27.10.2010, 07:59

in anbetracht kommender entwicklungen stellt sich doch auch die frage warum frau überhaupt kinder kriegen sollte

Emilix
00
27.10.2010, 07:40
Leinöl hat deutlich mehr Omega3-Fettsäuren als fetter Meeresfisch.

Also brauche ich diesen gar nicht.

banshee o'hara
02
27.10.2010, 08:46

"Der erwachsene menschliche Körper wandelt Omega-3-Fettsäuren pflanzlicher Herkunft (a-Linolensäure) nur in geringem Maß in die wertvolle Eicosapentaensäure („EPA“, ca. 5 %) und Docosahexaensäure („DHA“, < 0,5 %) um. Nur der Stoffwechsel von Neugeborenen ist zu einer verstärkten Umwandlung fähig, da sie die Stoffe für ihre Hirnentwicklung benötigen.[7] EPA und DHA sind jedoch in Fischölen direkt enthalten"

- wikipedia/wiki/Omega-3-Fettsäuren

aber, als Alternative zu den Lachsölkapseln mit "bereits unbedenklichen" Level von Quecksilber, werden seit neustem auch Krillöl-Nahrungsergänzungen beworben

*esofan*
02
26.10.2010, 23:46
gar nie thunfisch

weil er vom aussterben bedroht ist!

Arne Karlsson
06
25.10.2010, 22:44
Dabei wäre es soooo einfach !

Würden die Fische nach dem Fang nicht liegend sondern aufgehängt mit dem Schwanz nach unten tiefgekühlt, dann fiele das Quecksilber (das wissen wir alle vom Thermometer!) auf Grund der Kälte in den Schwanz. Den könnte man abschneiden und der Fisch wäre giftfrei.

;-) << Smiley bei Kommentaren bitte nicht übersehen

gärtner
02
25.10.2010, 19:55
das is alles halb so wild, die empfehlung sinnlos.

japanische mütter nehmen im vergleich zu öst. müttern ein vielfaches an quecksilber zu sich und haben auch keine dümmeren kinder.

bei den faröern oder jeder anderen gruppe, die gern fisch isst, ist es genauso.

die einzigen die einen geringeren iq haben sind die gesellschaften in denen mangelernährung häufig ist.

stone-free
01
26.10.2010, 09:20
noch nie was von der minamata-krankheit in japan gehört?

gärtner
00
26.10.2010, 12:34

die dosis macht das gift, junge.

Andreeeas
00
27.10.2010, 12:29

Dieser Satz gilt schon seit längerem als widerlegt. Z.B. gibt es für gewisse Stoffe keine MAK-Werte (z.B. Benzol), weil jede Dosis als krebserregend gilt.

± 2µm
00
27.10.2010, 14:21
das gilt allerdings strenggenommen nur fuer carcinogene stoffe

oder? Rein theoretisch kann natürlich ein molekuel benzol krebsausloesend sein. Bei "normalen" giften spielt die dosis schon eine rolle. Und unter uns gesagt: ein paar µL benzol sind mir allemal lieber als ein paar liter.

Andreeeas
00
27.10.2010, 14:31

Ich bin Chemiestudent, kein Toxikologe, weshalb ich die Frage leider nicht beantworten kann. Für krebserregende Stoffe gilt das allerdings sicher!

Und natürlich macht die Dosis einen Unterschied, deswegen gibt es ja auch Grenzwerte. Durch die moderne analytische Chemie kann man ja schnell einmal irgendwas nachweisen...

Aber diesen Paracelsus-Satz immer einfach so unreflektiert hinzuknallen finde ich nicht richtig.

Clemens Schwarz
00
28.10.2010, 13:13
ihr grenzwert sagt nichts aus

ist ein reiner laborwert, der im alltag nichts taugt.
er wird durch die wechselwirkungen ausgehebelt.

Andreeeas
00
28.10.2010, 14:05

Was wollen Sie jetzt damit sagen? Dass Grenzwerte sowieso keinen Sinn haben?

Was schlagen Sie denn alternativ vor, wenn's schon so gescheit daherreden.

David Mungo
00
26.10.2010, 08:13
Das ist ein sehr heikles Thema,

aber so, wie es ausdrückst, ist es nicht ganz richtig.

http://en.wikipedia.org/wiki/Race... telligence

pepita_viena
00
25.10.2010, 19:17
gilt das auch

für den thunfisch in der dose? od nur den rohen auf dem sushi?

stone-free
04
26.10.2010, 09:22
thunfisch ist einfach nur abzulehnen, quecksilber hin oder her

haben alle viel quecksilber. der "rote vom sushi" ist allerdings so gut wie ausgestorben und man muss schon ziemlich skrupellos oder (hoffentlich nur) uninformiert sein, um den überhaupt noch zu essen.

Generell sind die Fangmethoden des Thunfischs ohnehin absolut inakzeptabel sofern man nicht den geangelten kauft (und der ist rar und sehr teuer).

A Voice
00
25.10.2010, 20:43
beide

das Quecksilber hat nix mit der Verarbeitung zu tun.

WBR
00
25.10.2010, 16:55
Auf kleine Fische ausweichen

Methylquecksilber reichert sich in der Nahrungskette an, so wie viele andere Schadstoffe auch.
Deshalb sind große Raubfische am stärksten belastet.
Bei kleinen Fischen wie Sardinen oder Heringen dürfte die Belastung vernachlässigbar sein.

nick morgenland
 
00
25.10.2010, 16:49

der ernährungstipp, auf thunfisch zu verzichten, ist schon richtig. wenn man mit dieser diät in der schwangerschaft beginnt, ist es aber wohl zu spät.

nick morgenland
 
00
25.10.2010, 16:47
das liegt daran, dass es sich beim thunfisch um einen großen raubfisch handelt (der sich daher am ende einer längeren nahrungskette befindet).

dass der konsum von thunfisch für erwachsene unbedenklich ist, ist ein märchen. wer kontrolliert denn die einhaltung der grenzwerte? ein grenzwert ist doch nur sinnvoll, wenn man weiß, wieviel konsumiert wird. die erste warnung vor thunfisch habe ich vor ca. zehn jahren gehört (das ist billiges eiweiß für bodybuilder, mit besonders hohen quecksilberwerten).

wenn ich mich richtig erinnere, liegt die halbwertszeit für das ausscheiden von quecksilber aus dem gehirn (blut-hirn-schranke) bei etwa 25 jahren. quecksilber verbindet sich sehr gut mit schwefelverbindungen (viele enzyme enthalten solche schwefelhältige gruppen). schwefelquelle der enzyme sind die beiden schwefelhältigen aminosäuren (vor allem cystein).

ideal wären "friedfische".

stone-free
01
26.10.2010, 09:24
wobei es ja bei den meisten bodybuildern egal wäre ob sie quecksilber oder hirnmasse unter der schädeldecke tragen

Andreeeas
00
25.10.2010, 18:46

Wer kontrolliert die Einhaltung der Grenzwerte?

Private Laboratorien im Rahmen von Gütesiegeln, staatliche Lebensmitteluntersuchungsanstalten (in Wien MA38). Sollten Sie kein Vertrauen haben: So eine Analyse kostet nicht die Welt. ;)

Der Grenzwert steht in Relation zur durchschnittlichen Konsummenge. Wenn Sie also normal Thunfisch konsumieren, ist der Grenzwert für Sie sinnvoll. Wenn Sie täglich eine Dose verdrücken, dann nicht.

Sie sollten dazuschreiben, dass Sie von Methylquecksilber reden. Denn wenn metallisches Quecksilber mit Schwefel reagiert, entsteht völlig ungiftiges Quecksilbersulfid.

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