"Prix Europa" für einen Irak-Thriller

24. Oktober 2010, 18:36
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"Waffenstillstand": Film über deutschen Journalisten in Bagdad - Schweden für Doku und Reportage ausgezeichnet

Berlin - Der ZDF/Arte-Politthriller "Waffenstillstand" des Berliners Lancelot von Naso wurde mit dem Medienpreis Prix Europa ausgezeichnet. Der Film über einen deutschen Journalisten in Bagdad übertrumpfte die schwedische TV-(Lang-)Fassung von Stieg Larssons "Verblendung".

Dennoch hielten sich die Nordländer gut: Beste Dokumentation wurde Regretters aus Schweden über Geschlechtsumwandlungen. Als beste Reportage wurde The Second Rape ausgezeichnet über Vorverurteilung einer vergewaltigten Frau in Nordschweden.

Der ORF ging mit fünf Nominierungen, darunter Wolfgang Murnbergers "Live Is Life" leer aus. Lobend erwähnt wurde das Ö1-Hörspiel DogGod von Magda Woitzuck.

Zu den 650.000 Euro Jahresetat steuert der ORF 16.000 Euro bei. Der Prix Europa ist der größte europäische Medienwettbewerb. Europäische Kulturstiftung, EU-Kommission, Berlin-Brandenburg sowie 25 Rundfunkstationen finanzieren ihn. (prie/DER STANDARD; Printausgabe, 25./26.10.2010)

  • Der ZDF/Arte-Thriller "Waffenstillstand" erhält den "Prix Europa" als bester TV-Spielfilm: über Deutsche im Irak.
    foto: zdf

    Der ZDF/Arte-Thriller "Waffenstillstand" erhält den "Prix Europa" als bester TV-Spielfilm: über Deutsche im Irak.

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