WikiLeaks - Umstrittener "erster Geheimdienst des Volkes"

24. Oktober 2010, 15:37
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Internetplattform setzt auf Enthüllungen - Seit Dezember 2006 online

Die auf Enthüllungen spezialisierte Internetplattform WikiLeaks hat fast 400.000 Geheimdokumente zum Irak-Krieg veröffentlicht und sorgt damit erneut weltweit für Aufsehen. Immer wieder werden auf der Internetseite brisante Unterlagen aus anonymen Quellen veröffentlicht. Die im Dezember 2006 gegründete Plattform will damit Missstände öffentlich machen und Regierungen zu mehr Transparenz zwingen.

Zusammenarbeit

Mit ihrem Namen lehnt sich die Website an das Online-Nachschlagewerk Wikipedia an, bei dem Nutzer selbst Artikel beisteuern oder korrigieren können. "Leak" bedeutet auf Deutsch Leck und bezeichnet undichte Stellen - etwa bei Geheimdiensten - über die geheime Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Einer der größten Coups gelang WikiLeaks im Juli, als die Internetplattform 77.000 geheime US-Dokumente zur Lage in Afghanistan veröffentlichte. Bereits im April hatte WikiLeaks zudem mit der Veröffentlichung eines Videos weltweit für Bestürzung gesorgt, das den tödlichen Beschuss von mehreren irakischen Zivilisten durch einen US-Kampfhubschrauber aus dem Jahr 2007 zeigt.

Kritik

Die Plattform, die sich selbst als "ersten Geheimdienst des Volkes" bezeichnet, wird immer wieder heftig kritisiert. Die US-Regierung und die NATO werfen WikiLeaks vor, die nationale Sicherheit zu gefährden und nicht objektiv zu sein. Außerdem würden Soldaten und Zivilisten durch die Veröffentlichung der Unterlagen in tödliche Gefahr gebracht.

WikiLeaks wird zudem vorgeworfen, Transparenz zu fordern, selbst aber wenig von sich preiszugeben. Die Betreiber rechtfertigen das mit dem Schutz der Informanten, die die brenzligen Dokumente liefern. Angeblich arbeiten rund ein halbes Dutzend Freiwillige Vollzeit für WikiLeaks, zudem kann sich die Plattform auf ein Netz hunderter Experten stützen, die helfen, Informationen auszuwerten.

Konflikte

In der Führungsriege von WikiLeaks um Mitbegründer Julian Assange herrscht derzeit offenbar heftiger Streit. Ende September kündigte der deutsche WikiLeaks-Sprecher, der unter dem Pseudonym Daniel Schmitt bekannt ist, seinen Rückzug an - offenbar wegen Differenzen mit Assange. Der gebürtige Australier Assange ist das bekannteste Gesicht von WikiLeaks, er wiederum geriet im August in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht. (APA)

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12 Postings
Frotzel
00
10.11.2010, 13:08
Dieses Tor wird noch viel weiter aufgehen und die Toren werden staunen wie sie begaunert werden - von Amt und Würden!

Seit brav und gut dient dem Ausbeuten durch die Unbraven - das ist schon seit Vorchrisiti gepredigte Gaunerei.

6 auf Krankenschein
00
29.10.2010, 08:14
das mit wikileaks

muß man mir bitte zuerst einmal erklären - wo find ich da was ???
das meiste nur abkürzungen die amis so lieben und dann nur wirrwarr
ich konnte leider nie in bildung investieren, weil ich ständig hunger hatte und geld für nahrung brauchte...
also bitte, helft mir, das ich nicht für immer blöd bleibe ....

was kann ich da finden, was kann ich da lesen ???

Cafe Corretto
02
25.10.2010, 21:10
Unschuldslämmer

1: "Die US-Regierung und die NATO werfen WikiLeaks vor, die nationale Sicherheit zu gefährden und NICHT OBJEKTIV zu sein." - Wir wissen doch alle, dass nur Regierungen und ganz besonders die US-Regierung zu 100 % objektiv sind.

2: "WikiLeaks wird zudem vorgeworfen, Transparenz zu fordern, selbst aber wenig von sich preiszugeben."

Da reden ja die Richtigen!

iron man1
00
25.10.2010, 09:34

Am Ende wird wieder versucht Assange zu verunglimpfen.

_valina
014
24.10.2010, 21:25
warum ist das letzte wort diese Artikels 'vergewaltigungsverdacht'?

was soll dieser kleine miese NLP-schmäh?

erkelteter tiger
00
2.11.2010, 20:49
der apa würd ich da gar keine absicht unterstellen

die sind einfach so

derunbestechliche
00
25.10.2010, 09:32

Dasselbe habe ich mir auch Gedacht. Entweder ist etwas dran, oder nicht. Da haben ja verurteilte Rechtsbrecher noch mehr Rechte, wenn sie die (Haft-)Strafe abgeleistet haben. Es darf gar nicht mehr darüber berichtet werden. Womöglich ist das nicht nur beim Standard, sondern in vielen Tageszeitungen so: "Assange wiederum geriet im August in Schweden unter Vergewaltigungsverdacht".

R. Lexer
00
7.11.2010, 16:36

Die schwedische Staatsanwaltschaft hat den Verdacht als unbegründet dargestellt. Also wohl ziemlich sicher nicht.

Darum finde ich den letzten Satz auch entsprechend schäbig.

CouchDB
29
24.10.2010, 16:16
Geheimhaltung und Demokratie

sind eigentlich ein Widerspruch, auf welcher Basis von Nichtinformation darf dann das Stimmvieh ähm ich meine der selbstständige Wähler den dann entscheiden ?
Na klar, Massenmedien und PR-Abteilungen legen vor was wir denken und entscheiden sollen, ich bin ehrlich froh das Menschen wie bei Wikileaks den Mut haben sich dagegen zu stellen.

Mathias
 
01
25.10.2010, 13:38
Na klar, Massenmedien und PR-Abteilungen legen vor was wir denken und entscheiden sollen

... und erfunden hat das? Na wer war das nochmal? Genau, Mr. Göbbels ...

Repariertwaseuchkaputtmacht.
01
25.10.2010, 08:58

Naja - dann fragen Sie sich mal:
Wenn Sie in einem Geheimdienst sind und zufällig 70.000 Dokumente über den Irakkrieg an die Öffentlichkeit bringen wollen und das auf möglichst sichere Weise - dann wären Sie dazu wohl eher bereit, wenn Sie wüssten, es gibt soetwas wie Wikileaks wo man Ihren Namen nicht weitergibt.

aefsadrfaer arfgdsafgdf
10
24.10.2010, 16:04

> "Die US-Regierung und die NATO werfen WikiLeaks vor, die nationale Sicherheit zu gefährden und nicht objektiv zu sein. "

geh, die haben denen doch vermutlich selber diese dokumente zugeschantzt. und warum, darauf deutet ein auszug aus einem artikel in einer anderen zeitung von heute hin:

"Bis Ende 2011 will US-Präsident Barack Obama alle amerikanischen Truppen aus dem geschundenen Land abziehen - und den Irakern die volle Verantwortung für die Sicherheit übergeben. Kann Obama das wirklich wagen - angesichts der beklemmenden Dokumente über geschlagene, versengte, verätzte, gepeitschte Häftlinge?"

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